Posts By : buettner

Screenshot_oktoberfest.de
Alles rund um die Wiesn – ganz offiziell jetzt auch auf Englisch!

Nützliche Infos zur Anreise, alles zu den Festzelten und Fahrgeschäften und Wissenswertes über die Traditionen zum Oktoberfest: Dank unserer Unterstützung findet man die offizielle Website der Landeshauptstadt München zur Wiesn unter https://www.oktoberfest.de/en nun auch in englischer Sprache.

 

Reibungslose Abläufe und optimale Übersetzungsqualität dank MemoQ

Für unseren Kunden „Portal München Betriebs-GmbH & Co. KG“, den Betreiber des offiziellen Stadtportals muenchen.de, haben wir binnen weniger Wochen die gesamte offizielle Internetpräsenz des Oktoberfests ins Englische übertragen. Durch die Arbeit mit unserem Translation-Memory-System MemoQ konnte unser Übersetzerteam eine konsistente Terminologie und die einheitliche Übersetzung wiederkehrender Textbausteine garantieren.

 

Hendl, Loferl, Schuhplattler: eine Herausforderung (nicht nur) für Nichtmuttersprachler

Dabei war die Übersetzung für unsere englischen Muttersprachler nicht nur Herausforderung, sondern auch Lernprozess: So viel Lokalkolorit gibt es selten in den Texten, die wir für unsere Kunden übersetzen. Doch unsere Übersetzer hatten viel Spaß dabei und haben ganz nebenbei auch noch viel über bayerische Trachten, Traditionen und Speisen gelernt. Nun können auch sie top-informiert zum Oktoberfest fahren, wenn es im September wieder heißt: O’zapft is! Der Countdown läuft bereits auf der Startseite von Oktoberfest.de.

Frohe Ostern wünscht Ihnen die Sprachenfabrik!

So fEIert unser Team das Osterfest

Das Osterfest rückt mit großen Schritten näher und unser Team hat kürzlich erstaunt festgestellt, was für unterschiedliche Traditionen wir in unseren Familien und Herkunftsländern pflegen:

Die Mütter und Väter unter uns färben selbstverständlich Dutzende von EIern mit ihren Kindern und beobachten den Osterhasen, wie er die bunten EIer im Garten versteckt. Natürlich erinnern sich auch die anderen Kollegen gern an diese wEIt verbrEItete Tradition aus ihrer KindhEIt.

Daher fährt Marie noch immer jedes Jahr mit ihrem Freund zum Bielefelder Flugplatz (ja, so etwas gibt es hier tatsächlich), wo bEIde leckere SchokoEIer fürEInander verstecken. BEI Barbara wird zudem (familien-)traditionell EIn Hefezopf für die Schwiegermutter gebacken (das kann die nämlich nicht), Jörg hingegen freut sich schon Monate im Voraus auf die SolEIer sEIner Schwiegermutter – EIne Spezialität, der nicht jeder aus dem Team etwas abgewinnen kann.

 

Andere Länder, andere Sitten: Internationale Ostertraditionen

Besonders originell sind die Traditionen unserer Kollegen mit internationalem Background:

„Smigus Dyngus“ hEIßt EIn polnischer Brauch für den Ostermontag, von dem uns unsere Kollegin Paulina berichtet hat. DabEI bespritzen sich Alt und Jung gegensEItig mit Wasser und verwenden dafür alle brauchbaren Gefäße, von der Schöpfkelle über Spritzpistolen und Gießkannen bis hin zu großen WasserEImern. Vor allem Kinder und Jugendliche haben EInen HEIdenspaß dabEI, auch wenn sie stundenlang pitschnass hinter neuen Opfern herrennen. Dieser Brauch ist möglicherwEIse darauf zurückzuführen, dass der polnische Herrscher Mieszko I. sich taufen ließ und Polen sEItdem dem katholischen Glauben zugehörig ist.

BEI Familie VEIsmanis aus Lettland lautet das Motto am Ostersonntag „Olu kauja“. Nachdem die – mindestens 30 – EIer schon am Samstag (länger als üblich, nämlich mindestens EIne Stunde) gekocht und anschließend mit natürlichen Zutaten wie Zwiebeln und Roter Bete mit Blumenmustern gefärbt wurden, nimmt sich jeder EIn EI und dann beginnt „Aug um Aug“ die EIerschlacht – wie „Olu kauja“ übersetzt hEIßt! Gewinner ist der, dessen EI die mEIsten EInzelkämpfe für sich entschEIden konnte und die wenigsten Blessuren davongetragen hat. Diese Tradition kennt auch Ana, allerdings aus ihrer österrEIchischen Familie.

In England, bEI der Familie unserer Übersetzungspraktikantin Jess, dürfen zu Ostern auf kEInen Fall die „hot-cross buns“ fehlen. Diese Hefebrötchen werden traditionell am KarfrEItag gebacken und enthalten Rosinen und Gewürze wie Zimt, Muskat und Nelke. Ganz besonders macht sie das wEIße Kreuz, mit dem sie verziert werden und welches die Kreuzigung Jesu symbolisiert.

Egal, wie Sie die FEIertage begehen – wir wünschen Ihnen und Ihren Familien EIn paar schöne frEIe Tage!

Interview mit Martins Veismanis: Vertonung und Untertitelung

Vertonung und Untertitelung hört sich glamourös an – man denkt an Stars und Hollywoodproduktionen!

Um Hollywoodblockbuster geht es da in den seltensten Fällen. Man muss feststellen: Industriereportagen und Imagefilme werden häufiger produziert. Auch mittelständische und kleine Unternehmen nutzen inzwischen regelmäßig Videocontent für ihre Unternehmenskommunikation.

 

Wie kommt das?

Hochwertige Inhalte lassen sich inzwischen zu äußerst vernünftigen Preisen erstellen. Dabei ist es sehr sinnvoll, gleich den vergleichsweise geringen Aufpreis einer Internationalisierung der Inhalte einzuplanen. Wir sorgen dafür, dass dieser Premiumcontent auch international verständlich ist.

 

Welche Leistungen bieten Sie dabei an?

Alles, was mit Sprache oder Text zu tun hat. Wir vertonen mit professionellen Sprechern den aktuellen Imagefilm und sorgen dafür, dass alle Einblendungen, Trailer und so weiter in der jeweiligen Sprache auftauchen. Gerne kümmern wir uns auch um den Begleittext auf der Website oder das Booklet für die DVD. Für unsere Kunden ist es immer wieder ein wichtiges Argument, dass wir natürlich auch hier auf die kundenspezifische Datenbanken und Styleguides zurückgreifen. Also ein einheitlicher Auftritt über alle Medien hinweg. Dabei muss es sich nicht um einen brandneuen Film handeln. Oft expandieren Kunden in ein neues Absatzgebiet und wir übersetzen vorhandene Inhalte in die neue Sprache. Unsere Kunden können so das Beste aus ihren Investitionen in Kommunikation und Werbung herausholen.

 

Kontakt: Martins Veismanis

Interview mit Barbara Poltrock: Mit Wörterbuch und Datenbank

… und dann erledigen wir das.

Der persönliche Kontakt mit den Kunden steht für die Sprachenfabrik im Vordergrund, ein wichtiger Aspekt ist die Beziehung auf Augenhöhe. Wie profitiert der Kunde davon?

Eine Übersetzung ist nicht bloß eine Aneinanderreihung von Wörtern, die ich in einer anderen Sprache brauche. Eine Übersetzung ist die Überführung einer Aussage in eine Form, die ein Mensch aus einem anderen Kultur- und Sprachkreis versteht. Daher müssen wir als Projektmanager verstehen, was der Kunde ausdrücken möchte und wie er verstanden werden will. Das können wir nur erreichen, indem wir mit unserer Erfahrung an ein Projekt herangehen, und die für die Übersetzung wichtigen Punkte im Gespräch mit dem Kunden klären und gemeinsam bestmögliche Lösungen erarbeiten.

 

Ein Wörterbuch reicht wohl heute nicht mehr aus?

Nein. Wir bauen unsere Sprachdienstleistungen auf drei Säulen auf: einem modernen computergestützten Projektmanagement, einem präzisen Qualitätsmanagement und Tools wie Translation-Memory-Systemen und Terminologiedatenbanken. Die Wörterbücher brauchen wir aber trotzdem noch – denn wir sehen uns nach wie vor nicht als Verwalter von Aufträgen sondern als Sprachmittler.

 

Das hört sich sehr technisch an.

Im Gegenteil. Unsere Technik und das Beherrschen dieser Hilfsmittel sind die Grundlage für unsere Arbeit. Ebenso die Kooperation mit exzellenten Übersetzern. Wir arbeiten nur mit Übersetzern zusammen, die in Ihre eigene Muttersprache übersetzen. Diese von Kindesbeinen an erlernte Sprachkompetenz kann keine Software ersetzen.

 

Wie viel Kontakt zwischen Kunden und Ihnen besteht denn während eines Auftrags?

Das ist natürlich äußerst unterschiedlich. Wir haben langjährige Kunden, bei denen wissen wir von Anfang an, was von uns erwartet wird – da versteht man sich fast ohne Worte. Auch bei kleineren Aufträgen müssen wir nicht die Telefondrähte glühen lassen. Aber es gibt komplexe Anforderungen, bei denen der Kunde genaue Vorstellungen vom Ergebnis hat. Und dann beraten wir den Kunden so, dass das Ergebnis am Ende qualitativ hochwertig und er damit zu hundert Prozent zufrieden ist. Das ist unser Auftrag und Selbstverständnis.

 

Klingt anstrengend – für Sie und den Kunden!

Nein, überhaupt nicht! Für uns ist das die gelebte Praxis – wir sind dazu ausgebildet, genau diese Prozesse beratend und lösungsorientiert zu begleiten. Und für unsere Kunden ist es eine immense Arbeitserleichterung. Wir hören oft, dass in komplexen Großprojekten wie etwa Website-Relaunches in mehreren Sprachen die Zusammenarbeit mit uns eine verlässliche Konstante ist. Und wie gesagt: In vielen Fällen ist die Zielsetzung klar – und dann erledigen wir das.

 

Welche Übersetzungen sind Ihnen am liebsten?

Das kann man so gar nicht sagen. Und: Wir machen ja inzwischen viel mehr als zum Beispiel nur die klassische Übersetzung eines Katalogs in die Fremdsprache. Dazu gehört das Texten ebenso wie das Lektorieren oder die Betreuung von Dolmetschaufträgen. Ich freue mich zum Beispiel immer, wenn wir uns um spannende Lifestyle-Themen kümmern. Und dann gibt es natürlich die absoluten Highlights wie etwa das Vertonen oder Untertiteln von Filmen und Videos. Das ist dann auch für uns was ganz Besonderes, vor allem, weil man es da zum Teil auch mit richtigen Prominenten als Sprecher zu tun hat.

 

Vielen Dank für die Einblicke!

 

Kontakt: Barbara Poltrock

Interview mit Johanna Gerstner: Übersetzungsprozess in der Sprachenfabrik

Was erwartet den Kunden, wenn er eine Übersetzung bei Ihnen in Auftrag gibt?

Bei einfachen Übersetzungsaufträgen „auf Zuruf“ kann der Kunde eine schnelle Lieferung ohne aufwendige Abstimmungsarbeit erwarten. Etwas anderes ist es natürlich, wenn wir umfangreiche Projekte wie etwa Mitarbeiterbefragungen in mehreren Sprachen oder den neuen Produktkatalog mit dem Kunden zusammen umsetzen. Hier ist es notwendig, regelmäßig im Gespräch zu bleiben und flexibel auf sich noch während des Projektes ändernde Anforderungen zu reagieren.

 

Wie sieht ein typischer Übersetzungsprozess aus?

Nachdem ein Auftrag bei uns eingegangen ist, wird dieser sofort in unserem System erfasst und einem Projektmanager zugewiesen. Dieser ist für den Kunden und das Projekt verantwortlich. Wenn wir bereits zusammengearbeitet haben, verwenden wir für jedes neue Projekt natürlich die dann schon vorhandenen Translation Memorys und Terminologiedatenbanken. Das stellt sicher, dass wir bei jedem Kunden mit „einer Stimme“ sprechen, dass also auch spezifische Formulierungen immer gleich verwendet werden. Ein weiterer Nebeneffekt: Oft gibt es in Katalogen oder anderen Texten ähnliche oder sogar gleiche Formulierungen. Diese identifizieren wir über unser System und übernehmen sie. So bleibt die Kommunikation einheitlich – und wir berechnen für diese Textteile weniger Honorar. Nach dieser initialen Auftragsanalyse beginnt die eigentliche Arbeit: Ein oder mehrere Übersetzer bearbeiten mithilfe unserer Tools für die computergestützte Übersetzung den Ausgangstext und erstellen ein Ergebnis, das wie ein genuin muttersprachlicher Text wirkt.

 

Was ist die häufigste Kundenfrage?

Die Fragen sind so individuell wie die Kunden, das ist bei der persönlichen Betreuung durch das Sprachenfabrik-Team logisch. Häufig jedoch müssen wir erklären, warum eine Vieraugenprüfung sinnvoll ist. Klar, vier Augen sehen mehr als zwei, man geht in jedem Fall auf Nummer sicher. Aber dabei gibt es noch einen weiteren Effekt, den wir beobachten. Auch die Prüfer sind – wie die Übersetzer – Muttersprachler. Häufig entsteht durch Diskussionspunkte zwischen Übersetzer und Prüfer die optimale sprachliche Lösung, die dem Text den letzten Schliff gibt. Dann sind wir mit dem Ergebnis unserer Arbeit natürlich noch zufriedener!

 

Kontakt: Johanna Gerstner

Unsere Übersetzer stellen sich vor – Brad aus den USA

Wer bist du? Stell dich bitte kurz vor.

My name is Brad. I’m from the U.S., and I’ve been a freelance translator of German for about 20 years. 

Wie lange arbeitest du schon mit uns zusammen?

I’ve been working with Sprachenfabrik for about three years.

Welche Art von Texten übersetzt du besonders gern? Was sind deine Fachgebiete?

Provided I’m familiar with the subject matter, I enjoy translating almost any material that’s well written. Since I’m somewhat of a computer nerd with a technical bent, I can sometimes be helpful with topics related to software development or computer science — although the field of IT is becoming so large and pervasive that it’s getting difficult to maintain an overview of everything. Early in my freelancing career, I spent many years translating various kinds of corporate communications material: press releases, employee magazines, speeches, and things like that. I still like to do those things, because the work tends to come in digestible portions.

Ich arbeite gern mit der Sprachenfabrik zusammen, weil …

The people are a pleasure to work with. And Sprachenfabrik has made it very easy to work with the team productively in almost every way. For example, the project managers are professional and friendly. Their communication is excellent, and I know that if I need assistance with something or clarification, I can contact them and get a response right away. There’s also a manageable number of them (so I’m not continually contacted by people I don’t feel that I know at all), and they have reasonable expectations. In addition to great people, Sprachenfabrik also has good procedures in place and uses efficient software and platforms. So in most ways that matter, conditions are great for working together.

Vor einiger Zeit bist du von den USA nach Deutschland umgezogen: Wie kam es dazu? Was war der Grund oder was waren die Gründe für deine Entscheidung?

There are a number of reasons why I moved to Germany. For one thing, I felt I could benefit from hearing and speaking German more regularly. For a long time, I worked from a home office in the U.S. and didn’t speak German that much anymore. So on one level, it makes sense to brush up my listening comprehension and speaking skills. But there are other reasons. I’ve lived in Germany for extended periods before. I lived in Berlin-Charlottenburg for years, for example, and people know me here. It feels like being home in many ways. I have professional contacts in Germany as well as social contacts. And, of course, there’s a fairly high quality of life in Germany. I was actually in Berlin when the worst of the financial crisis unfolded in the U.S., and based on what I’ve seen since then, I’m not sure everything is back to normal there yet. It’s true you can now pay too much for an overpriced house again, so things are back to normal in that sense, but the rental housing market has become harsher for tenants. (It’s actually worse than it’s ever been.) I know people in Seattle who are paying two to three times what I do for much less. So it’s not as though I’m making a big sacrifice financially by living in Berlin.

Was gefällt dir am Leben in Deutschland? Was gefällt dir nicht? Was ist ganz anders oder gewöhnungsbedürftig im Vergleich zum Leben in den USA?

One of the things I like most about Germany is the European blackbird (Amsel). It’s a common bird in Germany and Europe, but we don’t have that particular bird in the U.S. It has an extremely varied and beautiful song. It’s an amazing treasure.Another thing I especially like is the German bakeries, although I can’t eat the cakes and tortes as often as I used to.

One thing I don’t particularly like about Germany, that takes some getting used to, is how short the days are in the winter and the lack of sun at various times of the year. There seems to be an unusual amount of cloud cover at times. But when we have summers like this year and never-ending sunny weather, I think maybe I’ve been all wrong about that and the weather is perfect after all. I also like the flora in this part of Europe. In the Pacific Northwest, where I used to live, there are lots of mountains and evergreen trees, and that can be impressive. But I prefer the deciduous forests in this part of Europe. They resemble what I grew up with near the Great Lakes in the U.S.

Lektorat in der Sprachenfabrik – eine Wissenschaft für sich

Die deutsche Sprache und ihre Tücken

Heißt es nun „scheinbar“ oder „anscheinend“? Setzt man in diesem Satz vor dem Infinitiv nun ein Komma oder nicht? Und wie ist das mit der Kasuskongruenz in jenem Fall?

Unser Alltag im Lektorat der Sprachenfabrik ist voll kniffliger Fragen. Fragen, die uns in immer neuen Kontexten begegnen und auf die wir immer wieder neue Antworten finden müssen.

Und das liegt auch an den unterschiedlichen Texten, die täglich über unseren Schreibtisch und durch unsere kritische Prüfung gehen. Vom Kundenmagazin über den Geschäftsbericht bis hin zur kleinen Werbeanzeige – wir sorgen dafür, dass jeder Ihrer Texte orthografisch und grammatikalisch optimiert wird und dabei trotzdem immer seinen individuellen Charakter bewahrt. Und diese Aufgabe ist jedes Mal eine Herausforderung, wenn man sich wie wir täglich mit all den verschlungenen Pfaden der deutschen Rechtschreibung und Grammatik auseinandersetzt. Dabei ist es nämlich nicht einfach nur damit getan, einzelne Wörter im Duden nachzuschauen und auf richtige Schreibung zu überprüfen. Vielmehr jonglieren wir mit verzwickten grammatikalischen Satzstrukturen, erforschen die korrekte Verwendung von Präpositionen und Adverbien und hinterfragen Wortbedeutungen und rhetorische Stilmittel.

 

Punktgenaues Lektorat

Dabei wird uns jedes Mal aufs Neue bewusst, nach welch komplizierten Regeln die deutsche Sprache funktioniert.

Denkt man nur mal an die Präpositionen im Deutschen: Jede verlangt einen anderen Kasus! Intuitiv wählen wir Muttersprachler im mündlichen und schriftlichen Gebrauch meistens den richtigen. Sitzt man aber mit dem Rotstift vor dem Text, kommt man dann doch mal ins Grübeln, ob es „entsprechend dem“ oder „entsprechend des“ heißen muss.

Dann diese Sache mit den Strichen: Braucht man die eigentlich? Tatsächlich werden Binde- und Gedankenstriche im täglichen Schriftgebrauch eher stiefmütterlich behandelt. Die Missachtung von Bindestrichen zur Kopplung von Wörtern führt im Alltag zum Beispiel zu verwirrenden Wortfolgen wie „Würfel Zucker“ oder „Diplom Ingenieur“. Diese umgangssprachlich etwas abwertend als „Deppenleerzeichen“ bezeichneten Fälle finden sich in erstaunlich vielen Texten.

Wussten Sie, dass die Striche überdies unterschiedliche Längen haben können? Der Bindestrich als Kopplungsstrich zwischen zwei zusammengesetzten Wörtern ist grundsätzlich kürzer als der Gedankenstrich. Letzteren, auch Bis-Strich genannt, verwendet man beispielsweise zur Angabe eines Intervalls in Ausdrücken wie Mo.–Fr. oder 20:00–21:00 Uhr.

Sehr interessant ist auch, wie häufig der Apostroph im Deutschen zweckentfremdet wird. So setzt man ihn oft an Stellen, an denen er grammatikalisch und orthografisch nun wirklich nichts zu suchen hat, zum Beispiel zur Angabe der Plural- oder Possessivform (Foto’s, Oma’s Strümpfe) oder dort, wo eine Präposition mit einem Artikel verschmolzen wird (für’s).

Für viele von uns ist die deutsche Kommasetzung seit Schulzeiten ein Buch mit sieben Siegeln. Erlaubt die Rechtschreibreform zwar neuerdings größere Freiheiten beim Setzen von Kommas, unter anderem bei zwei durch „und“ verbundenen Hauptsätzen, macht dies die Sache nicht unbedingt einfacher. Muss man doch auch jetzt jedes Mal aufs Neue überlegen, ob eventuell ein Nebensatz zwischen die Hauptsätze eingeschoben ist, was auch nach den derzeit gültigen Regeln definitiv ein Komma verlangt.

 

Sie sehen: All das macht unsere Arbeit zu einer höchst komplexen Wissenschaft, die wir lebendig an Ihren Texten umsetzen. Und als Endprodukt steht immer ein gut lesbarer, korrekter Text, den Sie sofort veröffentlichen können und der Ihre Kommunikationsziele optimal unterstützt. Nutzen auch Sie den Lektoratsservice der Sprachenfabrik! Wir freuen uns auf Ihre Texte.

Ansprechpartnerinnen im Team: Antje Lagemann und Rebekka Peters

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7 Eigenarten der deutschen Sprache

Unsere britische Praktikantin Kate berichtet von den Fallstricken des Deutschen

Ein berühmter Mann sagte einst: „Das Leben ist zu kurz, um Deutsch zu lernen.“ Leider habe ich nicht auf ihn gehört und mache jetzt seit vier Monaten ein Praktikum bei der Sprachenfabrik in Bielefeld. Hier versuche ich, für meinen Abschluss in „Moderne Sprachen“ Deutsch zu lernen. Obwohl Deutsch nicht Russisch, Chinesisch oder Arabisch ist, zählt es dennoch zu einer der schwierigsten Sprachen überhaupt mit einer Menge Eigenarten. Als Britin habe ich mich auf meiner mühseligen Odyssee durch den Irrgarten der deutschen Sprache schon oft verlaufen. So langsam dringt jedoch etwas Licht durch das dichte Grün und ich beginne, zu erahnen, welcher Weg der richtige ist.

 

Sieben Dinge, die ich über die deutsche Sprache gelernt habe

  1. Lange vs. kurze Wörter

Das Deutsche ist bekannt für seine langen Wörter. Viele Wörter kann man einfach miteinander verbinden, sodass ein einziges langes, oftmals unaussprechbares Wort entsteht. Das längste deutsche Wort ist laut Guinness-Buch der Rekorde von 1996 Donaudampfschifffahrtselektrizitätenhauptbetriebswerkbauunterbeamtengesellschaft. Im Englischen wären das ganze 15 Wörter: „Association for subordinate officials of the head office management of the Danube steamboat electrical services“.

Etwas brauchbarere Beispiele sind Glühbirne, zusammengesetzt aus glühen und Birne, sowie Staubsauger, das von Staub und saugen kommt. Ich habe festgestellt, dass ich, wenn ich nach dem richtigen Wort suche, häufig einfach nur zwei Wörter zusammensetzen muss und schon habe ich die richtige Lösung!

Andererseits benutzen die Deutschen auch viele kurzer Wörter, die allerdings überhaupt keinen Sinn ergeben. Sie werden im Mündlichen viel öfter verwendet als im Schriftlichen und unterscheiden sich je nach Region. In Bielefeld kann ich hier ein „mal“ einbauen, dort ein „schon“, oder es auf gut Glück auch mit einem „jetzt“ versuchen, und ohne dass diese Wörter eine wirkliche Bedeutung zu meinem Satz beisteuern würden, klingt mein Deutsch gleich viel deutscher!

  1. Alle deutschen Wörter klingen gleich

Das ist natürlich etwas übertrieben, aber für ungeübte Ohren klingen viele deutsche Wörter wirklich identisch. Stellen Sie sich vor, wie sich meine Mitbewohner amüsiert haben, als ich ihnen von einem Abfall erzählte, obwohl ich eigentlich Unfall meinte. Bevor ich aber auf das Wort Unfall kam, habe ich es noch mit Ausfall, Notfall und Einfall probiert. Zum Glück ist mir nicht auch noch Durchfall eingefallen! Bei so vielen verschiedenen Präfixen mit so unterschiedlichen Bedeutungen können Wörter, die sehr ähnlich klingen, etwas völlig anderes heißen.

  1. Syntax

Jeder, der irgendwann einmal Deutsch gelernt hat, erinnert sich bestimmt an dieses eine seltsame Phänomen: die deutsche Satzstellung. Die Goldene Regel lautet, dass im Deutschen das Verb IMMER an der zweiten Position im Satz steht. Natürlich nur, wenn es nicht am Ende stehen muss, weil man eine unterordnende Konjunktion verwendet hat. In seinem berühmten Aufsatz „Die schreckliche deutsche Sprache“ gibt Mark Twain ein gutes Beispiel dafür, wie lächerlich diese Regel sein kann:

Wenn er aber auf der Straße der in Samt und Seide gehüllten jetzt sehr ungenirt nach der neusten Mode gekleideten Resräthin begegnet.

Zu Verdeutlichung, wie seltsam das für uns Englisch-Muttersprachler ist, hier der ganze Satz auf Englisch, nur mit deutscher Satzstellung: „But when he, upon the street, the (in-satin-and-silk-covered-now-very-unconstrained-after-the-newest-fashioned-dressed) government counselor’s wife met,”

  1. Kasus und Genus

Wie in vielen anderen europäischen Sprachen haben Substantive im Deutschen ein Genus. Es gibt das Maskulinum, das Femininum und das Neutrum und dazu auch noch den Plural. Je nachdem, welches Geschlecht ein Substantiv hat, lautet der zugehörige Artikel „der“, „die“, „das“ oder „die“ (Plural). Die Artikel verändern sich jedoch, wenn die deutschen Fälle dazukommen. Es gibt vier Fälle, die je nach Position des entsprechenden Substantivs im Satz verwendet werden. Ich werde nicht versuchen, das alles in diesem kurzen Blogeintrag zu erklären, aber insgesamt gibt es ganze 16 Möglichkeiten, wie das englische „the“ im Deutschen wiedergegeben werden kann: der, die, das, den, dem und des.

  1. Redewendungen

Deutsche Redewendungen sind genau wie die Deutschen: Logisch, strukturiert und vernünftig. Besonders gut gefällt mir „eierlegende Wollmilchsau“, wörtlich ins Englische übertragen „egg-laying wooly milk cow“, womit man eine Person beschreibt, die einfach alles kann, also ein echtes Multitalent. Oder auch die eher auf Sprache bezogene Redensart „Mein Deutsch ist nicht das Gelbe vom Ei, aber es geht“. Wörtlich ins Englische übersetzt wäre das „My German is not the yellow of the egg, but it goes“, was allerdings nicht viel Sinn ergibt.

  1. Ümläute

Die drei kleinen Buchstaben ö, ü und ä bereiten Deutschlernern große Schwierigkeiten. Im Englischen zum Beispiel gibt es sie schlicht und ergreifend nicht. Die größten Probleme habe ich mit dem „ü“, das für mich so wie „eew“ klingt. Ich weiß gar nicht mehr, wie oft ich schon „Kuchen“ und „Küche“ miteinander verwechselt habe. Ein kleines Phonem kann einen riesigen Unterschied machen, schließlich möchte niemand eine Küche essen oder den Kuchen putzen.

  1. Denglisch

Der Rettungsanker aller Englisch-Muttersprachler, die Deutsch lernen, ist „Denglisch“ (ein paar tolle Beispiele gibt es in diesem Video: https://www.youtube.com/watch?v=xlQI0mfJbCc). Wenn man zwei Deutschen bei einer Unterhaltung zuhört, fallen einem zig englische Wörter auf, die einfach so eingestreut werden (selbstverständlich mit deutscher Aussprache). Vor allem in den Bereichen Marketing, Wirtschaft und Technik kommen viele neue Wörter aus dem Englischen, weshalb die Deutschen gerne noch etwas „in der Pipeline“ haben oder Dinge als „sehr strange“ bezeichnen. Zur Not kann man es also einfach auch auf Englisch sagen und schon gibt es kein Kommunikationsproblem mehr!

 

Das Deutsche hat eine Menge Eigenarten. Und obwohl ich meinen Kopf aus Verzweiflung manchmal wirklich gerne gegen die Wand hauen würde, kann Deutschlernern großen Spaß machen. Das Team der Sprachenfabrik hat zum Glück sehr viel Geduld mit mir, korrigiert mich wenn nötig und motiviert mich immer wieder, nicht aufzugeben.

Traditionen aus aller Welt: Von Krampus, Rauhnächten und Perchten

Weihnachtsbrauchtum in Österreich

Auch in diesem Jahr stellen wir ja vor Weihnachten wieder unterschiedliche Traditionen zur Adventszeit vor, die es durchaus wert sind, einmal näher betrachtet zu werden.

Wie sieht es zur Adventszeit denn zum Beispiel in Österreich aus?

Einige Bräuche ähneln sich: Wie bei uns werden in Österreich in der Adventszeit auch köstliche Plätzchen gebacken und unter dem Tannenbaum Weihnachtslieder gesungen. Der Adventskranz hat hier ebenfalls Tradition. Doch es gibt auch einige wenige bei uns eher unbekannte Traditionen – sie sind teils schaurig und laut.

 

Der Krampus – unheimlicher Begleiter des Nikolaus

Vielen ist die haarige und sehr düster dreinblickende Gestalt bekannt. Der Krampus ist in den alpenländischen Regionen Teil einer festen Tradition, die viele Jahrhunderte alt ist. Der Nikolaus wird dort meist von einem Engel und dem Krampus oder auch mehreren Krampussen begleitet. Während der heilige Nikolaus den artigen Kindern Geschenke überreicht, ist der Krampus die Schreckensgestalt, die die unartigen Kinder bestraft. Allein der Anblick des Krampus jagt den meisten kleinen Kindern Angst und Schrecken ein. Zotteliges Fell, eine hölzerne Maske mit bösartigem Blick und Hörnern auf dem Kopf, um den Körper schwere Glocken geschnallt, sodass sie schon von Weitem zu hören sind – so ziehen die Krampusse gemeinsam mit dem Nikolaus von Haus zu Haus.

Zur Zeit der Inquisition war dieser alte Brauch streng verboten und doch hat er überlebt. Denn in schwer zugänglichen Bergregionen ließ man es sich nicht verbieten, die Krampusse durch die Straßen zu schicken.

Und so erfreut sich diese Tradition noch heute sehr großer Beliebtheit und wird für Kinder nicht selten zur Mutprobe: Wer schafft es, den Krampus zu necken, ohne erwischt oder bestraft zu werden?

Die Eltern wiederum nutzen ihn bei der Erziehung gern, um unartige Kinder mit den Worten: „Dann kommt dieses Jahr eben der Krampus statt der Nikolaus!“ zur Vernunft zu bringen.

 

Die Rauhnächte – wenn Geister und Hexen ihr Unwesen treiben

Der Glauben an die Rauhnächte ist sehr, sehr alt und bezieht sich auf die Nächte zur Zeit des Jahreswechsels.

In dieser Zeit, so glaubt man, sind höhere Mächte am Werk. Geister und Hexen haben ein leichtes Spiel und die beiden Welten zwischen irdischem und überirdischem Dasein verschmelzen miteinander. Um Unheil fernzuhalten, werden zu dieser Zeit die Häuser und Ställe ausgeräuchert – so entstand der Name „Rauhnächte“–, meist mit Weihrauch. Den Tieren werden außerdem Maulgaben überreicht, um sie vor Krankheiten im neuen Jahr zu schützen. Wäsche darf übrigens zu dieser Zeit auch nicht zum Trocknen aufgehängt werden. Sonst verfangen sich die Geister darin und es ist mit Tod und Krankheit zu rechnen.

Die erste Rauhnacht ist in Österreich die Thomasnacht vom 21. auf den 22. Dezember, die längste Nacht des Jahres. Eine weitere Rauhnacht ist die Heilige Nacht am 24. Dezember. Es folgen noch die Silvesternacht und schließlich die Nacht vom 5. auf den 6. Januar, den Feiertag der Heiligen Drei Könige.

Das Ende der Rauhnächte wird durch die Perchten eingeläutet – überirdische Gestalten, die in gute und böse Perchten unterteilt werden können.

 

Die Glöckler und das Aperschnalzen – Vertreibung der bösen Geister

Die Glöckler gelten als Figuren des Lichts und gehören zu den guten Perchten. Sie gehen, ganz in Weiß gekleidet, von Haus zu Haus (der Name „Glöckler“ leitet sich vom mittelhochdeutschen Wort für „anklopfen“ ab) und vertreiben endgültig die bösen Geister der Winterzeit. Im Salzkammergut und den angrenzenden Regionen wird der Lauf der Glöckler noch immer praktiziert. Dieser findet in der letzten Rauhnacht, am 5. Januar, statt.

Dem gleichen Zweck dient auch das Aperschnalzen – das rhythmische Knallen mit Peitschen – das traditionell von Bayern bis Salzburg in kleinen Gruppen betrieben wird, um die Geister mit Lärm zu vertreiben.

Heutzutage vermischen sich die Traditionen zunehmend und so kann es schon einmal vorkommen, dass bei einem Perchtenlauf auch ein Krampus zu sehen ist. Grundsätzlich ähneln sich die Gestalten auch, durch ihr markantes, zotteliges Fell, ihre Masken mit Hörnern und eben die lauten Glocken.

All diese Traditionen sind im alpinen Raum ein fester Bestandteil der Weihnachtszeit und werden sicher noch viele Generationen begeistern können.

Traditionen aus aller Welt: Luciatag

Seht, auf unserer Diele steht weiß gekleidet mit Licht im Haar

Lucia, heilige Lichtbringerin, Lucia. Die Dunkelheit soll fliehen jetzt aus den Tälern der Erde:

ein vorweihnachtlicher Einblick in skandinavisches Brauchtum

Licht ist Mangelware im europäischen Dezember. Nicht ohne Grund haben in diesem Monat Kerzen und Lichterketten Hochkonjunktur, versuchen die Menschen alles, um sich mit Lichtquellen aller Art durch die dunkle Jahreszeit zu retten. Nirgendwo wird das deutlicher als in Skandinavien, wo kurz vor Weihnachten zwischen Sonnenauf- und Sonnenuntergang nur sehr wenige Stunden liegen. Hier werden Sonne und Helligkeit nicht nur im Juni während der Mittsommersonnenwende ausgiebig gefeiert.

 

Der 13. Dezember in der schwedischen Weihnachtskultur

Der 13. Dezember, auch Luciatag, steht genau sechs Monate nach Mittsommer für das vielleicht besonders skandinavische Bedürfnis nach Licht und Erleuchtung in einem der dunkelsten Monate des Jahres. Das Datum kommt nicht von ungefähr: Nach altem julianischen Kalender galt der 13. Dezember bis Ende des 16. Jahrhunderts als Tag der Wintersonnenwende, als kürzester Tag im Jahr.

Besonders in Schweden haben sich an diesem Tag spezielle Rituale entwickelt: Die traditionelle Hauptrolle im Lichterfest kommt der ältesten Tochter in der Familie zu, die in einem weißen Gewand und einem Kranz mit Kerzen auf dem Kopf die Eltern und Geschwister morgens weckt und traditionelles Weihnachtsgebäck, das mit Safran gewürzte Hefegebäck „lussekatter“, überreicht. Später führt sie eine Prozession weiterer, ähnlich gekleideter Mädchen an, besucht soziale Einrichtungen, wie Krankenhäuser und Altenheime, und sammelt Geld für karitative Zwecke.

 

Von Sizilien nach Schweden – eine italienische Heilige erobert den Norden Europas

Dass ausgerechnet eine heiliggesprochene Märtyrerin aus dem Süditalien der frühen Christenheit den Grundstein für die vorweihnachtliche Tradition im hohen Norden gelegt haben soll, mag erstaunen. Dennoch deutet einiges darauf hin, dass der Ursprung des Festes auf Lucia von Syrakus zurückgeht. Das Leben der heiligen Lucia („die Leuchtende“) liest sich wie das einer typischen Märtyrerin. Im 3. Jahrhundert nach Christus geboren, soll sie nach einer Wallfahrt zugunsten ihrer kranken Mutter die geplante Hochzeit mit ihrem heidnischen Verlobten abgesagt und konvertiert sein. Sehr zum Ärger des Bräutigams, der sie anklagte und ihr Martyrium auslöste. Doch keine Strafen und Qualen konnten der konvertierten Christin etwas anhaben. Stattdessen verschrieb sie sich dem christlichen Gedanken der Nächstenliebe, verschenkte ihr Geld an Arme und versorgte verfolgte Christen in ihren Verstecken mit Nahrung und Wasser. Hier findet sich ein weiterer Berührungspunkt mit der heutigen Tradition des Kerzenkranzes: Um beide Hände für ihre Aktionen in den unterirdischen Verstecken der Christen frei zu haben, soll Lucia einen Kranz aus brennenden Kerzen getragen haben.

 

Lucia und Schweden heute

Auch wenn die sizilianische Heilige und ihre Geschichte mit ihrer Popularität im protestantisch geprägten Skandinavien scheinbar nicht in Einklang zu bringen sind, so ist das Luciafest aus Schweden doch heute nicht mehr wegzudenken. Längst hat auch die Medienwelt das Potenzial des Luciafestes erkannt: Bereits einige Wochen vor dem 13. Dezember wird im Fernsehen die Luciakönigin gekürt, die anschließend gleich einer Prominenten ganz Schweden und das Ausland bereist. Immer mit einer Aufgabe im Gepäck: Licht, Freude und Nächstenliebe in die vorweihnachtliche Welt zu bringen und damit auf das nahende Weihnachtsfest einzustimmen.