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Allgemeines

Übersetzung des Kundenmagazins von BÖRLIND durch Sprachenfabrik

Von „natürlich frau“ zu „natural woman“

Bereits seit 2012 kümmert sich das Team der Sprachenfabrik um die englische Übersetzung des Kundenmagazins von BÖRLIND sowie dessen Fremdsprachensatz. In der halbjährlich erscheinenden Publikation dreht sich unter dem Motto „Green Glamour im Zeichen des Lindenblatts“ alles um Naturkosmetik und starke Frauen – Themen, die uns als überwiegend weibliches Team also besonders am Herzen liegen.

Zu unseren Leistungen gehören die englische Übersetzung durch einen Muttersprachler, die Vieraugenprüfung durch einen zweiten Übersetzer sowie der Fremdsprachensatz mit QuarkXPress.

Die Dateien werden zunächst für die Übersetzung mit unserem Translation-Memory-System vorbereitet, dann ins Tool importiert und dort bearbeitet. Durch den Einsatz des Translation Memory können wir sicherstellen, dass gleichlautende Begriffe auch immer gleich übersetzt werden. Die ins Englische übertragenen Grafikdateien werden beim Fremdsprachensatz nachbearbeitet, da in verschiedenen Sprachen die Texte unterschiedlich lang ausfallen können und sich das Layout dadurch ändert. Zu guter Letzt führt der Übersetzer eine Layoutprüfung durch. Diese ist sehr wichtig, da in Fremdsprachen oft andere typografische Besonderheiten (z. B. Anführungszeichen) und auch Worttrennungsregeln gelten als im Deutschen.

Am Ende dieses Prozesses steht ein stimmiges Magazin, mit dem unser Kunde auch seine Zielgruppe im Ausland perfekt ansprechen kann.

 

Über BÖRLIND

Die Börlind GmbH ist ein Unternehmen mit über 50-jähriger Erfolgsgeschichte und mit der Marke Annemarie Börlind einer der führenden Anbieter hochwertiger Premium-Naturkosmetik für die Gesichts- und Körperpflege sowie für die Dekorative Kosmetik. In jahrelanger Forschung und Zusammenarbeit mit Dermatologen wurde darüber hinaus die Marke Dado Sens Dermacosmetics für alle sensiblen Hautzustände entwickelt.

 

Ansprechpartnerin im Team der Sprachenfabrik: Ana Büttner

 

Übersetzungen in der Urlaubszeit

Von der Schwierigkeit, im August mal schnell eine kleine Übersetzung ins Französische machen zu lassen

Kennen Sie das?

Ein Donnerstagmittag im August: Sie müssen eine äußerst wichtige Pressemitteilung schnellstmöglich aus dem Deutschen ins Englische und Französische übersetzen lassen, damit sie noch pünktlich vor dem Wochenende veröffentlicht werden kann. „Macht nichts“, denken Sie sich. „Unser Übersetzungsdienstleister hat schon ganz andere Sachen geschafft und es ist ja nur eine Seite!“ Doch dann die Antwort: „Herzlichen Dank für Ihren Auftrag. Wir können Ihnen die Übersetzung gern bis Mittwochnachmittag liefern.“ Was ist da denn los?!

Während sich die deutschen Urlauber auf den Autobahnen in Richtung Küste oder Berge quälen, sieht es in den übrigen europäischen Ländern nicht anders aus. Pünktlich zum August beginnen in ganz Frankreich, Italien und Spanien die Sommerferien. Viele der in Deutschland lebenden Übersetzer für Französisch, Italienisch und Spanisch nutzen die Gelegenheit, ihre Familien in der Heimat zu besuchen. Immerhin haben auch ihre eigenen Kinder Sommerferien. Die Übersetzer, die weiterhin arbeiten, werden folglich von Übersetzungsaufträgen von mehr oder minder verzweifelten Kunden überrannt und sind zumeist komplett ausgebucht.

Wie kann die Sprachenfabrik hier helfen?

Die Sprachenfabrik arbeitet mit einem großen und internationalen Netzwerk aus freiberuflichen Übersetzern für alle europäischen Sprachen zusammen und kann so zumeist auch in der Urlaubszeit Ihre Wünsche in Sachen Liefertermin erfüllen. Idealerweise informieren Sie uns kurz, wenn Ihnen bekannt wird, dass eilige Übersetzungen anstehen, insbesondere in der Urlaubszeit und an Feiertagen. Das gibt uns die Möglichkeit, bereits vorab geeignete Übersetzer zu kontaktieren, damit sie sich Zeit freihalten können. So kann auch bei sommerlichen Schnellschüssen nichts mehr schiefgehen. Nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf!

In diesem Sinne wünscht Ihnen die Sprachenfabrik stressfreie Übersetzungen und danach einen schönen Sommer und erholsamen Urlaub!

 

 

Die Sprachenfabrik ist umgezogen!

Übersetzungsservice nun in Bielefeld „zu Hause“

Am Freitag, den 25. Juli hieß es in den Büros der Sprachenfabrik in Gütersloh Kisten packen: Unser gesamtes Inventar zog nämlich von Gütersloh nach Bielefeld um. Dort finden Sie uns nun in der Detmolder Straße 377, ganz in der Nähe der A2.

Mittlerweile haben wir die Räume gut eingerichtet, es fehlen nur noch ein paar Bilder an den Wänden, wie Sie auf den Fotos gut sehen können.

Für die Übergangszeit werden unsere alten Telefonnummern und E-Mail-Adressen noch weitergeleitet. Bitte beachten Sie jedoch die neuen Kontaktdaten, unter denen Sie unseren Übersetzungsservice ab jetzt in Bielefeld erreichen:

Telefon: +49 521 962977-0

E-Mail: pm@sprachenfabrik.de

Die Telefonnummern der Teammitglieder finden Sie auf unserer Teamseite.

Wir freuen uns auf weiterhin gute Zusammenarbeit!

Ihr Team der Sprachenfabrik

 

 

Tierische Unterstützung in der Sprachenfabrik

Bürohund Muffin

Manchmal hört man in den Büroräumen der Sprachenfabrik in Bielefeld nicht nur das rhythmische Tippen der Projektmanagerinnen, das Klingeln der Telefone oder die Geräusche des Kaffeeautomaten, sondern auch ein fröhliches Bellen. Dann ist Muffin zu Besuch!

Muffin ist eine ein Jahr alte, weiße Bolonka-Zwetna-Dame mit ausgeprägtem Spieltrieb und die kleine Hündin unserer Projektmanagerin Andrea Busch. Sie ist seit einem Dreivierteljahr bei Andrea zu Hause und wurde dem Sprachenfabrik-Team sogleich vorgestellt. Während Muffin anfangs fast täglich mit im Büro war, kann sie mittlerweile auch ein paar Stunden allein gelassen werden, sodass sie nur noch ein seltener – aber immer gern gesehener – Gast ist, der für muntere Abwechslung im Büroalltag sorgt.

Unterstützung bei Übersetzung oder Lektorat kann Muffin uns zwar nicht bieten, dafür verbreitet sie gute Laune. So kommt es vor, dass in der Mittagspause alle zusammen mit Muffin eine Runde durch den Park drehen. Gern wird auch der lange Büroflur zum Ballspielen genutzt.

Ein Bild von Muffin darf an dieser Stelle natürlich auch nicht fehlen:

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Traditionen aus aller Welt: Independence Day – der vierte Juli

Am vierten Juli werden Sie ihre US-amerikanischen Kolleginnen und Kollegen vermutlich nicht erreichen können. Lesen Sie hier, warum.

Der vierte Juli ist der offizielle Nationalfeiertag der USA. An diesem Datum im Jahre 1776 erklärten die Vereinigten Staaten von Amerika durch die Ratifizierung der Unabhängigkeitserklärung offiziell ihre Unabhängigkeit vom Königreich Großbritannien.

John Adams, einer der Unterzeichner der Unabhängigkeitserklärung und zweiter Präsident der USA, erwartete, dass künftige Generationen mit einem großen jährlichen Fest daran erinnern würden. An seine Frau schrieb er: »Der vierte Juli soll als Tag der Erlösung in die Geschichte eingehen. Man soll ihn mit Pomp und Paraden begehen, mit Aufführungen, Sportveranstaltungen, Waffen, Glockengeläut, Freudenfeuern und Festbeleuchtungen, von einer Seite des Kontinents bis zur anderen, von nun an bis in alle Zeit.«

Und das tun die US-Amerikaner auch. Fast alle haben frei und nutzen dies meist intensiv: Zusammen mit der ganzen Familie werden Picknicks und Grillpartys veranstaltet oder man spielt Baseball oder besucht eine der zahlreichen Paraden oder Konzerte. Abends versammelt man sich, um eines der vielen Feuerwerke zu bestaunen oder gleich selbst eines zu veranstalten. Das größte Feuerwerk am vierten Juli findet übrigens in New York statt und wird von dem Kaufhaus Macy’s gesponsert.

Natürlich wissen auch Politiker die besondere Symbolkraft dieses Tages zu nutzen. Viele halten an diesem Tag patriotische Reden und preisen die Bewohner, die Kultur und die Geschichte des Landes.
Gerne schmücken US-Amerikaner auch ihr Haus, ihr Auto und sich selbst in den Farben der US-Flagge: rot, weiß und blau.

Übrigens gibt es auch in Deutschland und anderen Ländern Partys und Festlichkeiten am Independence Day: In Berlin und München sind zu diesem besonderen Anlass die Botschaft der USA und das US-Konsulat für Besucher geöffnet und in diversen Clubs, Biergärten oder anderen Lokalitäten wird gefeiert. Gehen Sie also ruhig mal hin und schauen Sie sich um. Bestimmt kommen Sie dabei mit dem ein oder anderen in Deutschland lebenden US-Amerikaner ins Gespräch und können sich mit diesem bei einem Drink oder einer Portion Spareribs austauschen. Interessante Einblicke garantiert!

Viel Spaß und »Happy 4th of July« wünscht Ihnen das Team der Sprachenfabrik!

 

 

 

Traditionen aus aller Welt: Bloomsday

Gegrilltes Hammelfleisch auf der Grünen Insel – der Bloomsday ist da!

16. Juni. Seltsam gekleidete Gestalten bewegen sich durch Dublins Straßen. Einige solcher Gestalten in der irischen Hauptstadt richten sich nach modernen Stadtplänen, die nicht so Recht zu ihrer altmodischen Tracht passen wollen; andere sind beim Gehen komplett in ein Buch vertieft. Ab und zu zeigen sie aufgeregt auf ihren Stadtplan. Ohne weitere Umstände werden die Kneipen, Häuser oder Parks betreten. Manchen sieht man beim Verlassen der Kneipen an, dass sie dem Alkohol zugesprochen haben. Ab und zu versammeln sich diese eigenartigen Kreaturen und lauschen begierig demjenigen, der ein Taschenbuch hevorgeholt hat und nun daraus vorliest… und der Kenner weiß, dass die vorgelesenen Worte aus dem Werk Ulysses von James Joyce stammen.

Das Benehmen der Iren kommt dem Kenner dann gar nicht mehr so seltsam vor, denn die Grüne Insel feiert den Bloomsday. „Bloomsday? Was ist denn das?“ möchten Sie wissen? Der Bloomsday findet jährlich am 16. Juni statt. Man ehrt damit Ulysses, das wohl berühmeteste Werk des großartigen irischen Schriftstellers. In diesem Werk wird einen Tag im Leben der fiktiven Hauptfigur Leopold Bloom beschrieben. Alle Orte, die die seltsam verkleideten Gestalten also gerne aufsuchen, werden in Ulysses beschrieben.

James Augustine Aloysius Joyce (was für eine Name!) wurde am 2. Februar 1882 als ältestes Kind einer großen Familie geboren. Er war ein wahres Vorbild was Sprachen anging und beherrschte Englisch, Gälisch, Französisch, Deutsch, Neugriechisch und Italienisch. Auch in Hebräisch, Russisch, Japanisch, Chinesisch und Finnisch versuchte er sich. Sein bedeutendstes Werk, Ulysses, wurde nach mehreren Hindernissen endlich im Februar 1922 veröffentlicht.

 

Der Bloomsday wird in Irland zur Tradition

„Und was hat es nun genau mit dem Bloomsday auf sich?“ Vielleicht erinnern Sie sich noch an das Datum, das am Anfang dieses Blog-Eintrags stand und fragen sich, was am 16. Juni so besonders ist. Die wahrscheinlichste der vielen Theorien ist, dass Joyce an eben diesem Datum im Jahr 1904 sein erstes Rendezvous mit seiner zukünftigen Frau Nora hatte. Der 16.6.1904 ist ebenfalls der Tag, der in Ulysses beschrieben wird. Auch beruflich war dieses Jahr für Joyce wichtig: 1904 begann er, an seiner Kurzgeschichten-Sammlung Dubliners zu arbeiten und verließ Irland, um in Paris zu studieren. 1929 wurde Bloomsday das erste Mal richtig gefeiert. Die Vorbereitungen zu dem Event, welches in Frankreich stattfand, wurden von Adrienne Monnier getroffen. Sie war Partnerin von Sylvia Beach, die Ulysses erstmals veröffentlichte.

In Irland wurde der erste Bloomsday 1954 begangen, als die Schriftsteller Patrick Kavanagh und Flann O‘Brien durch die Gegend spazierten, an Ulysses-Standorten halt machten und aus dem Werk vorlasen. Na ja, wahrscheinlich torkelten sie am Ende eher, hatten sie doch auf ihrer Reise nicht wenig getrunken!

Und wie wird diese Tradition heute gefeiert? Selbstverständlich hat James Joyce auf der Grünen Insel viele Fans, und in Dublin sorgen diese eine ganze Woche lang vor Bloomsday für Stimmung. Wie schon erwähnt verkleiden sich Fans gern im damaligen Stil aus der Zeit Eduards VII., lauschen Vorlesungen, wandern durch Dublins Straßen, trinken – und setzen sich zum gemeinsamen Frühstück zusammen, welches vom James Joyce Centre organisiert wird. Doch Achtung! Bei diesem Frühstück müssen die Zutaten stimmen, denn man muss unbedingt so speisen, wie es die Figuren in Ulysses taten – also her mit der Niere!

So, liebe Leser, da haben Sie es also. Jetzt wissen Sie, warum die Iren es sich einmal im Jahr zum Bloomsday zur Tradition gemacht haben, ihre Hauptstadt mit Aktivitäten, die dem nichtsahnenden Besucher etwas merkwürdig vorkommen könnten, ‚unsicher‘ zu machen. Wer weiß – mit diesem neugewonnenen Wissen in der Tasche zieht es vielleicht auch Sie zum Bloomsday auf die Grüne Insel!

Fußball-ABC – wir liefern die Übersetzung

Die Fußballweltmeisterschaft steht vor der Tür!

Damit Sie daheim vor dem Fernseher, in der Kneipe oder beim Public Viewing nun auch multilingual mit Ihrem Fußballwissen glänzen können, haben wir hier die wichtigsten Fußballbegriffe von A bis Z für Sie aufgelistet – auf Deutsch sowie in Übersetzung auf Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch und natürlich auch in der Sprache des diesjährigen Gastgeberlandes: brasilianisches Portugiesisch.

 

A wie Abseits

Laut der FIFA handelt es sich um Abseits, wenn

  1. der angreifende Spieler sich zum Zeitpunkt des Abspiels in der gegnerischen Hälfte befindet und
  2. der Torlinie näher ist, als der Ball und der vorletzte Abwehrspieler es sind.
  3. Es ist hierbei unerheblich, ob es sich bei den beiden Abwehrspielern um einen Feldspieler und den Torwart oder zwei Feldspieler handelt.

Oder auch, wie es Franz Beckenbauer so schön sagte: »Abseits ist, wenn der Schiedsrichter pfeift.«

 

Englisch: offside

Französisch: hors-jeu

Spanisch: fuera de juego

Italienisch: fuorigioco

Brasilianisches Portugiesisch: impedimento

 

B wie Bananenflanke

Als Bananenflanke bezeichnet man im Fußball eine Flanke mit stark gekrümmter Flugbahn vor das gegnerische Tor. Hierfür wird der Ball mit Effet getreten, ihm wird also beim Schuss ein starker Drall nach links oder rechts gegeben.

Englisch: curling cross

Französisch: frappe banane

Spanisch: centro con mucho efecto

Italienisch: cross ad effeto

Brasilianisches Portugiesisch: passe com efeito

 

C wie Chancentod

So wird umgangssprachlich ein Spieler genannt, der jede auch noch so riesige Torchance vergibt.

Englisch: opportunity killer

Spanisch: destructor de oportunidades

Hierfür gibt es leider nicht in jeder Sprache eine Entsprechung, aber in solchen Momenten im Spiel ergibt sich meist der Kommentar. Stimmen Sie einfach in den kollektiven Aufschrei mit ein, man versteht Sie schon, keine Sorge.

 

D wie Doppelpass

Folge von zwei Pässen, von denen der erste an einen Mitspieler gegeben wird, der den Ball sofort wieder an den ersten Spieler zurückpasst.

Englisch: one-two

Französisch: une-deux

Spanisch: doble pase

Italienisch: uno-due

Brasilianisches Portugiesisch: tabelinha

 

E wie Elfmeterschießen

Zu einem Elfmeterschießen kommt es immer dann, wenn in einem K.-o.-Spiel (also in einem Spiel, in dem es einen Sieger geben muss) auch nach einer Verlängerung kein Sieger feststeht. Es treten 5 Spieler pro Mannschaft an, die abwechselnd auf das Tor schießen. Wenn es nach den jeweils 5 Schüssen pro Mannschaft noch immer keinen Sieger gibt, treten einzelne Schützen im Sudden-Death-Verfahren gegeneinander an, bis eine Mannschaft führt.

Englisch: penalty shootout

Französisch: séance de pénaltys

Spanisch: los penaltis

Italienisch: calci di rigore

Brasilianisches Portugiesisch: pênaltis

 

F wie Finale

Einmal im Finale einer Weltmeisterschaft zu stehen –­ davon träumt wohl jeder Fußballer. Achtung: Hier kommt es auf die richtige Aussprache und Betonung an!

Englisch: final

Französisch: finale

Spanisch: final

Italienisch: finale

Brasilianisches Portugiesisch: final

 

G wie Grätsche

Eine Grätsche ist der Versuch eines Spielers, den Ball rutschend und mit ausgestrecktem Bein zu erreichen. Sofern der Spieler dabei den Ball spielt oder versucht zu spielen, ist dies durchaus regelkonform. Wenn der Spieler jedoch mit voller Absicht einen Gegenspieler tritt, ohne dass eine Chance besteht, den Ball zu treffen, spricht man von einer Blutgrätsche. Da hierbei eine Verletzung des Gegenspielers in Kauf genommen wird und es sich somit um ein grobes Foul handelt, wird dies zumeist mit einer Roten Karte geahndet.

Englisch: sliding tackle

Französisch: tacle glissé

Spanisch: segada

Italienisch: falciare qcn. (jemanden grätschen)

Brasilianisches Portugiesisch: carrinho

H wie Handspiel

Das Spielen des Balles mit der Hand oder dem gesamten Arm unterhalb der Schulter. Geschieht dies absichtlich, so wird es mit einem direkten Freistoß bzw. einem Elfmeter (im eigenen Strafraum) geahndet.

Englisch: handball

Französisch: faute de mains

Spanisch: falta de mano

Italienisch: fallo di mani

Brasilianisches Portugiesisch: falta de mão

 

I wie Innenverteidiger

Der Innenverteidiger spielt, wie der Name schon sagt, in der Verteidigung, und dort meistens zentral, also eher in der Spielfeldmitte vor dem Tor. Ein solcher Spieler ist meistens relativ groß und robust gebaut, damit er sowohl Zweikämpfe als auch Kopfballduelle gewinnen kann.

 

Englisch: centre back

Französisch: arrière central

Spanisch: defensa central

Italienisch: centrale difensivo

Brasilianisches Portugiesisch: defesa central

 

J wie Joker

Der Joker kommt durch eine Einwechslung ins Spiel, um den Spielverlauf zu wenden oder eine Entscheidung herbeizuführen. Meist ist der Joker ein Stürmer, der für die nötigen Tore sorgen soll.

 

Englisch: joker

Französisch: joker

Spanisch: comodín

Italienisch: jolly

Brasilianisches Portugiesisch: curinga

 

K wie Konter

Die Mannschaft stürmt nach vorn, ist kurz vor dem Tor und verliert durch eine Unachtsamkeit den Ball. Jetzt muss die gegnerische Mannschaft schnell sein und einen Konter, also einen schnellen Gegenangriff, starten.

Englisch: counter-attack

Französisch: contre

Spanisch: contraataque

Italienisch: contropiede

Brasilianisches Portugiesisch: desmarcação

 

L wie Latte

Nein, hiermit ist nicht ihr Lieblingsgetränk aus dem italienischen Café um die Ecke gemeint, sondern der obere der drei Balken, die das Tor bilden. Bei Fans ist die Latte nicht sehr beliebt, meistens weil durch sie das Tor des eigenen Stürmers verhindert wird.

 

Englisch: bar

Französisch: barre

Spanisch: larguero

Italienisch: traversa

Brasilianisches Portugiesisch: travessão

 

M wie Mittelfeld

Bezeichnet den mittleren Teil eines Spielfeldes – so einfach ist das!

Englisch: midfield

Französisch: centre du terrain

Spanisch: mediocampo

Italienisch: centrocampo

Brasilianisches Portugiesisch: meio-de-campo

 

N wie Nachspielzeit

Während eines Fußballspiels kommt es immer wieder zu Unterbrechungen, etwa weil ein Spieler gefoult wurde und behandelt werden muss, Spieler ausgewechselt werden oder wegen Ähnlichem. Die hierbei verlorene Zeit wird am Ende jeder Halbzeit nachgeholt. Eine Nachspielzeit ist keine Verlängerung (siehe unten).

Englisch: stoppage time

Französisch: temps additionnel

Spanisch: descuento

Italienisch: minuti die recupero

Brasilianisches Portugiesisch: tempo de acréscimo

 

P wie Platzverweis

Dieser wird vom Schiedsrichter ausgesprochen und meist durch das Ziehen der Roten Karte symbolisiert. Der betroffene Spieler muss das Spielfeld sofort verlassen und darf nicht ersetzt werden. Übrigens kann auch ein Trainer oder Assistenztrainer einen Platzverweis erhalten und muss dann den Spielfeldrand oder die sog. technische Zone verlassen. Hier wird zwar keine Rote Karte gezeigt, das Resultat für den Betroffenen ist allerdings das gleiche.

Englisch: to send someone off

Französisch: carte rouge

Spanisch: expulsión del terreno de juego

Italienisch: espulsione

Brasilianisches Portugiesisch: expulsão

Q wie Querpass

Ein Querpass ist das Zuspielen des Balles von einem Spieler zum anderen, bei dem sich beide Spieler in etwa auf gleicher Spielfeldhöhe befinden.

Englisch: square pass

Französisch: passe latérale

Spanisch: pase en diagonal

Italienisch: passaggio laterale

Brasilianisches Portugiesisch: lateral

 

S wie Schwalbe

Wenn ein Spieler sich mit schmerzverzerrtem Gesicht fallen lässt, ohne dass er tatsächlich gefoult wurde, spricht man von einer Schwalbe. Es handelt sich um den Versuch, für die eigene Mannschaft einen Vorteil durch einen Frei- oder Strafstoß herauszuholen.

Englisch: diving

Französisch: simulation

Spanisch: falta fingida

Italienisch: simulazione di fallo

Brasilianisches Portugiesisch: mergulho

 

T wie Tor!

Oder auch: Das Runde muss ins Eckige!

Englisch: goal!

Französisch: but!

Spanisch: gol!

Italienisch: gol!

Brasilianisches Portugiesisch: gol!

U wie Unentschieden

Das meist unbefriedigendste Ergebnis eines Spiels überhaupt. Da kann man auf der Welt fragen, wen man will.

Englisch: draw

Französisch: match nul

Spanisch: igualada

Italienisch: pareggio

Brasilianisches Portugiesisch: empate

 

V wie Verlängerung

Zu einer Verlängerung kommt es, wenn in einem K.-o.-Spiel nach 90 Minuten noch keine Entscheidung gefallen ist. In diesem Fall wird das Spiel um zweimal 15 Minuten verlängert. Hilft dies auch nichts, kommt es zu einem Elfmeterschießen.

Englisch: extra time

Französisch: prolongation

Spanisch: prórroga

Italienisch: tempi supplementari

Brasilianisches Portugiesisch: prorrogação

 

W wie Weltmeisterschaft

Das große, alle vier Jahre stattfindende Fußballturnier, um das alle (wir auch) immer so einen Wirbel machen.

Englisch: World Cup

Französisch: Coupe du Monde

Spanisch: mundial

Italienisch: campionato mondiale

Brasilianisches Portugiesisch: copa do mundo

 

Z wie Zwölfter Mann

Ein sprichwörtlicher zwölfter Spieler auf dem Platz. Gemeint sind hier die Fans, die durch Anfeuern der eigenen Mannschaft selbiger zu mehr Leistung verhelfen können ­– eben wie ein zusätzlicher, zwölfter Spieler.

Englisch: home crowd

Französisch: supporteurs

Spanisch: aficionados

Italienisch: tifosa

Brasilianisches Portugiesisch: fãs

 

 

So, nun sind Sie für alle Spiel- und Lebenslagen während der WM sprachlich bestens gerüstet.

Das Team der Sprachenfabrik wünscht Ihnen viel Spaß!

Videospiele – immer die passende Übersetzung

Kleine Übersetzungshilfe für Noobs

Haben Sie auch manchmal das Gefühl, dass Videospieler in einer eigenen Sprache sprechen? Sitzen Sie auch ratlos daneben, wenn Verwandte, Bekannte oder Freunde sich fröhlich über den letzten »Bash« oder den lustigen »Glitch« unterhalten?

Keine Sorge: Wir bieten Ihnen die ultimative Übersetzungshilfe, damit Sie beim nächsten Fachsimpeln als Profi dastehen können. In unserem kleinen Glossar finden Sie die jeweilige Übersetzung und Erklärung zum Computerspielefachjargon.

 

adden:

(engl. to add = hinzufügen)

Adden bezeichnet das Hinzufügen eines anderen Mitspielers.

 

Antialiasing:

(= Kantenglättung)

Die Kantenglättung vermindert »pixelige« Objektkanten und lässt ein Bild dadurch natürlicher und weicher erscheinen. Sie erfordert allerdings eine sehr hohe Rechenleistung und kann zu Lags führen.

 

APM:

(engl. actions per minute = Aktionen pro Minute)

Gibt die Anzahl aller Aktionen (Mausklick, Tastatureingaben, Controllereingaben etc.) eines Spielers innerhalb einer Minute an und misst so seine Spielgeschwindigkeit. Insbesondere in Echtzeitstrategiespielen ist ein hoher APM-Wert von großer Bedeutung.

 

Avatar:

Kann sowohl das Profilbild eines Nutzers (z. B. in Foren) als auch die eigene Spielfigur in Rollenspielen bezeichnen.

 

bashen:

(engl. to bash = schlagen)

Wird verwendet, wenn Gegner vernichtend geschlagen worden sind oder durch kontinuierliches Angreifen am Spielaufbau gehindert werden.

 

blocken:

Bezeichnet das spielbehindernde Verhalten von Mitgliedern des eigenen Teams, beispielsweise wenn ein Mitglied im Weg steht.

 

Bot:

(engl. robot = Roboter)

Eine Spielfigur, die vom Computer gesteuert wird.

 

Bug:

(= Käfer)

In den ersten Computern sollen tatsächlich Käfer Kurzschlüsse verursacht haben. Heutzutage meint ein Bug aber einen Fehler im Spiel. Kleinere Bugs können die Grafik beeinflussen, größere ganze Spielabschnitte unlösbar gestalten.

 

Bunnyhopper:

(engl. bunny = Hase und hopper = Hüpfer)

Bezeichnet einen Spieler, der kontinuierlich hüpft, anstatt zu gehen. Das steigert in vielen Spielen die Bewegungsgeschwindigkeit. Dafür sieht die Figur im Spiel aber recht albern aus.

 

Camper:

Bezeichnet einen Spieler, der an einer bestimmten Stelle des Spiels den Gegnern auflauert (meist versteckt hinter einem Hindernis), anstatt aktiv am Spiel teilzunehmen. Wird abwertend verwendet, da ein solches Verhalten den Spielfluss hemmt und den Spaß für alle anderen Spieler mindert.

 

Cheater:

(= Betrüger)

Bezeichnet einen Spieler, der sich einen nicht legitimen Vorteil verschafft (durch das Verwenden von Cheats, also nicht vorgesehenen Programmen im Spiel) und damit seinen Mitspielern oder Gegnern unverdient überlegen ist.

 

CTF:

(engl. Capture the flag = Erobere die Flagge)

Ein Spielmodus, bei dem eine gegnerische Flagge zur eigenen Basis gebracht werden muss, um das Spiel zu gewinnen, während die eigene Flagge vorm Gegner beschützt werden muss.

 

Damagedealer:

(engl. damage = Schaden und dealer = Geber)

Bezeichnet Charaktere, deren primäres Ziel es ist, Schaden auszuteilen. Jedoch können sie selber nicht viel Schaden einstecken. Gegenteil von Tanks.

 

DPS:

(engl. damage per second = Schaden pro Sekunde)

Bezeichnet einen Wert von Waffen oder Fähigkeiten, der sich aus dem verursachten Schaden und der Angriffsgeschwindigkeit zusammensetzt.

 

ffa:

(engl. free for all = frei für alle)

Bezeichnet einen Spielmodus, bei dem keine Teambildung stattfindet, sondern jeder gegen jeden kämpft.

 

flamen:

(engl. to flame so. = jmd. beleidigen)

Wenn ein Spieler einen anderen aus Frust beleidigt und niedermacht.

 

Glitch:

(= Panne, Störung)

Bezeichnet Fehler in Videospielen. Das können falsch angezeigte Grafiken sein oder Effekte, die dem Spieler Vorteile verschaffen, ohne dass dies von den Entwicklern vorgesehen war.

 

God Mode:

( = Gottmodus)

Bezeichnet einen speziellen Cheat, der den Spieler unverwundbar macht, durch Wände gehen und/oder maximalen Schaden verursachen lässt.

 

Item:

(= Gegenstand)

Bezeichnet einen Gegenstand, der von der Spielfigur aufgesammelt und verwendet werden kann. In der Regel hat diese Verwendung eine positive Auswirkung, wie die Regeneration des Lebensbalkens oder die Stärkung bestimmter Eigenschaften.

 

Lag:

(= zeitliche Verzögerung)

Bezeichnet Verzögerungen, Pausen oder Unterbrechungen im Spiel, die aufgrund von technischen Problemen auftreten können. Die Gründe dafür können überfüllte Server, schlechte Internetverbindungen oder eine zu geringe Rechnerleistung sein.

 

Lamer:

(engl. lame = lahm)

Ein abwertender Begriff für einen Spieler, der unfaire Taktiken anwendet, wie z. B. Campen oder Cheaten.

 

Loot – looten:

(engl. loot = Beute, to loot = plündern)

Beschreibt das Plündern sämtlicher Gegenstände (Items), die gefallene Gegner bei sich hatten.

 

Lowsense – Midsense – Highsense:

(engl. sensitivity = Empfindlichkeit, Sensibilität)

Beschreibt den Spielstil eines Spielers in Hinblick auf die Einstellung der Computermaus. Spielt jemand mit einer hohen Mausgeschwindigkeit (Highsense), kann er z. B. in einem Ego-Shooter schnell reagieren, während bei einer niedrigen Mausgeschwindigkeit (Lowsense) eine höhere Präzision gewährleistet ist.

 

MMOG:

Ist die Abkürzung für »Massively Multiplayer Online Game« und bezeichnet ein Browserspiel, bei dem eine Spielwelt von mehreren Mitspielern geteilt wird.

 

Newbie:

(engl. new = neu)

Bezeichnet einen Neuling oder einen unerfahrenen Spieler, wird aber nicht abwertend verwendet.

 

Noob:

Bezeichnet ebenfalls einen Neuling oder unerfahrenen Spieler, der sich jedoch lernunwillig oder arrogant verhält, und ist daher eine abwertende Bezeichnung.

 

Quest:

(= Suche)

Bezeichnet eine Aufgabe, die ein Spieler lösen muss. Vor allem in Rollenspielen gängiger Begriff. In Quests muss der Spieler kleinere Such- oder Kampfaufgaben lösen, die neben der Hauptgeschichte laufen. Am Ende jeder Quest erfolgt eine Belohnung in Form von Erfahrungspunkten oder nützlichen Gegenständen.

 

Rage quit:

(engl. rage = Wut und to quit = verlassen)

Bezeichnet einen Spieler (vor allem in einem Multiplayer), der seiner Meinung nach unfair behandelt wird oder verloren hat und aus lauter Wut das Spiel verlässt. Daher wird der Begriff eher abwertend verwendet, da es einen schlechten Verlierer bezeichnet.

 

Respawn:

(engl. to spawn = hervorbringen)

Bezeichnet das Wiedereinsteigen eines Mitspielers oder eines Gegners nach dessen Ausscheiden aus dem Spiel. Für gewöhnlich geschieht der Respawn an einer bestimmten Stelle im Spiel.

 

Skills:

(= Fähigkeiten)

Bezeichnet die Fähigkeiten, die ein Spieler während eines Spiels erlernt. Dies können Charaktereigenschaften sein oder Erfahrungswerte.

 

Tank:

(= Panzer)

Bezeichnet Charaktere, deren primäres Ziel es ist, Schaden einzustecken (meist extrem gut gepanzert durch Rüstung oder mit hoher Lebensenergie ausgestattet). Jedoch können sie selber nicht viel Schaden austeilen. Gegenteil von Damagedealer.

 

Tech tree:

(engl. tech = Technologie und tree = Baum)

Der Technologiebaum gibt u. a. in Strategiespielen eine Übersicht über die Technologien, Fähigkeiten, Boni und Gebäude, die man während des Spiels freischalten, erforschen oder kaufen kann.

Übersetzung von Pseudoentlehnungen und falschen Freunden

Neulich lektorierten wir, das Team der Sprachenfabrik, für einen Kunden eine englischsprachige Customer Solution. Darin ging es unter anderem um Produkte, die der Kunde wiederum im Auftrag seines Kunden lagerte und auslieferte, z. B. Surf-Sticks. Dieses vermeintlich englische Wort stieß bei unserer britischen Lektorin auf Unverständnis. Erst nach einer Google-Recherche konnte sie ergründen, was hier gemeint war. Es handelt sich bei dem Wort „Surf-Stick“ nämlich um eine Pseudoentlehnung – im englischen Sprachraum wird das Gerät „dongle“ genannt. Ähnlich wie beim viel zitierten Handy waren hier wohl deutsche Muttersprachler am Werk, die gedacht haben müssen, dass ein englischer Produktname für potenzielle Kunden ansprechender sein könnte. Weitere Beispiele sind die deutschen Wörter „Beamer“, „Bodybag“, „Public Viewing“ und „Slip“.

Um Pseudoentlehnungen handelt es sich im Deutschen jedoch nicht nur bei vermeintlich englischen Wörtern. Auch sogenannte „Scheingallizismen“, also Wörter, die aus dem Französischen zu kommen scheinen, finden sich im Duden. Beispiele dafür sind „Friseur“, „Delikatesse“ und „Blamage“. Diese haben sich wohl ins Deutsche geschlichen, als die französische Sprache gerade besonders „en vogue“ war.

Silicon Valley – das Silikontal?

Vor einiger Zeit wurde von den Medien die deutsche Übersetzung der Steve-Jobs-Biografie recht stark kritisiert, u. a. für einen Fehler, bei dem es sich um einen „false friend“ handelte: Das englische Wort „silicon“ war mit „Silikon“ übersetzt worden – richtig wäre jedoch „Silizium“ gewesen; das englische Wort für Silikon ist „silicone“. Falsche Freunde sind Wörter, die z. B. orthografisch oder phonetisch ähnlich sind, aber nicht dasselbe bedeuten. Dies kann einerseits zu witzigen Missverständnissen führen – das englische Wort „gift“ bedeutet etwa „Geschenk“ und nicht „Gift“; andererseits aber auch zu schwerwiegenden Fehlern, wenn z. B. „billion“(im amerikanischen Englisch das Wort für Milliarde) und „Billion“ verwechselt werden.

Damit Ihnen so etwas nicht passiert, haben wir nachfolgend einige falsche Freunde verschiedener Sprachen aufgeführt, die oft zu Verwechslungen führen.

 

Englisch deutsche
Bedeutung
Deutsch englische
Bedeutung
actual tatsächlich aktuell current
chef Küchenchef Chef boss
procurer Zuhälter Prokurist attorney
spot Fleck, Punkt Werbespot commercial, advert
to realize einsehen, begreifen realisieren to implement

 

Französisch deutsche
Bedeutung
Deutsch französische
Bedeutung
appartement Wohnung Appartement studio
baiser Küssen Baiser meringue
infusion Kräutertee Infusion perfusion
médecin Arzt Medizin médecine
taille Größe Taille silhouette

 

Niederländisch deutsche
Bedeutung
Deutsch niederländische
Bedeutung
bellen klingeln bellen blaffen
winkel Laden Winkel hoek

 

 

 

Übersetzung von InDesign und Co.

Wir von der Sprachenfabrik sind regelmäßig dafür verantwortlich, Texte aus den Bereichen Kommunikation und Marketing in verschiedene Sprachen zu übersetzen. Durch den Umgang mit Translation-Memory-Systemen (sogenannte CAT-Tools; Computer Assisted Translation) sind wir mit den Herausforderungen vertraut, die beim Import spezieller Dateiformate aus Grafikprogrammen wie InDesign, QuarkXPress und Adobe FrameMaker bestehen. Die Aufgabe besteht hier nicht nur im Bereich der reinen Übersetzung. Probleme entstehen oftmals bereits beim eigentlichen Erstellungsprozess der Dokumente.

Viele professionelle Tools im Bereich Authoring, wie zum Beispiel Adobe FrameMaker oder XMetaL Author, bauen seit geraumer Zeit auf das Prinzip des Single-Source-Publishings, bei dem Texte in einem einzigen Quellformat (z. B. XML) verfasst und anschließend in mehrere Dateiformate übertragen werden. Leider setzen die Hersteller von Programmen im Bereich Mediengestaltung, wie etwa Adobe Photoshop oder InDesign, dieses Prinzip noch nicht um. InDesign-Dokumente können in übersetzungskompatible Dateiformate exportiert werden, allerdings heißt dies nicht unbedingt, dass ihre Struktur auch wirklich für die Übersetzung geeignet ist.

Zwar sind die meisten Grafiker gut ausgebildet und angehalten, bestimmte Vorgaben zu befolgen, jedoch ist dies bei Zeit- und Termindruck nicht immer möglich. Daraus können Probleme entstehen, die den Autoren selbst nicht bewusst sind, die aber die Übersetzung von InDesign-Dokumenten zu einem sprichwörtlichen Hexenwerk machen. Im Folgenden einige anschauliche Beispiele, auf die wir regelmäßig stoßen.

Übersetzungsoptimierung von InDesign-Dokumenten

In InDesign-Dokumenten, die zur Übersetzung bestimmt sind, sollte zusammenhängender Text immer in verknüpften Textrahmen untergebracht sein, sodass die Reihenfolge der Textbestandteile beim Einlesen in das Übersetzungstool eingehalten wird. Wenn aus Layout- oder Designgründen mehrere einzelne Textrahmen verwendet und diese nicht ordentlich verknüpft werden, kann das CAT-Tool sie nicht in die richtige Reihenfolge bringen und die Textbestandteile stehen wahllos hintereinander.

Platzierung von Textrahmen 

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In diesem Beispiel wurden verschiedene Textrahmen aneinander platziert. In InDesign bzw. aus der Sicht des Autors bestehen hier keine offensichtlichen handwerklichen Mängel. Wenn man diesen Text jedoch zur Übersetzung in ein CAT-Tool importiert, ist es möglich, dass die Reihenfolge verloren geht. Translation Memorys zeigen dann keine brauchbaren Matches an. Die Übersetzung solcher Segmente gestaltet sich im Übrigen so kompliziert, da Übersetzungswerkzeuge bei Dateiformaten wie InDesign keine Voransicht des Zieldokumentes anzeigen. Der Übersetzer arbeitet in einem systemeigenen Editor, in dem ausschließlich die Textinhalte aus dem Layoutdokument angezeigt werden – und zwar genau so, wie sie eingegeben wurden, und nicht, wie sie im Layout dargestellt werden

Bei der Übersetzung von Word- oder PDF-Dokumenten werden hingegen Voransichten der Zieldokumente dargestellt. Hier gestaltet sich der Übersetzungsprozess daher wesentlich einfacher.

Fehler bei der Übersetzung durch ausgeblendete Elemente in InDesign

Ein anderes spannendes Beispiel sind Montageflächen bzw. Pasteboards, welche in InDesign unter anderem dazu verwendet werden, um Kommentare festzuhalten oder weiterzugeben. Beim Export der Texte aus InDesign in das CAT-Tool werden alle Elemente kopiert, die in dem Dokument enthalten sind. Das bedeutet, dass auch die bereits erwähnten Montageflächen exportiert werden, sofern sie nicht ausgeblendet oder entfernt werden. Wenn ältere Dokumente als Vorlagen verwendet werden, können alte Montageflächen durchaus übersehen werden, weil sie ausgeblendet sind. Dies gilt ebenfalls für versteckte Elemente bzw. „Hidden Layers“, welche noch im Dokument enthalten sind.

Solche Fehler im Erstellungsprozess verursachen nicht nur einen hohen Nachbearbeitungsaufwand, sondern sorgen in dessen Folge auch für höhere Übersetzungskosten.

Wir stellen uns der Übersetzungsherausforderung

Die Sprachenfabrik versucht, die Herausforderung der Übersetzung solcher Dateiformate auf verschiedenen Wegen zu bewältigen. Durch Schulungen sowie regen Austausch und die Kommunikation mit den Autoren und Grafikern, schaffen wir ein Bewusstsein für das „übersetzungsgerechte Arbeiten“ mit Desktop-Publishing-Tools. Außerdem geben wir den Autoren Strukturkonzepte bzw. Material zur Verfügung oder unterstützen sie direkt beim Erstellungsprozess.

Wir hoffen, dass wir Sie durch diesen Artikel ein wenig für dieses Thema sensibilisieren konnten. Vielleicht können wir in Zukunft auch Ihre InDesign-Dokumente übersetzen?