Übersetzer

Vorstellungen unserer freiberuflichen Übersetzer

Quelle: ANNEMARIE BÖRLIND
Entdecke die Möglichkeiten… von Naturkosmetik

ANNEMARIE BÖRLIND Hyaluronic Eye Pads_Presseformat_3336Übersetzungen für den Naturkosmetik-Hersteller Annemarie Börlind

(von Barbara Poltrock)

Wir fertigen tagtäglich für unsere Kunden Übersetzungen unterschiedlichster Texte an: von topaktuellen News fürs Firmen-Intranet über vertrauliche Vertragsdokumente bis hin zu komplexen Bedienungsanleitungen und informativen Produktbeschreibungen – und das für sehr verschiedene Branchen! Als Projektmanagerin beeindruckt mich diese Bandbreite immer wieder und nicht selten fasziniert es mich, welch spannende Themen unsere Kunden an uns herantragen. Offenheit für neue Themen ist daher die beste Voraussetzung für einen abwechslungsreichen und spannenden Job, das gilt für Projektmanager und Übersetzer gleichermaßen.

Besonders neugierig gemacht haben mich die zahlreichen Texte für die naturkosmetischen Produkte, Proben oder Displays unseres Kunden Annemarie Börlind. Obwohl ich ein Schmink- und Eincreme-Muffel bin, wollte ich dann doch das eine oder andere Produkt mal testen. Ähnlich wie mir ging es auch unseren überwiegend weiblichen Übersetzerinnen aus dem Börlind-Team, die sich für ihre Übersetzungen natürlich inhaltlich noch stärker mit den Produkt(text)en auseinandersetzen als ich. Und so kam es dazu, dass einige Kolleginnen und ich mit freundlicher Unterstützung von Börlind ein wenig in die Produktwelt der Naturkosmetik eintauchen konnten.

Die Hälfte der Kolleginnen hatte bereits mehrfach für andere Kosmetikmarken und Pflegeprodukte Übersetzungen angefertigt, aber bislang noch nicht aus dem Bereich Naturkosmetik. Besonders Marianne und Kaisu hatten sich sehr gefreut, Texte für Naturkosmetika zu übersetzen, da beide sich privat gerne mit diesen Produkten pflegen. Zwei anderen Kolleginnen geht es wie mir: Ihnen reichen die Bio-Tagescreme aus der Drogerie und die Mascara für den Gang aus dem Haus. Die Marke Annemarie Börlind war den meisten bisher kein Begriff, nur zwei Übersetzerinnen kannten die Marke: Chiara hat eine Freundin, die begeistert ist von den Produkten, während Marianne sogar schon eine Reportage zu Annemarie Börlind im Fernsehen gesehen hatte. Ähnlich wie ich waren die Kolleginnen nach den ersten Übersetzungen neugierig auf die Marke – O-Ton Mathilde: „Genau wie ich Lust habe, Schokolade zu essen, wenn ich Texte dazu übersetze“. Kaisu lobt die Beschreibungen und Hintergrundinfos zu den hochwertigen Kosmetika und Marianne hat sogar umgehend Produkte im Onlineshop bestellt. Umso größer war die Freude über das kleine Päckchen mit einigen Produktproben, die auch prompt getestet wurden. Der unmittelbare Effekt der Hyaluron-Augen-Pads haben Vicky und mich total begeistert, Delphine hatte Spaß bei der Anwendung der Black Mask (mein Sohn auch, als er mich sah J) und lobte ihre geschmeidige Wirkung. Überzeugt haben Eleni die Intensivpflegemaske und das Enzympeeling, während Chiara und Marianne den Beauty Shot Vitamin Energizer für seine erfrischende und pflegende Wirkung gelobt haben.

Alle „Testerinnen“ haben es als positiv empfunden, ihre Übersetzungen endlich mal real am Produkt zu sehen. Dies ist selten der Fall, da viele Texte entweder für firmeninterne Zwecke benötigt werden oder nur online verfügbar sind und ein Großteil der Übersetzungen eher „schnelllebig“ und nicht immer langfristig relevant sind. „Es ist wunderbar, das Endprodukt zu sehen! Es beeinflusst die weiteren Übersetzungen positiv, denn ich weiß dann, in welchem Zusammenhang der Text rezipiert wird“, resümiert Mathilde zutreffend unsere kleine Exkursion in die Welt der Naturkosmetik.

Alles in allem haben wir die Produkte unseres Kunden unmittelbar kennengelernt, sind viel besser für weitere Übersetzungen gerüstet und zudem haben wir uns persönlich von der Effektivität der Naturkosmetik-Produkte von Annemarie Börlind überzeugen können – Schönheitspflege funktioniert auch ohne Chemie. Jetzt fehlt nur die Serie für den Mann, um auch unsere männlichen Kollegen noch zu überzeugen :-) !

Weg in eine neue Zukunft

Für zwei Wochen hatten wir einen Gast aus Syrien bei uns in der Sprachenfabrik: Hosep ist seit etwa einem Jahr in Deutschland, lebt derzeit in Detmold und unterstützt dort ehrenamtlich das Malteser Hilfswerk bei organisatorischen Dingen und als Übersetzer. Um sein Deutsch zu verbessern und erste Einblicke in die deutsche Arbeitswelt zu bekommen, hat der 32-Jährige den Arbeitsalltag in der Sprachenfabrik kennengelernt. Für ihn und für uns war es eine spannende Erfahrung und wir wünschen ihm viel Erfolg bei seinem …

… Weg in eine neue Zukunft

Lasst mich zuerst anfangen, indem ich mich vorstelle. Mein Name ist Hosep Berberian und ich komme aus Syrien. Es ist ein Jahr her, dass ich nach Deutschland kam. In den vergangenen Jahren haben zu viele Probleme mein Heimatland belastet wie der Bürgerkrieg, Krisen usw., so dass das Leben dort sehr schwer war. Deshalb habe ich mich dafür entschieden, einen Wendepunkt für meine Zukunft zu machen und die Herausforderung des Lebens anzunehmen. Und das in einem Land , das sehr anders für mich ist, aber zur gleichen Zeit auch sehr interessant.

Deutschland ist für mich ein Land, in dem nicht nur der geographische Standort anders ist, sondern auch die Mentalität und der Lebensstil. Aufgrund meiner Bildung und Studiums konnte ich aber irgendwie diese erste Phase überstehen – den Kulturschock. Ja, das ist klar, dass ich in einem Gebiet geboren wurde, in dem die asiatische Mentalität dominant ist, aber die Interkulturelle Kommunikation, die ich studiert habe, hat mir sehr geholfen, meine Füße auf diesen neuen Boden zu stellen und die ersten Schritte auf dem Weg zum Aufbau meiner Zukunft zu machen.

Eine Kultur zu studieren ist etwas, es täglich zu leben und darin zu kommunizieren ist etwas anderes. Manchmal fühlt man sich als Fremder von einem anderen Planeten und der Hauptgrund für dieses Gefühl ist die Sprache. In meinem Heimatland gibt es ein Sprichwort: «Ինչքան լեզու գիտես, այնքան մարդ ես. (Deine Persönlichkeit hat mehrere Facetten/Leben, wenn Du viele Sprachen sprichst, frei übersetzt). Mit diesem Sprichwort habe ich kein Problem, weil ich von einer zweisprachigen Familie bin und von den ersten Schuljahren an habe ich drei Sprachen gesprochen: Armenisch und Arabisch als Muttersprachen und Englisch als Fremdsprache. Ich kann sagen, dass dieser Faktor sehr hilft so viel über neue Sprachen zu lernen und neue Kulturen kennenzulernen. Europa und der Westen sind immer ein Traum für Ostvölker und ich bin einer dieser Menschen, die diesen Traum wahr werden lassen. Am Anfang war es ein bisschen schwierig sich anzupassen – ein fremdes Land, fremde Menschen und ganz neue Normen und Werte. Aber der Prozess dauerte nicht lange und ich fand mich eingefunden in dieser neuen Gesellschaft. Natürlich gibt es Hindernisse die Bürokratie, Behördengänge und den Papierkram betreffend, trotzdem ist das Leben sehr interessant und herausfordernd, was mich ermutigt, etwas Neues zu erleben.

Mitten in den vielen Unterschiedlichkeiten habe ich die Ordnung im täglichen Leben interessant gefunden. Die Menschen hier mögen sich gern zu viel begrenzen, dies ist oft gut, aber nicht immer. Meiner Meinung nach sollten sich die Menschen von dieser Routine befreien und ein wenig Aufmerksamkeit auf andere Aspekte des Lebens lenken. Manchmal müssen wir trennen, um eine Verbindung herzustellen. Zum Beispiel ist Karriere wichtig, aber Freunde und Familie brauchen auch Aufmerksamkeit. Dies ist jedoch eine Frage der Tradition und Kultur und ich bin nicht hier, um es zu ändern, sondern zu versuchen, mich daran anzupassen, ohne zu vergessen, was mir gehört.

So, Deutschland. Ich bin hier. Ich stelle mich deiner Herausforderungen und ich bin bereit, ihnen zu begegnen und vorwärts zu gehen, auf meiner Reise – der Beginn meiner neuen Zukunft.

Sprachenfabrik goes ERASMUS

Das studentische Austauschprogramm der Europäischen Union feierte am 24. Januar 2017 sein 30-jähriges Bestehen und nach wie vor erfreut es sich großer Beliebtheit unter Studenten. In der Sprachenfabrik haben einige Kollegen ebenfalls ihre ersten Auslandserfahrungen mit ERASMUS gemacht und unsere Übersetzer-Praktikanten sind begeisterte Teilnehmer des Erfolgsprogramms – so auch Ross, unser neuer Praktikant, der uns etwas über seine Erfahrungen mit ERASMUS berichtet:

The ERASMUS Programme is a student exchange programme, which supports students to study abroad in Europe. In 2017, this fantastic programme turns 30! Nearly 300,000 European students are studying, working or volunteering in a different EU country this year – and I am one of them!

Like many other British students, I started my ERASMUS adventure in Paris where I spent 6 months working as an English teacher for a large French company. As part of the ERASMUS Programme, every student is entitled to a grant. Since I got paid for my internship as well, I received slightly more than my friends who went to university. This extra money allowed me to explore every corner of the beautiful city and made life a little less stressful when the rent was due. In Paris, I decided to live with other English people in a flat share, and although this made settling in a lot easier, I would fully recommend against it! I found it way too easy to retreat into my comfort zone. Therefore, I decided to take the plunge and live with real Germans in Bielefeld! My time in Paris flew by and after half a year of climbing the Eiffel Tower, visiting the Louvre, and eating many pains-au-chocolat, I finally started to feel like my French was improving. Thanks to my ERASMUS opportunity, I now feel comfortable communicating in French.

After an unforgettable time in France’s magnificent capital, I boarded a bus (the ERASMUS grants are brilliant but Paris is not the cheapest place on earth!) and travelled straight to Bielefeld. Here I will work for Sprachenfabrik over the next 8 months as a translation intern. Whereas in France I worked with other British students in a team, I am now the only English native speaker here! My first 3 weeks in Germany have been challenging and I feel somewhat thrown in at the deep end – but that’s all part of the joy of ERASMUS! I hope to have a high level in German by the time I finish my internship and will certainly make great use of ERASMUS’ Online Linguistic Support to help me reach the highest level possible.

My ERASMUS experience so far has been one of the most exciting in my life – I’ve met some great friends from all over Europe and had the chance to feel completely independent! I would fully recommend ERASMUS to anyone who wants to improve their language skills, learn about different cultures, or simply experience life in another country!

Hopefully, this programme will continue so that students all over Europe can have this wonderful experience.

Winterzeit ist Lesezeit – Buchtipps von unserer Kollegin Barbara

DasMädchenausStockholm

Das Mädchen aus Stockholm
ISBN 978-3-492-30669-0
Piper Verlag

Dunkle Geheimnisse und tiefgreifende Generationenkonflikte sind die Würze dieses spannenden über sechzig Jahre umspannenden Familienromans: Es geht um den im dänischen Widerstand kämpfenden Pfarrer Thorvald und seine Frau Gerda, um deren Zwillingssöhne Leif und Leo und ihre schicksalsreiche Begegnung mit der faszinierenden Ninni aus Stockholm und um Leos Tochter Helena, die in Berlin auf eine Annäherung mit ihrer entfremdeten Tochter Sophie hofft.
Vor dem Hintergrund historischer Ereignisse gewährt Hanne-Vibeke Holst dem Leser Stück für Stück Einblick in das Seelenleben der Charaktere und erzählt aus wechselnden Perspektiven und Zeitebenen, von Kopenhagen über Paris bis nach Berlin, bis am Ende schonungslose Wahrheiten ans Licht kommen.
Der Roman lebt von temporeichen und überraschenden Wendungen und hat mich schnell in seinen Bann gezogen – ein Buch, das trotz einiger Schwächen bei den Charakteren und dem fulminanten Ende sehr zu empfehlen ist.

DieKöniginderOrchardStreet

Die Königin der Orchard Street
ISBN 978-3-458-36142-8
Insel Verlag

Gewidmet ist das Buch Frank McCourt, der mit „Die Asche meiner Mutter“ Weltruhm erlangte – und ebenso mitreißend, traurig und ehrlich ist die Geschichte des kleinen jüdischen Einwandererkinds Malka in New York: Ohne Familie, völlig mittellos und verkrüppelt landet sie kurz vorm Ersten Weltkrieg in die Obhut von Salvatore Dinello, in dessen Küche sie die faszinierende Welt der Eiscreme-Herstellung für sich entdeckt und schließlich Jahre später mit Rafinesse und Chuzpe zu Amerikas berühmt-berüchtigter Eiskönigin Lilian Dunkle wird.
Der Roman ist mehr als nur eine klassische Einwandererstory: Die Entwicklung der vom Schicksal und ihren Mitmenschen arg gebeutelten und bemitleidenswerten Malka zu ihrem späteren wenig sympathischen, verbittertem Alter Ego ist zeitweise etwas extrem, aber gar nicht so weit von vergleichbaren Lebensgeschichten entfernt und zieht einen in seinen Bann. Ähnlich wie bei Frank McCourt ist man fassungslos, wenn der Vater nach jahrelangem Wiedersehen der Tochter das ganze Geld abnimmt und sie allein und betrunken zurücklässt in Delaware, so dass sie sich nicht mehr von ihrem Mann in North Carolina verabschieden kann, der tags darauf in den Krieg zieht.
Auch wenn historische Ereignisse nur angekratzt werden wie die Progrome in Russland und das wenig vielversprechende Leben der Einwanderer an Manhattans Lower East Side um 1913, so ist auch dies notwendig, um Malkas turbulente Reise durch das 20. Jahrhundert besser zu verstehen.
Versüßt wird die ansonsten möglicherweise deprimierende Geschichte vor allem durch die köstliche Welt der Eiscreme, deren aromatische Vielfalt und glorreichen Siegeszug Gilman mit viel Leidenschaft in diesem Roman beschreibt – für mich war es das ideale Buch unter der Sonne der Toskana, natürlich mit köstlichem Gelato.

Bildquellen: https://s3-eu-west-1.amazonaws.com/cover.allsize.lovelybooks.de/9783492306690_1441613682244_xxl.jpg/ http://www.suhrkamp.de/cover/640/17625.jpg

Getting to Know the German Supermarket

My name is Charlie and since August I have been working as a translation intern for Sprachenfabrik as part of my modern languages degree at Durham University in England. I am here not only to gain valuable experience in the work of a translator and to improve my language skills, but also to experience German life and culture – and of course, an inescapable part of the culture is trying the food. The stereotypes of schnitzel, sausage and beer have mostly not been true for my time in Germany thus far (in fact, the only sausage I have eaten so far was in England while waiting at the Channel Tunnel terminal), but even my everyday experience of food has been in many ways quite different.

My flat is next door to a supermarket, meaning food shopping trips have become a significant part of my day. While some of Germany’s supermarkets have made their way over to England, they are of the more discount variety. My local supermarket is however much more upmarket, with displays of winter squashes in exotic colours, meat deli counters, shelves of organic cereals and an incredibly extensive range of drinks of all kinds – I can’t say I have ever had a craving for prickly-pear flavour green tea before, but it certainly tastes very nice.

Yet one of the biggest differences has, quite unexpectedly, been the German approach to bread. Bread is of course a staple food in both England and Germany, but it seems that the German enjoy a much richer variety of different loaves, rolls and buns as part of their everyday lives than in England. The humble sliced bread I used to eat at home is only used for toast here, so my housemate tried to introduce me to some of the breads eaten in Germany: first was a rye bread that comes from the area, which wasn’t really to my taste. Luckily there are a lot of other delicious kinds available in the bakeries, from the crusty Brötchen rolls my housemates enjoy for breakfast to the Laugenstangen (pretzel breadsticks) we sometimes buy for lunch at the bakery along the road from the Sprachenfabrik offices. Yet my favourite so far has possibly been Fladenbrot, a large, filling flatbread that is actually not German at all, but comes from Turkey.

The Germans have proved to be bigger lovers of cake than I imagined. I was lucky enough to arrive for my internship at Sprachenfabrik just before a lot of birthdays in the office, so there has been at times a seemingly endless supply of cakes, pastries and other goodies. I am no stranger to a good cake (one friend here was quite surprised to find out the English people know cake mix is), but it is something I would probably mainly bake and eat on big occasions. On the other hand, my German housemates are baking all the time: when they have a spare twenty minutes before going out or when friends are coming round, they bake. Of course, with so many different kinds of cake and Kuchen always around, it’s hard to keep track of all the different kinds. I came home one evening and heard my housemate tell me she was cooking Pflaumenkuchen, which I knew to be a sweet desert with plums. She had in fact said Flamm(en)kuchen (a savoury dish, something like pizza), which left me quite confused when she started getting cheese, spring onions and mushrooms out of the fridge.

It’s been a fun few months getting to grips with German food and drink and I look forward to spending the rest of my time here delving even deeper into the supermarket aisles to see what I can find. Mahlzeit!

Qualitätsmanagement in der Sprachenfabrik

Vier Faktoren für eine optimale Übersetzungsqualität

Wenn es um die Qualität von Übersetzungen geht, verlassen wir uns nicht auf den Zufall. Vielmehr gibt es ganz konkrete Maßnahmen, die wir – in Abstimmung mit Ihnen – treffen, um das Beste herauszuholen. Wie genau wir vorgehen, möchten wir an dieser Stelle erläutern.

1. Übersetzerauswahl

Bei uns beginnt das Qualitätsmanagement schon, bevor Sie einen Übersetzungsauftrag platzieren. Über die Jahre hinweg haben wir ein großes Netzwerk von professionellen freiberuflichen Übersetzern aufgebaut, die alle über einen einschlägigen Universitäts- oder staatlichen Abschluss verfügen und sich zudem im Anschluss auf bestimmte Fachgebiete spezialisiert haben.

Sobald wir für bestimmte Sprachrichtungen und Fachgebiete erhöhten Bedarf feststellen, bauen wir unser Netzwerk in dieser Hinsicht aus und testen die neuen Kollegen eingehend, ob sie unseren Qualitätsansprüchen gerecht werden können.

So stellen wir sicher, dass wir für Ihren Auftrag den fachlich geeigneten Übersetzer auswählen.

2. Vieraugenprüfung

Es mag abgedroschen klingen, doch die Praxis zeigt immer wieder, dass es sich bewahrheitet: Vier Augen sehen einfach mehr als zwei. Daher empfehlen wir grundsätzlich, alle Übersetzungen, die veröffentlicht werden sollen und nicht nur für den internen Gebrauch bestimmt sind, noch einmal prüfen zu lassen. Für die Vieraugenprüfung setzen wir einen Übersetzer der gleichen Sprachrichtung mit gleichwertiger Qualifikation ein, der noch einmal das Original mit der Übersetzung Satz für Satz abgleicht und die Übersetzung sprachlich auf den Prüfstand stellt. Fehler zu machen, ist schließlich menschlich – und die Vieraugenprüfung reduziert das Risiko einer fehlerhaften Übersetzung deutlich.

3. Einsatz von CAT-Tools

Auch vor der Übersetzungsindustrie hat die Digitalisierung in den letzten Jahrzehnten nicht Halt gemacht und so ist für uns die Arbeit mit Software, die beim Übersetzen unterstützt – sogenannten CAT -Tools (CAT = computer-aided translation) – selbstverständlich geworden. Das heißt keineswegs, dass Ihre Texte maschinell übersetzt werden. Vielmehr helfen diese Tools den menschlichen Übersetzern dabei, qualitativ hochwertige, konsistente und korrekte Übersetzungen zu liefern.

Ein solches Tool ist das Translation-Memory-System – ein „Übersetzungsspeicher“, der sich in der Vergangenheit übersetzte Texte Satz für Satz merkt und diese gespeicherten Sätze vorschlägt, sobald ein ähnlicher neuer Text übersetzt wird. In dieses Translation-Memory-System kann außerdem eine Termdatenbank, d. h. ein Glossar mit Fachtermini, die auf eine bestimmte Art und Weise übersetzt werden sollen, eingebunden werden, auf die der Übersetzer ebenfalls in Echtzeit zurückgreifen kann, ohne im gedruckten Wörterbuch nachschlagen zu müssen. Dieses Glossar können Sie uns gern mit anliefern – auf Wunsch erstellen wir dieses auch gerne für Sie.

Ihr Vorteil: Durch den Einsatz von CAT-Tools können Übersetzungen in der Regel schneller fertiggestellt und zugleich eine „falsche“ oder unerwünschte Wortwahl vermieden werden.

Falls Sie immer wieder ähnliche oder auch stark repetitive oder genormte Texte von uns übersetzen lassen, sparen Sie darüber hinaus auch noch Geld. Wir machen Ihnen gern ein auf Sie zugeschnittenes Angebot, das diese Faktoren berücksichtigt.

4. Layoutprüfung

Häufig lassen unsere Kunden von uns Flyer, Broschüren, Magazine oder Kataloge übersetzen. Dann empfehlen wir nach Abschluss der Grafikarbeiten immer eine sogenannte Layoutprüfung. Bei dieser Art der Prüfung schaut ein muttersprachlicher Übersetzer oder Lektor sich noch einmal das Dokument im Ganzen an. Sind die Worttrennungen am Ende einer Zeile korrekt? Stimmen alle Seitenzahlen? Findet sich vielleicht noch ein Tippfehler in einer Überschrift? Diese und andere Dinge werden abschließend gezielt geprüft, damit Ihr Produkt tatsächlich „gut zum Druck“ ist.

Als zuverlässiger und flexibler Partner garantieren wir mit diesen Arbeitsstandards qualitativ hochwertige Übersetzungen für unsere Kunden. Haben Sie noch Fragen zu unseren Vorgehensweisen? Dann sprechen Sie uns an. Wir beraten Sie gern.

Zur Verbesserung der Lesbarkeit verwenden wir im gesamten Text das generische Maskulinum.

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Unsere Übersetzer stellen sich vor – Cornelia aus der Eifel

Wer bist du? Stell dich bitte kurz vor.

Ich bin Cornelia, seit fast 30 Jahren selbständige Fachübersetzerin, seit 15 Jahren in der Eifel zuhause.

 

Wie lange arbeitest du schon mit uns zusammen?

Vor etwa fünf Jahren kam ich durch den Kontakt zu eurer Projektmanagerin Anja Reddiga zum damaligen Bertelsmann-Sprachendienst. Seither bin ich regelmäßig für euch tätig.

 

Welche Art von Texten übersetzt du besonders gern? Was sind deine Fachgebiete?

Meine Fachgebiete sind Wirtschaft, Recht und Finanzen. Ich übersetze z. B. sehr gern Verträge und Geschäftsberichte/Bilanzen. Das sind meist recht „trockene“, faktenbezogene und rein fachsprachliche Texte, mir gefallen sie aber. Viele dieser Übersetzungen stellen zugleich eine kontinuierliche Weiterbildung dar und oft spiegeln sich in den Inhalten nicht nur wirtschaftliche, sondern auch gesellschaftliche und politische Entwicklungen wider.

 

Ich arbeite gern mit der Sprachenfabrik zusammen, weil …

…. ich hier anspruchsvolle Texte zu übersetzen bekomme, die in meine Lieblings-Fachgebiete fallen, und der Kontakt mit dem freundlichen, hilfsbereiten und effektiven Projektmanagementteam viel Freude macht. Auch mit dem Honorar bin ich zufrieden – es stimmt also einfach alles.

 

Du engagierst dich neben deinem Beruf als Übersetzerin besonders im Bereich Tierschutz – wie kam es dazu und wie sieht das genau aus? So ein langfristiges Engagement will ja gut überlegt sein, du hast damit ja eine große Verantwortung übernommen.

Für Tiere interessiere ich mich schon seit Kindertagen und speziell zum Tierschutz kam ich dann, als ich im Jahr 2000 mit meinen damals 3 Hunden aus der Großstadt an einen abgelegenen Ort in der Eifel zog und das Leben in der Natur aus der Nähe kennenlernte. Ich half zunächst gelegentlich bei einem örtlichen Tierschutzverein aus. Später adoptierte ich einen Hund von Retriever in Not e.V. und wurde über diesen Kontakt auch Pflegestelle.

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Der Verein kümmert sich vor allem um ausrangierte Zuchthunde und als Pflegestelle übernehme ich Hündinnen, die jahrelang in Vermehrerbetrieben unter oft schrecklichen Bedingungen für die Welpenproduktion missbraucht wurden, und bereite sie auf ein „normales“ Hundeleben vor, sodass sie nach einiger Zeit durch den Verein in Familien vermittelt werden können. Es zeigte sich dann, dass manche meiner Pflegehunde durch die Erfahrungen in ihren ersten Lebensjahren so gezeichnet waren, dass sie keine geeigneten Adoptanten fanden – und so blieben sie eben hier. Im Laufe der Zeit habe ich noch weitere alte oder abgeschobene Hunde aufgenommen, die ein geschütztes Zuhause brauchten, eben einen Gnadenhof. Haus und Grundstück bieten genug Platz dafür und durch meine freiberufliche Tätigkeit, die ich hier zu Hause ausüben kann, bin ich zeitlich so flexibel, dass sich alles gut miteinander vereinbaren lässt.

Seit Anfang dieses Jahres erzähle ich auf der Facebook-Seite „Hundegnadenhof Lommerland“ vom Alltag mit den Hunden.

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Wie lassen sich das Übersetzen und dein Engagement als Tierschützerin miteinander vereinbaren?

Ich habe im Laufe der Jahre viel darüber nachgedacht, was wohl beides miteinander zu tun haben mag. Mir fiel dann irgendwann auf, dass ich für die Kommunikation mit Hunden ja eine weitere Sprache lernen musste – ohne Vokabeln und Grammatik, aber mit Lauten und physischen Signalen. Das ist vor allem beim aktiven Wortschatz gar nicht so einfach und ich lerne immer wieder neue „Dialekte“. :-)

Außerdem ergänzen sich die beiden Bereiche in einer für mich idealen Weise. Bei der Arbeit am Computer bewege ich mich in einem abstrakten, virtuellen Raum und die Arbeit mit den Hunden beinhaltet fast nur ganz konkrete, naturnahe Tätigkeiten. Zwei hoch interessante, aber vollkommen unterschiedliche Sphären, die täglich miteinander vereinbart werden wollen – und oft erhole ich mich in der einen von der anderen und umgekehrt.

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Unsere Übersetzer stellen sich vor – Jan aus Dänemark

In einer neuen Blogserie möchten wir in loser Folge unsere freiberuflichen Übersetzer zu Wort kommen lassen. Denn sie sind es, die unsere Arbeit überhaupt erst möglich machen. Doch wer sind eigentlich die Menschen hinter den Übersetzungen, die wir liefern? Das ist die Frage, die wir an dieser Stelle künftig gern beantworten möchten. Den Anfang macht Jan aus Dänemark. Er übersetzt für uns seit zwei Jahren wöchentlich Produkttexte für einen unserer Kunden aus dem Deutschen ins Dänische und prüft am Ende das Layout der fertigen Broschüren. Jan hat einige Zeit in Grönland verbracht. Darüber wollten wir gern mehr wissen …

Wer bist Du? Stell Dich bitte kurz vor.

Mein Name ist Jan. Ich bin Diplomfachübersetzer für Deutsch und Englisch, meine beiden Arbeitssprachen. Ich habe an der CBS in Kopenhagen studiert und war nach dem Studium insgesamt 15 Jahre lang in zwei verschiedenen Übersetzungsbüros als Übersetzer tätig. Seit 2004 arbeite ich als freiberuflicher Übersetzer.

Wie lange arbeitest Du schon mit uns zusammen?

Ich arbeite seit 2013 mit der Sprachenfabrik zusammen.

Welche Art von Texten übersetzt Du besonders gern? Was sind Deine Fachgebiete?

Ich arbeite überwiegend mit technischen Texten – z. B. Fahrzeugtechnik, Maschinenbau, IT – aber auch mit allgemeinsprachlichen Texten.

Ich arbeite gern mit der Sprachenfabrik zusammen, weil …

… die Aufgaben von der Sprachenfabrik gut eingeplant werden können, da sie meistens an bestimmten Tagen eingehen.

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Ausblick vom Schreibtisch in Grönland

Du hast eine Zeit lang in Grönland gelebt. Wie kam es dazu und wie lange warst Du dort?

Meine Frau arbeitet als Zahnärztin und konnte für ein Jahr von ihrem Job in Dänemark beurlaubt werden, um in Grönland zu arbeiten. Und ich als Übersetzer kann eigentlich überall arbeiten, wenn nur eine Internetverbindung vorhanden ist.

 

Welche Erfahrung war für Dich in Grönland besonders lustig/komisch/beeindruckend? Wie ist das Leben dort?

Der Aufenthalt in Grönland war ein großes und ganz besonderes Erlebnis. Wir wohnten in Nuuk, in der mit 16.000 Einwohnern kleinsten Hauptstadt der Welt. Die Natur dort ist beeindruckend – und ganz anders als in Dänemark, wo es ziemlich flach ist. Ich war gespannt, ob alles so funktioniert, wie wir es in der westlichen Welt gewohnt sind. In Nuuk war die Internetverbindung stabil – was für meine Arbeit sehr wichtig war –, aber deutlich teurer als in Dänemark (ungefähr 80 Euro im Monat).

Wieso bist Du zurück nach Dänemark gezogen?

Unser Aufenthalt in Grönland war nur für ein Jahr geplant.

Vielen Dank, lieber Jan, dass Du Dich bereit erklärt hast, unsere Fragen zu beantworten! An dieser Stelle werden wir demnächst in loser Folge noch weitere Freiberufler, die mit uns zusammenarbeiten, vorstellen.