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Posts By : kneller

Zu guter Letzt: Was wir noch sagen wollten

Die Sprachenfabrik wünscht schöne Weihnachten – haben Sie trotz Allem eine besinnliche und erholsame Zeit!

Selbstverständlich stehen wir Ihnen auch zwischen den Jahren zur Verfügung – seien es internationale Übersetzungen, sprachliche Zweifelsfälle, kreative Texte, eilige Pressemitteilungen oder Ihre fortlaufenden Sprachprojekte. Sie erreichen uns vom 28. bis 30. Dezember zu unseren üblichen Geschäftszeiten.

Allen Geschäftspartner*innen, mit denen wir in diesem Jahr nicht mehr sprechen oder schreiben, wünschen wir schon jetzt einen guten und gesunden Start ins neue Jahr!

Zum vierten Advent: Es weihnachtet sehr!

So schnell ist der Dezember vorangeschritten, dass es nur noch vier Tage dauert, bis wir alle das Weihnachtsfest genießen dürfen – oder? Wir haben dieses Jahr einen Teil unserer Kolleg*innen gefragt, ob und wie sie eigentlich Weihnachten feiern – und so multikulturell wie unser Team ist, so unterschiedlich waren auch die Antworten.

Von Väterchen Frost bis Roast-Dinner
Martins, Olesya und Ilona, alle drei arbeiten im Projektmanagement, stammen aus östlichen Ländern. Sie sind nicht mit Weihnachtsmann oder Christkind, sondern mit Väterchen Frost aufgewachsen. Väterchen Frost ist eine dem Weihnachtsmann ähnelnde, ursprünglich russische Märchenfigur, die aus der slawischen Mythologie stammt und die Personifikation des Winters ist. In Lettland und Estland kommt Väterchen Frost am 24. Dezember, doch bevor die Kinder ein Geschenk bekommen, müssen sie erst ein Gedicht aufsagen oder ein Liedchen singen. Estland ist außerdem übrigens einigen Quellen zufolge das Ursprungsland des Weihnachtsbaums.

In Russland lässt sich Väterchen Frost in der Nacht vom 31. Dezember auf den 1. Januar blicken und verteilt um Mitternacht reichlich Geschenke. Allen drei Kulturen ist die Vorliebe gemein, an Festtagen ausgiebig und üppig zu essen. Da sind neun verschiedene Speisen auf der festlichen Tafel keine Seltenheit, während ein beachtlicher Teil der Deutschen am Heiligenabend doch eher zu Bockwürstchen und Kartoffelsalat greift.

Jemma, unsere britische Inhouseübersetzerin, hat hingegen erzählt, dass die Engländer*innen am 25. Dezember, dem „Christmas Day“, traditionell ein Roast-Dinner, also ein ausgedehntes Weihnachtsmahl mit Fleisch wie z. B. Truthahn oder Pute, mit der engen Verwandtschaft genießen. Dort kommt der „Father Christmas“ in der Nacht vom 24. Dezember auf den 25. Dezember durch den Kamin gesaust, verteilt die Präsente und genießt selbst gebackene Kekse der Kinder mit einem Glas Milch. Wenn man das Jahr über nicht so brav war, bekommt man ein Stück Kohle in die Weihnachtssocke gelegt. Uiuiui!

Unser türkischstämmiger Kollege Ant, ebenfalls aus dem Übersetzungsbereich, feiert traditionell keine Weihnachten, lässt sich aber gerne jedes Jahr aufs Neue von der besinnlichen und feierlichen Weihnachtsatmosphäre mitreißen und hat in dieser Zeit die klassischen, vor allem alten Weihnachtsfilme für sich entdeckt.

Wie sagt man so schön: Man muss die Feste feiern, wie sie fallen. Ganz egal, wie und wann man Weihnachten feiert, die Zeit zum Ende des Jahres ist atmosphärisch eine der schönsten. Viele Menschen nutzen die Zeit, um das fast vergangene Jahr nochmal Revue passieren zu lassen, Negatives hinter sich zu lassen und das neue Jahr mit positiven Gedanken und Hoffnungen zu begrüßen.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen allen ein frohes Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Zum dritten Advent: O Tannenbaum, ein Blick hinter die Kulissen

Alle Jahre wieder rieselt der Schnee. Oh, du Fröhliche, klingelingeling. Oder so ähnlich. Jedes Jahr zur Weihnachtszeit wird so viel gesungen wie vermutlich sonst im gesamten Jahr zusammen nicht. Und auch in diesem besonderen Jahr – in dem die Möglichkeiten, durch gemeinsames Singen die Vorfreude auf die anstehenden Weihnachtsfeiertage zum Ausdruck zu bringen, stark beschränkt sind – bleiben die klassischen Weihnachtslieder doch überall gegenwärtig: im Radio, auf CD oder sonstigen Tonträgern und in diversen Weihnachtsplaylists wohl aller Streamingdienste.

Doch was besingen wir eigentlich in den klassischen, weihnachtlichen Volksliedern?

  • Da haben wir die vertonte Weihnachtsgeschichte: „Ihr Kinderlein kommet“ oder „Kommet ihr Hirten“,
  • Lieder, die die christliche Botschaft aufgreifen: „O du Fröhliche“ oder „Es ist ein Ros entsprungen“,
  • natürlich den Bezug zur Jahreszeit: „Leise rieselt der Schnee“ oder „Schneeflöckchen Weißröckchen“ oder
  • zu weltlichen Weihnachtsbräuchen: „Lasst uns froh und munter sein“ oder „Morgen Kinder wird’s was geben“.
  • Und es gibt auch Lieder, die sich einer ganz bestimmten Tradition widmen: „Am Weihnachtsbaume die Lichter brennen“ und eben …

O Tannenbaum, o Tannenbaum,
wie treu sind deine Blätter!
Du grünst nicht nur zur Sommerzeit,
nein, auch im Winter, wenn es schneit.
O Tannenbaum, o Tannenbaum,
wie treu sind deine Blätter!

O Tannenbaum, o Tannenbaum,
du kannst mir sehr gefallen.
Wie oft hat nicht zur Weihnachtszeit
ein Baum von Dir mich hoch erfreut!
O Tannenbaum, o Tannenbaum,
du kannst mir sehr gefallen!

O Tannenbaum, o Tannenbaum,
dein Kleid will mich was lehren:
Die Hoffnung und Beständigkeit
gibt Kraft und Trost zu jeder Zeit.
O Tannenbaum, o Tannenbaum,
dein Kleid will mich was lehren.

Geschrieben um 1800 von August Zarnack (erste Version, ursprünglich ein Liebeslied) und Ernst Anschütz (überarbeitete, kindgerechtere Fassung) zu einer bereits vorhandenen Melodie gilt „O Tannenbaum“ als das wohl bekannteste weltliche Weihnachtslied. Seit vielen Jahrhunderten wird, entlehnt aus einem heidnischen Brauch und übernommen in das Christentum, zur Weihnachtszeit ein geschmückter Tannenbaum in den Wohnzimmern aufgestellt. Hier besingen wir die symbolische Bedeutung des Tannenbaums: Insbesondere das immergrüne Tannenkleid ist ein Zeichen für Treue und Beständigkeit. Zudem verweist die grüne Farbe bereits auf das kommende Frühjahr und die wiederblühende Natur. So gibt der immergrüne Baum Hoffnung, Kraft und Trost in der dunklen Jahreszeit.

Apropos Evergreen: Eine zweieinhalb Jahre alte Tochter und Vertreterin der Sprachenfabrik-Next-Generation hat den Aspekt der Beständigkeit auf ein anderes Niveau gehoben. Seit Dezember 2019 ist „O Tannenbaum“ das allabendlich favorisierte Schlaflied vor dem Ins-Bett-Gehen. Nicht nur zur Winterzeit, sondern auch im Sommer, wenn es gar nicht schneit. So hatten wir unser diesjähriges Weihnachtsmotto im wahrsten Sinne schon zur Sommerzeit im Kopf.

Und jetzt sind Sie an der Reihe: Welches Weihnachtslied gefällt Ihnen am besten?

Sprachenfabrik On Air

So, nun lassen wir die Katze mal aus dem Nikolaussack: Wer hat uns heute Morgen schon gehört? Heute früh wurde unser brandneuer Sprachenfabrik-Radiowerbespot zum ersten Mal von Radio Bielefeld ausgestrahlt.

Wie kam es denn dazu? Seit wann schaltet die Sprachenfabrik Radiowerbung? Die Antwort lautet: Seit wir einen Wettbewerb des Marketing Club OWL Bielefeld gewonnen haben!

Alle Club-Mitglieder waren dazu eingeladen, ein kreatives Konzept für einen 15-sekündigen Radiospot einzureichen. Der Preis für die beiden überzeugendsten Konzepte: Produktion und Umsetzung des Spots sowie 25 Ausstrahlungen auf Radio Bielefeld. Nach einem kurzen und knackigen Brainstorming eines kleinen internen Texterteams stand unsere Idee. Dieses Mal waren wir somit unser eigener Kunde – und wir freuen uns sehr, dass wir die Jury mit unserem Konzept überzeugen konnten.

Für alle, die wir ein bisschen neugierig gemacht haben: Schalten Sie doch einfach einmal Radio Bielefeld ein. Oder hören Sie sich den Spot hier an.

Wir bedanken uns an dieser Stelle ganz herzlich beim Marketing Club OWL Bielefeld und bei Radio Bielefeld für diese besondere Aktion!

Zum zweiten Advent: Grüße aus dem Teutoburger Wald

Jauchzet, frohlocket! Heute haben wir gleich zwei Gründe zu feiern, hat uns doch der Nikolaus in diesem Jahr am heutigen 2. Advent besucht. Und auch wenn wir erst morgen verraten, welch große Überraschung er für uns im Stiefel versteckt hat, haben wir heute schon etwas Besonderes mit Ihnen vor. In der letzten Woche haben wir Ihnen bereits unser diesjähriges Weihnachtsmotto verraten (O Tannenbaum!) und mit einer der wohl relevantesten Fragen unserer Zeit in Verbindung gebracht: Nachhaltigkeit. Heute möchten wir den Blick direkt in unseren Wald richten. Kaum etwas ist an Weihnachten so schön wie der Geruch der im Wohnzimmer stehenden Nordmanntanne. Und nur am Rande bemerkt: Auch für alle, die so wie ich nicht auf den Weihnachtsbaum verzichten wollen, gibt es inzwischen nachhaltige Lösungen, wie regionale Bio-Weihnachtsbäume und wieder einpflanzbare Weihnachtsbäume im Topf oder zur Miete. Kommt man dann erst mal auf den Geruch (oder Geschmack?), liegt ein Waldspaziergang nicht fern. Und zu diesem Spaziergang möchten wir Sie hier gerne mitnehmen.

Nur ca. 2 Kilometer Luftlinie von unserem Bielefelder Sprachenfabrik-Hauptsitz entfernt gehen wir los. Abgesehen von einem tapferen, einsamen Jogger ist weit und breit keine Menschenseele zu erahnen. Dieses Stück Teutoburger Wald ist wohl eher ein Geheimtipp. Allerdings ist das nicht nur zur jetzigen Zeit eigentlich ein Vorteil, ist die Chance doch so viel höher einem tierischen Waldbewohner zu begegnen. Wir atmen tief durch.

In dem im Wesentlichen von Buchen, Eichen, Fichten und Kiefern geprägten Wald sind bei Wanderungen Reh-, Rot-, Dam- und Schwarzwild häufig zu sehen. Die großen Wälder bieten aber auch störungsempfindlichen Tierarten Raum zum Überleben, wie dem Schwarzstorch: Immerhin 6 % der Naturparkfläche Teutoburger Wald/Eggegebirge sind Vogelschutzgebiete. Auch die sehr seltene Wildkatze kommt im Naturpark vor. Und natürlich finden wir auch die alltäglicheren (aber ebenso liebenswerten) Waldbewohner wie Eichhörnchen oder Füchse von Zeit zu Zeit.

Aber nicht heute. Heute sind wir alleine mit dem Rauschen des Laubes, dem winterlich-weihnachtlich anmutenden Duft der Kiefern und Fichten und dem etwas typisch-Bielefeld-trüben Wetter. Und während das Blut in unsere Wangen läuft und wir uns sinnierend über den legendären Arminius und das erwartbare Abschneiden des namensverwandten, heimischen Fußballvereins (Sie wissen schon, oder?) langsam auf den adventlichen Kaffee und Kuchen freuen, möchten wir Ihnen in diesem Sinne einen geruhsamen und besinnlichen 2. Advent wünschen!

Holler boller Rumpelsack

Äh … ja … also … äh … Was sollen wir sagen? Unsere Stiefel sind geputzt! Wir wären dann soweit …

Der Nikolaus hat sicherheitshalber gerade noch einmal nachgesehen: Er hat tatsächlich in diesem Jahr eine ganz besondere Überraschung für die Sprachenfabrik dabei.

Morgen packen wir in Ruhe aus – und am Montag lüften wir das Geheimnis. Turn your radio on …

Zum ersten Advent: O Tannenbaum

Nachhaltigkeit. Laut Duden ein „Prinzip, nach dem nicht mehr verbraucht werden darf, als jeweils nachwachsen, sich regenerieren, künftig wieder bereitgestellt werden kann“. Und in einer weiteren, etwas spezifischeren Bedeutungsvariante ein „forstwirtschaftliches Prinzip, nach dem nicht mehr Holz gefällt werden darf, als jeweils nachwachsen kann“.

Alle Kolleg*innen der Sprachenfabrik, die an unserem Stammsitz in Bielefeld den Teutoburger Wald als Naherholungsgebiet nutzen, mussten in der Vergangenheit sehen und miterleben: Es hat sich Vieles verändert. Hier muss sich Einiges regenerieren, es müssen zahlreiche Bäume wieder nachwachsen. Das Thema Waldsterben, bedingt durch viel zu trockene Sommer, heftige Stürme und Schädlingsbefall, ist für uns in der Region Ostwestfalen-Lippe im wahrsten Sinne des Wortes augenscheinlich.

So liegt es nahe, unsere eigenen Arbeitsprozesse zu reflektieren. Auch wenn Nachhaltigkeit wohl stets ein dynamisches Ziel bleiben wird, fällt uns auf, dass wir uns der Verantwortung der Umwelt gegenüber bewusst sind, und dass wir einige Dinge bereits wirklich gut in unserer täglichen Arbeit umsetzen:

Stichwort „Papier“

Wir arbeiten schon seit einigen Jahren nahezu papierlos. In unserem Projektmanagentsystem Plunet BusinessManager können wir alle Arbeitsschritte von A wie Anfrage bis Z wie Zustellen der Projektrechnung elektronisch erledigen. Auch die freiberuflichen Sprachexpert*innen reichen schon seit langer Zeit ihre Rechnungen an uns ausschließlich elektronisch ein. Dies hat für uns zum einen die Bearbeitungszeit erheblich reduziert – und zum anderen auch den Papierverbrauch. Und der Rechnungsausgleich erfolgt dann selbstverständlich nicht per Überweisungsträger, sondern via Online-Banking.
Auch die Zeiten, in denen ein Übersetzer mit Füllfederhalter und Pergamentpapier vor einem verstaubten Bücherregal saß, sind lange vorbei! In unseren state-of-the-art CAT-Tools memoQ und Across arbeiten alle Projektbeteiligten elektronisch und web-basiert. Korrektorate werden durch Kommentare in den Dateien selbst umgesetzt – und dass Texte, die wir in verschiedenen Sprachen für Sie erstellen, ohnehin direkt im gewünschten Dateiformat oder direkt in Ihrem CMS erstellt werden, erklärt sich von selbst.
In den ganz seltenen Fällen, in denen wir doch mal etwas förmlicher werden müssen, verwenden wir ausschließlich umweltfreundliches Recycling-Papier – auch wenn dieses, allerdings nur auf den ersten Blick, eine nicht ganz so schöne Haptik hat wie herkömmliches, gebleichtes Papier.

Stichwort „Mobilität“
Viele Kolleg*innen nutzen die öffentlichen Verkehrsmittel für den Arbeitsweg. Die sportlich-aktiven unter uns kommen zu Fuß oder mit dem Fahrrad, auch von weiter her. Unterstützung gibt es bei Bedarf in Form eines Jobrads. Und last but not least: Auch ein E-Auto befindet sich in der kleinen Dienstwagenflotte.
Momentan sind wir sogar noch nachhaltiger unterwegs als sonst, da wir größtenteils (durch den Einsatz unserer ausschließlich web-basierten Tools übrigens völlig reibungslos) mobil aus dem Homeoffice arbeiten. Aber das hat andere Gründe.

Haben Sie vielleicht noch weitere nachhaltige Ideen für uns? Wie arbeiten Sie möglichst umweltfreundlich? Wir sind immer an innovativen und effizienten Prozessen interessiert, mit denen wir auch in unserem beruflichen Umfeld einen kleinen Beitrag zu einer grünen – oder vielleicht sogar einmal wieder einer weißen – Weihnachtszeit leisten können.

In diesem Sinne verraten wir Ihnen heute unser diesjähriges Weihnachtsmotto, das uns in der Vorweihnachtszeit begleiten wird:

O Tannenbaum!

Ihre persönlichen Ansprechpartner*innen in der Sprachenfabrik

Sie sind interessiert an unseren Sprachdienstleistungen und möchten sich unverbindlich beraten lassen? Sie absolvieren ein Hochschulstudium und sind an einem Praktikum in unserem Unternehmen interessiert? Sie sind Expertin oder Experte für Ihre Sprache, verfügen über einschlägige Qualifikationen und möchten mit uns zusammenarbeiten? Sie haben bereits den einen oder anderen Auftrag bei uns platziert und möchten einfach einmal wissen, mit wem Sie per E-Mail kommunizieren?

Die Gründe, mit uns in Kontakt zu treten, sind unterschiedlich. Und da uns eine transparente Arbeitsweise und der persönliche Kontakt mit Ihnen sehr am Herzen liegen, haben wir unsere Kontakt-Website ein bisschen übersichtlicher gestaltet. Hier finden Sie direkt die richtigen Ansprechpartner*innen für Ihr Anliegen. Sprechen Sie uns an!

Zum Weltnormentag: Qualitätssicherung bei Übersetzungen

Am 14. Oktober wird der Welttag der Standards, auch Weltnormentag genannt, gefeiert.

Wussten Sie, dass allein in Deutschland mehr als 34.000 Normen des Deutschen Instituts für Normung existieren? Wie viele es weltweit sind, weiß niemand – Schätzungen zufolge mehrere Hunderttausend. Es gibt aber nicht nur Normen zu der Krümmung von Gurken oder der elektrischen Leitfähigkeit von Honig, sondern auch zur Qualitätssicherung bei Übersetzungsdienstleistungen.

So ist in der Übersetzungswelt die Norm DIN EN ISO 17100 (Übersetzungsdienstleistungen und Qualitätsmanagement in Übersetzungsunternehmen, Nachfolgenorm der DIN EN 15038) von großer Bedeutung. Diese Qualitätsnorm setzt Rahmenbedingungen für die Qualität der Umsetzung von Übersetzungsdienstleistungen.

Und wie genau sieht der in der Norm empfohlene Prozess aus?

Wenn wir von dem Übersetzungsprozess sprechen, sieht normkonforme Arbeit zusammengefasst wie folgt aus:

  • Erst kommt die Übersetzung,
  • danach folgt die Kontrolle durch die Übersetzer*innen selbst auf mögliche Fehler.
  • Im Anschluss muss die bereits kontrollierte Übersetzung von einer zweiten qualifizierten Person geprüft werden. Dabei wird die Übersetzung mit dem Ausgangstext verglichen.
  • Abschließend wird die Übersetzung durch das Projektmanagement verifiziert und freigegeben.

Wie läuft es bei der Sprachenfabrik?

Qualitätsmanagement spielt eine entscheidende Rolle für die verantwortungsvolle und optimale Durchführung eines Übersetzungsprojekts.

Die Norm DIN EN ISO 17100 ist dabei eine gute Hilfestellung, um die Qualitätssicherungsmaßnahmen nach Absprache mit den Kund*innen zu gestalten. Wir bei der Sprachenfabrik verwenden die in der Qualitätsnorm festgesetzte Vorgehensweise für die Organisation unserer Arbeitsprozesse.

Alle Übersetzungen werden in einem CAT-Tool bearbeitet. Die Translation Memorys (kurz TM, kundenspezifischer Übersetzungsspeicher mit allen bisherigen Übersetzungen der gleichen Sprachkombination) sorgen dafür, dass die Übersetzer*innen bereits verwendete Übersetzungen sehen und sie bei ihrer eigenen Arbeit berücksichtigen. So bleiben alle Übersetzungen, die für eine*n Kund*in angefertigt wurden, sprachlich einheitlich. Nachdem die Übersetzer*innen mit ihrer Arbeit fertig sind, müssen sie die Rechtschreib- und die QA-Prüfung durchführen. Damit wird sichergestellt, dass die Übersetzung syntaktisch, orthografisch und grammatikalisch fehlerfrei ist. Diese Selbstprüfung im CAT-Tool ist ein fest integrierter Arbeitsschritt vor jeder Lieferung.

Auch den anschließend vorgesehenen Schritt des Qualitätsmanagements – die Revision, oder anders gesagt, die Vieraugenprüfung – führen wir auf Wunsch regelmäßig durch. Dabei prüfen und bewerten die Vieraugenprüfer*innen zum einen Rechtschreibung, Grammatik und Typografie, zum anderen das inhaltliche Verständnis. Des Weiteren werden Konsistenz, Terminologie und Stil der Übersetzung sowie die Fähigkeit der Übersetzer*innen, die notwendigen Recherchen durchzuführen, geprüft. Bei jeder Lieferung geben die Prüfer*innen ihre Bewertung für die Übersetzung ab, sodass Projekt- und Vendormanagement stets die Qualität der gelieferten Übersetzungen im Auge behalten können.

Der letzte Schritt der Qualitätssicherung ist die Verifizierung und Freigabe durch das zuständige Projektmanagement. Auch die Projektmanager*innen führen die Rechtschreibprüfung und die QA-Prüfung aus, um sicherzustellen, dass die Übersetzer*innen ihre Arbeit kontrolliert haben. Die Projektmanager*innen prüfen die Übersetzungen aber nicht nur im CAT-Tool, sondern auch im Zielformat. Dies ist wichtig, um zu vermeiden, dass sich die Formatierung des Zieltextes und des Ausgangstextes unterscheiden. Erst danach liefern wir die Übersetzung an die Kund*innen.

Welche weiteren Schritte werden bei der Sprachenfabrik berücksichtigt?

Unser Ziel ist es, stets höchstqualifizierte Arbeit zu leisten und eine maximale Qualität zu bieten. So entsprechen die Übersetzungsprozesse in der Sprachenfabrik den Anforderungen der Qualitätsnorm DIN EN ISO 17100 – und gehen zum Teil sogar darüber hinaus.

In der Norm DIN EN ISO 17100 geht es neben dem Übersetzungsprozess z. B. auch um die personellen Ressourcen. Um normkonform zu arbeiten, muss jedes Übersetzungsunternehmen die Qualifikation seiner Mitarbeiter*innen und externen Dienstleister*innen dokumentieren und jederzeit nachweisen können. Darüber hinaus muss das Unternehmen ein Protokoll zur kontinuierlichen Weiterbildung der gesamten Belegschaft führen.

Alle Mitarbeiter*innen der Sprachenfabrik verfügen über ein einschlägiges Hochschulstudium, oft in Verbindung mit zusätzlichen Qualifikationen, Kompetenzen und entsprechender Berufserfahrung. Unsere externen Übersetzer*innen wiederum entwickeln wir über einen strengen Auswahlprozess, eine eng begleitete Probephase und eine regelmäßige Evaluation der individuellen Leistung.

Qualität wird bei der Sprachenfabrik großgeschrieben. Dabei ist die Arbeit gemäß der ISO-Norm für uns immer wieder eine gute Gelegenheit, alle Prozesse kontinuierlich zu prüfen, sie gegebenenfalls zu optimieren und so im Sinne unserer Kund*innen mehr Effizienz und Transparenz in unserer Arbeit zu schaffen. So profitieren unsere Kund*innen auch zukünftig von unseren hochqualifizierten Dienstleistungen und unserer individuellen und persönlichen Beratung.

Zum heutigen Hieronymus-Tag …

Welcher Hieronymus? Das fragen sich vielleicht manche Leser*innen. Hieß so nicht der Tausendfüßler aus der Kinderserie „Biene Maja“? Oder, Moment mal, sicher ist Hieronymus Bosch, der niederländische Renaissance-Maler, gemeint!

Nein. Gemeint ist der Gelehrte und Theologe Hieronymus, der im Jahre 347 n. Chr. geboren und am 30. September 420 gestorben ist. Heute jährt sich der Todestag dieses alten Kirchenvaters also zum 1.600sten Mal.

Und warum ist uns dieser Tag nun ein Blogartikel wert? Unsere Kolleginnen und Kollegen aus der Übersetzungsbranche wissen es natürlich: Hieronymus gilt als Urvater der Übersetzerinnen und Übersetzer – und auch als deren Schutzpatron. Der 30. September ist Hieronymus zu Ehren der Internationale Tag des Übersetzens. Diese Idee stammt ursprünglich aus Frankreich. Dort wurde der 30. September erstmals 1954 von der Fédération Internationale des Traducteurs genutzt, um Aufmerksamkeit für ihre Branche zu erregen. Da diese Branche per definitionem eine internationale ist, wurde auch dieser Gedenktag immer weiter internationalisiert – und im Jahr 2017 schließlich durch die UNO-Generalversammlung ganz offiziell und weltweit als Internationaler Tag des Übersetzens anerkannt.

Aber zurück zu Hieronymus: Was hat der gelehrte Kirchenvater aus der Spätantike eigentlich Grundlegendes für unsere Branche getan? Nun, die Antwort ist recht naheliegend: Er war der erste Übersetzer des „Buchs der Bücher“, der Bibel. Da Hieronymus neben dem klassischen Latein auch Griechisch und Hebräisch beherrschte, war er dazu in der Lage, die ursprünglich verschiedensprachigen biblischen Schriften in eine Art zeitgenössisches Latein zu übertragen. Er verfasste somit die sog. „Vulgata“, die Bibelübersetzung, mit der sehr lange Zeit quasi als Standardwerk gearbeitet wurde. Durch seine Übertragung wurden die Bibeltexte einem wesentlich größeren Lesepublikum zugänglich gemacht. Die Vulgata war über Jahrhunderte hinweg die Bibelübersetzung schlechthin für die gesamte katholische Kirche.

Diese Entwicklung, ein größeres Zielpublikum zu erreichen, wurde übrigens erst nach der Erfindung des Buchdrucks durch Johannes Gutenberg im Jahre 1450 von Martin Luther fortgeführt. Luther, ebenfalls Gelehrter und Theologe, schaute „dem deutschen Volke aufs Maul“. Sprich: Er übersetzte Hieronymus‘ Vulgata aus dem mittlerweile nicht mehr zeitgemäßen Latein in die deutsche Alltagssprache. Damit machte er die Bibelinhalte einer noch größeren Menge an Menschen zugänglich, nämlich dem gemeinen Volk, das dem Lateinischen in der Regel nicht mächtig war. Und: Wissen ist Macht! War der Inhalt der Bibeltexte zuvor nur den Gelehrten und Theologen bekannt, begann nun das Wissens- und damit auch das Machtmonopol der katholischen Kirche langsam zu wackeln.

Zum Internationalen Übersetzertag finden üblicherweise zahlreiche Aktionen und Veranstaltungen verschiedener Organisationen und Verbände statt, die auf die Relevanz und Leistungen der Übersetzerbranche hinweisen sollen. Fast alle Veranstaltungen mussten in diesem Jahr leider coronabedingt abgesagt werden. Dennoch möchten wir gern auf eine Veranstaltungsreihe der Weltlesebühne, eines Zusammenschlusses verschiedener Übersetzer, aufmerksam machen. Hier sind spannende kulturelle Veranstaltungen rund um das Thema „Übersetzen“ zusammengefasst. Vielleicht haben Sie ja heute Abend noch nichts vor.

 

Weiterführende Links:

https://weltlesebuehne.de/

https://uepo.de/2020/09/01/weltlesebuehne-rettet-hieronymustag-dreizehn-veranstaltungen-von-luebeck-bis-heidelberg/

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