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Traditionen aus aller Welt: Guy Fawkes Day

Remember, remember the 5th of November …: ein Beispiel britischer Feierkultur

Halloween, Allerheiligen, Erntedank, Martinisingen – vielleicht nicht ohne Grund reiht sich im tristen Monat November ein bunter Feiertag an den nächsten. Es hat den Anschein, als ob beleuchtete Kürbisse, bunte Erntegaben und flackernde Laternen Licht ins Dunkel dieser Herbsttage bringen sollen. Zwar sind längst Bräuche wie das Aushöhlen von Kürbissen und gruselige Kostüme in vielen Ländern präsent. Dennoch lassen sich viele dieser Bräuche nicht auf einen einzelnen Ursprung zurückführen.

 

Bonfire Night als britisches Kultur-Highlight

Wer sich dieser Tage in Großbritannien aufhält, erlebt an vielen Orten ein ähnlich mysteriöses Schauspiel aus flammenden Lichtern. Am 5. November wird dort mit Fackelumzügen und Feuerwerken eines historischen Ereignisses gedacht, das aus heutiger Sicht zunächst kaum erinnerungswürdig erscheint. Denn der Auslöser der sogenannten Bonfire Night liegt im England des frühen 17. Jahrhunderts. Am 5. November 1605 versuchte eine Gruppe katholischer Verschwörer um den Anführer Guy Fawkes den damaligen König James I. und das Parlament in die Luft zu sprengen. Guy Fawkes hatte zuvor 36 Fässer Schießpulver in den Keller des Parlaments gebracht. Der Anschlag gelang nicht. Am Morgen des 5. November wurden die Fässer entdeckt, Guy Fawkes und seine Anhänger verhaftet und hingerichtet.

Zum Glück. Man schätzt, dass ein erfolgreicher Anschlag katastrophale Auswirkungen gehabt hätte: Etwa eine halbe Meile im Umkreis des Parlaments wäre zerstört worden. In der Tat ein verheerendes Ereignis im sonst so revolutionsarmen England, wenn man bedenkt, dass sich dessen Geschichte eher durch Treue zur Monarchie und politische Balance auszeichnete. Ausnahme: das 17. Jahrhundert. Hier treffen Konfrontationen zwischen Parlament und Krone und insbesondere zwischen den vorherrschenden Religionen aufeinander. Hatte Elisabeth I. noch versucht, die religiösen Spannungen zwischen Protestanten und Katholiken zu mindern, fühlten sich insbesondere die Katholiken unter dem protestantisch orientierten König James I. und dem protestantisch dominierten Parlament in ihren Rechten bedroht.

 

Guy Fawkes damals und heute – in Großbritannien und darüber hinaus

Religiös motivierter Terror – die politischen Zustände im England des 17. Jahrhunderts bildeten den nachvollziehbaren Rahmen für den Anschlag. Doch was macht den Guy Fawkes Day heute noch für die Nachwelt interessant? Außer einem willkommenen Anlass zu feiern und tonnenweise Silvesterböller in die Luft zu jagen (ziemlich ironisch übrigens, bedenkt man, dass hiermit das Scheitern eines Sprengstoffattentats gefeiert wird!). Noch im Jahr des Anschlags zündete man zu Ehren des geretteten Königs in London Freudenfeuer an. Damals wie heute feiert man in England das Scheitern des Attentats als Huldigung der bestehenden und bewährten Ordnung, des Fortbestands der Monarchie. Noch heute hält sich der Brauch, vor der jährlichen Parlamentseröffnung die Kellergewölbe unterhalb des House of Lords zu untersuchen. Auch übergibt man vielerorts eine Guy Fawkes nachgebildete Puppe dem Feuer.

Guy Fawkes als Terrorist und Zerstörer der bestehenden Ordnung – dieses Bild hat sich im Lauf der Zeit jedoch erstaunlicherweise ins Gegenteil verkehrt. Anfang der 80er Jahre erfanden der Comicautor Alan Moore und der Zeichner David Lloyd in einem schwarz-weißen Comicmagazin die Dystopie eines faschistischen Englands. Als Protagonist kämpft ein gewisser V gegen ein totalitäres System – für die Befreiung von Tyrannei und Fremdbestimmung. Maskiert ist die Hauptfigur im Comic und im 2006 produzierten Film „V wie Vendetta“ mit dem stilisierten Gesicht von Guy Fawkes. Seitdem hat sich der Wandel der Figur Guy Fawkes vom Unruhestifter zum Freiheitskämpfer mehr und mehr verfestigt.

Das weltweite Internetphänomen Anonymous nutzt die Guy-Fawkes-Maske seit seiner Aktion gegen Scientology immer wieder für diverse Demonstrationen für Meinungsfreiheit und Unabhängigkeit des Internets. Weltweit tauchte die Maske zudem bei Protestaktionen auf, etwa während des Arabischen Frühlings, in Spanien oder in Nordamerika während der Occupy-Wall-Street-Bewegung.

Freiheitskämpfer, Rebell oder Anarchist – wie auch immer man Guy Fawkes und den Gunpowder Plot interpretieren möchte: Für viele Menschen in englischsprachigen Ländern wird der 5. November wohl einfach eine Art vorgezogenes Silvester oder die speziell britische Variante von Halloween bleiben. Für uns Sprachprofis übrigens nicht uninteressant: Vieles deutet darauf hin, dass der Gebrauch des Wortes „guy“ im Englischen auf jenen Protagonisten des 5. November 1605 zurückzuführen ist.

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Zum Internationalen Übersetzertag: Über die bedeutendste Übersetzung im deutschen Sprachraum

„Wohlauf, lasst uns herniederfahren und dort ihre Sprache verwirren, dass keiner des andern Sprache verstehe!“ – Das erste Buch Mose liefert eine biblische Erklärung für die Mehrsprachigkeit auf der Welt: eine gezielte Maßnahme Gottes, um das Bauprojekt „Turm zu Babel“ als Sinnbild des menschlichen Hochmuts zu verhindern. Und heute, am Internationalen Übersetzertag, möchten wir gern einen Blick zurück werfen: auf „das Buch der Bücher“ und die Begründer unseres Geschäfts, die Kirchenväter und Theologen.

Zugegeben, historisch betrachtet gibt es sicher andere Gründe für die sprachliche Vielfalt auf der Welt. Fakt ist nichtsdestotrotz, dass die Bibeltexte ursprünglich in verschiedenen Grundsprachen, größtenteils Hebräisch und Griechisch, verfasst waren. Hieronymus, anlässlich dessen Todestag der 30. September zum Internationalen Übersetzertag ausgerufen wurde, war der erste Theologe mit so umfassenden Sprachkenntnissen, dass er im vierten Jahrhundert n. Chr. eine komplette Übersetzung der Bibel, unter Berücksichtigung bereits übersetzter Fragmente, in die lateinische Sprache anfertigen konnte. Seine Fassung, die Vulgata, ist noch immer ein maßgeblicher Bibeltext der katholischen Kirche.

Die Verdeutschung der Bibel

Doch auch viel später, im 16. Jahrhundert n. Chr., macht die „Sprachverwirrung“ den Menschen zu schaffen: Gelehrte tauschen sich über ganz Europa in Latein aus, der Adel spricht – bien sûr – Französisch und die deutsche Sprache gilt als Vulgärsprache des einfachen Mannes. Martin Luther, Mönch und Doktor der Theologie, kritisiert scharf, dass der Großteil des Volkes somit keinen direkten Zugriff auf die Heilige Schrift hat – und das, obwohl Religion und Kirche damals natürlich einen viel größeren Einfluss auf das alltägliche Leben aller Menschen in Deutschland haben! Mit dem Ziel, das Wort Gottes einem möglichst großen Publikum zugänglich zu machen, wird Luther also selbst als Übersetzer tätig und beginnt ab 1517 zunächst einzelne Bibelstellen, dann das Neue und schließlich auch das Alte Testament ins bislang nicht als Schriftsprache gefestigte Deutsche zu übertragen. Später dann, im Jahr 1530, erläutert er den wichtigsten Grundsatz seiner übersetzerischen Tätigkeit im „Sendbrief vom Dolmetschen“ (Anm.: die definitorische Unterscheidung zwischen Dolmetschen und Übersetzen wird erst in der Neuzeit und Moderne vorgenommen) an seinen Freund, den Theologen Wenzeslaus Linck: „Denn man muss nicht die Buchstaben in der lateinischen Sprache fragen, wie man soll Deutsch reden[…], sondern man muss die Mutter im Hause, die Kinder auf der Gassen, den gemeinen Mann auf dem Markt drum fragen, und denselbigen auf das Maul sehen wie sie reden und darnach dolmetschen[…].“ Auf das Verständnis in der Zielsprache kommt es an! Nur so kann Luthers deutsche Bibelübersetzung seine weitreichende Wirkung entfalten. Und das tut sie auch – und zwar gewaltig: Gutenberg hat den Buchdruck bereits erfunden und Luther verzichtet auf ein Übersetzerhonorar. Die Übersetzung der Bibel in deutscher Sprache wird so ein Verkaufsschlager und Luther damit zum Bestsellerautor des 16. Jahrhunderts. Die Reformation hat begonnen!

Noch heute ist die deutsche Sprache übrigens durch Martin Luthers Übersetzung der Bibel geprägt – ohne dass wir es zwingend bemerken: Die Wendungen „ihm geht ein Licht auf“, „im Dunkeln tappen“, „Lästermaul“, „Lückenbüßer“, „Gewissensbisse“ und „Denkzettel“ sind nur wenige Beispiele für Wortschöpfungen Luthers, die heute noch fester Bestandteil der profanen Alltagssprache sind.

Gewinnen Sie ein Sammlerstück: Martin Luther als Spielzeugfigur

Das Lebenswerk Luthers honorierte der deutsche Spielzeughersteller Playmobil nun übrigens auf sehr originelle Weise: Auch, um für das 500. Jubiläum der Reformation im übernächsten Jahr zu werben, wurde der Reformator – und erste deutsche Übersetzungstheoretiker – auf Anregung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, der Deutschen Zentrale für Tourismus und der Congress- und Tourismus-Zentrale Nürnberg hin zu Beginn dieses Jahres erstmals als Spielfigur im Miniaturformat produziert. Und hier war das Interesse ebenfalls riesengroß: Die erste Auflage von 34.000 Figuren war binnen 72 Stunden ausverkauft.

Wir verlosen drei Exemplare der Nachproduktion! Den schnellsten drei Einsendern schenken wir jeweils einen Playmobil-Martin-Luther mit seiner Übersetzung der Bibel in der Hand – für die kleine Reformation im Kinderzimmer. Bitte senden Sie eine E-Mail mit dem Betreff „Martin Luther“ an: kontakt@sprachenfabrik.de

Und natürlich stehen wir Ihnen unter dieser E-Mail-Adresse auch heute bei Fragen rund ums Thema Sprachdienstleistungen und Übersetzung zur Verfügung, denn, um diesen Blogeintrag mit Worten aus Martin Luthers „Sendbrief“ zu schließen, ebendiese sollten schließlich von sprachlich und fachlich gut ausgebildeten professionellen Übersetzern übernommen werden: „Ach, es ist dolmetschen keineswegs eines jeglichen Kunst […]; es gehöret dazu ein recht, fromm, treu, fleißig, furchtsam, christlich, gelehret, erfahren, geübtes Herz.“

Herzlich willkommen auf der neuen Sprachenfabrik-Website!

Schön, dass Sie uns auf unserer neuen Website besuchen! Was Sie hier sehen, ist das Ergebnis eines unserer eigenen längerfristigen Projekte. Es hat uns einige Mühen, Gehirnschmalz und schlaflose Nächte gekostet – doch nun ist sie online und kann sich sehen lassen, wie wir finden.

Es erwarten Sie u. a. ein neues, überarbeitetes Layout sowie viele hilfreiche Informationen über unsere Leistungen und unser Team. Lesen Sie, was zufriedene Kunden über uns sagen, und stöbern Sie in unserem regelmäßig aktualisierten Blog nach Neuigkeiten rund um die Sprachenfabrik, Sprache & Co.

Wir würden uns freuen, wenn Sie uns per Kommentar oder per E-Mail an kontakt@sprachenfabrik.de mitteilen, ob Ihnen unsere neue Website gefällt – wir sind dankbar für Feedback jeder Art!

 

Praktikum bei der Sprachenfabrik – mein erster Eindruck

Hallo! Ich heiße Kate und ich arbeite zurzeit als Praktikantin im Bereich Übersetzung bei der Sprachenfabrik. Ich bin seit fast 3 Wochen in Bielefeld – obwohl es sich so anfühlt, als sei ich schon viel länger hier! Ich werde bis Mitte Februar hier sein und danach für weitere sechs Monate nach Frankreich ziehen. Wie für meine Vorgängerin Mhairi, ist dieses Auslandsjahr ein Teil meines Bachelor-Studiengangs in Deutsch, Französisch und Spanisch an der University of Durham. Ich liebe es zu reisen, neue Menschen kennenzulernen und mithilfe von Sprachen neue Kulturen zu entdecken und Erfahrungen zu machen.

Dafür ist mein Praktikum bei der Sprachenfabrik von unschätzbarem Wert. Ich hatte zunächst Angst, dass mir als geselligem Mensch Büroarbeit nicht gefallen würde. Wie falsch ich damit lag! Während meiner kurzen Zeit hier gab es schon 11-Uhr-Sekt anlässlich des einjährigen Bestehens der Sprachenfabrik, Kuscheleinheiten mit dem Bürohund und einen Ausflug zum Hauptsitz eines Kunden.

Ich wurde mit offenen Armen in die Sprachenfabrik-Familie aufgenommen, und fühle mich von diesem großartigen Team inspiriert. Es ist zugegebenermaßen spannend mit Menschen zu arbeiten, die auch so pingelig sind, wenn es um Eurozeichen und Großbuchstaben geht!

Mein Alltag als Praktikantin bei der Sprachenfabrik

07:30     Aufstehen, duschen, Frühstück etc.

 

08:25     Aus meiner WG in der Schillerstraße in Bielefeld-Mitte fahre ich mit dem Fahrrad zur Arbeit.

 

09:00     Ankunft im Büro. Mit einer Tasse Kaffee in der Hand beginnt die Arbeit. Die Aufgaben sind normalerweise sehr interessant: Übersetzungen und Prüfungen für Websites, Newsletter, Anzeigen, Kataloge und Berichte. Natürlich sind manche Tage ruhiger, aber ich bin hier nicht der Stereotyp der Kaffee kochenden Praktikantin!

 

10:30     Routine. Als Team diskutieren wir die Aufgaben und Arbeitsabläufe.

 

12:30     Mittagsessen – Bei all der harten Arbeit bekommt man großen Appetit! Wir essen normalerweise gemeinsam – eine gute Möglichkeit, die Kollegen und Kolleginnen besser kennenzulernen.

 

13:00     Wieder an die Arbeit…

 

17:30     Feierabend! Ich fahre nach Hause, in die WG, die ich mit 3 sympathischen deutschen Student(inn)en teile. Sie lachen gern über mein witziges Denglisch und wir essen gern Kinder Riegel zusammen! :-)

 

Hier komme ich den ganzen Tag über mit gesprochenem und schriftlichem Deutsch in Berührung und hauptsächlich übersetze ich aus dem Deutschen und Französischen ins Englische. Die Aussicht darauf, kreativ mit Sprache umzugehen, war für mich der Grund Sprachen zu studieren. Ich lerne immer noch, dass Sprache mehr ist als nur unregelmäßige Verben und Genetivendungen auswendig zu lernen! Ich bin sehr dankbar, diese fantastische Möglichkeit zu haben: die Arbeit, die Kultur und die deutsche Sprache zu erfahren … Ich freue mich schon auf die nächsten fünf Monate!

Aus Schottland zur Sprachenfabrik

Praktikum Übersetzen in Bielefeld

Ich heiße Mhairi Mackay und bin die neue englische, oder besser gesagt, schottische Praktikantin der Sprachenfabrik in Bielefeld.

Ich komme aus Edinburgh, der Hauptstadt von Schottland, wo ich gerade Französisch, Deutsch und Europawissenschaften an der Universität Edinburgh studiere. Edinburgh ist eine großartige, lebendige Stadt voller Studenten, Touristen und Akademiker – deswegen wird es nie langweilig. Über der geschichtsträchtigen Stadt thront ihr Wahrzeichen, die Burg von Edinburgh, die auf einem erloschenen Vulkan erbaut wurde. Die Stadt selbst steht nicht nur für kulturelle Highlights, medizinische Errungenschaften und politische Ereignisse, sondern auch für erstklassige Silvesterpartys und für die Heimat eines weltberühmten jungen Zauberers. Für all dies ist Edinburgh eine Reise wert!

Als Teil meines Studiums verbringe ich mein drittes Jahr im Ausland, das bedeutet, dass ich praktische Erfahrung in den Ländern sammeln kann, in denen Französisch und Deutsch gesprochen wird. Natürlich ist das eine erstaunliche und unschätzbar wertvolle Erfahrung. Bevor ich bei der Sprachenfabrik angefangen habe, war ich acht Monate lang Fremdsprachenassistentin in Nordfrankreich an einem Gymnasium.

 

Alltag als Übersetzungspraktikantin

Anfang Mai begann ich mein Praktikum bei der Sprachenfabrik und habe es nicht bereut! Das ganze Team hat mich gut aufgenommen und unterstützt, und sie sind immer in der Nähe, wenn ich ein Problem oder eine Frage habe. Jeder Tag ist anders – das ist einer der Gründe, wieso ich die Sprachenfabrik mag. Einen Tag übersetze ich einen Text über Schiffe und Schifffahrten (glaubt mir – das habe ich wirklich schon gemacht) und an einem anderen prüfe ich einen Newsletter oder Katalog. Jeder Tag bringt noch etwas Neues und Spannendes, außerdem liebe ich die angenehme und gemütliche Arbeitsatmosphäre bei der Sprachenfabrik.

Von meinem ersten Tag in Bielefeld an habe ich ein kleines Vokabelheft mit verschiedenen neu gelernten Wörtern geführt und es füllt sich äußerst schnell! Ich hätte allerdings niemals gedacht, dass auch mein Englisch sich so verbessern würde! Ich habe nicht nur amerikanisches Englisch gelernt, sondern auch meine Grammatikkenntnisse aufpoliert. Daher hoffe ich, dass meine Universität zufrieden sein wird, wenn ich zurück in Edinburgh bin, und zwar nicht nur mit meinem Deutsch, sondern auch mit meinem Englisch!!

Herzlichen Dank an die Sprachenfabrik für diese Gelegenheit, und ich freue mich schon auf die nächsten Monate!

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Boys‘ Day – Übersetzen in der Sprachenfabrik

Schnuppertag Übersetzen in Bielefeld

Am gestrigen Donnerstag, dem deutschlandweiten Boys‘ Day, besuchten uns Byan, Guwan und Julian – drei Achtklässler aus Bielefeld – um für einen Tag in unseren Arbeitsalltag hineinzuschnuppern. Nach einem kurzen Vortrag über das Arbeiten mit Sprachen und verschiedene Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten durften die Jungs uns bei der Arbeit über die Schulter schauen. Dann machten wir gemeinsam Mittagspause und ließen uns die Pizzen schmecken, die wir beim Lieferservice bestellt hatten.

 

Übersetzen selbst ausprobieren

Im Anschluss durften die Jungs in Teamarbeit mithilfe unseres CAT-Tools memoQ einen kleinen Text selbst aus dem Englischen ins Deutsche übersetzen. Das hat sehr gut geklappt!

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Zum Abschluss beantworteten Anja und unser Chef noch bereitwillig Fragen, die sich im Laufe des Tages ergeben hatten.

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Uns hat der Tag hier in Bielefeld mit den Jungs viel Spaß gemacht und wir hoffen, wir konnten sie für unsere Tätigkeiten rund ums Übersetzen ein wenig begeistern.

 

 

Preise, Feste, Menschenrechte: der Internationale Übersetzertag 2014

Schutzpatron der Übersetzer

Der heilige Hieronymus, Schutzpatron der Übersetzer, starb am 30. September 420.Wie stellt man sich einen solchen Schutzpatron nun vor? Eine schnelle Google-Bildersuche bringt Aufschluss: ein Weiser mit langem Bart, der zurückgezogen im Kerzenschein, umgeben von Pergamenten und Manuskripten, Wörter in unterschiedlichen Sprachen zu Papier bringt. Wie viel diese romantische Vorstellung mit der Realität zu tun hat, können heute allenfalls Kunsthistoriker beantworten. Das Pergament ist längst dem Computer gewichen, die Kerze der Schreibtischlampe, und Hieronymus hat seine heute als Vulgata bekannte lateinische Bibelübersetzung sicherlich auch nicht nach Wörtern abgerechnet. Aber das Übersetzen als Kulturtechnik ist in einer modernen, globalisierten Gesellschaft wichtiger denn je. Daher feiert die Übersetzerbranche am 30. September den Internationalen Übersetzertag, auch Hieronymus-Tag.

Offiziell eingeführt wurde er 1991 vom Internationalen Übersetzerverband FIT (Fédération Internationale des Traducteurs), sein Namensgeber ist der Heilige Hieronymus.

 

Veranstaltungen am Tag des Übersetzens

So vielfältig der Beruf des Übersetzers und das Feld der Sprachen sind, so vielfältig sind auch die Veranstaltungen, die jedes Jahr am 30. September im Rahmen des Internationalen Übersetzertags stattfinden. Viele werden von den großen deutschen Übersetzerverbänden, dem Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer (BDÜ) und dem Verband deutschsprachiger Übersetzer literarischer und wissenschaftlicher Werke e. V. (VdÜ), veranstaltet. Wobei der Beruf des Übersetzers im Mittelpunkt steht. Es geht um Übersetzer als Einzelkämpfer, als Wirtschaftsfaktor, als Kulturmittler, als diejenigen, die Kommunikation und Völkerverständigung auch über Sprach- und Kulturgrenzen hinweg ermöglichen.

Eine der unter Sprachbegeisterten und Wortaffinen wohl bekanntesten Veranstaltungsreihe zum Internationalen Übersetzertag ist die unter anderem vom Auswärtigen Amt und vom Goethe-Institut geförderte Weltlesebühne, die seit 2009 in verschiedenen deutschen Städten sowie in Zürich und Goethe-Instituten weltweit mit Gläsernen Übersetzern dem Publikum die Welt des Übersetzens näherbringen möchte (www.weltlesebuehne.de). Am Weltübersetzertag, wie er gerne auch genannt wird, erleben die Zuschauer die Entstehung einer Übersetzung live und verfolgen den nicht immer einfachen Weg vom Original bis zur gelungenen Übersetzung.

 

Auszeichnungen für Übersetzer

Der Internationale Übersetzertag wird auch genutzt, um Menschen und Unternehmen für ihren vorbildlichen Umgang mit Sprache und ihre Übersetzungen auszuzeichnen.

Der BDÜ vergibt seit 2012 jährlich den BDÜ-Hieronymus-Preis an Unternehmen für ihre herausragende mehrsprachige Kommunikation. Als Preisträger kann jedes Unternehmen im In- und Ausland vorgeschlagen werden, „das in vorbildlicher Weise seine mehrsprachige Kommunikation mit internen oder externen Übersetzern und/oder Dolmetschern realisiert.“

Der VdÜ verleiht seit 1979 alle zwei Jahre den Hieronymusring. Er wurde von der Übersetzerin Susanna Brenner-Radermacher anlässlich ihres 80. Geburtstags gestiftet und wird für herausragende Übersetzerleistung verliehen. Der jeweilige Träger des Rings gibt diesen nach zwei Jahren an den nächsten ausgewählten Kollegen weiter.

Der für uns tägliche routinierte Umgang mit Sprache, das Übersetzen, ist nicht nur Wirtschaftsfaktor, Unterhaltung oder einfache Verständigungshilfe – er ist für viele Menschen weltweit (über)lebenswichtig und hilft ihnen, sich in allen Situationen in ihrer eigenen Sprache ausdrücken und verständigen zu können. Darauf möchte der Internationale Übersetzerverband FIT mit seinem diesjährigen Motto des Internationalen Übersetzertags hinweisen: Language Rights: Essential to All Human Rights.

Die FIT nutzt den Internationalen Übersetzertag 2014, um an die Allgemeine Erklärung der Sprachenrechte, die sogenannte Barcelona Declaration, zu erinnern. Diese Erklärung stellt das Recht jedes Einzelnen heraus, „sowohl in der Öffentlichkeit als auch privat die eigene Sprache“ zu verwenden. Sie wurde in Anlehnung an die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte von 1948 im Rahmen der Weltkonferenz für Sprachenrechte am 9. Juni 1996 in Barcelona verabschiedet. Die Sprache, da sind sich die Unterzeichner einig, ist ein wichtiger Teil unserer Identität, weshalb niemand daran gehindert werden darf, uneingeschränkt in seiner eigenen Sprache zu kommunizieren.

Und so verbindet der Geist des Heiligen Hieronymus auch heute noch die Menschen durch eines der wichtigsten Kulturgüter, das sie haben: die Sprache.

 

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Die Sprachenfabrik ist umgezogen!

Übersetzungsservice nun in Bielefeld „zu Hause“

Am Freitag, den 25. Juli hieß es in den Büros der Sprachenfabrik in Gütersloh Kisten packen: Unser gesamtes Inventar zog nämlich von Gütersloh nach Bielefeld um. Dort finden Sie uns nun in der Detmolder Straße 377, ganz in der Nähe der A2.

Mittlerweile haben wir die Räume gut eingerichtet, es fehlen nur noch ein paar Bilder an den Wänden, wie Sie auf den Fotos gut sehen können.

Für die Übergangszeit werden unsere alten Telefonnummern und E-Mail-Adressen noch weitergeleitet. Bitte beachten Sie jedoch die neuen Kontaktdaten, unter denen Sie unseren Übersetzungsservice ab jetzt in Bielefeld erreichen:

Telefon: +49 521 962977-0

E-Mail: pm@sprachenfabrik.de

Die Telefonnummern der Teammitglieder finden Sie auf unserer Teamseite.

Wir freuen uns auf weiterhin gute Zusammenarbeit!

Ihr Team der Sprachenfabrik