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Interview mit Jörg Vogt: Sprache als Treiber für Wachstum

Für den Club Report des Marketing Club OWL hat unser Geschäftsführer Jörg Vogt ein Interview gegeben, welches wir im Folgenden in kompletter Form zur Verfügung stellen möchten:

 

Mit Wachstum ist Jörg Vogt als Geschäftsführer der Sprachenfabrik bestens vertraut. Innerhalb von fünf Jahren wuchs die Bielefelder Agentur von einem Übersetzungsdienstleister mit drei Angestellten auf ein Unternehmen mit 15 Angestellten und einem großen Netzwerk an Partnern, Standorte in Düsseldorf und Berlin mit eingeschlossen. So einfach es zunächst klingen mag: Wachstum hat die Agentur für internationale Kommunikation groß gemacht. Aber hier ist es durchaus doppeldeutig zu verstehen. Denn das eigene Wachstum führt der geschäftsführende Gesellschafter vor allem auch darauf zurück, dass er mit seinen Mitarbeitern in den vergangenen Jahren vor allem anderen beim Wachsen geholfen hat. Als Spezialist für Sprache, Marketing und seit einiger Zeit auch strategische Kommunikation. Jörg Vogt im Gespräch mit dem Club Report.

Herr Vogt, Sprache als Mittler ist uns als Konzept ja bekannt. Aber Sprache als Wachstumstreiber?

Ich könnte jetzt verschiedene philosophische Konzepte bemühen – aber im Prinzip ist die Sache klar und simpel. Wer heute wachsen möchte, der tut das nur mit Sprache. Er muss Kunden emotional ansprechen, sein Produkt präzise präsentieren und sich dazu noch kreativ unterscheiden. Und das wenn möglich auch noch in allen relevanten Sprachen. Denn eines ist klar: Wachstum beschränkt sich heutzutage in den seltensten Fällen auf die Region oder nur Deutschland. Wer heute wächst, der macht das weltweit. Und dabei können wir helfen.

Wie können Sie helfen?

Unser Unternehmenskern sind ja Übersetzungen. Da kommen wir her, das ist nach wie vor ein wichtiger Teil unserer Identität. Wir haben aber in den vergangenen Jahren schnell gemerkt, dass die Kunden noch viel mehr brauchen, als einfach einen deutschen Text ins Italienische zu übersetzen. Die Kunden haben uns gefragt, ob wir ihnen nicht gleich auch den Ausgangstext dazu liefern können. Und da unser Selbstverständnis von Anfang das eines serviceorientierten Problemlösers war, haben wir das einfach gemacht. Dazu haben wir anfangs noch punktuell externe Dienstleister aus unserem Netzwerk angesprochen. Inzwischen ist es uns gelungen über die Jahre massiv selbst Kompetenz aufzubauen und bilden in Kombination mit starken externen Partnern das gesamte Leistungsspektrum einer Kommunikationsagentur ab – mit internationaler Spezialisierung. Das bedeutet: Vom strategischen Kommunikationskonzept über die Pressemitteilung bis hin zum Imagefilm können wir alles liefern. In allen Sprachen und derselben Professionalität wie sie unsere Kunden von unseren erstklassigen Übersetzungen und Dolmetschprojekten gewohnt sind.

Wer ist ihr typischer Kunde?

Wir haben ungefähr 300 Kunden, die wir regelmäßig betreuen. Das geht von der kleinen Übersetzung über die Abwicklung der mehrsprachigen Kundenzeitschrift bis hin zum internationalen Kommunikationskonzept für einen mehrsprachigen Markteintritt. Typischerweise arbeiten wir mit Kunden aus dem Bereich KMU, also kleine und mittlere Unternehmen, zusammen. Dieses Segment steht aktuell massiv vor der Herausforderung, sich nach außen zu öffnen und neue Länder als Markt zu erschließen. Wir begleiten unsere Kunden dabei. Der Vorteil ist deutlich. Wir bieten alle Dienstleistungen aus einer Hand und minimieren somit die Transaktionskosten beim Kunden. Die Abläufe werden so sehr effizient, wovon der Kunde sowohl beim Preis als auch bei der Schnelligkeit profitiert. Und das bei garantierter exzellenter Qualität. Oder um es anhand eines Beispiels deutlich zu machen: Bei der Sprachenfabrik bekommen Sie die chinesische Pressemitteilung vom Briefing bis zum Versand über den exklusiv erstellen Presseverteiler in maximal drei Tagen. Denn unsere Kompetenz ist alles, was mit Sprache zu tun hat.

Wir feiern den 25.000. Auftrag mit Plunet BusinessManager und 5 Jahre Sprachenfabrik

Schon seit Wochen fieberten wir darauf hin, im Juli war es dann so weit: Unsere Kollegin Olesya legte Auftrag Nr. O-25000 in unserem Projektmanagementsystem Plunet BusinessManager an. Seit 2012 arbeitet unser Team mit dem webbasierten Tool, das uns tagtäglich die Arbeit erleichtert.

 

Rückblick: Sieben Jahre Zusammenarbeit mit der Plunet GmbH

Zum Zeitpunkt der Implementierung des Plunet BusinessManagers waren wir noch Teil der Medienfabrik Gütersloh GmbH und arbeiteten mit einem kleinen Team im Corporate Center von Bertelsmann. Mit der Anzahl unserer Aufträge wuchs jedoch auch der Bedarf nach einer Lösung, die uns aufwendige Arbeit beim händischen Anlegen der Aufträge in unserer Datenbank ersparte, die Suche nach geeigneten Freiberuflern vereinfachte sowie eine Schnittstelle zu einem CAT (Computer-Aided Translation)-Tool ermöglichte. Der Plunet BusinessManager konnte uns all das bieten.

 

„Als interner Sprachdienstleister von Bertelsmann hatten wir seinerzeit eine sehr homogene Auftragsstruktur. Durch die schrittweise Öffnung hin zum freien Markt wurde unsere Kundenstruktur immer vielschichtiger – und damit auch unser Sprach-, Fachgebiets- und Leistungsportfolio. Wir haben rechtzeitig erkannt, dass unsere bis dato recht einfache Verwaltungssystematik diesen komplexeren Ansprüchen nicht mehr genügen würde, und sind mit Plunet auf ein Projektmanagementsystem umgestiegen, das maßgeschneidert für die Ansprüche eines unabhängigen Sprachdienstleisters ist. Seither arbeiten wir in engem Kontakt mit dem Plunet-Team kontinuierlich daran, das System für uns so effizient wie möglich zu nutzen und um für uns wichtige Funktionalitäten zu erweitern.“

Jörg Vogt, Geschäftsführer der Sprachenfabrik GmbH

 

Individueller Support durch das Plunet-Team

Über die Jahre hinweg vergrößerten sich unser Team, die Zahl unserer Kunden sowie unser Freiberuflerpool und unsere Anforderungen mehrten sich. Dabei konnten wir stets auf den individuellen Support des Plunet-Teams zählen, welches den BusinessManager ebenfalls laufend weiterentwickelte und dabei sogar unsere individuellen Bedürfnisse berücksichtigte.

 

„Herzlichen Glückwunsch zu diesem ganz besonderen Jubiläum! Ob Prozessautomatisierung, CAT-Tool-Integrationen oder ein verfeinertes Qualitätsmanagement, die Sprachenfabrik hat unsere Angebotspalette stets sehr erfolgreich für ihre Ziele genutzt. Ich freue mich, dass ich die Sprachenfabrik bei ihrer Arbeit mit Plunet von Anfang an unterstützen konnte.“

Christian Frick, Senior Business Development Manager, Plunet GmbH

 

Auch die Tiefe der Nutzung änderte sich nach und nach. Während wir den BusinessManager zu Beginn vornehmlich zur Auftragsabwicklung nutzten, bilden wir mittlerweile den gesamten Projektprozess von der Angebotserstellung über die Auftragsabwicklung bis hin zur kompletten Rechnungsbearbeitung im System ab. Darüber hinaus erstellen wir sämtliche Business-Analysen und organisieren das Qualitäts- und Vendormanagement mit dem System.

 

„In meiner täglichen Arbeit schätze ich an Plunet insbesondere, dass wiederkehrende Arbeitsschritte über Aufträge aller Art hinweg automatisiert werden. Das Arbeiten mit Auftragsschablonen, die Textanalyse über die Schnittstelle zu unserem CAT-Tool MemoQ, die Verwaltung der Eingangs- und Ausgangsrechnungen direkt im System sind Beispiele für Funktionen des Tools, mit denen ich Zeit bei klassischen Verwaltungstätigkeiten einspare. So kann ich mich stärker auf die individuelle Betreuung unserer Kunden und ihre Texte konzentrieren.“

Olesya Andronova, Projektmanagement

 

25.000 Aufträge und fünf Jahre Sprachenfabrik – gleich zwei gute Gründe zum Feiern

Alles in allem ist unsere Arbeit mit dem Plunet BusinessManager eine echte Erfolgsstory. Doch dies war nicht das einzige Jubiläum, das wir in diesem Sommer feiern durften: Am 1. September jährte sich nämlich die Gründung der Sprachenfabrik GmbH bereits zum 5. Mal. Wir hoffen auf viele weitere Jubiläen, die wir mit Plunet und mit unseren Kunden feiern dürfen!

 


 

 

Über Plunet

Die Plunet GmbH – mit Niederlassungen in Würzburg, Berlin und New York – entwickelt und vertreibt das Business- und Übersetzungsmanagement-System Plunet BusinessManager, die weltweit führende Managementlösung für die Übersetzungs- und Lokalisierungsbranche. Plunet BusinessManager bietet von der Kundenanfrage über das Angebots-, Auftrags-, Job- und Rechnungsmanagement bis hin zum Reporting alles in einer Lösung. Erweiterungen für Dolmetschprojekte und für das Qualitätsmanagement sowie Integrationen mit CAT- und Finanzbuchhaltungstools sorgen zusätzlich für eine gesteigerte Automatisierung und Effizienz der Arbeitsabläufe. Mithilfe des konfigurierbaren Systems ist zudem die Anpassung von Funktionen und Erweiterungen an individuelle Bedürfnisse möglich.

Alles rund um die Wiesn – ganz offiziell jetzt auch auf Englisch!

Nützliche Infos zur Anreise, alles zu den Festzelten und Fahrgeschäften und Wissenswertes über die Traditionen zum Oktoberfest: Dank unserer Unterstützung findet man die offizielle Website der Landeshauptstadt München zur Wiesn unter https://www.oktoberfest.de/en nun auch in englischer Sprache.

 

Reibungslose Abläufe und optimale Übersetzungsqualität dank MemoQ

Für unseren Kunden „Portal München Betriebs-GmbH & Co. KG“, den Betreiber des offiziellen Stadtportals muenchen.de, haben wir binnen weniger Wochen die gesamte offizielle Internetpräsenz des Oktoberfests ins Englische übertragen. Durch die Arbeit mit unserem Translation-Memory-System MemoQ konnte unser Übersetzerteam eine konsistente Terminologie und die einheitliche Übersetzung wiederkehrender Textbausteine garantieren.

 

Hendl, Loferl, Schuhplattler: eine Herausforderung (nicht nur) für Nichtmuttersprachler

Dabei war die Übersetzung für unsere englischen Muttersprachler nicht nur Herausforderung, sondern auch Lernprozess: So viel Lokalkolorit gibt es selten in den Texten, die wir für unsere Kunden übersetzen. Doch unsere Übersetzer hatten viel Spaß dabei und haben ganz nebenbei auch noch viel über bayerische Trachten, Traditionen und Speisen gelernt. Nun können auch sie top-informiert zum Oktoberfest fahren, wenn es im September wieder heißt: O’zapft is! Der Countdown läuft bereits auf der Startseite von Oktoberfest.de.

Von Stutenkerlen und Weckmännern

In einer hiesigen Zeitung war in der letzten Woche zu lesen, dass die traditionellen St. Martinsumzüge im Rheinland UNESCO Weltkulturerbe werden sollen. Diese Umzüge gibt es nicht nur im katholischen Rheinland, auch in (Ost-)Westfalen erfreuen sich die Fackel- und Laternenzüge mit einem reitenden Martin großer Beliebtheit, genau wie der gebackene Stutenkerl (andernorts auch Weckmann genannt), den jedes Kind zum Ende erhält.

Nach über 20 Jahren im bayrischen Exil musste ich dieses Jahr sogar meinem knapp 50-jährigen Bruder zwei Exemplare per Express zusenden (nachdem er sie in der „Sendung mit der Maus“ (wieder-)entdeckt hatte). Genau wie in Bayern kennt man das Gebäck mit der klassischen weißen Tonpfeife in vielen anderen deutschen Regionen nicht.

Da können wir gerne helfen, denn künftig kann man den Stutenkerl auch selbst backen: Unser Kunde RBV Birkmann ist Spezialist für Backformen und –accessoires jeglicher Art und hat als ostwestfälisches Unternehmen selbstverständlich auch die passende Ausstechform für den Stutenkerl nebst Tonpfeifen im Angebot. Wir wünschen viel Spaß beim Ausprobieren des Rezepts!

 

Um 4 leckere Stutenkerle zuzubereiten, benötigen Sie:

250 g Quark, 80 ml Milch, 70 ml Öl, 200 g Zucker, 2 Vanilleschoten, 1 Prise Salz, 475 g Mehl, 1 1/2 Päckchen Backpulver, je nach Geschmack 1 TL Kardamon und 1 TL Zimt, ca. 20 Korinthen zur Verzierung

Zubereitung

Quark, Milch, Öl, Zucker, das Mark der Vanilleschoten und eine Prise Salz miteinander verrühren. Mehl mit Backpulver mischen und hinzufügen. Je nach Geschmack Kardamom und Zimt unterrühren.

Alle Zutaten mit den Knethaken des Handrührgerätes zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig zu einer Kugel formen, in Folie wickeln und ca. 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

Den Teig auf einer Back- und Ausrollmatte (alternativ auf einer bemehlten Arbeitsfläche) mit Teigstäben ca. 5 mm dünn ausrollen und ausstechen.

Für Augen, Mund und Knopfleiste Korinthen leicht in den Teig drücken. Tonpfeifen auflegen und den Arm leicht darüber schlagen.

Auf der Back- und Ausrollmatte (alternativ auf Backpapier) im vorgeheizten Backofen (Ober-/Unterhitze 200 °C, mittlere Schiene) ca. 12 – 15 Minuten backen.

Die Stutenkerle auf einem Kuchengitter gut auskühlen lassen.

 

Quelle: www.backfreunde.de

Entdecke die Möglichkeiten… von Naturkosmetik

ANNEMARIE BÖRLIND Hyaluronic Eye Pads_Presseformat_3336Übersetzungen für den Naturkosmetik-Hersteller Annemarie Börlind

(von Barbara Poltrock)

Wir fertigen tagtäglich für unsere Kunden Übersetzungen unterschiedlichster Texte an: von topaktuellen News fürs Firmen-Intranet über vertrauliche Vertragsdokumente bis hin zu komplexen Bedienungsanleitungen und informativen Produktbeschreibungen – und das für sehr verschiedene Branchen! Als Projektmanagerin beeindruckt mich diese Bandbreite immer wieder und nicht selten fasziniert es mich, welch spannende Themen unsere Kunden an uns herantragen. Offenheit für neue Themen ist daher die beste Voraussetzung für einen abwechslungsreichen und spannenden Job, das gilt für Projektmanager und Übersetzer gleichermaßen.

Besonders neugierig gemacht haben mich die zahlreichen Texte für die naturkosmetischen Produkte, Proben oder Displays unseres Kunden Annemarie Börlind. Obwohl ich ein Schmink- und Eincreme-Muffel bin, wollte ich dann doch das eine oder andere Produkt mal testen. Ähnlich wie mir ging es auch unseren überwiegend weiblichen Übersetzerinnen aus dem Börlind-Team, die sich für ihre Übersetzungen natürlich inhaltlich noch stärker mit den Produkt(text)en auseinandersetzen als ich. Und so kam es dazu, dass einige Kolleginnen und ich mit freundlicher Unterstützung von Börlind ein wenig in die Produktwelt der Naturkosmetik eintauchen konnten.

Die Hälfte der Kolleginnen hatte bereits mehrfach für andere Kosmetikmarken und Pflegeprodukte Übersetzungen angefertigt, aber bislang noch nicht aus dem Bereich Naturkosmetik. Besonders Marianne und Kaisu hatten sich sehr gefreut, Texte für Naturkosmetika zu übersetzen, da beide sich privat gerne mit diesen Produkten pflegen. Zwei anderen Kolleginnen geht es wie mir: Ihnen reichen die Bio-Tagescreme aus der Drogerie und die Mascara für den Gang aus dem Haus. Die Marke Annemarie Börlind war den meisten bisher kein Begriff, nur zwei Übersetzerinnen kannten die Marke: Chiara hat eine Freundin, die begeistert ist von den Produkten, während Marianne sogar schon eine Reportage zu Annemarie Börlind im Fernsehen gesehen hatte. Ähnlich wie ich waren die Kolleginnen nach den ersten Übersetzungen neugierig auf die Marke – O-Ton Mathilde: „Genau wie ich Lust habe, Schokolade zu essen, wenn ich Texte dazu übersetze“. Kaisu lobt die Beschreibungen und Hintergrundinfos zu den hochwertigen Kosmetika und Marianne hat sogar umgehend Produkte im Onlineshop bestellt. Umso größer war die Freude über das kleine Päckchen mit einigen Produktproben, die auch prompt getestet wurden. Der unmittelbare Effekt der Hyaluron-Augen-Pads haben Vicky und mich total begeistert, Delphine hatte Spaß bei der Anwendung der Black Mask (mein Sohn auch, als er mich sah J) und lobte ihre geschmeidige Wirkung. Überzeugt haben Eleni die Intensivpflegemaske und das Enzympeeling, während Chiara und Marianne den Beauty Shot Vitamin Energizer für seine erfrischende und pflegende Wirkung gelobt haben.

Alle „Testerinnen“ haben es als positiv empfunden, ihre Übersetzungen endlich mal real am Produkt zu sehen. Dies ist selten der Fall, da viele Texte entweder für firmeninterne Zwecke benötigt werden oder nur online verfügbar sind und ein Großteil der Übersetzungen eher „schnelllebig“ und nicht immer langfristig relevant sind. „Es ist wunderbar, das Endprodukt zu sehen! Es beeinflusst die weiteren Übersetzungen positiv, denn ich weiß dann, in welchem Zusammenhang der Text rezipiert wird“, resümiert Mathilde zutreffend unsere kleine Exkursion in die Welt der Naturkosmetik.

Alles in allem haben wir die Produkte unseres Kunden unmittelbar kennengelernt, sind viel besser für weitere Übersetzungen gerüstet und zudem haben wir uns persönlich von der Effektivität der Naturkosmetik-Produkte von Annemarie Börlind überzeugen können – Schönheitspflege funktioniert auch ohne Chemie. Jetzt fehlt nur die Serie für den Mann, um auch unsere männlichen Kollegen noch zu überzeugen 🙂 !

Abenteuer Moskau

1Mein Name ist Charlie und ich studiere Deutsch und Russisch an der University of Durham in Großbritannien. Im Januar habe ich mein Praktikum in der Sprachenfabrik abgeschlossen und war nur für kurze Zeit nach England zurückgekehrt, um mich auf mein nächstes Abenteuer vorzubereiten: Fünf Monate in Moskau!

An viele Dinge musste ich mich zunächst gewöhnen: Zunächst einmal und wohl am offensichtlichsten die Sprache (als ich ankam, konnte ich kaum verstehen, was man zu mir sagte) und der dauerhafte Schneefall (der letzte Schneefall kam schließlich im Mai). Außer meiner fünfzehn Unterrichtstunden jede Woche, hatte ich nur wenige Verpflichtungen und so versuchte ich die Stadt ein bisschen besser kennenzulernen. Aber Moskau ist so groß und voller Leben, dass ich selbst am Ende meines Aufenthalts kaum die Hälfte der Museen, Parks und anderen Sehenswürdigkeiten, die ich mir ansehen wollte, von meiner Liste streichen konnte.

Meine Lieblingsplätze in Moskau sind sogenannte anti-cafes. Ein paar dieser Art gibt es auch in Großbritannien und Deutschland, aber in Moskau gibt es sie an jeder Ecke. Statt für das Essen und die Getränke zu zahlen, die man zu sich nimmt, zahlt jeder Gast für die Zeit, die er dort verbringt (üblicherweise zwei bis drei Rubel pro Minute). Normalerweise gibt es große Platten mit Gebäck, Kuchen und anderen Süßspeisen sowie verschiedene Arten Tee und Kaffee. Viele nutzen die Cafés als Arbeitsplätze: selbst in den späten Abendstunden kann man meist noch Menschen 2beobachten, die konzentriert an ihren Laptops tippen. Der besondere Reiz der Cafés liegt darin, dass sie oftmals etwas versteckt sind: in schmalen Seitengassen, in Gebäudekellern oder anderweitig mit bloßem Auge nicht direkt erkennbar. Das Finden eines solchen Cafés fühlt sich an, als bekäme man Zugang zu einem Geheimklub. In vielen davon gibt es Sofas, Bücherregale und Klaviere, als würde man in jemandes Wohnzimmer sitzen und in dieser entspannten, gemütlichen Atmosphäre verliert man schnell das Zeitgefühl. Mehr als einmal ging ich mit der Absicht dorthin, nur für eine Stunde zu bleiben, um zu arbeiten, und blieb dann doch den ganzen Nachmittag dort und gelegentlich sogar den ganzen Abend lang!

3Es war oft schwierig, Zeit zu finden, um sich mit meinen Freunden von der Universität zu treffen, die immer viel zu tun hatten. Unsere Pläne waren oft sehr spontan und nicht gut geplant. Das Verb погулять (pogulyat’), das übersetzt „Spazierengehen“ heißt, schien immer aufzutauchen, egal welchen Vorschlag ich machte: Wenn wir nicht in einem anti-café saßen, verbrachten wir einen Großteil unserer Zeit damit, ziellos durch die Stadt zu bummeln. Obwohl meine russischen Freunde immer darauf bedacht waren, jede Minute ihrer Arbeitszeit effizient zu nutzen, so schienen sie immer froh zu sein, wenn wir uns trafen und ließen die Stunden sorglos verstreichen.

Ich erlebte dieses Phänomen auch in einer ziemlich anderen Situation, als eine russische Familie mich einlud, Ostern mit ihnen zu verbringen in einer orthodoxen Kirche am Rande von Moskau. Die Messe begann um Mitternacht am Ostersonntag und dauerte zweieinhalb Stunden (später erfuhr ich, dass dies nicht sehr lang ist für eine solche Messe). Gegen Ende war ich sehr müde, aber direkt danach gab es ein großes Festmahl, das das Ende der Fastenzeit einläutete. Menschen jeden Alters waren da, von kleinen Kindern bis hin zu den Großeltern, und alle sprachen sie mit mir über Russland, Arbeit und Schule und tausend andere Dinge. Abgesehen von einem Jungen, der schlafend in der Ecke der Kirche lag, schien es keinen zu stören, dass es mitten in der Nacht war. Als wir schließlich heimkehrten, war die Sonne bereits aufgegangen.

Ich bin mittlerweile wieder nach Durham zurückgekehrt, wo ich mich langsam wieder an die Routine des Alltags gewöhne. In Moskau zu leben war durchaus mit Herausforderungen verbunden, aber ich werde definitiv die Möglichkeiten vermissen, die sich mir mit viel Freizeit in einer solchen großen Stadt boten. Ich kann es kaum erwarten, zu sehen, welches Abenteuer mich als nächstes erwartet.

Mein Lieblings(kinder)buch wird 70 Jahre alt – Wir Kinder aus Bullerbü

70 Jahre heile Welt

„Literatur ist Unsterblichkeit der Sprache“ – dieses Zitat des deutschen Kulturphilosophen Friedrich Schlegel ist die perfekte Einleitung für meinen ersten Blogbeitrag überhaupt.

Zum einen liefert Schlegel damit die Antwort auf die Frage, wieso ein Mensch Linguistik und Philosophie studieren sollte – und ich, Marie, die neue Praktikantin bei der Sprachenfabrik, bin einer dieser Menschen, die sich ein derartiges Studium ausgesucht haben.

Zum anderen erklärt Schlegel damit den Anlass meines Beitrags: Mein Lieblings(kinder)buch wird siebzig Jahre alt. Wenn die Literatur tatsächlich für die „Unsterblichkeit der Sprache“ steht, ist dieser Text also für die Sprachenfabrik (fast) überlebenswichtig. „Wir Kinder aus Bullerbü“ – das sind Lisa, die siebenjährige Erzählerin der Geschichte, und die anderen Kinder vom Mittel-, Nord- und Südhof. Wem das noch nichts sagt, dem hilft vielleicht ein Bullerbü-Ohrwurm: „Es muss die beste Fleischwurst sein an diesem schönen Tag, so herzhaft und so extrafein, wie jeder sie gern mag…“ Dem, der hier immer noch nicht einsteigen kann, ist wohlmöglich eines der größten Meisterwerke einer der berühmtesten Kinderbuchautoren aller Zeiten mit einer Gesamtauflage von etwa 160 Millionen Büchern entgangen. Und erraten? Nein? Astrid Lindgren!

Astrid Anna Emilia Lindgren (wie sie mit vollem Namen heißt) wäre dieses Jahr 110 Jahre alt geworden. Wenn man sie nicht durch das Buch „Wir Kinder aus Bullerbü“ kennt, dann durch ihre berühmten Figuren Pippi Langstrumpf, Michel aus Lönneberga, Ronja Räubertochter, Karlsson vom Dach, oder oder oder… Laut ihrer Freundin und Biografin Margareta Strömstedt hat Lindgrens Inspiration für die vielen Bücher zwei Hauptursachen. Und zwar die glückliche Kindheit in Vimmerby (dort liegt auch die Schule der Kinder aus Bullerbü) und ihr erstgeborener Sohn Lars. Das Erstere dürfte wohl für sich sprechen, aber das letztere muss ich erklären. Es ging Lindgren nicht darum, sich auszumalen, welche Bücher ihrem Sohn wohl am meisten gefallen. Vielmehr war es der verzweifelte Versuch sich vorzustellen, wie es ihrem, unehelich geborenen und deshalb in den ersten Jahren seines Lebens in einer Pflegefamilie untergebrachten Sohn wohl erging. Zu Bullerbü hat sie selbst einmal erzählt, dass viele Elemente aus der Geschichte ihrer eigenen Kindheit entsprechen: das Leben auf einem Hof, die vielen Tiere und netten Menschen. Wie in der Geschichte gab es auch in Lindgrens echtem Leben etwa einen Großvater, zu dem man die Treppe ins Obergeschoss aufsteigen musste, und ein kleines Lamm, das von ihrer Mutter nicht ernährt werden konnte und von Hand aufgezogen wurde. Die Geschichten von Pippi Langstrumpf hat sich Astrid Lindgren hingegen zum Einschlafen für ihre Tochter Karin ausgedacht. Übrigens: Als Lindgren Pippis Geschichte an ihren Verlag geschickt hat, bat sie darum, davon abzusehen, das Jugendamt zu benachrichtigen.

Wer die heile Welt der Astrid Lindgren noch besser kennenlernen möchte, kann sich Bullerbü auch direkt vor Ort anschauen. Zwar ist der Name des Ortes fiktiv, aber es gab eine nicht-fiktive Vorlage: Sevedstorp in Schweden, wo die drei Höfe seit damals unverändert stehen.

Die Geschichten aus Bullerbü sind zwar erst 70 Jahre alt, aber mit Sicherheit werden sie für mich und für viele vorherige und nachfolgende Generationen „unsterblich“ bleiben.

Plunet Summit 2017

„It’s all about Translation Management“

Bereits seit 2011 arbeiten wir in der Sprachenfabrik tagtäglich mit dem Plunet BusinessManager, einem Projektmanagement-Tool, das speziell auf die Anforderungen eines Sprachdienstleisters abgestimmt ist und mit dessen Hilfe man komplexe Übersetzungsprozesse vollständig abbilden und Aufträge vollständig abwickeln kann.

Wir kennen uns mittlerweile wirklich gut aus mit dem Tool, aber dennoch möchten wir natürlich immer weiter dazulernen. Daher wurden wir direkt hellhörig, als wir zur ersten Tool-Anwender-Konferenz, dem Plunet Summit 2017, eingeladen wurden. Das Programm, eine Mischung aus Workshops, Vorträgen, Best-Practice-Präsentationen und Podiumsdiskussionen zu Themen wie Workflow-Automatisierung und Qualitätssicherung, klang so interessant, dass sich Anja und Rebekka aus dem Sprachenfabrik-Team für den 1. und 2. Juni auf den Weg nach Berlin machten.

In einer Nachlese möchten wir nun prüfen, ob die auf der Summit-Website genannten „10+2 Gründe“ für eine Konferenzteilnahme sich für uns im Nachhinein auch als lohnenswert herausgestellt haben.

It’s all about translation management

+ Es waren zwei sehr interessante Tage mit einem für die Sprachdienstleister- und Übersetzerbranche maßgeschneiderten Programm.

48h all about working with Plunet Translation Management System and the best strategies

Zwischendurch haben wir natürlich auch mal geschlafen – es waren also nicht ganz 48 Stunden 😉

A great opportunity to share experiences with 100+ Plunet customers

+ Das Teilnehmerfeld war sehr international aufgestellt. Es waren Plunet-Anwender aus Europa, den USA, Afrika und Asien vertreten. Der Erfahrungsaustausch mit Kollegen aus der Branche war sehr inspirierend.

One of the coolest event locations in Berlin on the bank of the river Spree

+ Die Pausen in der Sonne direkt am Spreeufer mit netten Kollegen verbringen: Das hat schon etwas!

25 exclusive Plunet sessions and workshops

+ Wir haben nicht nachgezählt, aber das Programm war an beiden Tagen gut organisiert: Es gab immer zwei Veranstaltungen parallel, die wir uns nach fachlichen Schwerpunkten sehr gut aufteilen konnten. Anja interessierte sich für die eher technischen Workshops und Vorträge: Workflow-Templates, Prozessautomatisierung und Helpdesk Support. Für Rebekka waren besonders die Tipps und Tricks aus den Bereichen Qualitätssicherung und Vendor Management relevant.

Customer best practice presentations with the European Investment Bank, Braahmam Net Solutions, SwissGlobal, MCIS, L10N, Alpha Translations, Stillman Translations and many more…

+ Wie arbeiten andere Agenturen aus der Branche? Ist die Arbeitsweise der Sprachenfabrik State of the Art? Was können wir verbessern und wo können wir wiederum Kollegen Tipps geben?

Get to know the whole Plunet team

+ Es ist toll, wenn man die Menschen, die man bisher nur vom Telefon, aus E-Mails oder dem Support-Ticketsystem kennt, dann auch einmal persönlich kennenlernt!

Make valuable new contacts

+ Wer weiß? Vielleicht ergibt sich ja tatsächlich zukünftig die eine oder andere neue Zusammenarbeit. Auf jeden Fall hat sich der fachliche Austausch mit Kollegen aus aller Welt gelohnt.

On-site support desk with Michael & Sylvester

+ Die Teilnehmer konnten zwei Supportmitarbeiter aus Würzburg und New York live mit Supportanfragen ins Schwitzen bringen und haben die Gelegenheit ausgiebig genutzt. Dabei wurden gleich einige neue Feature Requests für künftige Plunet-Versionen aufgenommen.

Plunet certification and advanced training for project managers

+ Insbesondere in den Workshop-Sessions war aktive Mitarbeit gefragt – die anschließend mit einem persönlichen Zertifikat belohnt wurde.

A chance to meet Plunet’s technology partners

+ Vertreter von verschiedenen CAT-Tools waren vor Ort, darunter auch jemand von Kilgray Translation Technologies, dem Entwickler unserer Übersetzungssoftware memoQ, sodass wir Sprachenfabrik-spezifische Prozesse thematisieren konnten.

The legendary Plunet Party with live music will be a night to remember!

+ Wir hatten einen entspannten Konferenzabend in einer coolen Partylocation und natürlich mit Currywurst (klassisch und vegan). Die Beatbox-Vorführung der 4xSample Beatboxcrew riss uns alle von den Beinen!

Germany’s vibrant capital city is always worth a visit, with direct flights from many cities

+ Das gut gefüllte Konferenzprogramm bot zwar keinen Raum für Sightseeing, aber wenigstens Anja konnte das Wochenende noch nutzen, um sich in Berlin und Umgebung vom intensiven Programm zu erholen. Rebekka trat direkt nach Konferenzende die Heimreise aus dem „Dicken B“ in das etwas kleinere B an und ließ die Eindrücke im Zug noch einmal Revue passieren.

Unser Fazit: Der #PluSum17 war eine gelungene Veranstaltung. Herzlichen Dank an das gesamte #PlunetTeam von der #Sprachenfabrik aus #Bielefeld. Wir freuen uns auf das nächste Plunet Summit 2018!

http://www.plunet-summit.com/

Boys‘ Day in der Sprachenfabrik

Chinesisch auf verhandlungssicherem Niveau, die vollständige Übersetzung eines 40-seitigen Mitarbeitermagazins aus dem Englischen ins Deutsche und die Verdolmetschung eines geschäftlichen Termins in sieben verschiedene Sprachen – all dies lernten Fynn (12), Maxim (14) und Lasse (18) an ihrem Tag bei uns in der Sprachenfabrik natürlich … nicht!

Die drei Jungs waren im Rahmen des „Boys‘ Day“ (https://www.boys-day.de/), einer Initiative des Kompetenzzentrums Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V., bei uns in der Sprachenfabrik. Dieser Tag bietet Schülern – analog zum „Girls‘ Day“ – die Möglichkeit, in einen typischen Frauenberuf hineinzuschnuppern. Jörg_erklärtUnd so erhielten die drei einen kleinen Einblick in unsere abwechslungsreiche Arbeit mit Sprachen.
Am Vormittag erfolgte zunächst ein kleiner theoretischer Überblick. Übersetzung, Lektorat, Dolmetschen und Copywriting: das Dienstleistungsportfolio der Sprachenfabrik wurde samt Fachgebieten und Sprachkombinationen vom Chef persönlich
vorgestellt.

Anschließend gab Rebekka eine kleine Orientierungshilfe für die spätere Berufswahl und stellte verschiedene Berufsbilder – z. B. Fremdsprachenkorrespondent, Übersetzer, Dolmetscher, Lektor – und die möglichen Ausbildungswege vor.

Nach der mittlerweile nötigen Stärkung bei Pizza, Pasta und Co. in lockerer Runde mit einem Großteil des Sprachenfabrik-Teams war dann wirklich aktiver Einsatz gefragt: Angeleitet durch Ross, der uns im Rahmen eines achtmonatigen Praktikums als Übersetzer unterstützt und bereits ein wahrer memoQ-Experte ist, übersetzten Fynn, Maxim und Lasse mithilfe unseres CAT-Tools einen Text zum Thema „Selbstfahrende Autos“ aus dem Englischen ins Deutsche – und das wirklich sehr gut! Dies ergab jedenfalls die gründliche Vieraugenprüfung durch Adlerauge Anja.

Schließlich durften sich die drei Jungen noch als Dolmetscher ausprobieren – denn Übersetzen und Dolmetschen ist schließlich nicht dasselbe! Olesya, die uns noch bis Ende Mai im Projektmanagement unterstützt, schließt im Sommer dieses Jahres ihren Bachelorstudiengang „Fachdolmetschen für Behörden und Gerichte“ an der Hochschule Magdeburg-Stendal ab und hatte eine spannende Übung zum aktuellen Thema „Die erste Astronautin Deutschlands“ vorbereitet. Auch diese Übung absolvierten die drei unter Anwendung der neu erlernten Schwanentechnik hochmotiviert, und es wurde zudem viel gelacht.

Wir hoffen, dass es Fynn, Maxim und Lasse bei uns gefallen hat! Uns hat der Tag mit den drei Jungs jedenfalls richtig Spaß gemacht – und wir haben unsere Begeisterung von der Arbeit mit Sprachen sehr gern weitergegeben. Und, wer weiß, vielleicht hatten wir ja heute tatsächlich den einen oder anderen Nachwuchsübersetzer oder -dolmetscher zu Gast!?

Latha là math! Ciamar a tha sibh?

„If you are lucky enough to be Irish, then you are lucky enough”

Mein Name ist Olesya und ich bin die neue Praktikantin bei der Sprachenfabrik!

Eigentlich wäre es logischer, diesen Blog auf Russisch anzufangen, da Russisch meine Muttersprache ist. Aber ich entschied mich für Englisch und Gälisch und es hat einen Grund – ich möchte Euch heute über eine ganz besondere Reise meines Lebens erzählen.

Im Januar 2015 bin ich im Rahmen des ERAMUS-Programms nach Irland geflogen, um dort ein Semester lang zu studieren. Ich muss ehrlich sagen, ich wusste weder etwas über dieses Land noch über seine Kultur und Traditionen. Mir war nur bewusst, dass diese kleine Insel sehr grün ist, es dort sehr viel regnet und ich dort definitiv mehr Schafe sehen werde als Menschen.

In diesen vier Monaten habe ich natürlich nicht nur studiert, sondern sind bin auch durch das Land gereist, um diese wunderschöne einzigartige Insel besser kennenzulernen. Eine der bedeutendsten Reisen war natürlich meine Reise nach Dublin.

Das zweite Mal habe ich die Hauptstadt Mitte März besucht und ich konnte meinen Augen nicht trauen: Alle Hauptstraßen, alle Sehenswürdigkeiten der Stadt und Kanäle leuchteten in der irischen Nationalfarbe, überall hingen irische Flaggen und sogar die Menschen hatten grüne Perücken und grüne Kleidung an und es waren hunderttausende Besucher in der Stadt. Es war ein ganz besonderer Tag – der 17. März – der Nationalfeiertag der Iren, oder Lá Fhéile Pádraig. Die Iren nennen diesen Tag liebevoll Paddy’s Day, die ganze Welt kennt ihn unter dem Namen St. Patrick‘s Day. Vielen ist dieser Tag bekannt, da er mittlerweile weltweit gefeiert wird. Aber nur wenige wissen, wer dieser St. Patrick ist und was ursprünglich der Zweck des Festes ist.

St. Patrick gilt als erster christlicher Missionar und Nationalheiliger Irlands. Der heilige Patrick kam vermutlich zwischen 389 und 415 als Maewyn Succat, Sohn des wohlhabenden Priesters und Gutsbesitzers im heutigen Wales, zur Welt. Im Alter von 16 Jahren wurde er gefangengenommen, nach Irland verschleppt und dort verkauft. Nach sechs Jahren Sklavenzeit in Irland, in der er auch die irische Sprache gelernt hatte, konnte er zurück nach England fliehen. Der Legende zufolge hatte er im Traum von einem Schiff erfahren und lief zuerst mehr als 200 Kilometer zu Fuß, um es zu finden. Das Schiff brachte ihn nach Frankreich, wo er Theologie studierte und sich fortan Patricius nannte. Einige Jahre später kehrte er zu seinen Eltern nach England zurück. Eines Nachts hörte er in seinem Traum Stimmen, die ihn baten, als christlicher Missionar zurück nach Irland zu kommen.

So folgte er diesem Ruf und bekehrte Tausende von Menschen zum Christentum. Er gründete zahlreiche Klöster, Schulen und Kirchen im ganzen Land und übte seine Missionstätigkeit bis zu seinem Tode aus. Am 17. März 461 oder 493 soll er in Armagh gestorben sein.

So feiert man den Ehrentag des heiligen Patricks am 17. März auf der ganzen Insel. In den meisten größeren Städten Irlands feiert man ihn mit einer bunten Parade. Allerdings fand die erste St. Patrick‘s Day Parade im Jahr 1737 überhaupt nicht in Irland statt – sondern im amerikanischen Boston. Die Parade durch Dublin ist erst im Jahr 1970 zur Tradition geworden. Wenn man in Dublin ist, bekommt man schnell das Gefühl, als ginge es dabei ausschließlich um das Betrinken. Das mag bei feierlustigen Touristen und jungen Iren der Fall sein. In den ländlichen Gegenden wird St. Patrick‘s Day eher ruhiger gefeiert. Man beginnt der Tag mit dem Gang zur Messe und verbringt ihn beim leckeren Essen und ein paar Pints Beer oder Bulmers (Cider) im Familienkreise. Auch wenn der 17. März in die Fastenzeit fällt, ist den Iren an diesem Tag eine Fastenpause erlaubt, und das wird natürlich sehr gerne genutzt!

An diesem Feiertag wird nicht nur die ohnehin grüne Insel noch ein bisschen grüner, sondern auch 72 Wahrzeichen, Museen und irische Pubs in 29 Ländern strahlen an diesem Tag in grünem Licht.

Darum lasst uns heute alle ein bisschen „irisch“ sein, uns eine Fastenpause erlauben und das Leben so genießen, wie es diese tollen Menschen mit den großen grünen Herzen machen!

In diesem Sinne, happy St. Paddy’s Day und May Irish angels rest their wings right beside your door.

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