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Allgemeines

Alles rund um die Wiesn – ganz offiziell jetzt auch auf Englisch!

Nützliche Infos zur Anreise, alles zu den Festzelten und Fahrgeschäften und Wissenswertes über die Traditionen zum Oktoberfest: Dank unserer Unterstützung findet man die offizielle Website der Landeshauptstadt München zur Wiesn unter https://www.oktoberfest.de/en nun auch in englischer Sprache.

 

Reibungslose Abläufe und optimale Übersetzungsqualität dank MemoQ

Für unseren Kunden „Portal München Betriebs-GmbH & Co. KG“, den Betreiber des offiziellen Stadtportals muenchen.de, haben wir binnen weniger Wochen die gesamte offizielle Internetpräsenz des Oktoberfests ins Englische übertragen. Durch die Arbeit mit unserem Translation-Memory-System MemoQ konnte unser Übersetzerteam eine konsistente Terminologie und die einheitliche Übersetzung wiederkehrender Textbausteine garantieren.

 

Hendl, Loferl, Schuhplattler: eine Herausforderung (nicht nur) für Nichtmuttersprachler

Dabei war die Übersetzung für unsere englischen Muttersprachler nicht nur Herausforderung, sondern auch Lernprozess: So viel Lokalkolorit gibt es selten in den Texten, die wir für unsere Kunden übersetzen. Doch unsere Übersetzer hatten viel Spaß dabei und haben ganz nebenbei auch noch viel über bayerische Trachten, Traditionen und Speisen gelernt. Nun können auch sie top-informiert zum Oktoberfest fahren, wenn es im September wieder heißt: O’zapft is! Der Countdown läuft bereits auf der Startseite von Oktoberfest.de.

Frohe Ostern wünscht Ihnen die Sprachenfabrik!

So fEIert unser Team das Osterfest

Das Osterfest rückt mit großen Schritten näher und unser Team hat kürzlich erstaunt festgestellt, was für unterschiedliche Traditionen wir in unseren Familien und Herkunftsländern pflegen:

Die Mütter und Väter unter uns färben selbstverständlich Dutzende von EIern mit ihren Kindern und beobachten den Osterhasen, wie er die bunten EIer im Garten versteckt. Natürlich erinnern sich auch die anderen Kollegen gern an diese wEIt verbrEItete Tradition aus ihrer KindhEIt.

Daher fährt Marie noch immer jedes Jahr mit ihrem Freund zum Bielefelder Flugplatz (ja, so etwas gibt es hier tatsächlich), wo bEIde leckere SchokoEIer fürEInander verstecken. BEI Barbara wird zudem (familien-)traditionell EIn Hefezopf für die Schwiegermutter gebacken (das kann die nämlich nicht), Jörg hingegen freut sich schon Monate im Voraus auf die SolEIer sEIner Schwiegermutter – EIne Spezialität, der nicht jeder aus dem Team etwas abgewinnen kann.

 

Andere Länder, andere Sitten: Internationale Ostertraditionen

Besonders originell sind die Traditionen unserer Kollegen mit internationalem Background:

„Smigus Dyngus“ hEIßt EIn polnischer Brauch für den Ostermontag, von dem uns unsere Kollegin Paulina berichtet hat. DabEI bespritzen sich Alt und Jung gegensEItig mit Wasser und verwenden dafür alle brauchbaren Gefäße, von der Schöpfkelle über Spritzpistolen und Gießkannen bis hin zu großen WasserEImern. Vor allem Kinder und Jugendliche haben EInen HEIdenspaß dabEI, auch wenn sie stundenlang pitschnass hinter neuen Opfern herrennen. Dieser Brauch ist möglicherwEIse darauf zurückzuführen, dass der polnische Herrscher Mieszko I. sich taufen ließ und Polen sEItdem dem katholischen Glauben zugehörig ist.

BEI Familie VEIsmanis aus Lettland lautet das Motto am Ostersonntag „Olu kauja“. Nachdem die – mindestens 30 – EIer schon am Samstag (länger als üblich, nämlich mindestens EIne Stunde) gekocht und anschließend mit natürlichen Zutaten wie Zwiebeln und Roter Bete mit Blumenmustern gefärbt wurden, nimmt sich jeder EIn EI und dann beginnt „Aug um Aug“ die EIerschlacht – wie „Olu kauja“ übersetzt hEIßt! Gewinner ist der, dessen EI die mEIsten EInzelkämpfe für sich entschEIden konnte und die wenigsten Blessuren davongetragen hat. Diese Tradition kennt auch Ana, allerdings aus ihrer österrEIchischen Familie.

In England, bEI der Familie unserer Übersetzungspraktikantin Jess, dürfen zu Ostern auf kEInen Fall die „hot-cross buns“ fehlen. Diese Hefebrötchen werden traditionell am KarfrEItag gebacken und enthalten Rosinen und Gewürze wie Zimt, Muskat und Nelke. Ganz besonders macht sie das wEIße Kreuz, mit dem sie verziert werden und welches die Kreuzigung Jesu symbolisiert.

Egal, wie Sie die FEIertage begehen – wir wünschen Ihnen und Ihren Familien EIn paar schöne frEIe Tage!

Weihnachten in der Sprachenfabrik

 

Nach Knuddelkeksen im letzten Jahr war unser diesjähriges Dezember-Motto „Maak de Dör up“:

Ein Sprachkurs der besonderen Art versteckte sich hinter jedem Türchen unseres Online-Adventskalenders: Typisch ostwestfälische Begriffe haben wir herausgesucht und den ersten Rückmeldungen zufolge hatten zahlreiche Sprachbegeisterte genauso viel Spaß am Entdecken neuer Wörter wie wir!

Kurz vor Öffnung der letzten Türchen möchten wir allen ein frohes Fest wünschen sowie alles Gute für das neue Jahr! Wir freuen uns auf ein spannendes und ereignisreiches Jahr 2019!

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Das Team der Sprachenfabrik

Appreciating your own culture!

Hi! My name is Molly and since July, I have been working as a translation intern at Sprachenfabrik as part of my degree course in Modern Languages at Durham University.

The opportunity to spend an extended period of time abroad has given me the chance to not only explore a different culture, but also to reflect upon that of my own country, England, and more specifically my county, Wiltshire.

Wiltshire is quintessentially English: full of picturesque villages with thatched cottages, farms and beautiful countryside. It is famed for its idyllic views and an abundance of areas to walk – even in the rainy months, walkers will be seen making their way around the White Horses on the downs, walking sections of the 87 mile Ridgeway pass, a route used since prehistoric times, or taking in the breathtaking views of the Cotswolds. The county has its own cycle route, The Wiltshire Cycle Way, which I cycled with my dad a couple of years ago. It was very hilly – much to my horror – but the view from the top made it worth it! The route passes through Salisbury Plain, which is used as a military training ground and is also a stunning place to visit, although the sights and sounds of army tanks may initially put you off!

Wiltshire is home to a UNESCO World Heritage site in the form of Stonehenge and Avebury. These Neolithic monuments are hugely popular tourist attractions and places of religious importance for the Druid and Pagan community. Every year on the day of the Summer Solstice, thousands of people gather at the two sites to celebrate the longest day and watch the sunrise. The pictures always look so magical and it is definitely on my bucket list to go one year!

There are many sites in Wiltshire which are well worth a visit, such as Salisbury Cathedral. This famous cathedral has the tallest church spire in the UK and an original copy of the Magna Carta is situated within the cathedral grounds. Another town to take a look at is Cricklade, the first town on the Thames; it is an unspoiled town where a rare flower, the Snakeshead Fritillary, blooms each year – with the backdrop of the church, it is a must for nature enthusiasts.

It is safe to say that upon arrival in Germany I was (and still am) very happy with the amount of sun in comparison to home and am fully taking advantage of it! I was also very amused on seeing a red English telephone box in the Altstadt! My time exploring Bielefeld’s culture so far has been wonderful and I am absolutely delighted with the array of cafés and bakeries. As of yet, I have only just touched upon the area’s history by visiting Sparrenburg and a couple of museums, however over the course of the next 5 months, I fully intend to delve deeper into Bielefeld’s rich culture and heritage!

Boys‘ Day in der Sprachenfabrik

Dieses Jahr hatten gleich fünf Jungs ihren Besuch in der Sprachenfabrik angekündigt im Rahmen des Boys‘ Day, einer Initiative des Kompetenzzentrums Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V.

Nachdem die Jungs alle Mitarbeiter und die Räumlichkeiten der Sprachenfabrik kennengelernt hatten, ließ der Chef es sich nicht nehmen, den Jungs als erstes das Dienstleistungsportfolio der Sprachenfabrik (u.a. Übersetzung, Lektorat, Dolmetschen und Copywriting) vorzustellen.

Anschließend hielt unsere Projektmanagerin Olesya eine Präsentation darüber, welche Ausbildungswege und Studiengänge generell rund um das Thema Sprachen angeboten werden.

Besonders einprägsam war für die Jungs der Unterschied zwischen dem „Übersetzen“ und dem „Dolmetschen“, den Olesya genauer erläutert hat. Genau wie viele andere Menschen waren sich die Jungs nicht bewusst, dass diese Tätigkeiten eben nicht ein und dasselbe sind und keineswegs als Synonyme verwendet werden können.

Danach war erst einmal Mittagspause angesagt und die Jungs sowie ein Großteil des Sprachenfabrik-Teams kamen in den Genuss der freudig erwarteten Pizzen und Salate.

Praktische Arbeit war nach der leckeren Stärkung angesagt: Die fünf Jungs durften gemeinsam mit Inhouse-Übersetzer Ant und Hannah, die aus Nordirland kommt und zur Zeit ein fünfmonatiges Praktikum in der Sprachenfabrik als Übersetzerin absolviert, in ein Übersetzungsprojekt hineinschnuppern.

Dazu wurde ihnen zunächst der englische Ausgangstext gezeigt, in dem der Frage nachgegangen wurde, ob es im Jahr 2050 überhaupt noch Autos geben wird. Jeder der Jungs kam an die Reihe und durfte einen Satz des Ausgangstextes laut vorlesen – in (fast) fehlerfreiem Englisch, wie Hannah und Ant erfreulicherweise feststellten. Fasziniert waren die Jungs auch von dem CAT-Tool MemoQ, zu dem sie während der Übersetzung immer wieder spezifische Fragen stellten – wie z.B. zur Bedeutung der Prozentanzeige eines Übersetzungssegments.

Anschließend wurde der Text Satz für Satz gemeinschaftlich übersetzt – jeder neue Satz eine Herausforderung für sich, derer sich die Jungs bravourös annahmen und nicht müde wurden, die Sätze auch stilistisch zu perfektionieren und sich (sprachlich) vom englischen Ausgangstext zu lösen.

Nach der Übersetzung standen kleinere Dolmetschübungen an, die einen Einblick vermitteln sollten, welche Schritte der Dolmetscher beim Dolmetschprozess gedanklich vollziehen muss. Wie den meisten, die zum ersten Mal dolmetschen, fiel es den Jungs gar nicht so leicht, sich auf ihr Gedächtnis zu verlassen und nicht der Versuchung nachzugeben, alles im Detail fleißig aufzuschreiben.

Eins ist jedoch sicher – an talentierten Übersetzern und Dolmetschern wird es der Branche wohl in Zukunft nicht fehlen.

Wir hoffen, dass der Boys‘ Day Alexander, Dejan, Noel, Max und Tobias genau so viel Spaß gemacht hat wie uns und wir ihre Neugier für Sprachen wecken konnten.

(Fasten-)Zeit für Muffins

Die Fastenzeit ist (noch) voll im Gang und auch im Team der Sprachenfabrik gibt es KollegInnen, die ambitioniert mit dem Fasten begonnen haben. Damit alle bis Ostern durchhalten, testen wir mal den leckeren Rezeptvorschlag unseres Kunden RBV Birkmann, der wirklich schöne und originelle Backformen und –Accessoires vertreibt. Unsere Blogleser sind natürlich herzlich eingeladen, das Rezept zu probieren, wir wünschen nicht nur guten Appetit, sondern freuen uns auch über Fotos und Feedback jeder Art!

REZEPT FÜR 8 GESUNDE LOW CARB EIERMUFFINS

Zutaten:
2 Frühlingszwiebel,
2 Tomate,
2 kleine Schalotten, 8 Eier,
etwas geriebener Hartkäse,
eine Packung Schinkenwürfel mit 3% Fettanteil,
etwas fettarme Margarine,
Pfeffer, Salz

Zubereitung:
Schalotten und Tomaten in Würfel, Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden. Die Schalotten und die Schinkenwürfel in etwas fettarmer Margarine anbraten. Muffinform mit Backspray einsprühen.

Die Eier in einer Schüssel verquirlen und mit den restlichen Zutaten mischen. Mit Pfeffer und Salz würzen. Die Masse in die Muffinformen geben.

Im Backofen bei 150°C etwa 15-20 Minuten backen.

 Tipp:
Die Muffins eignen sich hervorragend für den kleinen Hunger zwischendurch und machen gut satt. Sie sind 2 Tage lang im Kühlschrank haltbar.

Quelle Foto/Rezept: www.backfreunde.de

Von Stutenkerlen und Weckmännern

In einer hiesigen Zeitung war in der letzten Woche zu lesen, dass die traditionellen St. Martinsumzüge im Rheinland UNESCO Weltkulturerbe werden sollen. Diese Umzüge gibt es nicht nur im katholischen Rheinland, auch in (Ost-)Westfalen erfreuen sich die Fackel- und Laternenzüge mit einem reitenden Martin großer Beliebtheit, genau wie der gebackene Stutenkerl (andernorts auch Weckmann genannt), den jedes Kind zum Ende erhält.

Nach über 20 Jahren im bayrischen Exil musste ich dieses Jahr sogar meinem knapp 50-jährigen Bruder zwei Exemplare per Express zusenden (nachdem er sie in der „Sendung mit der Maus“ (wieder-)entdeckt hatte). Genau wie in Bayern kennt man das Gebäck mit der klassischen weißen Tonpfeife in vielen anderen deutschen Regionen nicht.

Da können wir gerne helfen, denn künftig kann man den Stutenkerl auch selbst backen: Unser Kunde RBV Birkmann ist Spezialist für Backformen und –accessoires jeglicher Art und hat als ostwestfälisches Unternehmen selbstverständlich auch die passende Ausstechform für den Stutenkerl nebst Tonpfeifen im Angebot. Wir wünschen viel Spaß beim Ausprobieren des Rezepts!

 

Um 4 leckere Stutenkerle zuzubereiten, benötigen Sie:

250 g Quark, 80 ml Milch, 70 ml Öl, 200 g Zucker, 2 Vanilleschoten, 1 Prise Salz, 475 g Mehl, 1 1/2 Päckchen Backpulver, je nach Geschmack 1 TL Kardamon und 1 TL Zimt, ca. 20 Korinthen zur Verzierung

Zubereitung

Quark, Milch, Öl, Zucker, das Mark der Vanilleschoten und eine Prise Salz miteinander verrühren. Mehl mit Backpulver mischen und hinzufügen. Je nach Geschmack Kardamom und Zimt unterrühren.

Alle Zutaten mit den Knethaken des Handrührgerätes zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig zu einer Kugel formen, in Folie wickeln und ca. 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

Den Teig auf einer Back- und Ausrollmatte (alternativ auf einer bemehlten Arbeitsfläche) mit Teigstäben ca. 5 mm dünn ausrollen und ausstechen.

Für Augen, Mund und Knopfleiste Korinthen leicht in den Teig drücken. Tonpfeifen auflegen und den Arm leicht darüber schlagen.

Auf der Back- und Ausrollmatte (alternativ auf Backpapier) im vorgeheizten Backofen (Ober-/Unterhitze 200 °C, mittlere Schiene) ca. 12 – 15 Minuten backen.

Die Stutenkerle auf einem Kuchengitter gut auskühlen lassen.

 

Quelle: www.backfreunde.de

Entdecke die Möglichkeiten… von Naturkosmetik

ANNEMARIE BÖRLIND Hyaluronic Eye Pads_Presseformat_3336Übersetzungen für den Naturkosmetik-Hersteller Annemarie Börlind

(von Barbara Poltrock)

Wir fertigen tagtäglich für unsere Kunden Übersetzungen unterschiedlichster Texte an: von topaktuellen News fürs Firmen-Intranet über vertrauliche Vertragsdokumente bis hin zu komplexen Bedienungsanleitungen und informativen Produktbeschreibungen – und das für sehr verschiedene Branchen! Als Projektmanagerin beeindruckt mich diese Bandbreite immer wieder und nicht selten fasziniert es mich, welch spannende Themen unsere Kunden an uns herantragen. Offenheit für neue Themen ist daher die beste Voraussetzung für einen abwechslungsreichen und spannenden Job, das gilt für Projektmanager und Übersetzer gleichermaßen.

Besonders neugierig gemacht haben mich die zahlreichen Texte für die naturkosmetischen Produkte, Proben oder Displays unseres Kunden Annemarie Börlind. Obwohl ich ein Schmink- und Eincreme-Muffel bin, wollte ich dann doch das eine oder andere Produkt mal testen. Ähnlich wie mir ging es auch unseren überwiegend weiblichen Übersetzerinnen aus dem Börlind-Team, die sich für ihre Übersetzungen natürlich inhaltlich noch stärker mit den Produkt(text)en auseinandersetzen als ich. Und so kam es dazu, dass einige Kolleginnen und ich mit freundlicher Unterstützung von Börlind ein wenig in die Produktwelt der Naturkosmetik eintauchen konnten.

Die Hälfte der Kolleginnen hatte bereits mehrfach für andere Kosmetikmarken und Pflegeprodukte Übersetzungen angefertigt, aber bislang noch nicht aus dem Bereich Naturkosmetik. Besonders Marianne und Kaisu hatten sich sehr gefreut, Texte für Naturkosmetika zu übersetzen, da beide sich privat gerne mit diesen Produkten pflegen. Zwei anderen Kolleginnen geht es wie mir: Ihnen reichen die Bio-Tagescreme aus der Drogerie und die Mascara für den Gang aus dem Haus. Die Marke Annemarie Börlind war den meisten bisher kein Begriff, nur zwei Übersetzerinnen kannten die Marke: Chiara hat eine Freundin, die begeistert ist von den Produkten, während Marianne sogar schon eine Reportage zu Annemarie Börlind im Fernsehen gesehen hatte. Ähnlich wie ich waren die Kolleginnen nach den ersten Übersetzungen neugierig auf die Marke – O-Ton Mathilde: „Genau wie ich Lust habe, Schokolade zu essen, wenn ich Texte dazu übersetze“. Kaisu lobt die Beschreibungen und Hintergrundinfos zu den hochwertigen Kosmetika und Marianne hat sogar umgehend Produkte im Onlineshop bestellt. Umso größer war die Freude über das kleine Päckchen mit einigen Produktproben, die auch prompt getestet wurden. Der unmittelbare Effekt der Hyaluron-Augen-Pads haben Vicky und mich total begeistert, Delphine hatte Spaß bei der Anwendung der Black Mask (mein Sohn auch, als er mich sah J) und lobte ihre geschmeidige Wirkung. Überzeugt haben Eleni die Intensivpflegemaske und das Enzympeeling, während Chiara und Marianne den Beauty Shot Vitamin Energizer für seine erfrischende und pflegende Wirkung gelobt haben.

Alle „Testerinnen“ haben es als positiv empfunden, ihre Übersetzungen endlich mal real am Produkt zu sehen. Dies ist selten der Fall, da viele Texte entweder für firmeninterne Zwecke benötigt werden oder nur online verfügbar sind und ein Großteil der Übersetzungen eher „schnelllebig“ und nicht immer langfristig relevant sind. „Es ist wunderbar, das Endprodukt zu sehen! Es beeinflusst die weiteren Übersetzungen positiv, denn ich weiß dann, in welchem Zusammenhang der Text rezipiert wird“, resümiert Mathilde zutreffend unsere kleine Exkursion in die Welt der Naturkosmetik.

Alles in allem haben wir die Produkte unseres Kunden unmittelbar kennengelernt, sind viel besser für weitere Übersetzungen gerüstet und zudem haben wir uns persönlich von der Effektivität der Naturkosmetik-Produkte von Annemarie Börlind überzeugen können – Schönheitspflege funktioniert auch ohne Chemie. Jetzt fehlt nur die Serie für den Mann, um auch unsere männlichen Kollegen noch zu überzeugen 🙂 !

Abenteuer Moskau

1Mein Name ist Charlie und ich studiere Deutsch und Russisch an der University of Durham in Großbritannien. Im Januar habe ich mein Praktikum in der Sprachenfabrik abgeschlossen und war nur für kurze Zeit nach England zurückgekehrt, um mich auf mein nächstes Abenteuer vorzubereiten: Fünf Monate in Moskau!

An viele Dinge musste ich mich zunächst gewöhnen: Zunächst einmal und wohl am offensichtlichsten die Sprache (als ich ankam, konnte ich kaum verstehen, was man zu mir sagte) und der dauerhafte Schneefall (der letzte Schneefall kam schließlich im Mai). Außer meiner fünfzehn Unterrichtstunden jede Woche, hatte ich nur wenige Verpflichtungen und so versuchte ich die Stadt ein bisschen besser kennenzulernen. Aber Moskau ist so groß und voller Leben, dass ich selbst am Ende meines Aufenthalts kaum die Hälfte der Museen, Parks und anderen Sehenswürdigkeiten, die ich mir ansehen wollte, von meiner Liste streichen konnte.

Meine Lieblingsplätze in Moskau sind sogenannte anti-cafes. Ein paar dieser Art gibt es auch in Großbritannien und Deutschland, aber in Moskau gibt es sie an jeder Ecke. Statt für das Essen und die Getränke zu zahlen, die man zu sich nimmt, zahlt jeder Gast für die Zeit, die er dort verbringt (üblicherweise zwei bis drei Rubel pro Minute). Normalerweise gibt es große Platten mit Gebäck, Kuchen und anderen Süßspeisen sowie verschiedene Arten Tee und Kaffee. Viele nutzen die Cafés als Arbeitsplätze: selbst in den späten Abendstunden kann man meist noch Menschen 2beobachten, die konzentriert an ihren Laptops tippen. Der besondere Reiz der Cafés liegt darin, dass sie oftmals etwas versteckt sind: in schmalen Seitengassen, in Gebäudekellern oder anderweitig mit bloßem Auge nicht direkt erkennbar. Das Finden eines solchen Cafés fühlt sich an, als bekäme man Zugang zu einem Geheimklub. In vielen davon gibt es Sofas, Bücherregale und Klaviere, als würde man in jemandes Wohnzimmer sitzen und in dieser entspannten, gemütlichen Atmosphäre verliert man schnell das Zeitgefühl. Mehr als einmal ging ich mit der Absicht dorthin, nur für eine Stunde zu bleiben, um zu arbeiten, und blieb dann doch den ganzen Nachmittag dort und gelegentlich sogar den ganzen Abend lang!

3Es war oft schwierig, Zeit zu finden, um sich mit meinen Freunden von der Universität zu treffen, die immer viel zu tun hatten. Unsere Pläne waren oft sehr spontan und nicht gut geplant. Das Verb погулять (pogulyat’), das übersetzt „Spazierengehen“ heißt, schien immer aufzutauchen, egal welchen Vorschlag ich machte: Wenn wir nicht in einem anti-café saßen, verbrachten wir einen Großteil unserer Zeit damit, ziellos durch die Stadt zu bummeln. Obwohl meine russischen Freunde immer darauf bedacht waren, jede Minute ihrer Arbeitszeit effizient zu nutzen, so schienen sie immer froh zu sein, wenn wir uns trafen und ließen die Stunden sorglos verstreichen.

Ich erlebte dieses Phänomen auch in einer ziemlich anderen Situation, als eine russische Familie mich einlud, Ostern mit ihnen zu verbringen in einer orthodoxen Kirche am Rande von Moskau. Die Messe begann um Mitternacht am Ostersonntag und dauerte zweieinhalb Stunden (später erfuhr ich, dass dies nicht sehr lang ist für eine solche Messe). Gegen Ende war ich sehr müde, aber direkt danach gab es ein großes Festmahl, das das Ende der Fastenzeit einläutete. Menschen jeden Alters waren da, von kleinen Kindern bis hin zu den Großeltern, und alle sprachen sie mit mir über Russland, Arbeit und Schule und tausend andere Dinge. Abgesehen von einem Jungen, der schlafend in der Ecke der Kirche lag, schien es keinen zu stören, dass es mitten in der Nacht war. Als wir schließlich heimkehrten, war die Sonne bereits aufgegangen.

Ich bin mittlerweile wieder nach Durham zurückgekehrt, wo ich mich langsam wieder an die Routine des Alltags gewöhne. In Moskau zu leben war durchaus mit Herausforderungen verbunden, aber ich werde definitiv die Möglichkeiten vermissen, die sich mir mit viel Freizeit in einer solchen großen Stadt boten. Ich kann es kaum erwarten, zu sehen, welches Abenteuer mich als nächstes erwartet.

Kinderbuchklassiker aus aller Welt – unsere Übersetzer verraten ihre Favoriten

Start unserer Serie: Wimmelbücher

Seitdem ich Mutter bin, treibe ich mich ständig in der Kinderbuchabteilung der Buchhandlung herum – aber nicht, weil mein Sohn dort alles auf den Kopf stellt. Vielmehr begeistern auch mich die tollen Geschichten und gut illustrierten Bücher, eine Mischung aus Déjà-vu und Renaissance. Und mit jedem weiteren Jahr und zahlreichen Neuerscheinungen eröffnen sich mir neue, aber auch wiederentdeckte Welten bzw. Klassiker. Beim letzten Vorlesetag in der Schule habe ich beispielsweise aus dem Buch „Die kleine Hexe“ von Otfried Preußler vorgelesen – ich konnte mich kaum an die Geschichten erinnern und war begeistert, genau wie mein Sohn! Neu entdeckt habe ich dann zufällig einen (schwedischen) Klassiker, den die Buchhändlerin mir empfahl und eine andere, etwa 60-jährige Dame sagte: „Latte Igel kenn ich auch noch, ein Klassiker!“ Warm ums Herz wurde es mir in den Ferien, als wir an einem Regentag das Museum der Augsburger Puppenkiste besucht haben und ich meine Kinderbuch- (und Fernseh-)Helden Jim Knopf, Lukas oder das Urmel dort gesehen habe. Aber auch das wunderschön illustrierte Buch von 2014 über die Maus „Lindbergh“, die von Hamburg nach New York flog, ist für mich ein Klassiker-to-be.

Spannend ist daher für mich die Frage, welche Klassiker/Topseller es außerhalb Deutschlands gibt, die sich, vielleicht sogar international, ihren festen Platz in Kinderbuchregalen erobert haben, aber hierzulande gar nicht so bekannt sind wie etwa Pippi Langstrumpf oder Michel (bzw. Emil) aus Lönneberga. Viele unserer Übersetzer haben in ihren verstaubten Bücherkisten gekramt, Freunde gefragt oder sind einfach in die heimische Buchhandlung gegangen und haben uns spannende Bücher ausgesucht, die wir künftig in loser Folge hier im Blog vorstellen werden – wir freuen uns über weitere Ideen und Tipps zu dem Thema!

Unsere kleine Serie beginne ich heute mal mit einer deutschen Bilderbuch-„Institution“, es geht um die Wimmelbücher: Das sind großformatige Bilderbücher, gefüllt mit unzähligen Geschichten und voller fantastischer und lustiger Bilderwelten, in denen Groß UND Klein immer wieder etwas Neues entdecken kann. Als einer der Väter der Wimmelbücher gilt Ali Mitgutsch, der 1968 sein erstes Wimmelbuch veröffentlichte. Auch den Erfinder des Bestsellers „Die Abenteuer der schwarzen Hand“(1964), Hans Jürgen Press, kann man dazu zählen, obwohl er sich mit seinen Detektivgeschichten und Zeichnungen an Schulkinder statt an die Allerkleinsten gewandt hat. International ein absoluter Spitzenreiter unter den Wimmelbüchern ist der englische Titel „Where is Wally“ von Martin Hanford, der in 33 Ländern und in 22 Sprachen 43 Millionen Mal verkauft wurde. Mein Favorit jedoch ist die Wimmlingen-Reihe von Rotraut Susanne Berner: In fünf Büchern werden Szenen an denselben Orten in der Stadt Wimmlingen gezeigt, jeweils zu einer anderen Jahreszeit sowie in einer Sommernacht. Was haben wir nicht alles entdeckt in den vier Jahren, in denen die Bücher bei uns hoch im Kurs standen: Wie aus dem Motorradfahrer ein Weihnachtsmann wurde; wo sich auf jeder Seite der Papagei Niko versteckt hat, nachdem er ausgebüxt ist aus seinem Käfig; wie die Polizei nicht nur den Radfahrer ohne Licht, sondern auch den Einbrecher auf frischer Tat im Buchladen ertappt hat – und noch so viel mehr gab es zu entdecken in diesen wundervollen Büchern der mit dem international renommierten Hans Christian Andersen-Preis ausgezeichneten Illustratorin. Diese Buchreihe ist zwar erst 10 Jahre alt, aber in unserer Familie ist sie schon jetzt ein Muss für alle folgenden Generationen und Buchanfänger. Und erfreulicherweise gibt es die Bücher auch in anderen Sprachen – wobei das eigentlich gar nicht notwendig ist, die Bilder sprechen ja für sich und so ist Wimmlingen einfach überall!

Demnächst folgen an dieser Stelle weitere Beiträge, in denen einer unserer Übersetzer von seinem oder ihrem liebsten Kinderbuch erzählt – wir freuen uns darauf!

Bildquelle: https://www.gerstenberg-verlag.de/fileadmin/media/cover_lightbox/9783836950336.jpg