Allgemeines

Von Tippspielsiegerinnen und Grillabendromantik

Noch leise glimmende Grillkohlen, verstreute Kronkorken und leergefegte Teller: das Bild nach einem gelungenen Grillabend. Während die meisten von uns mit vollem Bauch noch die letzten Meter nach Hause kullern, machen auch die fleißigsten Aufräumenden im Büro nun das letzte Licht aus.

Dem vorausgegangen war während der vier „EM-Wochen“ ein mit viel Leidenschaft ausgetragener Wettstreit – unser Sprachenfabrik-Tippspiel zur EM 2020 (2021). Die Idee, wie bei der WM 2018 als Teamaktion ein gemeinschaftliches Tippspiel zu organisieren, kam erst wenige Tage vor EM-Beginn auf. Umso schöner, dass wirklich alle Eingeladenen mitgemacht haben!

Schon im ersten Spiel stehen sich dann die Favoriten zweier Sprachenfabrikant*innen gegenüber: Italien (Verdiana) spielt gegen die Türkei (Ant). Unsere Tippspielaktion profitiert so nicht nur davon, dass wir viele fußballbegeisterte Teammitglieder haben – tatsächlich landen am Ende in der oberen Tabellenhälfte einige selbsterklärte Nicht-Fußballfans – sondern einmal mehr auch davon, dass wir ein kulturell sehr vielfältiges Team haben. Da verwandelt sich unsere firmeninterne Chatgruppe gleich an mehreren Abenden in einen lebhaften Diskussionsraum/Liveticker.

Schließlich geht der verdiente Sieg an unsere Projektmanagerin Olesya (113 Punkte), die damit die Nachfolge von Ant antritt, gefolgt von unserem Chef Jörg (108 Punkte) und unserer Inhouse-Übersetzerin Jemma (104 Punkte). Das wollen wir natürlich gebührend feiern und: Corona macht es nicht mehr unmöglich. Am Ende stehen (nach dem freiwilligen Preisverzicht von Jörg) auf dem Siegertreppchen unsere glücklichen Gewinnerinnen Olesya, Jemma und Verdiana – und wir freuen uns mit ihnen! Denn anlässlich des Tippspielabschlusses bietet das gemeinsame Grillen endlich wieder einmal Gelegenheit für einen geselligen Abend an der frischen Luft, gemeinsam mit vielen Gesichtern, die man seit Monaten nur vom Bildschirm kennt, Gesprächen abseits des beruflichen Alltags, klirrenden Flaschen und leckerem Essen. Natürlich unter Beachtung der „Drei-G-Regel“.

Was am Ende außer dem romantischen Bild von einem kleinen Nachgrillabendschaos bleibt, ist Dankbarkeit für die bisher glimpflich überstandenen Pandemiemonate, für die nun wieder überwindbare Distanz und vor allen Dingen: für unser großartiges Team. Und: Das nächste Tippspiel zur WM 2022 steht auch schon bald vor der Tür.

 

„Nicht nur ein einziges Leben leben“ – Gedanken zum Welttag des Buches

Heute ist der 23. April 2021, ein völlig normaler Arbeitstag bzw. der letzte Arbeitstag vor einem wohlverdienten Wochenende! Allerdings ist heute außerdem ein wichtiger Feier- bzw. Aktionstag, den wir bei der Sprachenfabrik nicht vergessen haben: Es ist der Welttag des Buches. Dies erscheint vielleicht nicht ganz so bedeutsam oder feierlich wie beispielsweise die kürzlich vergangenen Ostertage, zumal der Buchhandel und die Verlage besorgt beobachten, dass sich zunehmend weniger Menschen für Bücher interessieren, ob in gedruckter oder digitaler Form. Doch bevor wir uns ausschließlich diesem Thema widmen, möchte ich mich einmal kurz vorstellen.

Mein Name ist Julia Härter, ich bin Studentin der Anglistik und Literaturwissenschaft an der Universität Bielefeld und seit Anfang April außerdem Praktikantin im Projektmanagement bei der Sprachenfabrik GmbH. Ich wurde von dem sehr netten Team willkommen geheißen und darf nun von zu Hause aus verantwortungsvolle, abwechslungsreiche Aufgaben im Projekt- und Vendormanagement übernehmen. Obwohl ich mir sicherlich kein Praktikum im Homeoffice erhofft habe, verläuft die Arbeit erstaunlich reibungslos. Das Homeoffice bringt mich auch zurück zu unserem Thema.

Der Grund für das nunmehr weithin bekannte Homeoffice ist die anhaltende Corona-Krise, welche den Welttag des Buches womöglich umso wichtiger macht. Denn Bücher und das Lesen bieten angesichts der aktuellen Lage ungeahnte Chancen. Die Corona-Krise hat zweifellos viele Dinge verändert. Was sich jedoch kaum verändert haben dürfte, ist die Lust zu reisen, den Alltag zu vergessen, Abenteuer zu erleben und neue Kulturen zu entdecken. Dies scheint sogar ganz im Gegenteil jetzt noch mehr gefragt zu sein als zuvor. Doch unkompliziertes Reisen dürfte derzeit kaum möglich sein. Wie soll man sonst dem Alltag zumindest für kurze Zeit entfliehen und etwas Abwechslung finden? Eine Möglichkeit besteht sicherlich darin, sich in andere Welten, wenn man sie schon nicht bereisen kann, oder Charaktere hineinzuversetzen.

Wenngleich das Bedürfnis nach Abwechslung und Abenteuer unverändert groß geblieben ist, konzentriert sich der Blick allerdings doch eher auf den PC oder den Fernseher und streift nur selten das Bücherregal. Dabei ist das Lesen doch mindestens ebenso unverändert spannend und aufregend geblieben. Umberto Eco bringt dies wunderbar auf den Punkt: „Wer nicht liest, wird mit 70 Jahren nur ein einziges Leben gelebt haben: sein eigenes. Wer liest, wird 5000 Jahre gelebt haben. […] Denn Lesen ist eine Unsterblichkeit nach hinten.“ Lesen ist damit zwar nicht ganz dasselbe wie ein sonniger Strandurlaub, ein aufregender Städtetrip oder eine abenteuerliche Wanderreise, aber sich bei einem guten Buch in ein Abenteuer oder in ein anderes Leben hineinzuträumen klingt auch nicht schlecht, oder? Geben Sie Ihrem Bücherregal oder Ihrem E-Book heute eine Chance, entdecken Sie das Lesen wieder neu und begeben Sie sich auf eine spannende, wenn auch etwas andere, Reise.

Weiterführende Links:
https://www.deutschland.de/de/topic/kultur/buchmesse-was-lesen-die-deutschen
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/boerse/streaming-boom-boerse-101.html
https://www.welttag-des-buches.de/aktuelles

Zum vierten Advent: Es weihnachtet sehr!

So schnell ist der Dezember vorangeschritten, dass es nur noch vier Tage dauert, bis wir alle das Weihnachtsfest genießen dürfen – oder? Wir haben dieses Jahr einen Teil unserer Kolleg*innen gefragt, ob und wie sie eigentlich Weihnachten feiern – und so multikulturell wie unser Team ist, so unterschiedlich waren auch die Antworten.

Von Väterchen Frost bis Roast-Dinner
Martins, Olesya und Ilona, alle drei arbeiten im Projektmanagement, stammen aus östlichen Ländern. Sie sind nicht mit Weihnachtsmann oder Christkind, sondern mit Väterchen Frost aufgewachsen. Väterchen Frost ist eine dem Weihnachtsmann ähnelnde, ursprünglich russische Märchenfigur, die aus der slawischen Mythologie stammt und die Personifikation des Winters ist. In Lettland und Estland kommt Väterchen Frost am 24. Dezember, doch bevor die Kinder ein Geschenk bekommen, müssen sie erst ein Gedicht aufsagen oder ein Liedchen singen. Estland ist außerdem übrigens einigen Quellen zufolge das Ursprungsland des Weihnachtsbaums.

In Russland lässt sich Väterchen Frost in der Nacht vom 31. Dezember auf den 1. Januar blicken und verteilt um Mitternacht reichlich Geschenke. Allen drei Kulturen ist die Vorliebe gemein, an Festtagen ausgiebig und üppig zu essen. Da sind neun verschiedene Speisen auf der festlichen Tafel keine Seltenheit, während ein beachtlicher Teil der Deutschen am Heiligenabend doch eher zu Bockwürstchen und Kartoffelsalat greift.

Jemma, unsere britische Inhouseübersetzerin, hat hingegen erzählt, dass die Engländer*innen am 25. Dezember, dem „Christmas Day“, traditionell ein Roast-Dinner, also ein ausgedehntes Weihnachtsmahl mit Fleisch wie z. B. Truthahn oder Pute, mit der engen Verwandtschaft genießen. Dort kommt der „Father Christmas“ in der Nacht vom 24. Dezember auf den 25. Dezember durch den Kamin gesaust, verteilt die Präsente und genießt selbst gebackene Kekse der Kinder mit einem Glas Milch. Wenn man das Jahr über nicht so brav war, bekommt man ein Stück Kohle in die Weihnachtssocke gelegt. Uiuiui!

Unser türkischstämmiger Kollege Ant, ebenfalls aus dem Übersetzungsbereich, feiert traditionell keine Weihnachten, lässt sich aber gerne jedes Jahr aufs Neue von der besinnlichen und feierlichen Weihnachtsatmosphäre mitreißen und hat in dieser Zeit die klassischen, vor allem alten Weihnachtsfilme für sich entdeckt.

Wie sagt man so schön: Man muss die Feste feiern, wie sie fallen. Ganz egal, wie und wann man Weihnachten feiert, die Zeit zum Ende des Jahres ist atmosphärisch eine der schönsten. Viele Menschen nutzen die Zeit, um das fast vergangene Jahr nochmal Revue passieren zu lassen, Negatives hinter sich zu lassen und das neue Jahr mit positiven Gedanken und Hoffnungen zu begrüßen.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen allen ein frohes Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Zum dritten Advent: O Tannenbaum, ein Blick hinter die Kulissen

Alle Jahre wieder rieselt der Schnee. Oh, du Fröhliche, klingelingeling. Oder so ähnlich. Jedes Jahr zur Weihnachtszeit wird so viel gesungen wie vermutlich sonst im gesamten Jahr zusammen nicht. Und auch in diesem besonderen Jahr – in dem die Möglichkeiten, durch gemeinsames Singen die Vorfreude auf die anstehenden Weihnachtsfeiertage zum Ausdruck zu bringen, stark beschränkt sind – bleiben die klassischen Weihnachtslieder doch überall gegenwärtig: im Radio, auf CD oder sonstigen Tonträgern und in diversen Weihnachtsplaylists wohl aller Streamingdienste.

Doch was besingen wir eigentlich in den klassischen, weihnachtlichen Volksliedern?

  • Da haben wir die vertonte Weihnachtsgeschichte: „Ihr Kinderlein kommet“ oder „Kommet ihr Hirten“,
  • Lieder, die die christliche Botschaft aufgreifen: „O du Fröhliche“ oder „Es ist ein Ros entsprungen“,
  • natürlich den Bezug zur Jahreszeit: „Leise rieselt der Schnee“ oder „Schneeflöckchen Weißröckchen“ oder
  • zu weltlichen Weihnachtsbräuchen: „Lasst uns froh und munter sein“ oder „Morgen Kinder wird’s was geben“.
  • Und es gibt auch Lieder, die sich einer ganz bestimmten Tradition widmen: „Am Weihnachtsbaume die Lichter brennen“ und eben …

O Tannenbaum, o Tannenbaum,
wie treu sind deine Blätter!
Du grünst nicht nur zur Sommerzeit,
nein, auch im Winter, wenn es schneit.
O Tannenbaum, o Tannenbaum,
wie treu sind deine Blätter!

O Tannenbaum, o Tannenbaum,
du kannst mir sehr gefallen.
Wie oft hat nicht zur Weihnachtszeit
ein Baum von Dir mich hoch erfreut!
O Tannenbaum, o Tannenbaum,
du kannst mir sehr gefallen!

O Tannenbaum, o Tannenbaum,
dein Kleid will mich was lehren:
Die Hoffnung und Beständigkeit
gibt Kraft und Trost zu jeder Zeit.
O Tannenbaum, o Tannenbaum,
dein Kleid will mich was lehren.

Geschrieben um 1800 von August Zarnack (erste Version, ursprünglich ein Liebeslied) und Ernst Anschütz (überarbeitete, kindgerechtere Fassung) zu einer bereits vorhandenen Melodie gilt „O Tannenbaum“ als das wohl bekannteste weltliche Weihnachtslied. Seit vielen Jahrhunderten wird, entlehnt aus einem heidnischen Brauch und übernommen in das Christentum, zur Weihnachtszeit ein geschmückter Tannenbaum in den Wohnzimmern aufgestellt. Hier besingen wir die symbolische Bedeutung des Tannenbaums: Insbesondere das immergrüne Tannenkleid ist ein Zeichen für Treue und Beständigkeit. Zudem verweist die grüne Farbe bereits auf das kommende Frühjahr und die wiederblühende Natur. So gibt der immergrüne Baum Hoffnung, Kraft und Trost in der dunklen Jahreszeit.

Apropos Evergreen: Eine zweieinhalb Jahre alte Tochter und Vertreterin der Sprachenfabrik-Next-Generation hat den Aspekt der Beständigkeit auf ein anderes Niveau gehoben. Seit Dezember 2019 ist „O Tannenbaum“ das allabendlich favorisierte Schlaflied vor dem Ins-Bett-Gehen. Nicht nur zur Winterzeit, sondern auch im Sommer, wenn es gar nicht schneit. So hatten wir unser diesjähriges Weihnachtsmotto im wahrsten Sinne schon zur Sommerzeit im Kopf.

Und jetzt sind Sie an der Reihe: Welches Weihnachtslied gefällt Ihnen am besten?

Zum zweiten Advent: Grüße aus dem Teutoburger Wald

Jauchzet, frohlocket! Heute haben wir gleich zwei Gründe zu feiern, hat uns doch der Nikolaus in diesem Jahr am heutigen 2. Advent besucht. Und auch wenn wir erst morgen verraten, welch große Überraschung er für uns im Stiefel versteckt hat, haben wir heute schon etwas Besonderes mit Ihnen vor. In der letzten Woche haben wir Ihnen bereits unser diesjähriges Weihnachtsmotto verraten (O Tannenbaum!) und mit einer der wohl relevantesten Fragen unserer Zeit in Verbindung gebracht: Nachhaltigkeit. Heute möchten wir den Blick direkt in unseren Wald richten. Kaum etwas ist an Weihnachten so schön wie der Geruch der im Wohnzimmer stehenden Nordmanntanne. Und nur am Rande bemerkt: Auch für alle, die so wie ich nicht auf den Weihnachtsbaum verzichten wollen, gibt es inzwischen nachhaltige Lösungen, wie regionale Bio-Weihnachtsbäume und wieder einpflanzbare Weihnachtsbäume im Topf oder zur Miete. Kommt man dann erst mal auf den Geruch (oder Geschmack?), liegt ein Waldspaziergang nicht fern. Und zu diesem Spaziergang möchten wir Sie hier gerne mitnehmen.

Nur ca. 2 Kilometer Luftlinie von unserem Bielefelder Sprachenfabrik-Hauptsitz entfernt gehen wir los. Abgesehen von einem tapferen, einsamen Jogger ist weit und breit keine Menschenseele zu erahnen. Dieses Stück Teutoburger Wald ist wohl eher ein Geheimtipp. Allerdings ist das nicht nur zur jetzigen Zeit eigentlich ein Vorteil, ist die Chance doch so viel höher einem tierischen Waldbewohner zu begegnen. Wir atmen tief durch.

In dem im Wesentlichen von Buchen, Eichen, Fichten und Kiefern geprägten Wald sind bei Wanderungen Reh-, Rot-, Dam- und Schwarzwild häufig zu sehen. Die großen Wälder bieten aber auch störungsempfindlichen Tierarten Raum zum Überleben, wie dem Schwarzstorch: Immerhin 6 % der Naturparkfläche Teutoburger Wald/Eggegebirge sind Vogelschutzgebiete. Auch die sehr seltene Wildkatze kommt im Naturpark vor. Und natürlich finden wir auch die alltäglicheren (aber ebenso liebenswerten) Waldbewohner wie Eichhörnchen oder Füchse von Zeit zu Zeit.

Aber nicht heute. Heute sind wir alleine mit dem Rauschen des Laubes, dem winterlich-weihnachtlich anmutenden Duft der Kiefern und Fichten und dem etwas typisch-Bielefeld-trüben Wetter. Und während das Blut in unsere Wangen läuft und wir uns sinnierend über den legendären Arminius und das erwartbare Abschneiden des namensverwandten, heimischen Fußballvereins (Sie wissen schon, oder?) langsam auf den adventlichen Kaffee und Kuchen freuen, möchten wir Ihnen in diesem Sinne einen geruhsamen und besinnlichen 2. Advent wünschen!

Zum ersten Advent: O Tannenbaum

Nachhaltigkeit. Laut Duden ein „Prinzip, nach dem nicht mehr verbraucht werden darf, als jeweils nachwachsen, sich regenerieren, künftig wieder bereitgestellt werden kann“. Und in einer weiteren, etwas spezifischeren Bedeutungsvariante ein „forstwirtschaftliches Prinzip, nach dem nicht mehr Holz gefällt werden darf, als jeweils nachwachsen kann“.

Alle Kolleg*innen der Sprachenfabrik, die an unserem Stammsitz in Bielefeld den Teutoburger Wald als Naherholungsgebiet nutzen, mussten in der Vergangenheit sehen und miterleben: Es hat sich Vieles verändert. Hier muss sich Einiges regenerieren, es müssen zahlreiche Bäume wieder nachwachsen. Das Thema Waldsterben, bedingt durch viel zu trockene Sommer, heftige Stürme und Schädlingsbefall, ist für uns in der Region Ostwestfalen-Lippe im wahrsten Sinne des Wortes augenscheinlich.

So liegt es nahe, unsere eigenen Arbeitsprozesse zu reflektieren. Auch wenn Nachhaltigkeit wohl stets ein dynamisches Ziel bleiben wird, fällt uns auf, dass wir uns der Verantwortung der Umwelt gegenüber bewusst sind, und dass wir einige Dinge bereits wirklich gut in unserer täglichen Arbeit umsetzen:

Stichwort „Papier“

Wir arbeiten schon seit einigen Jahren nahezu papierlos. In unserem Projektmanagentsystem Plunet BusinessManager können wir alle Arbeitsschritte von A wie Anfrage bis Z wie Zustellen der Projektrechnung elektronisch erledigen. Auch die freiberuflichen Sprachexpert*innen reichen schon seit langer Zeit ihre Rechnungen an uns ausschließlich elektronisch ein. Dies hat für uns zum einen die Bearbeitungszeit erheblich reduziert – und zum anderen auch den Papierverbrauch. Und der Rechnungsausgleich erfolgt dann selbstverständlich nicht per Überweisungsträger, sondern via Online-Banking.
Auch die Zeiten, in denen ein Übersetzer mit Füllfederhalter und Pergamentpapier vor einem verstaubten Bücherregal saß, sind lange vorbei! In unseren state-of-the-art CAT-Tools memoQ und Across arbeiten alle Projektbeteiligten elektronisch und web-basiert. Korrektorate werden durch Kommentare in den Dateien selbst umgesetzt – und dass Texte, die wir in verschiedenen Sprachen für Sie erstellen, ohnehin direkt im gewünschten Dateiformat oder direkt in Ihrem CMS erstellt werden, erklärt sich von selbst.
In den ganz seltenen Fällen, in denen wir doch mal etwas förmlicher werden müssen, verwenden wir ausschließlich umweltfreundliches Recycling-Papier – auch wenn dieses, allerdings nur auf den ersten Blick, eine nicht ganz so schöne Haptik hat wie herkömmliches, gebleichtes Papier.

Stichwort „Mobilität“
Viele Kolleg*innen nutzen die öffentlichen Verkehrsmittel für den Arbeitsweg. Die sportlich-aktiven unter uns kommen zu Fuß oder mit dem Fahrrad, auch von weiter her. Unterstützung gibt es bei Bedarf in Form eines Jobrads. Und last but not least: Auch ein E-Auto befindet sich in der kleinen Dienstwagenflotte.
Momentan sind wir sogar noch nachhaltiger unterwegs als sonst, da wir größtenteils (durch den Einsatz unserer ausschließlich web-basierten Tools übrigens völlig reibungslos) mobil aus dem Homeoffice arbeiten. Aber das hat andere Gründe.

Haben Sie vielleicht noch weitere nachhaltige Ideen für uns? Wie arbeiten Sie möglichst umweltfreundlich? Wir sind immer an innovativen und effizienten Prozessen interessiert, mit denen wir auch in unserem beruflichen Umfeld einen kleinen Beitrag zu einer grünen – oder vielleicht sogar einmal wieder einer weißen – Weihnachtszeit leisten können.

In diesem Sinne verraten wir Ihnen heute unser diesjähriges Weihnachtsmotto, das uns in der Vorweihnachtszeit begleiten wird:

O Tannenbaum!

Warum wir Schriftsprache brauchen – Gedanken zum Weltalphabetisierungstag

In Zeiten von Siri, Alexa und WhatsApp-Sprachnachrichten haben vielleicht schon so manch träge Tastentipper*innen oder gelangweilte Deutschunterricht-Gedichtsanalytiker*innen die leise Hoffnung geschürt, dass unsere geliebte Schriftsprache irgendwann ein überholtes Relikt der Vergangenheit ist. Warum brauchen wir überhaupt Schriftsprache? Anlässlich des heutigen Weltalphabetisierungstags möchten wir dieser Frage nachgehen.

 

Schriftsprache – eine kurze Einordnung

Schriftsprache gibt es nicht schon immer. Genauso wie gesprochene Sprache auch hat sie sich über die Zeit entwickelt und ist Teil des Menschseins geworden. Am anschaulichsten wird das wohl, wenn man sich Kommunikation bei Tieren ansieht. Vom Tanz der Bienen über eine australische Forscherin, die erstaunliche Erkenntnisse über das Muhen von Kühen gewinnen konnte, bis hin zu der Gorilladame Koko, die in der Lage war, über 1.000 Zeichen einer modifizierten amerikanischen Gebärdensprache korrekt zu verwenden: Tiere sprechen Sprache. Jedoch hat es keine Spezies dazu gebracht, eine Schriftsprache zu entwickeln – bis auf den Menschen. Während zu Beginn vermutlich nur mit einfachen bildhaften Symbolen kommuniziert wurde, entwickelten sich später immer abstraktere Schriftsysteme, die schließlich in unsere heutigen Schriftzeichen mündeten: lateinische, kyrillische, arabische, japanische, chinesische und viele mehr. Entsprechend ist die Schriftsprache Gegenstand verschiedenster Wissenschaftszweige: Archäologie, Geschichtswissenschaft, Kulturwissenschaft, Linguistik, Literaturwissenschaft – und die Liste kann noch lange fortgeführt werden.

 

Schriftsprache – ein Plädoyer

Aber warum brauchen wir jetzt Schriftsprache? Das erste Argument liegt auf der Hand: Wir brauchen Schriftsprache, um überhaupt eigenständig am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können. Diese Erfahrung teilen alle, die sich an ihr Leben vor dem Schriftspracherwerb erinnern können. Auch als Erwachsene überhören wir noch von Zeit zu Zeit ein Kind, das gerade lesen gelernt hat und nun so vergnügt alles liest, was ihm in die Quere kommt: Verkehrsschilder, Speisekarten, Papas Personalausweis. Mit dem Aufblühen der städtischen Lebenskultur vor einigen Jahrhunderten, in der Menschen enger zusammenlebten und sich organisieren mussten, erfuhr auch die Schriftsprache einen Aufschwung. Von der Fahrt zur Arbeit über den wöchentlichen Einkauf bis hin zur abendlichen Lieblingslektüre: Ohne (Kenntnis von) Schriftsprache sind all diese alltäglichen Ereignisse nicht vorstellbar.

Es gibt aber auch Gesichtspunkte, die über die Vereinfachung unseres Alltags hinausgehen. Rein mündlich kommunizierenden Kulturen eine Schriftsprache zu verleihen, wird beispielsweise als eine Lösung genutzt, um diese Sprachen vor dem Aussterben zu retten. Wenn man bedenkt, dass rund die Hälfte aller Sprachen weltweit (ca. 6.000) vom Aussterben bedroht ist, spricht die Tatsache, dass wir mittels Schriftsprache einen Teil davon retten können, als Argument für die Bedeutung von Schriftsprache wohl für sich. Abgesehen davon kann und muss Schriftsprache in Form von Literatur als Medium unserer Kultur gesehen werden. Eine Welt ohne Bücher, Gedichte oder Blogbeiträge? Kaum auszudenken! Aber egal, ob Kino, Konzert oder Kriminalroman: Warum sollten wir uns willentlich einer Option berauben, unsere Kultur zu genießen und weiterzuentwickeln?

Schriftsprache ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Kultur, in den Wissenschaften, aber auch schlicht: in unserem Alltag. Auch vor diesem Hintergrund schenken wir unsere Aufmerksamkeit dem heutigen Weltalphabetisierungstag.

 

Weltalphabetisierungstag – Zahlen und Fakten

Weltweit gibt es über 750 Millionen Erwachsene, denen basale schriftsprachliche Kompetenzen fehlen; in Deutschland sind ca. 7,5 Millionen Menschen im erwerbsfähigen Alter sogenannte funktionale Analphabeten („leo. – Level-One Studie“, 2011), die zwar einzelne Sätze lesen oder schreiben, jedoch keine zusammenhängenden Texte verstehen können – egal wie lang (oder kurz) diese sein mögen. Rund 2 Millionen Menschen gelten darunter als Analphabeten im engeren Sinne, d. h., dass sie zwar einzelne Wörter lesend verstehen bzw. schreiben können – nicht jedoch ganze Sätze. Zudem müssen die betroffenen Personen auch gebräuchliche Wörter Buchstabe für Buchstabe zusammensetzen.

Seit 1967 begeht die UNESCO jährlich den „International Literacy Day“, den Welttag der Alphabetisierung, um die Öffentlichkeit an die Bedeutung der Alphabetisierung als einer Frage der Würde und Menschenrechte zu erinnern und so die Entwicklung hin zu einer immer stärker alphabetisierten und nachhaltigeren Gesellschaft voranzubringen.