Sprachenfabrik

Sprachenfabrik-Tipps fürs „Homeostern“

 

Ostern 2020 ist anders: Familientraditionen müssen ausgesetzt, verschoben oder abgewandelt werden, gegenseitige Besuche können nicht stattfinden, Osterfeuer sind abgesagt und bei individuellen Ausflügen an der frischen Luft müssen strikte Regelungen eingehalten werden. Dies ist sicher an den Feiertagen eine besonders schwierige Situation, auch wenn allen bewusst ist: Gesundheit geht vor! Und dennoch – oder gerade deswegen: Das Team der Sprachenfabrik wünscht frohe Ostern und hat im folgenden einige persönliche Vorschläge zur alternativen Feiertagsgestaltung zusammengetragen.

 

„Wer seinen Osterurlaub aufgrund der Corona-Krise stornieren musste und sich nun gern in die Sonne träumen würde, dem empfehle ich die Hörbücher zu den Kriminalromanen von Jean-Luc Bannalec. Alle sieben erhältlichen Hörbücher spielen in der Bretagne und schon nach wenigen Sätzen spürt man fast die salzige Brise im Gesicht und hat den Geruch von Fischsuppe beinahe in der Nase. Ganz nebenbei sind die Fälle, die Bannalecs Kommissar Dupin – von Paris in die Provinz strafversetzt und daher zunächst dauernd übel gelaunt – zu lösen hat, auch noch spannend bis zum letzten Kapitel und man lernt viel Interessantes über die bretonische Kultur. Die ersten sieben Fälle von Kommissar Dupin kann man u. a. bei Spotify oder Audible anhören.“

Ana Büttner, Projektmanagement

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„Traditionell feiern mein Sohn, mein Mann und ich Ostern mit meinen Schwiegereltern: Vor dem großen Osterbrunch mit bayerischen Weißwürsten haben wir alle einen Riesenspaß daran, Ostereier, Süßigkeiten und kleine Geschenke zu verstecken und zu suchen. In diesem Jahr werden wir uns nur zu dritt auf die Suche begeben, was uns alle ziemlich traurig stimmt. Aber eine Sache lasse ich mir nicht nehmen: Meine Schwiegermutter liebt frisch gebackenen Hefezopf. Und da sie, nach eigenen Angaben, sogar an Backmischungen scheitert, backe ich seit ca. 10 Jahren immer einen Osterhefezopf – den ich ihr in diesem Jahr einfach im Osternest vor die Haustür legen werde. In meiner Familie hat das Backen eine große Tradition: Jedes Wochenende wurde ein Kuchen gebacken und an Geburtstagen wurde stets groß aufgefahren mit Kuchen und Torten ob meiner großen Verwandtschaft. Teignaschen war und ist immer noch das Highlight für mich, aber auch der frische, süße Backduft weckt in mir schönste Kindheitserinnerungen. Wer auch Lust auf einen Osterzopf hat – „mein“ Rezept nebst Flechtanleitung findet sich hier: https://www.oetker.de/rezepte/r/hefezopf.“

Barbara Poltrock, Projektmanagement

 

„In diesem Jahre freue ich mich tatsächlich noch mehr als sonst auf Ostern. Über die Feiertage können mein Mann und ich (nach ein paar Wochen des doch recht aufwendigen Jonglierens zwischen Arbeiten aus dem Homeoffice, Kleinkindbetreuung, Homeschooling und Haushalt) einmal durchatmen und die Familienzeit etwas ruhiger angehen lassen. Sicher wird auch mit den Kindern wieder viel gelesen. Für unsere jüngste Tochter sind momentan, wie passend zu Ostern, die Kinderbücher der ‚Hasenkind‘-Reihe von Jörg Mühle (Moritz Verlag) der Hit. In diesen schlicht, aber liebevoll gezeichneten Mitmachbüchern unterstützen die jüngsten Leserinenn und Leser das Hasenkind in Situationen mit einem gewissem Konfliktpotenzial: Nach einem Sturz („Da kommt ja sogar Blut!“) verarzten sie das Hasenkind mit einem Pflaster, nach dem Haarewaschen am Badetag (auch noch mit Shampoo …) pusten sie seine Haare trocken und sie begleiten es am Abend mit Ohrenkraulen ins Bett. Hier dürfen die kleinen Helferinnen und Helfer viel gelobt werden, sodass das die Hasenkindbücher ein absolut positives Leseerlebnis bieten und zu einem hoffentlich entspannten Osterfest für die ganze Familie beitragen können.“

Rebekka Peters, Human Resources und Vendor Management

Photo by Sven Brandsma on Unsplash

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„In andere Welten eintauchen? Kann man auch zu Hause! Und das nicht (nur) mit einem guten Buch. Die unterschiedlichsten Museen in der ganzen Welt haben sich mit Google zusammengetan und unter artsandculture.google.com ein einzigartiges kulturelles Angebot ins Leben gerufen: kostenlose, virtuelle Ausstellungen in englischer Sprache. Zwischen unglaublichen Fotos buchstäblich weit, weit entfernter Galaxien (NASA) und dem revolutionären Lichtspiel des Impressionismus (bspw. Musée d’Orsay) bis hin zu den Höhlenmalereien der weltweit ersten, jahrtausendealten ‚Kunstgalerie‘ (UNESCO-Weltkulturerbe Grotte Chauvet) kann ich gar nicht anders, als dem jetzigen Quarantäne-Alltag etwas zu entfliehen. Was steht wohl in dem Brief, den ein ‚Brieflesendes Mädchen am offenen Fenster‘ (Jan Vermeer, Gemäldegalerie Alte Meister, Staatliche Kunstsammlungen Dresden) studiert? Wie riechen und schmecken wohl die mühsam geernteten Kartoffeln, die von den Bauern in dem Bild ‚Die Kartoffelesser‘ (Vincent Van Gogh, Kröller-Müller Museum) mit dreckigen Händen verzehrt werden? Zugegeben, ein virtueller Museumsbesuch wird nie an das echte, physische Erlebnis Angesicht (Kunstwerk) zu Angesicht herankommen. Trotzdem haben Online-Ausstellungen auch ihre Vorteile – keine Warteschlangen vor dem Eingang, genug Zeit, um jedes Werk so lange zu betrachten, wie man möchte, ohne dabei von Menschenmassen umlagert zu werden, und vor allen Dingen: keine Ansteckungsgefahr.“

Marie Kneller, Projektmanagement Kommunikation, Accounting und Vendor Management

 

„In diesen Zeiten können sich die Tage mitunter hinziehen. Ein spannender Film für die Ostertage ist da eine willkommene Abwechslung – wie zum Beispiel der argentinische Thriller ‚In ihren Augen‘ (Originaltitel: El secreto de sus ojos) aus dem Jahr 2009. In dem oscarprämierten Film geht es um den pensionierten Gerichtsbeamten Benjamín Esposito, welcher beschließt, im Jahr 2000 einen Roman zu schreiben. Dieser basiert auf einem seiner eigenen Fälle, der ihn auch 25 Jahre später nicht loslässt: die Vergewaltigung und anschließende Ermordung der jungen Liliana Colotto im Jahr 1974. Die Kriminalgeschichte, in Rückblenden erzählt, zeichnet zugleich ein Bild der aufkommenden Militärdiktatur der 70er Jahre in Argentinien sowie Espositos unerwiderte Liebe zu seiner Vorgesetzten, mit der er damals den Mordfall untersuchte. Der Film schafft es, eine düstere Atmosphäre zu erzeugen, und lässt beim Zuschauer ein immer stärker pulsierendes Gefühl aufkommen, dass Esposito damals etwas übersehen hat – sei es auch nur ein Detail. Nicht zu verwechseln ist der Film übrigens mit dem Hollywood-Remake ‚Vor ihren Augen‘ (Originaltitel: Secret in Their Eyes) aus dem Jahr 2015, das bei Weitem nicht an das Original heranreicht. Wer sich aber an das Original hält, kann sich auf einen Fingernägel und Popcorn kauenden Abend daheim freuen.“

Ant Kahramanoglu, Inhouse-Übersetzer

 

„Egal, ob im Homeoffice oder im Büro: Es liegen anstrengende Tage hinter uns. Die aktuelle Situation ist für uns alle in vielerlei Hinsicht belastend. Umso schöner ist es, an den vor uns liegenden Osterfeiertagen das gute Wetter nutzen zu können, um zu entspannen und wieder ein wenig Kraft zu tanken. Als Outdoor-Fan bin ich dazu immer gerne draußen unterwegs. Und da man im Augenblick weder weiter wegfahren kann sowie touristische Ziele eher meiden sollte, kann ich als ‚Geheimtipp‘ für eine kleine Wanderung das ‚Versmolder Bruch‘ sehr empfehlen. Das bereits 1990 unter Naturschutz gestellte Gebiet ist das drittgrößte Feuchtwiesenschutzgebiet im Kreis Gütersloh und umfasst insgesamt rund 265 Hektar. Es gibt einen knapp drei Kilometer langen Rundweg, der alleine, zu zweit, aber auch gut mit der Familie erwandert werden kann. Dabei kann man Schmetterlinge, Heuschrecken oder Libellen entdecken, den Galloways beim gemütlichen Grasen zuschauen, von einer Beobachtungsplattform die zahlreichen Vogelarten beobachten oder einfach die wunderbar ruhige Natur genießen. Das Bruch mit seinem beeindruckenden Erlenbruchwaldvorkommen ist südlich von Versmold zwischen den Auebereichen der Bäche Aabach, Neue und Alte Hessel gelegen. Weitere Informationen findet man unter https://www.versmold.de/de/freizeit-und-tourismus/versmold-entdecken/gruene-oasen/Versmolder-Bruch.php oder https://goo.gl/maps/thwbjWCfYKL6xkMD9.“

Jörg Vogt, Geschäftsführer

Interview mit Jörg Vogt: Sprache als Treiber für Wachstum

Für den Club Report des Marketing Club OWL hat unser Geschäftsführer Jörg Vogt ein Interview gegeben, welches wir im Folgenden in kompletter Form zur Verfügung stellen möchten:

 

Mit Wachstum ist Jörg Vogt als Geschäftsführer der Sprachenfabrik bestens vertraut. Innerhalb von fünf Jahren wuchs die Bielefelder Agentur von einem Übersetzungsdienstleister mit drei Angestellten auf ein Unternehmen mit 15 Angestellten und einem großen Netzwerk an Partnern, Standorte in Düsseldorf und Berlin mit eingeschlossen. So einfach es zunächst klingen mag: Wachstum hat die Agentur für internationale Kommunikation groß gemacht. Aber hier ist es durchaus doppeldeutig zu verstehen. Denn das eigene Wachstum führt der geschäftsführende Gesellschafter vor allem auch darauf zurück, dass er mit seinen Mitarbeitern in den vergangenen Jahren vor allem anderen beim Wachsen geholfen hat. Als Spezialist für Sprache, Marketing und seit einiger Zeit auch strategische Kommunikation. Jörg Vogt im Gespräch mit dem Club Report.

Herr Vogt, Sprache als Mittler ist uns als Konzept ja bekannt. Aber Sprache als Wachstumstreiber?

Ich könnte jetzt verschiedene philosophische Konzepte bemühen – aber im Prinzip ist die Sache klar und simpel. Wer heute wachsen möchte, der tut das nur mit Sprache. Er muss Kunden emotional ansprechen, sein Produkt präzise präsentieren und sich dazu noch kreativ unterscheiden. Und das wenn möglich auch noch in allen relevanten Sprachen. Denn eines ist klar: Wachstum beschränkt sich heutzutage in den seltensten Fällen auf die Region oder nur Deutschland. Wer heute wächst, der macht das weltweit. Und dabei können wir helfen.

Wie können Sie helfen?

Unser Unternehmenskern sind ja Übersetzungen. Da kommen wir her, das ist nach wie vor ein wichtiger Teil unserer Identität. Wir haben aber in den vergangenen Jahren schnell gemerkt, dass die Kunden noch viel mehr brauchen, als einfach einen deutschen Text ins Italienische zu übersetzen. Die Kunden haben uns gefragt, ob wir ihnen nicht gleich auch den Ausgangstext dazu liefern können. Und da unser Selbstverständnis von Anfang das eines serviceorientierten Problemlösers war, haben wir das einfach gemacht. Dazu haben wir anfangs noch punktuell externe Dienstleister aus unserem Netzwerk angesprochen. Inzwischen ist es uns gelungen über die Jahre massiv selbst Kompetenz aufzubauen und bilden in Kombination mit starken externen Partnern das gesamte Leistungsspektrum einer Kommunikationsagentur ab – mit internationaler Spezialisierung. Das bedeutet: Vom strategischen Kommunikationskonzept über die Pressemitteilung bis hin zum Imagefilm können wir alles liefern. In allen Sprachen und derselben Professionalität wie sie unsere Kunden von unseren erstklassigen Übersetzungen und Dolmetschprojekten gewohnt sind.

Wer ist ihr typischer Kunde?

Wir haben ungefähr 300 Kunden, die wir regelmäßig betreuen. Das geht von der kleinen Übersetzung über die Abwicklung der mehrsprachigen Kundenzeitschrift bis hin zum internationalen Kommunikationskonzept für einen mehrsprachigen Markteintritt. Typischerweise arbeiten wir mit Kunden aus dem Bereich KMU, also kleine und mittlere Unternehmen, zusammen. Dieses Segment steht aktuell massiv vor der Herausforderung, sich nach außen zu öffnen und neue Länder als Markt zu erschließen. Wir begleiten unsere Kunden dabei. Der Vorteil ist deutlich. Wir bieten alle Dienstleistungen aus einer Hand und minimieren somit die Transaktionskosten beim Kunden. Die Abläufe werden so sehr effizient, wovon der Kunde sowohl beim Preis als auch bei der Schnelligkeit profitiert. Und das bei garantierter exzellenter Qualität. Oder um es anhand eines Beispiels deutlich zu machen: Bei der Sprachenfabrik bekommen Sie die chinesische Pressemitteilung vom Briefing bis zum Versand über den exklusiv erstellen Presseverteiler in maximal drei Tagen. Denn unsere Kompetenz ist alles, was mit Sprache zu tun hat.

Wir feiern den 25.000. Auftrag mit Plunet BusinessManager und 5 Jahre Sprachenfabrik

Schon seit Wochen fieberten wir darauf hin, im Juli war es dann so weit: Unsere Kollegin Olesya legte Auftrag Nr. O-25000 in unserem Projektmanagementsystem Plunet BusinessManager an. Seit 2012 arbeitet unser Team mit dem webbasierten Tool, das uns tagtäglich die Arbeit erleichtert.

 

Rückblick: Sieben Jahre Zusammenarbeit mit der Plunet GmbH

Zum Zeitpunkt der Implementierung des Plunet BusinessManagers waren wir noch Teil der Medienfabrik Gütersloh GmbH und arbeiteten mit einem kleinen Team im Corporate Center von Bertelsmann. Mit der Anzahl unserer Aufträge wuchs jedoch auch der Bedarf nach einer Lösung, die uns aufwendige Arbeit beim händischen Anlegen der Aufträge in unserer Datenbank ersparte, die Suche nach geeigneten Freiberuflern vereinfachte sowie eine Schnittstelle zu einem CAT (Computer-Aided Translation)-Tool ermöglichte. Der Plunet BusinessManager konnte uns all das bieten.

 

„Als interner Sprachdienstleister von Bertelsmann hatten wir seinerzeit eine sehr homogene Auftragsstruktur. Durch die schrittweise Öffnung hin zum freien Markt wurde unsere Kundenstruktur immer vielschichtiger – und damit auch unser Sprach-, Fachgebiets- und Leistungsportfolio. Wir haben rechtzeitig erkannt, dass unsere bis dato recht einfache Verwaltungssystematik diesen komplexeren Ansprüchen nicht mehr genügen würde, und sind mit Plunet auf ein Projektmanagementsystem umgestiegen, das maßgeschneidert für die Ansprüche eines unabhängigen Sprachdienstleisters ist. Seither arbeiten wir in engem Kontakt mit dem Plunet-Team kontinuierlich daran, das System für uns so effizient wie möglich zu nutzen und um für uns wichtige Funktionalitäten zu erweitern.“

Jörg Vogt, Geschäftsführer der Sprachenfabrik GmbH

 

Individueller Support durch das Plunet-Team

Über die Jahre hinweg vergrößerten sich unser Team, die Zahl unserer Kunden sowie unser Freiberuflerpool und unsere Anforderungen mehrten sich. Dabei konnten wir stets auf den individuellen Support des Plunet-Teams zählen, welches den BusinessManager ebenfalls laufend weiterentwickelte und dabei sogar unsere individuellen Bedürfnisse berücksichtigte.

 

„Herzlichen Glückwunsch zu diesem ganz besonderen Jubiläum! Ob Prozessautomatisierung, CAT-Tool-Integrationen oder ein verfeinertes Qualitätsmanagement, die Sprachenfabrik hat unsere Angebotspalette stets sehr erfolgreich für ihre Ziele genutzt. Ich freue mich, dass ich die Sprachenfabrik bei ihrer Arbeit mit Plunet von Anfang an unterstützen konnte.“

Christian Frick, Senior Business Development Manager, Plunet GmbH

 

Auch die Tiefe der Nutzung änderte sich nach und nach. Während wir den BusinessManager zu Beginn vornehmlich zur Auftragsabwicklung nutzten, bilden wir mittlerweile den gesamten Projektprozess von der Angebotserstellung über die Auftragsabwicklung bis hin zur kompletten Rechnungsbearbeitung im System ab. Darüber hinaus erstellen wir sämtliche Business-Analysen und organisieren das Qualitäts- und Vendormanagement mit dem System.

 

„In meiner täglichen Arbeit schätze ich an Plunet insbesondere, dass wiederkehrende Arbeitsschritte über Aufträge aller Art hinweg automatisiert werden. Das Arbeiten mit Auftragsschablonen, die Textanalyse über die Schnittstelle zu unserem CAT-Tool MemoQ, die Verwaltung der Eingangs- und Ausgangsrechnungen direkt im System sind Beispiele für Funktionen des Tools, mit denen ich Zeit bei klassischen Verwaltungstätigkeiten einspare. So kann ich mich stärker auf die individuelle Betreuung unserer Kunden und ihre Texte konzentrieren.“

Olesya Andronova, Projektmanagement

 

25.000 Aufträge und fünf Jahre Sprachenfabrik – gleich zwei gute Gründe zum Feiern

Alles in allem ist unsere Arbeit mit dem Plunet BusinessManager eine echte Erfolgsstory. Doch dies war nicht das einzige Jubiläum, das wir in diesem Sommer feiern durften: Am 1. September jährte sich nämlich die Gründung der Sprachenfabrik GmbH bereits zum 5. Mal. Wir hoffen auf viele weitere Jubiläen, die wir mit Plunet und mit unseren Kunden feiern dürfen!

 


 

 

Über Plunet

Die Plunet GmbH – mit Niederlassungen in Würzburg, Berlin und New York – entwickelt und vertreibt das Business- und Übersetzungsmanagement-System Plunet BusinessManager, die weltweit führende Managementlösung für die Übersetzungs- und Lokalisierungsbranche. Plunet BusinessManager bietet von der Kundenanfrage über das Angebots-, Auftrags-, Job- und Rechnungsmanagement bis hin zum Reporting alles in einer Lösung. Erweiterungen für Dolmetschprojekte und für das Qualitätsmanagement sowie Integrationen mit CAT- und Finanzbuchhaltungstools sorgen zusätzlich für eine gesteigerte Automatisierung und Effizienz der Arbeitsabläufe. Mithilfe des konfigurierbaren Systems ist zudem die Anpassung von Funktionen und Erweiterungen an individuelle Bedürfnisse möglich.

Unsere Übersetzer stellen sich vor – Delphine aus Frankreich

Wer bist du? Stell dich bitte kurz vor.

Ich heiße Delphine und übersetze aus den Sprachen Deutsch, Englisch, Niederländisch und Spanisch ins Französische. Schon als Kind hatte ich eine Leidenschaft für Fremdsprachen und ich habe daher mit 9 Jahren angefangen, Englisch zu lernen, indem ich als Austauschschülerin nach England ging. Zwanzig Jahre später finde ich Sprachen immer noch so faszinierend – Chinesisch und Kroatisch habe ich auch versucht zu lernen, so gut ging das aber nicht….

 

Wie lange arbeitest du schon mit uns zusammen?

Ich arbeite seit 2017 mit der Sprachenfabrik zusammen.

 

Welche Art von Texten übersetzt du besonders gern? Was sind deine Fachgebiete?

Ich übersetze unheimlich gerne Magazine. Ich finde es sehr befriedigend und lerne gerne etwas über die Themen, um die es darin geht. Ich übersetze meistens allgemeine Texte aus dem Bereich Marketing und Kommunikation, das gefällt mir am besten.

 

Ich arbeite gern mit der Sprachenfabrik zusammen, weil …

… das Projektmanagementteam immer so freundlich und hilfsbereit ist. Weil ich das Gefühl habe, mit Kollegen zu arbeiten, die ich auch ein bisschen kennenlernen kann. Und auch weil 95% der Texte mir richtig viel Spaß machen. So etwas weiß ich zu schätzen!

 

Du warst gerade längere Zeit in Neuseeland unterwegs. Wie ist es dir dort ergangen und was hat das für deine Arbeit als Übersetzerin bedeutet?

Ich war tatsächlich gerade acht Monate lang in Neuseeland unterwegs. Da war ich schon einmal vor anderthalb Jahren für 6 Wochen zu Besuch, und ich habe mich in das Land total verliebt. Als ich nun längere Zeit dort war, habe ich die meiste Zeit wie eine „Digital Nomad“ als Übersetzerin gearbeitet. So leicht ist das tatsächlich gar nicht! Ich hatte nicht erwartet, dass es so mühsam ist, einen Ort zu finden mit einem Tisch, an dem man gemütlich sitzen kann und 8 bis 10 Stunden am Tag arbeiten kann, und sich immer wieder an eine neue Umgebung gewöhnen zu müssen. Immer wieder habe ich auch erst in letzter Minute erfahren, dass es in Neuseeland einen Feiertag gab, und weil ich es nicht wusste, musste ich alleine zu Hause arbeiten, während alle meine Freunde zusammen zum Strand fuhren …

Aber mich beklagen darf ich ja nicht. Nicht viele Leute haben die Gelegenheit, um die Welt zu reisen, ohne sich Gedanken um das Geld zu machen, weil man auch gleichzeitig eine Arbeit leistet, die man liebt. Ich erhole mich gerade zu Hause, und in ein paar Monaten geht’s wieder los!! 🙂

Alles rund um die Wiesn – ganz offiziell jetzt auch auf Englisch!

Nützliche Infos zur Anreise, alles zu den Festzelten und Fahrgeschäften und Wissenswertes über die Traditionen zum Oktoberfest: Dank unserer Unterstützung findet man die offizielle Website der Landeshauptstadt München zur Wiesn unter https://www.oktoberfest.de/en nun auch in englischer Sprache.

 

Reibungslose Abläufe und optimale Übersetzungsqualität dank MemoQ

Für unseren Kunden „Portal München Betriebs-GmbH & Co. KG“, den Betreiber des offiziellen Stadtportals muenchen.de, haben wir binnen weniger Wochen die gesamte offizielle Internetpräsenz des Oktoberfests ins Englische übertragen. Durch die Arbeit mit unserem Translation-Memory-System MemoQ konnte unser Übersetzerteam eine konsistente Terminologie und die einheitliche Übersetzung wiederkehrender Textbausteine garantieren.

 

Hendl, Loferl, Schuhplattler: eine Herausforderung (nicht nur) für Nichtmuttersprachler

Dabei war die Übersetzung für unsere englischen Muttersprachler nicht nur Herausforderung, sondern auch Lernprozess: So viel Lokalkolorit gibt es selten in den Texten, die wir für unsere Kunden übersetzen. Doch unsere Übersetzer hatten viel Spaß dabei und haben ganz nebenbei auch noch viel über bayerische Trachten, Traditionen und Speisen gelernt. Nun können auch sie top-informiert zum Oktoberfest fahren, wenn es im September wieder heißt: O’zapft is! Der Countdown läuft bereits auf der Startseite von Oktoberfest.de.

Appreciating your own culture!

Hi! My name is Molly and since July, I have been working as a translation intern at Sprachenfabrik as part of my degree course in Modern Languages at Durham University.

The opportunity to spend an extended period of time abroad has given me the chance to not only explore a different culture, but also to reflect upon that of my own country, England, and more specifically my county, Wiltshire.

Wiltshire is quintessentially English: full of picturesque villages with thatched cottages, farms and beautiful countryside. It is famed for its idyllic views and an abundance of areas to walk – even in the rainy months, walkers will be seen making their way around the White Horses on the downs, walking sections of the 87 mile Ridgeway pass, a route used since prehistoric times, or taking in the breathtaking views of the Cotswolds. The county has its own cycle route, The Wiltshire Cycle Way, which I cycled with my dad a couple of years ago. It was very hilly – much to my horror – but the view from the top made it worth it! The route passes through Salisbury Plain, which is used as a military training ground and is also a stunning place to visit, although the sights and sounds of army tanks may initially put you off!

Wiltshire is home to a UNESCO World Heritage site in the form of Stonehenge and Avebury. These Neolithic monuments are hugely popular tourist attractions and places of religious importance for the Druid and Pagan community. Every year on the day of the Summer Solstice, thousands of people gather at the two sites to celebrate the longest day and watch the sunrise. The pictures always look so magical and it is definitely on my bucket list to go one year!

There are many sites in Wiltshire which are well worth a visit, such as Salisbury Cathedral. This famous cathedral has the tallest church spire in the UK and an original copy of the Magna Carta is situated within the cathedral grounds. Another town to take a look at is Cricklade, the first town on the Thames; it is an unspoiled town where a rare flower, the Snakeshead Fritillary, blooms each year – with the backdrop of the church, it is a must for nature enthusiasts.

It is safe to say that upon arrival in Germany I was (and still am) very happy with the amount of sun in comparison to home and am fully taking advantage of it! I was also very amused on seeing a red English telephone box in the Altstadt! My time exploring Bielefeld’s culture so far has been wonderful and I am absolutely delighted with the array of cafés and bakeries. As of yet, I have only just touched upon the area’s history by visiting Sparrenburg and a couple of museums, however over the course of the next 5 months, I fully intend to delve deeper into Bielefeld’s rich culture and heritage!

Von Stutenkerlen und Weckmännern

In einer hiesigen Zeitung war in der letzten Woche zu lesen, dass die traditionellen St. Martinsumzüge im Rheinland UNESCO Weltkulturerbe werden sollen. Diese Umzüge gibt es nicht nur im katholischen Rheinland, auch in (Ost-)Westfalen erfreuen sich die Fackel- und Laternenzüge mit einem reitenden Martin großer Beliebtheit, genau wie der gebackene Stutenkerl (andernorts auch Weckmann genannt), den jedes Kind zum Ende erhält.

Nach über 20 Jahren im bayrischen Exil musste ich dieses Jahr sogar meinem knapp 50-jährigen Bruder zwei Exemplare per Express zusenden (nachdem er sie in der „Sendung mit der Maus“ (wieder-)entdeckt hatte). Genau wie in Bayern kennt man das Gebäck mit der klassischen weißen Tonpfeife in vielen anderen deutschen Regionen nicht.

Da können wir gerne helfen, denn künftig kann man den Stutenkerl auch selbst backen: Unser Kunde RBV Birkmann ist Spezialist für Backformen und –accessoires jeglicher Art und hat als ostwestfälisches Unternehmen selbstverständlich auch die passende Ausstechform für den Stutenkerl nebst Tonpfeifen im Angebot. Wir wünschen viel Spaß beim Ausprobieren des Rezepts!

 

Um 4 leckere Stutenkerle zuzubereiten, benötigen Sie:

250 g Quark, 80 ml Milch, 70 ml Öl, 200 g Zucker, 2 Vanilleschoten, 1 Prise Salz, 475 g Mehl, 1 1/2 Päckchen Backpulver, je nach Geschmack 1 TL Kardamon und 1 TL Zimt, ca. 20 Korinthen zur Verzierung

Zubereitung

Quark, Milch, Öl, Zucker, das Mark der Vanilleschoten und eine Prise Salz miteinander verrühren. Mehl mit Backpulver mischen und hinzufügen. Je nach Geschmack Kardamom und Zimt unterrühren.

Alle Zutaten mit den Knethaken des Handrührgerätes zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig zu einer Kugel formen, in Folie wickeln und ca. 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

Den Teig auf einer Back- und Ausrollmatte (alternativ auf einer bemehlten Arbeitsfläche) mit Teigstäben ca. 5 mm dünn ausrollen und ausstechen.

Für Augen, Mund und Knopfleiste Korinthen leicht in den Teig drücken. Tonpfeifen auflegen und den Arm leicht darüber schlagen.

Auf der Back- und Ausrollmatte (alternativ auf Backpapier) im vorgeheizten Backofen (Ober-/Unterhitze 200 °C, mittlere Schiene) ca. 12 – 15 Minuten backen.

Die Stutenkerle auf einem Kuchengitter gut auskühlen lassen.

 

Quelle: www.backfreunde.de

Entdecke die Möglichkeiten… von Naturkosmetik

ANNEMARIE BÖRLIND Hyaluronic Eye Pads_Presseformat_3336Übersetzungen für den Naturkosmetik-Hersteller Annemarie Börlind

(von Barbara Poltrock)

Wir fertigen tagtäglich für unsere Kunden Übersetzungen unterschiedlichster Texte an: von topaktuellen News fürs Firmen-Intranet über vertrauliche Vertragsdokumente bis hin zu komplexen Bedienungsanleitungen und informativen Produktbeschreibungen – und das für sehr verschiedene Branchen! Als Projektmanagerin beeindruckt mich diese Bandbreite immer wieder und nicht selten fasziniert es mich, welch spannende Themen unsere Kunden an uns herantragen. Offenheit für neue Themen ist daher die beste Voraussetzung für einen abwechslungsreichen und spannenden Job, das gilt für Projektmanager und Übersetzer gleichermaßen.

Besonders neugierig gemacht haben mich die zahlreichen Texte für die naturkosmetischen Produkte, Proben oder Displays unseres Kunden Annemarie Börlind. Obwohl ich ein Schmink- und Eincreme-Muffel bin, wollte ich dann doch das eine oder andere Produkt mal testen. Ähnlich wie mir ging es auch unseren überwiegend weiblichen Übersetzerinnen aus dem Börlind-Team, die sich für ihre Übersetzungen natürlich inhaltlich noch stärker mit den Produkt(text)en auseinandersetzen als ich. Und so kam es dazu, dass einige Kolleginnen und ich mit freundlicher Unterstützung von Börlind ein wenig in die Produktwelt der Naturkosmetik eintauchen konnten.

Die Hälfte der Kolleginnen hatte bereits mehrfach für andere Kosmetikmarken und Pflegeprodukte Übersetzungen angefertigt, aber bislang noch nicht aus dem Bereich Naturkosmetik. Besonders Marianne und Kaisu hatten sich sehr gefreut, Texte für Naturkosmetika zu übersetzen, da beide sich privat gerne mit diesen Produkten pflegen. Zwei anderen Kolleginnen geht es wie mir: Ihnen reichen die Bio-Tagescreme aus der Drogerie und die Mascara für den Gang aus dem Haus. Die Marke Annemarie Börlind war den meisten bisher kein Begriff, nur zwei Übersetzerinnen kannten die Marke: Chiara hat eine Freundin, die begeistert ist von den Produkten, während Marianne sogar schon eine Reportage zu Annemarie Börlind im Fernsehen gesehen hatte. Ähnlich wie ich waren die Kolleginnen nach den ersten Übersetzungen neugierig auf die Marke – O-Ton Mathilde: „Genau wie ich Lust habe, Schokolade zu essen, wenn ich Texte dazu übersetze“. Kaisu lobt die Beschreibungen und Hintergrundinfos zu den hochwertigen Kosmetika und Marianne hat sogar umgehend Produkte im Onlineshop bestellt. Umso größer war die Freude über das kleine Päckchen mit einigen Produktproben, die auch prompt getestet wurden. Der unmittelbare Effekt der Hyaluron-Augen-Pads haben Vicky und mich total begeistert, Delphine hatte Spaß bei der Anwendung der Black Mask (mein Sohn auch, als er mich sah J) und lobte ihre geschmeidige Wirkung. Überzeugt haben Eleni die Intensivpflegemaske und das Enzympeeling, während Chiara und Marianne den Beauty Shot Vitamin Energizer für seine erfrischende und pflegende Wirkung gelobt haben.

Alle „Testerinnen“ haben es als positiv empfunden, ihre Übersetzungen endlich mal real am Produkt zu sehen. Dies ist selten der Fall, da viele Texte entweder für firmeninterne Zwecke benötigt werden oder nur online verfügbar sind und ein Großteil der Übersetzungen eher „schnelllebig“ und nicht immer langfristig relevant sind. „Es ist wunderbar, das Endprodukt zu sehen! Es beeinflusst die weiteren Übersetzungen positiv, denn ich weiß dann, in welchem Zusammenhang der Text rezipiert wird“, resümiert Mathilde zutreffend unsere kleine Exkursion in die Welt der Naturkosmetik.

Alles in allem haben wir die Produkte unseres Kunden unmittelbar kennengelernt, sind viel besser für weitere Übersetzungen gerüstet und zudem haben wir uns persönlich von der Effektivität der Naturkosmetik-Produkte von Annemarie Börlind überzeugen können – Schönheitspflege funktioniert auch ohne Chemie. Jetzt fehlt nur die Serie für den Mann, um auch unsere männlichen Kollegen noch zu überzeugen 🙂 !

Abenteuer Moskau

1Mein Name ist Charlie und ich studiere Deutsch und Russisch an der University of Durham in Großbritannien. Im Januar habe ich mein Praktikum in der Sprachenfabrik abgeschlossen und war nur für kurze Zeit nach England zurückgekehrt, um mich auf mein nächstes Abenteuer vorzubereiten: Fünf Monate in Moskau!

An viele Dinge musste ich mich zunächst gewöhnen: Zunächst einmal und wohl am offensichtlichsten die Sprache (als ich ankam, konnte ich kaum verstehen, was man zu mir sagte) und der dauerhafte Schneefall (der letzte Schneefall kam schließlich im Mai). Außer meiner fünfzehn Unterrichtstunden jede Woche, hatte ich nur wenige Verpflichtungen und so versuchte ich die Stadt ein bisschen besser kennenzulernen. Aber Moskau ist so groß und voller Leben, dass ich selbst am Ende meines Aufenthalts kaum die Hälfte der Museen, Parks und anderen Sehenswürdigkeiten, die ich mir ansehen wollte, von meiner Liste streichen konnte.

Meine Lieblingsplätze in Moskau sind sogenannte anti-cafes. Ein paar dieser Art gibt es auch in Großbritannien und Deutschland, aber in Moskau gibt es sie an jeder Ecke. Statt für das Essen und die Getränke zu zahlen, die man zu sich nimmt, zahlt jeder Gast für die Zeit, die er dort verbringt (üblicherweise zwei bis drei Rubel pro Minute). Normalerweise gibt es große Platten mit Gebäck, Kuchen und anderen Süßspeisen sowie verschiedene Arten Tee und Kaffee. Viele nutzen die Cafés als Arbeitsplätze: selbst in den späten Abendstunden kann man meist noch Menschen 2beobachten, die konzentriert an ihren Laptops tippen. Der besondere Reiz der Cafés liegt darin, dass sie oftmals etwas versteckt sind: in schmalen Seitengassen, in Gebäudekellern oder anderweitig mit bloßem Auge nicht direkt erkennbar. Das Finden eines solchen Cafés fühlt sich an, als bekäme man Zugang zu einem Geheimklub. In vielen davon gibt es Sofas, Bücherregale und Klaviere, als würde man in jemandes Wohnzimmer sitzen und in dieser entspannten, gemütlichen Atmosphäre verliert man schnell das Zeitgefühl. Mehr als einmal ging ich mit der Absicht dorthin, nur für eine Stunde zu bleiben, um zu arbeiten, und blieb dann doch den ganzen Nachmittag dort und gelegentlich sogar den ganzen Abend lang!

3Es war oft schwierig, Zeit zu finden, um sich mit meinen Freunden von der Universität zu treffen, die immer viel zu tun hatten. Unsere Pläne waren oft sehr spontan und nicht gut geplant. Das Verb погулять (pogulyat’), das übersetzt „Spazierengehen“ heißt, schien immer aufzutauchen, egal welchen Vorschlag ich machte: Wenn wir nicht in einem anti-café saßen, verbrachten wir einen Großteil unserer Zeit damit, ziellos durch die Stadt zu bummeln. Obwohl meine russischen Freunde immer darauf bedacht waren, jede Minute ihrer Arbeitszeit effizient zu nutzen, so schienen sie immer froh zu sein, wenn wir uns trafen und ließen die Stunden sorglos verstreichen.

Ich erlebte dieses Phänomen auch in einer ziemlich anderen Situation, als eine russische Familie mich einlud, Ostern mit ihnen zu verbringen in einer orthodoxen Kirche am Rande von Moskau. Die Messe begann um Mitternacht am Ostersonntag und dauerte zweieinhalb Stunden (später erfuhr ich, dass dies nicht sehr lang ist für eine solche Messe). Gegen Ende war ich sehr müde, aber direkt danach gab es ein großes Festmahl, das das Ende der Fastenzeit einläutete. Menschen jeden Alters waren da, von kleinen Kindern bis hin zu den Großeltern, und alle sprachen sie mit mir über Russland, Arbeit und Schule und tausend andere Dinge. Abgesehen von einem Jungen, der schlafend in der Ecke der Kirche lag, schien es keinen zu stören, dass es mitten in der Nacht war. Als wir schließlich heimkehrten, war die Sonne bereits aufgegangen.

Ich bin mittlerweile wieder nach Durham zurückgekehrt, wo ich mich langsam wieder an die Routine des Alltags gewöhne. In Moskau zu leben war durchaus mit Herausforderungen verbunden, aber ich werde definitiv die Möglichkeiten vermissen, die sich mir mit viel Freizeit in einer solchen großen Stadt boten. Ich kann es kaum erwarten, zu sehen, welches Abenteuer mich als nächstes erwartet.

Kinderbuchklassiker aus aller Welt – unsere Übersetzer verraten ihre Favoriten

Start unserer Serie: Wimmelbücher

Seitdem ich Mutter bin, treibe ich mich ständig in der Kinderbuchabteilung der Buchhandlung herum – aber nicht, weil mein Sohn dort alles auf den Kopf stellt. Vielmehr begeistern auch mich die tollen Geschichten und gut illustrierten Bücher, eine Mischung aus Déjà-vu und Renaissance. Und mit jedem weiteren Jahr und zahlreichen Neuerscheinungen eröffnen sich mir neue, aber auch wiederentdeckte Welten bzw. Klassiker. Beim letzten Vorlesetag in der Schule habe ich beispielsweise aus dem Buch „Die kleine Hexe“ von Otfried Preußler vorgelesen – ich konnte mich kaum an die Geschichten erinnern und war begeistert, genau wie mein Sohn! Neu entdeckt habe ich dann zufällig einen (schwedischen) Klassiker, den die Buchhändlerin mir empfahl und eine andere, etwa 60-jährige Dame sagte: „Latte Igel kenn ich auch noch, ein Klassiker!“ Warm ums Herz wurde es mir in den Ferien, als wir an einem Regentag das Museum der Augsburger Puppenkiste besucht haben und ich meine Kinderbuch- (und Fernseh-)Helden Jim Knopf, Lukas oder das Urmel dort gesehen habe. Aber auch das wunderschön illustrierte Buch von 2014 über die Maus „Lindbergh“, die von Hamburg nach New York flog, ist für mich ein Klassiker-to-be.

Spannend ist daher für mich die Frage, welche Klassiker/Topseller es außerhalb Deutschlands gibt, die sich, vielleicht sogar international, ihren festen Platz in Kinderbuchregalen erobert haben, aber hierzulande gar nicht so bekannt sind wie etwa Pippi Langstrumpf oder Michel (bzw. Emil) aus Lönneberga. Viele unserer Übersetzer haben in ihren verstaubten Bücherkisten gekramt, Freunde gefragt oder sind einfach in die heimische Buchhandlung gegangen und haben uns spannende Bücher ausgesucht, die wir künftig in loser Folge hier im Blog vorstellen werden – wir freuen uns über weitere Ideen und Tipps zu dem Thema!

Unsere kleine Serie beginne ich heute mal mit einer deutschen Bilderbuch-„Institution“, es geht um die Wimmelbücher: Das sind großformatige Bilderbücher, gefüllt mit unzähligen Geschichten und voller fantastischer und lustiger Bilderwelten, in denen Groß UND Klein immer wieder etwas Neues entdecken kann. Als einer der Väter der Wimmelbücher gilt Ali Mitgutsch, der 1968 sein erstes Wimmelbuch veröffentlichte. Auch den Erfinder des Bestsellers „Die Abenteuer der schwarzen Hand“(1964), Hans Jürgen Press, kann man dazu zählen, obwohl er sich mit seinen Detektivgeschichten und Zeichnungen an Schulkinder statt an die Allerkleinsten gewandt hat. International ein absoluter Spitzenreiter unter den Wimmelbüchern ist der englische Titel „Where is Wally“ von Martin Hanford, der in 33 Ländern und in 22 Sprachen 43 Millionen Mal verkauft wurde. Mein Favorit jedoch ist die Wimmlingen-Reihe von Rotraut Susanne Berner: In fünf Büchern werden Szenen an denselben Orten in der Stadt Wimmlingen gezeigt, jeweils zu einer anderen Jahreszeit sowie in einer Sommernacht. Was haben wir nicht alles entdeckt in den vier Jahren, in denen die Bücher bei uns hoch im Kurs standen: Wie aus dem Motorradfahrer ein Weihnachtsmann wurde; wo sich auf jeder Seite der Papagei Niko versteckt hat, nachdem er ausgebüxt ist aus seinem Käfig; wie die Polizei nicht nur den Radfahrer ohne Licht, sondern auch den Einbrecher auf frischer Tat im Buchladen ertappt hat – und noch so viel mehr gab es zu entdecken in diesen wundervollen Büchern der mit dem international renommierten Hans Christian Andersen-Preis ausgezeichneten Illustratorin. Diese Buchreihe ist zwar erst 10 Jahre alt, aber in unserer Familie ist sie schon jetzt ein Muss für alle folgenden Generationen und Buchanfänger. Und erfreulicherweise gibt es die Bücher auch in anderen Sprachen – wobei das eigentlich gar nicht notwendig ist, die Bilder sprechen ja für sich und so ist Wimmlingen einfach überall!

Demnächst folgen an dieser Stelle weitere Beiträge, in denen einer unserer Übersetzer von seinem oder ihrem liebsten Kinderbuch erzählt – wir freuen uns darauf!

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