image Von Stutenkerlen und Weckmännern image Weihnachten in Bielefeld? Gibt’s doch gar nicht!

Welcome to the Weihnachtsmarkt!

Bielefelder Weihnachtsmarkt auf dem Alten Markt

Nach dem trüb-nassen Novemberwetter ist jetzt endlich optimales Wetter mit Schnee und eisiger Kälte, um dem Bielefelder Weihnachtsmarkt einen Besuch abzustatten. Obligatorisch ist die Fahrt in dem kleinen, aber keineswegs harmlosen Riesenrad, der Orangenpunsch oder die Tasse Feuerzangenbowle am Haus vom Nikolaus. Unserer ehemaligen Praktikantin Katie hat es so gut gefallen, dass sie extra dafür auf einen Kurztrip nach Deutschland gekommen ist:

Mit den Abschlussprüfungen im Nacken, die zuhause in Großbritannien unheilvoll auf mich warteten, war ein Besuch der örtlichen Weihnachtsmärkte die perfekte Ausrede, nach Bielefeld zurückzukehren, um mein Deutsch zu verbessern – und wenn man schon einmal dort ist, kann man auch direkt dem Büro der Sprachenfabrik einen Besuch abstatten!

Mit der Hilfe meiner örtlichen Tour-Guides machte ich es mir zur Mission, ein paar der lokalen Delikatessen zu probieren. Nach einem frühen Start in einen kühlen Wintertag war der logische, erste Schritt ein Glas Glühwein, um mich aufzuwärmen (und zu wecken) nach meinem Flug. Aber ich erkannte recht schnell, dass Glühwein nicht meine einzige Option war. Ich tauchte ab in die Masse von Menschen, die sich um die Getränkestände scharten, an denen eine Reihe an Getränken, die in Flammen zu stehen schienen, verkauft wurden. Ich schaute zu, wie mein Glas Feuerzangenbowle vor meinen Augen zubereitet wurde: Rum wird auf ein Stück Zucker geträufelt und dann angezündet, sodass der Zucker karamellisiert und in den Glühwein tropft – einfach lecker! Der Kinderpunsch (ohne Alkohol!) war eine weitere Alternative zum Glühwein, um uns warm zu halten, ebenso wie heiße Schokolade, die, angereichert mit Baileys oder Amaretto, uns leicht die Kehle hinunterfloss.

Es ist immer ein großer Spaß, sich die verschiedenen Tassen anzuschauen, die oft personalisiert für den jeweiligen Markt ausgegeben werden. Glücklicherweise hatte ich nur Handgepäck dabei, sonst hätte ich vermutlich eine ganze Tasche von den Dingern mit nach Hause gebracht.

Jetzt wundert ihr euch sicher schon, warum ein Blogeintrag über deutsche Weihnachtsmärkte nicht schon lange etwas über Bratwürste oder Currywurst oder jede andere Art Wurst erwähnt hat. Aber als Vegetarier musste ich mir etwas anderes einfallen lassen. Neben großen Mengen an Pommes waren mein persönlicher Favorit die Champignons mit Knoblauchsoße. Und, natürlich, ohne den Bauch voll mit Würstchen, blieb noch genug Raum für die vielen Süßwaren, die zur Auswahl standen – von gebrannten Mandeln über Pfannkuchen bis hin zu Waffeln.

Ich bin vermutlich ein paar Pfund schwerer zurückgekehrt, aber ich bin sicher, das ist das Beweis für einen gelungenen Kurztrip. Falls ihr in naher Zukunft einen Besuch auf dem Weihnachtsmarkt plant, solltet ihr euch warm einpacken und am besten tragt ihr eure „Schuhe“ nicht nur an den Füßen, sondern auch gleich an den Händen!

Foto: Studio Bielesch

Text: Katie James