image Interview mit Jörg Vogt: Sprache als Treiber für Wachstum

Sprachenfabrik-Tipps fürs „Homeostern“

 

Ostern 2020 ist anders: Familientraditionen müssen ausgesetzt, verschoben oder abgewandelt werden, gegenseitige Besuche können nicht stattfinden, Osterfeuer sind abgesagt und bei individuellen Ausflügen an der frischen Luft müssen strikte Regelungen eingehalten werden. Dies ist sicher an den Feiertagen eine besonders schwierige Situation, auch wenn allen bewusst ist: Gesundheit geht vor! Und dennoch – oder gerade deswegen: Das Team der Sprachenfabrik wünscht frohe Ostern und hat im folgenden einige persönliche Vorschläge zur alternativen Feiertagsgestaltung zusammengetragen.

 

„Wer seinen Osterurlaub aufgrund der Corona-Krise stornieren musste und sich nun gern in die Sonne träumen würde, dem empfehle ich die Hörbücher zu den Kriminalromanen von Jean-Luc Bannalec. Alle sieben erhältlichen Hörbücher spielen in der Bretagne und schon nach wenigen Sätzen spürt man fast die salzige Brise im Gesicht und hat den Geruch von Fischsuppe beinahe in der Nase. Ganz nebenbei sind die Fälle, die Bannalecs Kommissar Dupin – von Paris in die Provinz strafversetzt und daher zunächst dauernd übel gelaunt – zu lösen hat, auch noch spannend bis zum letzten Kapitel und man lernt viel Interessantes über die bretonische Kultur. Die ersten sieben Fälle von Kommissar Dupin kann man u. a. bei Spotify oder Audible anhören.“

Ana Büttner, Projektmanagement

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„Traditionell feiern mein Sohn, mein Mann und ich Ostern mit meinen Schwiegereltern: Vor dem großen Osterbrunch mit bayerischen Weißwürsten haben wir alle einen Riesenspaß daran, Ostereier, Süßigkeiten und kleine Geschenke zu verstecken und zu suchen. In diesem Jahr werden wir uns nur zu dritt auf die Suche begeben, was uns alle ziemlich traurig stimmt. Aber eine Sache lasse ich mir nicht nehmen: Meine Schwiegermutter liebt frisch gebackenen Hefezopf. Und da sie, nach eigenen Angaben, sogar an Backmischungen scheitert, backe ich seit ca. 10 Jahren immer einen Osterhefezopf – den ich ihr in diesem Jahr einfach im Osternest vor die Haustür legen werde. In meiner Familie hat das Backen eine große Tradition: Jedes Wochenende wurde ein Kuchen gebacken und an Geburtstagen wurde stets groß aufgefahren mit Kuchen und Torten ob meiner großen Verwandtschaft. Teignaschen war und ist immer noch das Highlight für mich, aber auch der frische, süße Backduft weckt in mir schönste Kindheitserinnerungen. Wer auch Lust auf einen Osterzopf hat – „mein“ Rezept nebst Flechtanleitung findet sich hier: https://www.oetker.de/rezepte/r/hefezopf.“

Barbara Poltrock, Projektmanagement

 

„In diesem Jahre freue ich mich tatsächlich noch mehr als sonst auf Ostern. Über die Feiertage können mein Mann und ich (nach ein paar Wochen des doch recht aufwendigen Jonglierens zwischen Arbeiten aus dem Homeoffice, Kleinkindbetreuung, Homeschooling und Haushalt) einmal durchatmen und die Familienzeit etwas ruhiger angehen lassen. Sicher wird auch mit den Kindern wieder viel gelesen. Für unsere jüngste Tochter sind momentan, wie passend zu Ostern, die Kinderbücher der ‚Hasenkind‘-Reihe von Jörg Mühle (Moritz Verlag) der Hit. In diesen schlicht, aber liebevoll gezeichneten Mitmachbüchern unterstützen die jüngsten Leserinenn und Leser das Hasenkind in Situationen mit einem gewissem Konfliktpotenzial: Nach einem Sturz („Da kommt ja sogar Blut!“) verarzten sie das Hasenkind mit einem Pflaster, nach dem Haarewaschen am Badetag (auch noch mit Shampoo …) pusten sie seine Haare trocken und sie begleiten es am Abend mit Ohrenkraulen ins Bett. Hier dürfen die kleinen Helferinnen und Helfer viel gelobt werden, sodass das die Hasenkindbücher ein absolut positives Leseerlebnis bieten und zu einem hoffentlich entspannten Osterfest für die ganze Familie beitragen können.“

Rebekka Peters, Human Resources und Vendor Management

Photo by Sven Brandsma on Unsplash

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„In andere Welten eintauchen? Kann man auch zu Hause! Und das nicht (nur) mit einem guten Buch. Die unterschiedlichsten Museen in der ganzen Welt haben sich mit Google zusammengetan und unter artsandculture.google.com ein einzigartiges kulturelles Angebot ins Leben gerufen: kostenlose, virtuelle Ausstellungen in englischer Sprache. Zwischen unglaublichen Fotos buchstäblich weit, weit entfernter Galaxien (NASA) und dem revolutionären Lichtspiel des Impressionismus (bspw. Musée d’Orsay) bis hin zu den Höhlenmalereien der weltweit ersten, jahrtausendealten ‚Kunstgalerie‘ (UNESCO-Weltkulturerbe Grotte Chauvet) kann ich gar nicht anders, als dem jetzigen Quarantäne-Alltag etwas zu entfliehen. Was steht wohl in dem Brief, den ein ‚Brieflesendes Mädchen am offenen Fenster‘ (Jan Vermeer, Gemäldegalerie Alte Meister, Staatliche Kunstsammlungen Dresden) studiert? Wie riechen und schmecken wohl die mühsam geernteten Kartoffeln, die von den Bauern in dem Bild ‚Die Kartoffelesser‘ (Vincent Van Gogh, Kröller-Müller Museum) mit dreckigen Händen verzehrt werden? Zugegeben, ein virtueller Museumsbesuch wird nie an das echte, physische Erlebnis Angesicht (Kunstwerk) zu Angesicht herankommen. Trotzdem haben Online-Ausstellungen auch ihre Vorteile – keine Warteschlangen vor dem Eingang, genug Zeit, um jedes Werk so lange zu betrachten, wie man möchte, ohne dabei von Menschenmassen umlagert zu werden, und vor allen Dingen: keine Ansteckungsgefahr.“

Marie Kneller, Projektmanagement Kommunikation, Accounting und Vendor Management

 

„In diesen Zeiten können sich die Tage mitunter hinziehen. Ein spannender Film für die Ostertage ist da eine willkommene Abwechslung – wie zum Beispiel der argentinische Thriller ‚In ihren Augen‘ (Originaltitel: El secreto de sus ojos) aus dem Jahr 2009. In dem oscarprämierten Film geht es um den pensionierten Gerichtsbeamten Benjamín Esposito, welcher beschließt, im Jahr 2000 einen Roman zu schreiben. Dieser basiert auf einem seiner eigenen Fälle, der ihn auch 25 Jahre später nicht loslässt: die Vergewaltigung und anschließende Ermordung der jungen Liliana Colotto im Jahr 1974. Die Kriminalgeschichte, in Rückblenden erzählt, zeichnet zugleich ein Bild der aufkommenden Militärdiktatur der 70er Jahre in Argentinien sowie Espositos unerwiderte Liebe zu seiner Vorgesetzten, mit der er damals den Mordfall untersuchte. Der Film schafft es, eine düstere Atmosphäre zu erzeugen, und lässt beim Zuschauer ein immer stärker pulsierendes Gefühl aufkommen, dass Esposito damals etwas übersehen hat – sei es auch nur ein Detail. Nicht zu verwechseln ist der Film übrigens mit dem Hollywood-Remake ‚Vor ihren Augen‘ (Originaltitel: Secret in Their Eyes) aus dem Jahr 2015, das bei Weitem nicht an das Original heranreicht. Wer sich aber an das Original hält, kann sich auf einen Fingernägel und Popcorn kauenden Abend daheim freuen.“

Ant Kahramanoglu, Inhouse-Übersetzer

 

„Egal, ob im Homeoffice oder im Büro: Es liegen anstrengende Tage hinter uns. Die aktuelle Situation ist für uns alle in vielerlei Hinsicht belastend. Umso schöner ist es, an den vor uns liegenden Osterfeiertagen das gute Wetter nutzen zu können, um zu entspannen und wieder ein wenig Kraft zu tanken. Als Outdoor-Fan bin ich dazu immer gerne draußen unterwegs. Und da man im Augenblick weder weiter wegfahren kann sowie touristische Ziele eher meiden sollte, kann ich als ‚Geheimtipp‘ für eine kleine Wanderung das ‚Versmolder Bruch‘ sehr empfehlen. Das bereits 1990 unter Naturschutz gestellte Gebiet ist das drittgrößte Feuchtwiesenschutzgebiet im Kreis Gütersloh und umfasst insgesamt rund 265 Hektar. Es gibt einen knapp drei Kilometer langen Rundweg, der alleine, zu zweit, aber auch gut mit der Familie erwandert werden kann. Dabei kann man Schmetterlinge, Heuschrecken oder Libellen entdecken, den Galloways beim gemütlichen Grasen zuschauen, von einer Beobachtungsplattform die zahlreichen Vogelarten beobachten oder einfach die wunderbar ruhige Natur genießen. Das Bruch mit seinem beeindruckenden Erlenbruchwaldvorkommen ist südlich von Versmold zwischen den Auebereichen der Bäche Aabach, Neue und Alte Hessel gelegen. Weitere Informationen findet man unter https://www.versmold.de/de/freizeit-und-tourismus/versmold-entdecken/gruene-oasen/Versmolder-Bruch.php oder https://goo.gl/maps/thwbjWCfYKL6xkMD9.“

Jörg Vogt, Geschäftsführer