Posts By : lagemann

Pizzaessen
Boys‘ Day in der Sprachenfabrik

Chinesisch auf verhandlungssicherem Niveau, die vollständige Übersetzung eines 40-seitigen Mitarbeitermagazins aus dem Englischen ins Deutsche und die Verdolmetschung eines geschäftlichen Termins in sieben verschiedene Sprachen – all dies lernten Fynn (12), Maxim (14) und Lasse (18) an ihrem Tag bei uns in der Sprachenfabrik natürlich … nicht!

Die drei Jungs waren im Rahmen des „Boys‘ Day“ (https://www.boys-day.de/), einer Initiative des Kompetenzzentrums Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V., bei uns in der Sprachenfabrik. Dieser Tag bietet Schülern – analog zum „Girls‘ Day“ – die Möglichkeit, in einen typischen Frauenberuf hineinzuschnuppern. Jörg_erklärtUnd so erhielten die drei einen kleinen Einblick in unsere abwechslungsreiche Arbeit mit Sprachen.
Am Vormittag erfolgte zunächst ein kleiner theoretischer Überblick. Übersetzung, Lektorat, Dolmetschen und Copywriting: das Dienstleistungsportfolio der Sprachenfabrik wurde samt Fachgebieten und Sprachkombinationen vom Chef persönlich
vorgestellt.

Anschließend gab Rebekka eine kleine Orientierungshilfe für die spätere Berufswahl und stellte verschiedene Berufsbilder – z. B. Fremdsprachenkorrespondent, Übersetzer, Dolmetscher, Lektor – und die möglichen Ausbildungswege vor.

Nach der mittlerweile nötigen Stärkung bei Pizza, Pasta und Co. in lockerer Runde mit einem Großteil des Sprachenfabrik-Teams war dann wirklich aktiver Einsatz gefragt: Angeleitet durch Ross, der uns im Rahmen eines achtmonatigen Praktikums als Übersetzer unterstützt und bereits ein wahrer memoQ-Experte ist, übersetzten Fynn, Maxim und Lasse mithilfe unseres CAT-Tools einen Text zum Thema „Selbstfahrende Autos“ aus dem Englischen ins Deutsche – und das wirklich sehr gut! Dies ergab jedenfalls die gründliche Vieraugenprüfung durch Adlerauge Anja.

Schließlich durften sich die drei Jungen noch als Dolmetscher ausprobieren – denn Übersetzen und Dolmetschen ist schließlich nicht dasselbe! Olesya, die uns noch bis Ende Mai im Projektmanagement unterstützt, schließt im Sommer dieses Jahres ihren Bachelorstudiengang „Fachdolmetschen für Behörden und Gerichte“ an der Hochschule Magdeburg-Stendal ab und hatte eine spannende Übung zum aktuellen Thema „Die erste Astronautin Deutschlands“ vorbereitet. Auch diese Übung absolvierten die drei unter Anwendung der neu erlernten Schwanentechnik hochmotiviert, und es wurde zudem viel gelacht.

Wir hoffen, dass es Fynn, Maxim und Lasse bei uns gefallen hat! Uns hat der Tag mit den drei Jungs jedenfalls richtig Spaß gemacht – und wir haben unsere Begeisterung von der Arbeit mit Sprachen sehr gern weitergegeben. Und, wer weiß, vielleicht hatten wir ja heute tatsächlich den einen oder anderen Nachwuchsübersetzer oder -dolmetscher zu Gast!?

Team
Neue Deko für die Sprachenfabrik

Es gibt tatsächlich Büros, in denen sind private Fotos, Bilder oder Pflanzen nicht erwünscht. Erfreulicherweise gehört die Sprachenfabrik nicht dazu: Nachdem wir aufgrund unserer neuen Konstellation im Büro die Plätze getauscht haben, wurde es Zeit, die Räume zu verschönern und unsere Arbeitsplätze mit einer persönlichen Note zu versehen. Kinderfotos, Ikea-Vasen mit Dekoblumen oder die Queen aus dem Cars-Film als Spielzeugauto zieren seitdem unsere Schreibtische. Aber wie sieht es mit den Wänden aus? Graue Pinnwände und funktionale Kalender sind nicht wirklich kleidsamer Wandschmuck. Das mussten wir ändern!

Und wir haben auch schnell eine passende Lösungen gefunden: Unser Kunde Posterlounge verfügt über einen schier unerschöpflichen Fundus an schönen, witzigen, innovativen, ansprechenden Bildern, sodass jeder von uns schnell das Poster seiner Wahl gefunden hat – auch wenn die Qual der Wahl bei den vielen tollen Motiven schwer fiel. Beispielsweise hätte „Mütter sind wie Rockstars …“ genauso gut in einige Büros gepasst wie „Tea, Books and Cats“.

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Ab sofort motiviert sich Verdiana tagtäglich mit dem Slogan „Hakuna Matata“, während ihr Gegenüber Martins den „Motivation Helmet“ am Montagmorgen benötigt.

Zu Anja hätte auch gut Namasté gepasst, aber sie entschied sich stattdessen für eine Abwandlung der drei Affen: drei Bücher mit Händen getreu dem Motto „nichts sehen, nichts hören, nichts sagen“.

 

poster-flugzeug-landet-bei-sonnenuntergang-1332491poster-wir-sind-die-geilsten-hier-440940Paulina startet selbstbewusst in den Tag und stärkt zudem unser Team mit dem Plakat „Ich habe mich umgeschaut, wir sind die Geilsten hier“, wenn wir sie in ihrem Büro besuchen.

Wenn Ross an eher „trockenen“ Texten arbeitet und einen Motivationsschub benötigt, schweift sein Blick jetzt einfach gen Wand mit dem Flugzeug am Abendhimmel und es geht ihm gleich besser. Und wenn Barbara mal wieder nicht weiß, was sie zuerst machen soll, dann fokussiert der Kartenfreak kurz das Landkartenbild mit den Staaten der USA und kann dann wieder konzentriert durchstarten.

 

 

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Johanna hat sich ebenfalls für ein Kartenwerk entschieden – die farbklecksige Weltkarte von Mark Ashkenazi, die auf dem Titelbild unseres Blogbeitrags zu sehen ist. In Rebekkas Büro schwingen seit der Ankunft unsers Posterpakets „Good Vibes only“, sodass selbst Plunet-Tücken oder komplizierte Abrechnungen kein Problem mehr sind.

 

 

 

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Nur Jörgs Wände sind noch etwas leer … Vielleicht sollten wir ihn zum nächsten Geburtstag mit dem Bild „Like a BOSS“ überraschen? Obwohl „Der frühe Vogel trinkt erstmal Kaffee“ viel besser zu unserem Kaffee-Junkie passen würde.

In jedem Fall sind wir alle glücklich mit unserer Büroverschönerungsaktion. Das Projekt „Küche“ steht dann als nächstes an … Aber dazu irgendwann mal mehr!

Die Qual der Wahl findet man hier: https://www.posterlounge.de/

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Latha là math! Ciamar a tha sibh?

„If you are lucky enough to be Irish, then you are lucky enough”

Mein Name ist Olesya und ich bin die neue Praktikantin bei der Sprachenfabrik!

Eigentlich wäre es logischer, diesen Blog auf Russisch anzufangen, da Russisch meine Muttersprache ist. Aber ich entschied mich für Englisch und Gälisch und es hat einen Grund – ich möchte Euch heute über eine ganz besondere Reise meines Lebens erzählen.

Im Januar 2015 bin ich im Rahmen des ERAMUS-Programms nach Irland geflogen, um dort ein Semester lang zu studieren. Ich muss ehrlich sagen, ich wusste weder etwas über dieses Land noch über seine Kultur und Traditionen. Mir war nur bewusst, dass diese kleine Insel sehr grün ist, es dort sehr viel regnet und ich dort definitiv mehr Schafe sehen werde als Menschen.

In diesen vier Monaten habe ich natürlich nicht nur studiert, sondern sind bin auch durch das Land gereist, um diese wunderschöne einzigartige Insel besser kennenzulernen. Eine der bedeutendsten Reisen war natürlich meine Reise nach Dublin.

Das zweite Mal habe ich die Hauptstadt Mitte März besucht und ich konnte meinen Augen nicht trauen: Alle Hauptstraßen, alle Sehenswürdigkeiten der Stadt und Kanäle leuchteten in der irischen Nationalfarbe, überall hingen irische Flaggen und sogar die Menschen hatten grüne Perücken und grüne Kleidung an und es waren hunderttausende Besucher in der Stadt. Es war ein ganz besonderer Tag – der 17. März – der Nationalfeiertag der Iren, oder Lá Fhéile Pádraig. Die Iren nennen diesen Tag liebevoll Paddy’s Day, die ganze Welt kennt ihn unter dem Namen St. Patrick‘s Day. Vielen ist dieser Tag bekannt, da er mittlerweile weltweit gefeiert wird. Aber nur wenige wissen, wer dieser St. Patrick ist und was ursprünglich der Zweck des Festes ist.

St. Patrick gilt als erster christlicher Missionar und Nationalheiliger Irlands. Der heilige Patrick kam vermutlich zwischen 389 und 415 als Maewyn Succat, Sohn des wohlhabenden Priesters und Gutsbesitzers im heutigen Wales, zur Welt. Im Alter von 16 Jahren wurde er gefangengenommen, nach Irland verschleppt und dort verkauft. Nach sechs Jahren Sklavenzeit in Irland, in der er auch die irische Sprache gelernt hatte, konnte er zurück nach England fliehen. Der Legende zufolge hatte er im Traum von einem Schiff erfahren und lief zuerst mehr als 200 Kilometer zu Fuß, um es zu finden. Das Schiff brachte ihn nach Frankreich, wo er Theologie studierte und sich fortan Patricius nannte. Einige Jahre später kehrte er zu seinen Eltern nach England zurück. Eines Nachts hörte er in seinem Traum Stimmen, die ihn baten, als christlicher Missionar zurück nach Irland zu kommen.

So folgte er diesem Ruf und bekehrte Tausende von Menschen zum Christentum. Er gründete zahlreiche Klöster, Schulen und Kirchen im ganzen Land und übte seine Missionstätigkeit bis zu seinem Tode aus. Am 17. März 461 oder 493 soll er in Armagh gestorben sein.

So feiert man den Ehrentag des heiligen Patricks am 17. März auf der ganzen Insel. In den meisten größeren Städten Irlands feiert man ihn mit einer bunten Parade. Allerdings fand die erste St. Patrick‘s Day Parade im Jahr 1737 überhaupt nicht in Irland statt – sondern im amerikanischen Boston. Die Parade durch Dublin ist erst im Jahr 1970 zur Tradition geworden. Wenn man in Dublin ist, bekommt man schnell das Gefühl, als ginge es dabei ausschließlich um das Betrinken. Das mag bei feierlustigen Touristen und jungen Iren der Fall sein. In den ländlichen Gegenden wird St. Patrick‘s Day eher ruhiger gefeiert. Man beginnt der Tag mit dem Gang zur Messe und verbringt ihn beim leckeren Essen und ein paar Pints Beer oder Bulmers (Cider) im Familienkreise. Auch wenn der 17. März in die Fastenzeit fällt, ist den Iren an diesem Tag eine Fastenpause erlaubt, und das wird natürlich sehr gerne genutzt!

An diesem Feiertag wird nicht nur die ohnehin grüne Insel noch ein bisschen grüner, sondern auch 72 Wahrzeichen, Museen und irische Pubs in 29 Ländern strahlen an diesem Tag in grünem Licht.

Darum lasst uns heute alle ein bisschen „irisch“ sein, uns eine Fastenpause erlauben und das Leben so genießen, wie es diese tollen Menschen mit den großen grünen Herzen machen!

In diesem Sinne, happy St. Paddy’s Day und May Irish angels rest their wings right beside your door.

Jungen-Zukunftstag: Boys‘ Day in der Sprachenfabrik

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Neun zu zwei! Wir wissen nicht, ob diese Quote das branchenübliche Geschlechterverhältnis exakt repräsentiert oder nicht. Aber auch ein Blick auf die Teamvorstellung auf unserer Sprachenfabrik-Website zeichnet ein typisches Bild der Berufswelt der Übersetzer, Dolmetscher, Texter und Lektoren: In der Sprachdienstleisterbranche arbeiten nur Frauen. Ist ja auch irgendwie klar, denn die „Laberfächer“ in der Schule sind ja nur etwas für Mädchen.

Um Jungen die Gelegenheit zu geben, ganz bewusst einen typischen Frauenberuf kennenzulernen, hat das Kompetenzzentrums Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V. in Anlehnung an den „Girls‘ Day“ den bundesweiten Jungen-Zukunftstag „Boys‘ Day“ ins Leben gerufen. Die Aktion wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) – und die Sprachenfabrik ist in diesem Jahr schon zum zweiten Mal dabei!

Und unsere drei Boys’-Day-Plätze sind auch bereits vergeben. Wir freuen uns darauf, den drei Jungen am 27. April die spannende Arbeit eines Sprachdienstleisters bei uns vor Ort vorzustellen – und werden anschließend darüber wieder hier, in unserem Blog, berichten.

Weitere Informationen unter: https://www.boys-day.de/

Bildquelle: http://material.kompetenzz.net/boys-day/unternehmen-institutionen

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Welttag der Muttersprache

Wissen Sie was der Hesse mit „Wutzeschnuppe“ meint? Oder was sich hinter dem pfälzischen „haihupser“ versteckt? Was meint der Nordfriese wohl, wenn etwas „heskebes“ passiert? Sehr wahrscheinlich liegt es daran, dass Sie nicht aus diesen Teilen Deutschlands stammen und diesen Dialekten daher nicht mächtig sind. Oder aber die Sprache ist vor dem Aussterben bedroht, wie bspw. das Nordfriesische.

Von den weltweit derzeit ca. 6.000 gesprochenen Sprachen, sind etwa 2.500 vom Aussterben bedroht. Da es immer weniger Menschen gibt, die diese Sprache noch sprechen und somit weiter geben können. In manchen Fällen sind Sprachen erst gar nicht erfasst – meist solche mit oft weniger als hundert Sprechern.

Auf der Website der UNESCO ist eine interaktive Karte zu finden, der „Atlas of the World Languages in Danger“. Darauf werden die Sprachen in Kategorien von „gefährdet“ bis „ausgestorben“ eingeteilt und man findet Informationen zu Sprecherzahl und Gebiet.

http://www.unesco.org/languages-atlas/en/atlasmap.html

Ein Bewusstsein für das Verschwinden vieler Sprachen zu schaffen, ist einer der Gründe, warum am 21. Februar der internationale Tag der Muttersprache gefeiert wird. Der Aktionstag soll nicht nur darauf aufmerksam machen, dass Sprachen, auch in unserem Umkreis, nicht mehr gesprochen werden, sondern auch, dass unsere jeweilige Sprache das ist, was verschiedene Menschen einer Gruppe eint und zu einer Gemeinschaft formt.

Im Jahr 2000 wurde dieser Feiertag von den Vereinten Nationen auf Vorschlag der UNESCO eingeführt. Er dient der Erinnerung und Würdigung des Kulturguts Sprache.

Anlass war eine Demonstration in der Hauptstadt Dhaka des damaligen Ost-Pakistan gegen die Einführung der Amtssprache Urdu am 21. Februar 1952. Urdu wurde nur von ca. 3 Prozent gesprochen – von der regierenden Schicht der Gesellschaft sowie von Muslimen, die für die Gründung des Staates Pakistan waren. Der Großteil der Bevölkerung (mehr als 56 Prozent) Ost- und Westpakistans sprachen Bengali als Muttersprache. Der Bürgerkrieg, der neun Monate andauerte, endete 1971 mit der Erklärung der Unabhängigkeit Ost- Pakistans. Die Landessprache in dem neuen Staat Bangladesch war seit dem Bengali.

Auch in diesem Jahr finden zu diesem Tag in vielen Städten Deutschlands spannende Veranstaltungen statt: Schnuppersprachkurse, Lesungen, Theater, Filme, Gesang, Kulinarisches…

Auch wir in der Sprachenfabrik lassen ab und an unsere jeweiligen Muttersprachen aufleben: Paulina kredenzt uns knackige polnische Begriffe, Martins und Verdiana bringen sich gegenseitig lettische und italienische Ausdrücke bei, während Johanna ihren fränkischen Einschlag durchblicken lässt. Barbara zaubert allen Nicht-Westfalen mit Worten wie „Pömpel“, „verhackstücken“ oder „Buxe“ ein Fragezeichen ins Gesicht. Uns macht es in jedem Fall sehr viel Spaß unsere Muttersprachen und dazugehörigen Dialekte auszutauschen – besonders am Tag der Muttersprache!

Wir wünschen allen einen wunderschönen Tag der Muttersprache!

Bildquelle: http://de.paperblog.com/internationaler-tag-der-muttersprache-1127285/

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International SEO Copywriting

Looking for creative individuals to strengthen our freelancer network!

To strengthen our freelancer network, we are looking for qualified individuals who can start immediately for on-going copywriting projects in the area of International SEO Copywriting!

The languages English (UK and US), French, Italian, and Spanish are currently in high demand. The professional emphases of our current projects lie in the areas of interior design, education, lifestyle, fashion, outdoors, tourism/travel and sport. Other specialist areas would also be of interest for future projects.

If you are active as a freelancer, have an excellent knowledge in one of the abovementioned languages and have experience as a copywriter in the creation of SEO-optimized texts (especially for product descriptions and blog entries), then we would be delighted to hear from you by email (freelancer@sprachenfabrik.de).

Image source: commons.wikimedia

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Can Germany Learn to Understand Trumpish?*

In den letzten Wochen hat uns der Radiowecker fast täglich mit neuen Meldungen aus dem Oval Office geweckt – und auch tagsüber gab es dann häufig weitere News rund um den 45. Präsidenten der USA.
Genau wie sehr viele Menschen in Deutschland und Europa haben auch wir bei der Sprachenfabrik die Ereignisse in Washington mit Erstaunen und Kopfschütteln beobachtet. Auch wenn im Bielefelder Sprachenfabrik-Team derzeit kein Amerikaner festangestellt ist, so haben doch einige von uns Verwandte, Freunde oder Bekannte in den Vereinigten Staaten. Eine Kollegin hat dort selbst eine Zeit lang gelebt – und natürlich arbeiten wir alle auch tagtäglich mit Übersetzern, die in den USA leben, zusammen.

Unabhängig von dem Bild, das die Medienlandschaft skizziert, haben wir unsere freiberuflichen Kollegen vor Ort gebeten, uns ihre Eindrücke von den Amerikanern, der Wahl und ihren Konsequenzen zu schildern, damit wir „the Trumpish way“ vielleicht etwas besser verstehen können. Insgesamt gab es nur drei Antworten – was am Zeitmangel gelegen haben mag, aber möglicherweise auch daran, dass unsere Kollegen sich genauso schwer damit tun, die aktuellen Geschehnisse zu begreifen und einzuordnen.

„Although I didn’t take a Hillary win for granted by any means, the outcome was still a sharp disappointment,“ kommentiert Herbert (39) das Wahlergebnis. Sharon (35) war ebenfalls tief betroffen: „I was pretty shocked … my stomach dropped and I am sure I cried…my family and friends [in the US] were all equally horrified. “ Penny (53) ging es ähnlich, aber in ihr erwachte auch eine „determination to monitor and resist“.

Warum sich ein nicht unerheblicher Teil der Amerikaner für Trump entschieden hat, ist für Herbert relativ klar: „The 2016 campaign highlighted the irrelevance of the established parties“ – und der dazugehörigen „status quo candidates“. Diese hätten versäumt, sich um diejenigen zu kümmern, die die Folgen von Globalisierung & Co. am eigenen Leib zu spüren bekommen. Trump „calls them the ,forgotten people‘, and I do agree with that description at least“. Herberts Meinung nach haben sich die Wähler gesagt: „We’re happy to blow the whole thing up and let the pieces fall back down at random and land wherever they may, because the result isn’t likely to be worse than what we have now, and it might even be better.“

Auch für Sharon ist diese allgemeine Unzufriedenheit – und damit spielen Gefühle eine wichtige Rolle – ein bedeutender Faktor für den Wahlsieg gewesen: „If you feel something is not right, if you feel that gay rights impinge upon your religious rights as a Christian, if you feel that immigrants are stealing your jobs and Mexicans are the reason your steel town is now a ghost town, there are no facts that will convince you otherwise.“ Genau das hat nach Sharons Meinung in die Hände der Republikaner gespielt – obwohl deren „hands-off, no-regulation, fend-for-yourself policies actually do nothing to help these people“.

Penny sieht vor allen Dingen die Mediendarstellung kritisch: „America is a mass-media nation and Donald Trump is a master of reality TV. The only news worth printing is usually negative and people compare their lives to what they see on TV and believe that America is not doing well. “ Des Weiteren ist für sie der Gruppenzwang ein wichtiger Faktor, das sog. „crowd phenomenon“: „When your partner comes out for Trump, you do too. Neighbors and friends talk to you and suddenly you are supporting your friends (and incidently, Donald Trump).“ Sie weist auf ähnliche europäische Tendenzen hin: „Why do you even ask – look at the AfD, Brexit, Front National, Fidesz, Erdogan, PiS …“

Was die Zukunft angeht, so sind Herbert – „I really don’t know.“ – und Sharon unschlüssig, was sie bringen wird. Beide leben derzeit in Europa, und der Brexit hat Sharon schon genug verunsichert: „I’m already daunted by the strict immigration system in the UK and with Brexit and the influence of Trump I am sure that will only get worse. “” Sie selbst sieht Trump sehr kritisch: „We have systems in place to prevent abuses of power and he is so far simply ignoring them, which is utterly terrifying. “ Sharons Meinung nach ist stärkeres politisches Engagement gefordert. Sie tue, „what I can from here by writing to my Congressional representatives and sharing news and information with people.“

Penny verfolgt einen eher pragmatischen Ansatz: „Well, we survived the Bush years and we’ll survive Trump too – America is greater than its president.“

Wir von der Sprachenfabrik danken den drei Kollegen, dass sie so offen auf unsere Fragen geantwortet haben und wir wünschen uns einfach weniger Trump-spektakuläre Nachrichten und ein Amerika, dessen demokratische Grundwerte letztlich immer die Oberhand behalten.

*ein weiterer Lesetipp zum Thema „Trumpish“:

https://www.nytimes.com/2017/01/20/opinion/can-germany-learn-to-understand-trumpish.html?_r=0

Bildquelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/Donald_Trump#/media/File:Trump_Transition_Logo.svg

Team
Sprachenfabrik-News 2017

Das letzte Jahr war sehr ereignisreich für die Sprachenfabrik: Zum einen hat uns der Klapperstorch gleich dreimal beglückt. Nachdem Andrea und Ana im Frühjahr Mütter wurden, hat Antje im Dezember „nachgelegt“ und genießt derzeit ihre Elternzeit mit der kleinen Ida Amelie. Geheiratet wurde auch noch im Oktober und so heißt Antje nicht mehr Lagemann sondern Baltus.

Zum anderen haben wir uns 2016 personell verstärkt mit Martins, Paulina, Barbara und Verdiana, die seit Oktober fest an Bord ist.

Verdiana unterstützt uns genau wie Paulina als Juniorprojektmanagerin und hat sich erste Lorbeeren erarbeitet während ihres zuvor absolvierten Praktikums in der Sprachenfabrik. Sie hat in Magdeburg Internationale Fachkommunikation studiert mit den Schwerpunkten Englisch und Spanisch. Unser internes Portfolio bereichert sie vor allem dadurch, dass sie Italienerin ist. Neben der Betreuung von Übersetzungs- und Dolmetschaufträgen kümmert sie sich um die Freiberuflerabrechnungen und sorgt dafür, dass die Sprachenfabrik regelmäßig in den relevanten Social Media Kanälen aktiv ist.

In den ersten Tagen des neuen Jahres haben wir unseren ersten männlichen Praktikanten schon verabschieden müssen: Charles war ein halbes Jahr in unserem Team und hat uns tatkräftig mit seiner sprachlichen Expertise im Tagesgeschäft unterstützt. Bevor es für ihn nach England zurückging, hat er noch zusammen mit unserer Projektmanagement-Praktikantin Lina, die uns im Januar leider ebenfalls verlassen musste, die spannende Bielefelder (Dr. Oetker) Welt des Puddings, der Tiefkühlpizza und des Müslis erkundet.

2017 wird es selbstverständlich neue (Praktikanten-)Gesichter bei der Sprachenfabrik geben, die mit lesenswerten Beiträgen zu ihren Eindrücken und Erfahrungen unseren Blog laufend bereichern.

Aber auch „alte“ Gesichter werden 2017 wieder dabei sein: Andrea kehrt Anfang April aus ihrer Elternzeit zurück und wird sich neben dem Tagesgeschäft auch um regelmäßige Kundenkontakte kümmern.

Noch abschließend ein Highlight aus dem letzten Jahr: Unser Weihnachtsessen haben wir dieses Mal selbst gezaubert (wenn auch unter professioneller Anleitung). Wir genossen das mehrgängige Menü mit Antipasti, Ravioli in Trüffelsoße etc. genauso wie das anschließende Wichtelwürfeln – besonders heiß begehrt war die Trendy-Lichterkette, das neckische Teeei in Hausform oder die riesige Panettone-Schachtel.

Bildquelle: https://www.google.de/search?q=team&espv=2&biw=1680&bih=920&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=0ahUKEwjbzbuD9IzSAhXD3SwKHb-QCFwQ_AUIBigB&dpr=1#imgrc=RMrflYUBW4pE1M:

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Weg in eine neue Zukunft

Für zwei Wochen hatten wir einen Gast aus Syrien bei uns in der Sprachenfabrik: Hosep ist seit etwa einem Jahr in Deutschland, lebt derzeit in Detmold und unterstützt dort ehrenamtlich das Malteser Hilfswerk bei organisatorischen Dingen und als Übersetzer. Um sein Deutsch zu verbessern und erste Einblicke in die deutsche Arbeitswelt zu bekommen, hat der 32-Jährige den Arbeitsalltag in der Sprachenfabrik kennengelernt. Für ihn und für uns war es eine spannende Erfahrung und wir wünschen ihm viel Erfolg bei seinem …

… Weg in eine neue Zukunft

Lasst mich zuerst anfangen, indem ich mich vorstelle. Mein Name ist Hosep Berberian und ich komme aus Syrien. Es ist ein Jahr her, dass ich nach Deutschland kam. In den vergangenen Jahren haben zu viele Probleme mein Heimatland belastet wie der Bürgerkrieg, Krisen usw., so dass das Leben dort sehr schwer war. Deshalb habe ich mich dafür entschieden, einen Wendepunkt für meine Zukunft zu machen und die Herausforderung des Lebens anzunehmen. Und das in einem Land , das sehr anders für mich ist, aber zur gleichen Zeit auch sehr interessant.

Deutschland ist für mich ein Land, in dem nicht nur der geographische Standort anders ist, sondern auch die Mentalität und der Lebensstil. Aufgrund meiner Bildung und Studiums konnte ich aber irgendwie diese erste Phase überstehen – den Kulturschock. Ja, das ist klar, dass ich in einem Gebiet geboren wurde, in dem die asiatische Mentalität dominant ist, aber die Interkulturelle Kommunikation, die ich studiert habe, hat mir sehr geholfen, meine Füße auf diesen neuen Boden zu stellen und die ersten Schritte auf dem Weg zum Aufbau meiner Zukunft zu machen.

Eine Kultur zu studieren ist etwas, es täglich zu leben und darin zu kommunizieren ist etwas anderes. Manchmal fühlt man sich als Fremder von einem anderen Planeten und der Hauptgrund für dieses Gefühl ist die Sprache. In meinem Heimatland gibt es ein Sprichwort: «Ինչքան լեզու գիտես, այնքան մարդ ես. (Deine Persönlichkeit hat mehrere Facetten/Leben, wenn Du viele Sprachen sprichst, frei übersetzt). Mit diesem Sprichwort habe ich kein Problem, weil ich von einer zweisprachigen Familie bin und von den ersten Schuljahren an habe ich drei Sprachen gesprochen: Armenisch und Arabisch als Muttersprachen und Englisch als Fremdsprache. Ich kann sagen, dass dieser Faktor sehr hilft so viel über neue Sprachen zu lernen und neue Kulturen kennenzulernen. Europa und der Westen sind immer ein Traum für Ostvölker und ich bin einer dieser Menschen, die diesen Traum wahr werden lassen. Am Anfang war es ein bisschen schwierig sich anzupassen – ein fremdes Land, fremde Menschen und ganz neue Normen und Werte. Aber der Prozess dauerte nicht lange und ich fand mich eingefunden in dieser neuen Gesellschaft. Natürlich gibt es Hindernisse die Bürokratie, Behördengänge und den Papierkram betreffend, trotzdem ist das Leben sehr interessant und herausfordernd, was mich ermutigt, etwas Neues zu erleben.

Mitten in den vielen Unterschiedlichkeiten habe ich die Ordnung im täglichen Leben interessant gefunden. Die Menschen hier mögen sich gern zu viel begrenzen, dies ist oft gut, aber nicht immer. Meiner Meinung nach sollten sich die Menschen von dieser Routine befreien und ein wenig Aufmerksamkeit auf andere Aspekte des Lebens lenken. Manchmal müssen wir trennen, um eine Verbindung herzustellen. Zum Beispiel ist Karriere wichtig, aber Freunde und Familie brauchen auch Aufmerksamkeit. Dies ist jedoch eine Frage der Tradition und Kultur und ich bin nicht hier, um es zu ändern, sondern zu versuchen, mich daran anzupassen, ohne zu vergessen, was mir gehört.

So, Deutschland. Ich bin hier. Ich stelle mich deiner Herausforderungen und ich bin bereit, ihnen zu begegnen und vorwärts zu gehen, auf meiner Reise – der Beginn meiner neuen Zukunft.

Bildquelle: http://www.yourworldoftarot.de/wp-content/uploads/2012/09/wpid-6c6758695c34c7229514718934caf779.jpeg

erasmus
Sprachenfabrik goes ERASMUS

Das studentische Austauschprogramm der Europäischen Union feierte am 24. Januar 2017 sein 30-jähriges Bestehen und nach wie vor erfreut es sich großer Beliebtheit unter Studenten. In der Sprachenfabrik haben einige Kollegen ebenfalls ihre ersten Auslandserfahrungen mit ERASMUS gemacht und unsere Übersetzer-Praktikanten sind begeisterte Teilnehmer des Erfolgsprogramms – so auch Ross, unser neuer Praktikant, der uns etwas über seine Erfahrungen mit ERASMUS berichtet:

The ERASMUS Programme is a student exchange programme, which supports students to study abroad in Europe. In 2017, this fantastic programme turns 30! Nearly 300,000 European students are studying, working or volunteering in a different EU country this year – and I am one of them!

Like many other British students, I started my ERASMUS adventure in Paris where I spent 6 months working as an English teacher for a large French company. As part of the ERASMUS Programme, every student is entitled to a grant. Since I got paid for my internship as well, I received slightly more than my friends who went to university. This extra money allowed me to explore every corner of the beautiful city and made life a little less stressful when the rent was due. In Paris, I decided to live with other English people in a flat share, and although this made settling in a lot easier, I would fully recommend against it! I found it way too easy to retreat into my comfort zone. Therefore, I decided to take the plunge and live with real Germans in Bielefeld! My time in Paris flew by and after half a year of climbing the Eiffel Tower, visiting the Louvre, and eating many pains-au-chocolat, I finally started to feel like my French was improving. Thanks to my ERASMUS opportunity, I now feel comfortable communicating in French.

After an unforgettable time in France’s magnificent capital, I boarded a bus (the ERASMUS grants are brilliant but Paris is not the cheapest place on earth!) and travelled straight to Bielefeld. Here I will work for Sprachenfabrik over the next 8 months as a translation intern. Whereas in France I worked with other British students in a team, I am now the only English native speaker here! My first 3 weeks in Germany have been challenging and I feel somewhat thrown in at the deep end – but that’s all part of the joy of ERASMUS! I hope to have a high level in German by the time I finish my internship and will certainly make great use of ERASMUS’ Online Linguistic Support to help me reach the highest level possible.

My ERASMUS experience so far has been one of the most exciting in my life – I’ve met some great friends from all over Europe and had the chance to feel completely independent! I would fully recommend ERASMUS to anyone who wants to improve their language skills, learn about different cultures, or simply experience life in another country!

Hopefully, this programme will continue so that students all over Europe can have this wonderful experience.

Bildquelle: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/thumb/9/90/Erasmus_logo.svg/858px-Erasmus_logo.svg.png