Inside Sprachenfabrik

Wie arbeitet ein*e Projektmanager*in?

Hallo, liebe Blog-Leser*innen! Ich bin Angelika, die aktuelle Projektmanagement-Praktikantin in der Sprachenfabrik, und studiere Fachübersetzen für Englisch an der TH-Köln. Da mein Studium überwiegend mit dem Berufsbild „Übersetzer*in“ assoziiert wird, ist vielen meiner Bekannten gar nicht bewusst, dass man bei der Wahl des Praktikums oder in der späteren Berufslaufbahn auch einen anderen Weg einschlagen kann: das Projektmanagement. Gerade für Praktikumsinteressent*innen und Absolvent*innen möchte ich deshalb dieses Berufsbild gerne etwas näher vorstellen.

Projektmanagement bei einer Agentur für internationale Kommunikation

Als Agentur für internationale Kommunikation bietet die Sprachenfabrik sämtliche Kommunikations- und Sprachdienstleistungen an. Als Projektmanager*in bin ich dabei das Bindeglied zwischen den Kund*innen und den (meist freiberuflichen) Dienstleister*innen, also den Übersetzer*innen, PR-Berater*innen, Lektor*innen und vielen anderen Sprachprofis, die es in unserem Pool gibt. Aber was bedeutet das konkret?

Projektvorbereitung

Mit dem Wunsch unserer Kund*innen, eine Sprachdienstleistung in Anspruch zu nehmen, beginnt die Projektvorbereitungsphase. Im Projektmanagement steht man schon vor Auftragserteilung beratend zur Seite, bespricht sowohl intern als auch extern mögliche Herangehensweisen (insbesondere bei komplexeren Projekten) und fragt gegebenenfalls schon entsprechend qualifizierte Dienstleister*innen an. Auch die Vorbereitung eines Kostenvoranschlags gehört dabei zu den Aufgaben im Projektmanagement.

Projektdurchführung

Wird ein Auftrag erteilt, erstellen wir aus Basis der Auftragseckdaten einen Termin- und Ressourcenplan und hinterlegen den Auftrag in unserem Projektmanagement-System Plunet BusinessManager. Anschließend folgt die Beauftragung der passenden Dienstleister*innen.
Hier endet die Arbeit im Projektmanagement nicht, denn auch während des laufenden Projekts müssen bestimmte Prozesse zur Überwachung des Projektes durchgeführt werden. Dazu gehören beispielsweise die Einhaltung von Terminen und Deadlines, die Überwachung der Kosten bzw. des Budgets oder auch die Aktualisierung des Projektplans. Als Projektmanager*in ist man während der gesamten Projektdauer und darüber hinaus bei Fragen oder Anregungen seitens der Dienstleister*innen bzw. Kund*innen stets die erste Anlaufstelle.

Projektabschluss

Mit der Lieferung des Textes durch die Dienstleister*innen nähert sich das Projekt dem Ende. Für die Projektmanager*innen folgen nun sehr wichtige Aufgaben im Rahmen des Qualitätsmanagements, wie zum Beispiel der sog. QA-Check, den wir vor jeder Lieferung durchführen, das Aktualisieren der Übersetzungsdatenbestände oder auch die Feedbackweiterleitung an das Vendormanagement. Abschließende Aufgaben wie die Lieferung an unsere Auftraggeber*innen sowie die Nachbereitung des Projekts mit entsprechendem Wissensmanagement runden ein erfolgreich abgeschlossenes Projekt ab.

Schnittstelle sprachwissenschaftliches Studium und Projektmanagement

Der Alltag im Projektmanagement besteht demnach größtenteils aus administrativen Aufgaben, die vielfältig und abwechslungsreich sind, da jedes Projekt einzigartig ist. Zu einer reibungslosen Projektabwicklung ist Kommunikation der Schlüssel. Jedes Projekt geht mit bestimmten Herausforderungen einher, die man als Projektmanager*in annehmen muss. Aus diesem Grund ist es essenziell, eine klare Kommunikation gegenüber den Kund*innen, aber auch hinsichtlich der Arbeitsanweisungen an die jeweiligen Dienstleister*innen sowie innerhalb des eigenen Arbeitsteams zu pflegen.
Ein sprachwissenschaftliches Studium eignet sich demnach besonders für den Beruf als Projektmanager*in bei einem Sprachdienstleister und kommt der Kommunikation mit den oftmals internationalen Kund*innen zugute. Ein weiterer Vorteil ist das erforderliche Branchen-Know-how sowie das nötige Fachwissen, welches man in einem sprachwissenschaftlichen Studium lernt. An dieser Stelle ist jedoch anzumerken, dass neben dem Sprachbewusstsein eine strukturierte sowie ziel- und serviceorientierte Arbeitsweise gleichermaßen von großer Bedeutung sind.

Neugierig geworden? Hier bewerben!

Falls ihr euch jetzt für ein Praktikum in der Sprachenfabrik interessiert, schaut gern regelmäßig in unsere Stellenausschreibungen oder bewerbt euch gleich hier initiativ. Aufgepasst für alle Absolvent*innen und Berufserfahrene, die jetzt neugierig geworden sind: Ganz aktuell haben wir eine Stelle für Projektmanager Sprachdienstleistungen (m/w/d) ausgeschrieben. Wir freuen uns auf eure Bewerbungen!

Der Flachwitz-Selbsttest – zum Tag der schlechten Wortspiele

Heute ist der bundesweite Tag der schlechten Wortspiele. Dazu möchten wir weder erklären, was es damit genauer auf sich hat, noch beleuchten, warum Wortspiele lustig sind. Wir erklären Ihnen nicht, wie die einzelnen rhetorischen Figuren heißen und fassen auch nicht zusammen, auf welchem Stand die Humorforschung aus kommunikationsanalytischer Sicht gerade ist. Vielmehr möchten wir diesen „Feiertag“ zum Anlass nehmen, aus dem Sprachenfabrik-Nähkästchen zu plaudern.

So gibt es bei uns – nicht nur für eine Sprachenfabrik – obligatorische hauseigene Akronyme im Teamchat wie kkk (= kurz Kaffee kochen), knap (= kurz nicht am Platz) und entsprechend wap (= wieder am Platz). Darüber hinaus haben wir – so wie es in ganz OWL viele der sogenannten „Hidden Champions“ gibt – in der Firma einen ganz eigenen Hidden-Flachwitz-Champion: unseren Chef Jörg. Schon immer und mit einer gewissen Ausdauer hören wir von ihm Sprüche wie „See you later, Alligator“, „Tschüssikowski“ oder „Bis später, Peter“.

Der Flachwitz-Selbsttest

Damit aber nicht genug, denn in diesem Jahr kam es zu einer drastischen, zugegebenermaßen selbst verschuldeten Zunahme solcher Witzigkeiten: Zu seinem Geburtstag hat Jörg von uns ein Buch voller Flachwitze geschenkt bekommen. Seitdem läutet es im eben erwähnten Teamchat regelmäßig zum Flachwitz des Tages. Und die Belegschaft ist gespalten: in Flachwitzaspirant*innen und Augenverdreher*innen. Aber beurteilen Sie selbst. Fünf der besten (oder schlimmsten?) Flachwitze möchten wir Ihnen nachfolgend nicht vorenthalten:

Was ist grün und steht vor der Tür?
Ein Klopfsalat.

Meine Tante ist beim BND, deshalb nennen wir sie Top-Sigrid.

Von wem träumen Katzen? Vom Muskelkater.

Hab‘ bei Spiderman angerufen.
Aber er hatte kein Netz.

Was macht ein Donut beim Zahnarzt?
Er kriegt eine neue Füllung.

Und hier nun der Selbsttest: Mussten Sie (auch unwillkürlich) schmunzeln oder gar lachen? Oder hat ein reines Augenverdrehen sich nicht ausreichend angefühlt? Sollte Ersteres auf Sie zutreffen: Seien Sie ehrlich und schämen Sie sich nicht. Auch in der Sprachenfabrik wird häufiger über die Witze gelacht als manchen lieb ist. Lachen ist schließlich gesund! 🙂 Und wenn Sie das alles so gar nicht lustig fanden, schätzen Sie sich selbst vielleicht jetzt umso glücklicher, unseren Humor nicht zu teilen.

In diesem Sinne hoffen wir Sie (wenigstens etwas) erheitert zu haben und wünschen Ihnen noch einen angenehmen Tag der schlechten Wortspiele.

Jubiläum: 5 Jahre bei der Sprachenfabrik

Wir gratulieren unserer Kollegin Verdiana Giannelli zum fünfjährigen Jubiläum bei der Sprachenfabrik.

Nach ihrem Bachelor-Studium „Internationale Fachkommunikation und Übersetzen“ an der FH Magdeburg kam Verdiana 2016 zunächst als Praktikantin im Bereich Projektmanagement zur Sprachenfabrik. Es passte einfach – und wir ließen sie nach dem Praktikumsende nicht mehr gehen. Zunächst als Junior-Projektmanagerin, dann als Projektmanagerin startete Verdiana durch und sammelte die notwendige Erfahrung, um in ihrer jetzigen Funktion als Leitung das achtköpfige Projektmanagementteam zu steuern.

Sie ist eine Sprachperfektionistin, ein absolutes Organisationstalent und hat als Trello-Queen einfach immer den Überblick über alle laufenden Projekte. Außerdem wären die deutsch-italienischen Fußballbegegnungen ohne Verdiana im Team für uns alle nur halb so spannend.

Verdiana Giannelli ist als Leitung des Projektmanagements Ihre erste Ansprechpartnerin für unsere Sprachdienstleistungen.

Deutschland und seine Merkwürdigkeiten

Hallo, ich bin Molly-Rose und heute ist mein letzter Tag als Praktikantin im Bereich Übersetzung hier bei der Sprachenfabrik! Ich studiere Deutsch und Französisch an der University of Durham, und das Auslandsjahr ist Bestandteil meines Bachelor-Studienganges. Ich hatte vorher schon ein paar Aufenthalte in Deutschland, habe mich aber jetzt so wirklich in die deutsche Kultur und die Menschen hier verliebt.

Nach einer gewissen Zeit in Deutschland muss ich aber auch sagen, dass ich ein paar kleine kulturelle Eigenheiten bemerkt habe. Kleine Besonderheiten, die nur zu Deutschland gehören, die aber auch das Land so einzigartig und schön machen. Deswegen habe ich mir gedacht, dass es unterhaltsam sein könnte, die kulturellen Unterscheide zwischen Großbritannien und Deutschland aus der Perspektive einer Britin zu kommentieren.  (An dieser Stelle ein „Disclaimer“: Alles „Negative“ in diesem Blog ist nicht allzu ernst zu nehmen – ich bin ein großer Fan von Deutschland, wirklich!)

„Meisterin Yoda“

Also, wo fange ich an? Es macht wahrscheinlich Sinn, mit der Sprache selbst anzufangen – denn das ist das, was mich überhaupt hierher gebracht hat. Für mich ist die deutsche Sprache ein Regenbogen grammatikalischer Albträume. Ehrlich gesagt ist die deutsche Grammatik ziemlich logisch – die Regeln sind eindeutig und es gibt nur wenige Ausnahmen, nicht so wie im Englischen oder Französischen, wo es wahrscheinlich mehr Ausnahmen als Normalfälle gibt. Man muss also die Regeln einfach auswendig lernen und hat damit schon viel getan – die Genauigkeit ist aber gnadenlos! Wie oft ich schon als die deutsche Yoda bezeichnet wurde wegen meiner Fehlversuche, einen Satz richtig aufzubauen. Meiner Ansicht nach beweist die deutsche Sprache, wie effizient die Deutschen selbst sind! Obwohl es schwierig ist, ist für mich eins klar: Übung macht den Meister!

Schamlos direkt

Um beim Thema deutsche Effizienz zu bleiben: Deutsche sind schamlos direkt! Aber das ist etwas, wofür ich die Deutschen bewundere – voll und ganz! Deutsche mögen es nicht, um den heißen Brei herumzureden und ‚Small Talk‘ scheint ein Fremdwort zu sein! Während die Briten stundenlang quatschen können, bevor sie auf den Punkt kommen (und ich muss zugeben, dass ich absolut zu diesem Stereotyp gehöre), sagen Deutsche einfach, was sie meinen und damit hat es sich!

Obwohl diese Art der Kommunikation beim ersten Hören etwas unverblümt erscheint, hat sie auch zahlreiche Vorteile – man weiß genau, wo man steht und spart sich oft Zeit!

Phantasiefahrzeuge und ihre Gefahren

Über ein paar Sachen rege ich mich auch auf. Bei der Auslegung der Gesetze sehe ich manchmal keine Logik. Nie in meinem ganzen Leben war ich so frustriert, wie dabei, an der Ampel zu stehen und zu warten, dass Phantasiefahrzeuge vorbeifahren… Denn einmal war ich um 23 Uhr nachts unterwegs und habe auf der Straße nach links und rechts geguckt und nirgendwo ein Auto sehen oder hören können. Deswegen habe ich die Entscheidung getroffen, die Straße einfach zu überqueren. Als ich meinen ersten Schritt auf die unbefahrene Straße gemacht habe, haben mich bereits alle anderen Fußgänger angeguckt, als ob ich sie zutiefst persönlich beleidigt hätte. Ich weiß also noch nicht, ob ich mein Verhalten diesbezüglich anpassen werde, da es aus meiner Sicht einfach nicht logisch ist. Diese durchdringenden Blicke fangen aber langsam an, mich zu verfolgen und ich bin mir nicht sicher, ob ich nicht irgendwann vor Schuldgefühlen zusammenbreche…

Die deutsche Kissenschlacht

Bevor ich meinen Blogbeitrag beende, möchte ich noch gerne eine weitere deutsche Besonderheit ansprechen – und zwar das deutsche Kopfkissen. Ich muss sagen, dass Kissenmacher in Deutschland wohl einem Irrtum unterliegen. Ich bin mir sicher, dass auch ihr, wie alle anderen Menschen der Welt, beim Schlafen den Kopf von der einen auf die anderen Seite dreht.  Die rechteckige Form von Kissen in Großbritannien ist also ziemlich logisch. Mittlerweile aber hat sich mein Hals verlängert und ist dann wieder geschrumpft, nur um sich unterbewusst an die vertikalen Eigenschaften eines deutschen quadratischen Kissens anzupassen. Obwohl das Bett mit diesen riesigen Kissen optisch gut ganz aussieht, ist die Realität beim Schlafen regelmäßige Kämpfe mit dem Kopfkissen – bis hin zu Erstickungsgefahr durch das Kopfkissen selbst!

Von rigiden grammatischen Strukturen bis hin zu riesigen quadratischen Kissen – all das sind kleine Besonderheiten, die mir als Britin komisch vorkommen. Aber ohne diese wäre Deutschland auch nicht dasselbe!

Im Gespräch mit unserem neuen Kollegen

Seit Mitte Juli unterstützt Matthias Bethlehem unser Projektmanagementteam am Standort Bielefeld. Wir freuen uns sehr darüber, dass wir uns gefunden haben!

Wir haben Matthias nun ein paar Fragen gestellt, um das neue Gesicht auf unserer Website auch etwas persönlicher vorzustellen. Viel Spaß beim Lesen 🙂

 

Lieber Matthias, wir freuen uns sehr, dass du unser Projektmanagementteam verstärkst. Herzlich willkommen im Team der Sprachenfabrik! Könntest du kurz erzählen, über welche Wege oder auch Umwege du zur Sprachenfabrik gekommen bist?

Nach zwei eher langweiligen ersten beruflichen Stationen, fand ich vor vielen Jahren das damals noch exotische Internet spannend. 2001 habe ich mich auf eine Stellenanzeige der OWL-virtuell.de GmbH als Kundenbetreuer beworben – und damit ging es los. Das Unternehmen beschäftigte sich mit der Erstellung von Websites und Online-Shops, später kamen noch SEO- und Adword-Marketing hinzu. Wir waren damals ein kleines Team und so war es ganz natürlich, dass man sich untereinander geholfen hat. Dabei habe ich festgestellt, dass mir das Projektmanagement zum einen liegt und zum anderen auch sehr viel Freude bereitet. Im Jahr 2012 wechselte ich dann zur content.de AG, einem Online-Marktplatz für Texterstellung. Das Kernthema von content.de ist das Copywriting von deutschen SEO-Texten. Hier habe ich die Key-Accounts betreut und viele Full-Service-Projekte für sehr namhafte Kunden begleitet. Nach insgesamt 18 Jahren Online brauchte ich mal einen Tapetenwechsel und wollte mich gerne mit einem Produkt beschäftigen, das man anfassen kann. Ich wechselte daher zur Markötter-Gruppe und habe mich dort mit dem Aufbau einer Wohnmobil-Sparte beschäftigt. Diese Aufgabe war sehr spannend und vielseitig, aber das Umfeld war ein ganz anderes, als ich es gewohnt war. Aus diesem Grund zog es mich wieder zurück in die „New Economy“ und speziell auch zu den Sprachdienstleistungen.

 

Was waren für dich denn die genauen Beweggründe dafür, doch wieder direkt in die Sprachdienstleisterbranche zurückzukehren?

Ich fand das thematische Umfeld schon bei content.de äußerst spannend. Es gibt so viele Möglichkeiten, wie man die Texterstellung beeinflussen und einen Autor dazu anleiten kann, genau den Text zu schreiben, den ein Kunde haben möchte. Ich finde Sprache generell faszinierend und bin auch jemand, der sehr viel liest. Dabei bin ich jetzt nicht so wählerisch, manchmal lese ich auch nur die „11Freunde“ oder den „Kicker“. Texte und Übersetzungen sind aber einfach tolle Produkte.

 

Womit bereicherst du das Team fachlich und menschlich besonders?

Fachlich bringe ich sicher jede Menge Erfahrung mit, insbesondere natürlich aus den Bereichen SEO und Copywriting. Ich denke, dass ich unser Team damit in vielen Bereichen unterstützen kann. Zudem bin ich ein Mensch, der sich generell nicht wirklich stressen lässt. Das kann in verschiedenen Situationen sicher auch hilfreich sein. Ich bin ein absoluter Teamplayer und mir ist persönlicher Erfolg nicht wichtig. Aber ich tue alles dafür, dass unser Team erfolgreich ist und Freude an der Arbeit hat.

 

Wie sind die ersten Wochen in der Sprachenfabrik bisher gelaufen? Was hat dich besonders gewundert, überrascht oder gefreut? Die Einarbeitung erfolgte ja immer noch „anders“ – unter Coronabedingungen eben …

Für mich sind die ersten Wochen sehr gut gelaufen. Mir waren ja die generellen Abläufe bekannt, allerdings musste ich mich in neue Systeme, bzw. neue Software einarbeiten. Hier wurde ich vom gesamten Team super unterstützt. Inzwischen fühle ich mich da schon sehr sicher. Klar, eine Einarbeitung unter Coronabedingungen, also sprich in der Regel via Zoom oder Skype, läuft natürlich etwas holpriger, als wenn dir dein Kollege oder deine Kollegin gegenüber sitzt. Ich glaube aber, dass wir es dafür richtig gut hingekriegt haben.

Überrascht hat mich, dass wir hier wirklich super strukturiert aufgestellt sind. Damit meine ich einerseits die Verantwortlichkeiten, bzw. Zuständigkeiten, andererseits aber auch unseren Workflow. Man merkt, dass es ein fortlaufender Prozess ist und neues Wissen und Erfahrungen stets mit einfließen. Ich will jetzt nicht sagen, dass meine vorherigen Stationen gänzlich unstrukturiert unterwegs waren, aber es ist echt ein spürbarer Unterschied.

Und gefreut hat mich, dass ich ruckzuck im Team war. Alle sind nett, offen und interessiert. Das schafft für mich eine absolut tolle Arbeitsatmosphäre. Ich freue mich sehr darauf, wenn wir wieder alle zusammen im Büro sein können – und Homeoffice die Ausnahme sein wird.

 

Eine kleine Fangfrage zum Schluss sei noch gestattet: Wie gefällt die Sprachenfabrik besser? Als Kunde oder als Mitarbeiter?

Das ist tatsächlich nicht einfach. Ich kenne die Sprachenfabrik ja tatsächlich aus beiden Perspektiven. Hätte ich keinen guten Eindruck von euch gehabt, dann hätte ich mich auch nicht beworben. Im Bewerbungsprozess selbst habe ich mich bei unseren Gesprächen sehr wohl gefühlt. Und jetzt mit euch allen in einem Team zu arbeiten macht mir viel Freude. Ich glaube, mir gefallen beide Seiten.

 

Vielen Dank für das Gespräch! Wir freuen uns sehr darüber, dich bei uns zu haben.

Von Tippspielsiegerinnen und Grillabendromantik

Noch leise glimmende Grillkohlen, verstreute Kronkorken und leergefegte Teller: das Bild nach einem gelungenen Grillabend. Während die meisten von uns mit vollem Bauch noch die letzten Meter nach Hause kullern, machen auch die fleißigsten Aufräumenden im Büro nun das letzte Licht aus.

Dem vorausgegangen war während der vier „EM-Wochen“ ein mit viel Leidenschaft ausgetragener Wettstreit – unser Sprachenfabrik-Tippspiel zur EM 2020 (2021). Die Idee, wie bei der WM 2018 als Teamaktion ein gemeinschaftliches Tippspiel zu organisieren, kam erst wenige Tage vor EM-Beginn auf. Umso schöner, dass wirklich alle Eingeladenen mitgemacht haben!

Schon im ersten Spiel stehen sich dann die Favoriten zweier Sprachenfabrikant*innen gegenüber: Italien (Verdiana) spielt gegen die Türkei (Ant). Unsere Tippspielaktion profitiert so nicht nur davon, dass wir viele fußballbegeisterte Teammitglieder haben – tatsächlich landen am Ende in der oberen Tabellenhälfte einige selbsterklärte Nicht-Fußballfans – sondern einmal mehr auch davon, dass wir ein kulturell sehr vielfältiges Team haben. Da verwandelt sich unsere firmeninterne Chatgruppe gleich an mehreren Abenden in einen lebhaften Diskussionsraum/Liveticker.

Schließlich geht der verdiente Sieg an unsere Projektmanagerin Olesya (113 Punkte), die damit die Nachfolge von Ant antritt, gefolgt von unserem Chef Jörg (108 Punkte) und unserer Inhouse-Übersetzerin Jemma (104 Punkte). Das wollen wir natürlich gebührend feiern und: Corona macht es nicht mehr unmöglich. Am Ende stehen (nach dem freiwilligen Preisverzicht von Jörg) auf dem Siegertreppchen unsere glücklichen Gewinnerinnen Olesya, Jemma und Verdiana – und wir freuen uns mit ihnen! Denn anlässlich des Tippspielabschlusses bietet das gemeinsame Grillen endlich wieder einmal Gelegenheit für einen geselligen Abend an der frischen Luft, gemeinsam mit vielen Gesichtern, die man seit Monaten nur vom Bildschirm kennt, Gesprächen abseits des beruflichen Alltags, klirrenden Flaschen und leckerem Essen. Natürlich unter Beachtung der „Drei-G-Regel“.

Was am Ende außer dem romantischen Bild von einem kleinen Nachgrillabendschaos bleibt, ist Dankbarkeit für die bisher glimpflich überstandenen Pandemiemonate, für die nun wieder überwindbare Distanz und vor allen Dingen: für unser großartiges Team. Und: Das nächste Tippspiel zur WM 2022 steht auch schon bald vor der Tür.

 

Sprachenfabrik On Air

So, nun lassen wir die Katze mal aus dem Nikolaussack: Wer hat uns heute Morgen schon gehört? Heute früh wurde unser brandneuer Sprachenfabrik-Radiowerbespot zum ersten Mal von Radio Bielefeld ausgestrahlt.

Wie kam es denn dazu? Seit wann schaltet die Sprachenfabrik Radiowerbung? Die Antwort lautet: Seit wir einen Wettbewerb des Marketing Club OWL Bielefeld gewonnen haben!

Alle Club-Mitglieder waren dazu eingeladen, ein kreatives Konzept für einen 15-sekündigen Radiospot einzureichen. Der Preis für die beiden überzeugendsten Konzepte: Produktion und Umsetzung des Spots sowie 25 Ausstrahlungen auf Radio Bielefeld. Nach einem kurzen und knackigen Brainstorming eines kleinen internen Texterteams stand unsere Idee. Dieses Mal waren wir somit unser eigener Kunde – und wir freuen uns sehr, dass wir die Jury mit unserem Konzept überzeugen konnten.

Für alle, die wir ein bisschen neugierig gemacht haben: Schalten Sie doch einfach einmal Radio Bielefeld ein. Oder hören Sie sich den Spot hier an.

Wir bedanken uns an dieser Stelle ganz herzlich beim Marketing Club OWL Bielefeld und bei Radio Bielefeld für diese besondere Aktion!

Verstärkung für unser Projektmanagementteam

Schon Anfang des Jahres hatten wir eine Stelle für unser Projektmanagementteam ausgeschrieben. Uns erreichten zahlreiche interessante Bewerbungen von äußerst qualifizierten Kandidat*innen – und dann kam Corona. Die Möglichkeiten persönlicher Gespräche wurden stark eingeschränkt, und der gesamte Recruitingprozess verzögerte sich etwas.

Vor diesem Hintergrund freuen wir uns ganz besonders darüber, dass wir nun eine neue Kollegin mit reichlich branchenrelevanter Berufserfahrung vorstellen dürfen: Ilona Riesen unterstützt uns seit dem 15. September als Projektmanagerin am Standort Bielefeld.

Liebe Ilona, herzlich willkommen im Team der Sprachenfabrik! Möchtest du uns die wichtigsten Stationen auf deinem Weg in die Sprachenfabrik kurz vorstellen?

Gerne! Ich bin bereits seit 2010 in der Übersetzungsbranche zu Hause und habe in dieser Zeit zahlreiche für mich sehr erfüllende Gelegenheiten gehabt, die Branche aus unterschiedlichen Perspektiven und in unterschiedlichen Rollen kennenzulernen.

Ich fange aber lieber am Anfang an: Nach Abschluss meines wirtschaftspädagogischen Studiums und einer Dekade in der Wirtschafts-, Bildungs- und Migrationsforschung am Institut der deutschen Wirtschaft Köln kam ich als Quereinsteigerin zu Sprachen zurück, die mich immer in jeglicher Hinsicht interessiert hatten. Ich legte die IHK-Übersetzerprüfung ab und stieg freiberuflich als geprüfte und ermächtigte Übersetzerin ein. Übersetzen ist seitdem ein wichtiger Bestandteil meines beruflichen und teilweise auch meines gesellschaftlichen Lebens.

Recht kurz darauf übernahm ich eine kleine Sprach- und Übersetzerschule in Düsseldorf, die auf die IHK-Übersetzerprüfung für Russischübersetzer vorbereitete. Nach vier Jahren aufregender Übersetzer-, Schulleitungs- und Dozententätigkeit im Fachübersetzungsbereich veränderte ich etwas den Schwerpunkt, verkaufte die Schule und stieg als Projektmanagerin, Lektorin und sozusagen Prozessoptimierungsbeauftragte ins Agenturleben ein.

Parallel unterrichtete ich freiberuflich Fachübersetzen und entwickelte Konzepte und Kurse für die Übersetzerweiterbildung. Das gesammelte Wissen aus allen vorausgegangenen Berufserfahrungen setzte ich inhaltlich in einem Lehrbuch für Wirtschafts- und Rechtsübersetzung und technisch auf einer Online-Lernplattform um. Das Lehrbuch, das rund 500 Seiten umfasst, soll in den nächsten Wochen beim BDÜ Fachverlag erscheinen.

Über die ausgeschriebene Stelle der Sprachenfabrik erfuhr ich von einer Freundin, die das Unternehmen seit Jahren kennt. Ich schaute mir die Website und die Stellenausschreibung genauer an – und wollte das Unternehmen kennenlernen. In den darauffolgenden Gesprächen kristallisierte sich immer mehr heraus, dass wir ziemlich gut zueinander passen: sowohl in Bezug auf die angebotenen Sprachdienstleistungen und betrieblichen Entwicklungsvorstellungen als auch – was am wichtigsten ist – menschlich. Da ich zu diesem Zeitpunkt seit Jahren vorwiegend im Homeoffice gearbeitet hatte, war das für mich das i-Tüpfelchen.

Aus diesem Grund habe ich mich natürlich sehr darüber gefreut, dass die Sympathie auf Gegenseitigkeit beruht.

Kam für dich nie ein Branchenwechsel infrage? Oder anders gefragt: Was fasziniert dich so an Sprache im Allgemeinen und der Sprachdienstleisterbranche im Besonderen?

Nach dem Wechsel zur Sprachdienstleisterbranche nach zehn Jahren in der Wirtschaftsforschung und Politikberatung kann ich mir tatsächlich überhaupt nicht mehr vorstellen, in einer anderen Branche zu arbeiten. Solange es um Sprachen geht, fesseln mich alle Tätigkeitsbereiche – von der Abwicklung von Übersetzungs- und Copywriting-Projekten über die Entwicklung und Umsetzung von Konzepten für Terminologiemanagement und Schulungen bis hin zum Übersetzen oder Verfassen von Büchern.

Das war schon immer so … Als Kind habe ich heimlich die Englisch-Lehrbücher meines Bruders genommen, der in der Schule vor mir Englischunterricht hatte, und versucht, selbstständig die Sprache zu lernen. Damals, naja, noch mit mäßigem Erfolg. Ich habe auch lautstark die im Radio gehörten fremdsprachigen Songs nachgesungen – ohne die Worte zu verstehen – und mir eingebildet, dass alle denken würden, ich könne die Sprachen sprechen.

Ehrlicherweise kann ich nicht genau sagen, was mich an Sprachen konkret fasziniert. Da mich auch Software und Medien im Allgemeinen interessieren, vermute ich, dass es mir dabei einfach ums Codieren und Decodieren geht. Schon als Kind habe ich mich gern mit Codes auseinandergesetzt und versucht, sie zu entschlüsseln. Sprachen sind ein sehr gutes Beispiel für Codes: Sie sind ein Mittel, unsere Realität und Gedanken greifbarer zu machen, indem sie diese „codieren“ und so zwischenmenschlich und technisch übermittelbar machen.

Und: Auf welche Tätigkeit, die im Rahmen deines neuen Jobs für die Sprachenfabrik übernehmen wirst, freust du dich am meisten?

Im Moment freue ich mich tatsächlich auf alles. Ich bin zwar nicht neu in der Branche und im Projektmanagement, dennoch lerne ich durch den Unternehmenswechsel natürlich täglich dazu: Menschen, Prozesse und Software.

Besonders freue ich mich vielleicht auf neue Themen und Unternehmen, mit denen wir als Sprachdienstleister arbeiten. Genau das ist mit das Spannendste in der Sprachenbranche: Es dreht sich zwar alles um Sprachen und Inhalte, aber durch die Kommunikation mit Kunden und die Arbeit mit ihren Texten bekommt man auch Einblicke in viele andere Branchen und lernt täglich dazu.

Da ich gerne nicht nur anwendungsorientiert, sondern auch abstrakt arbeite, freue ich mich auch darauf, kundenorientierte Lösungskonzepte im Übersetzungs- und Contentbereich zu entwickeln und umzusetzen.

Vielen Dank für das Gespräch, wir wünschen dir auf diesem Wege noch einmal einen tollen Start in unserem Team.

Danke! Ich freue mich sehr, ein Teil des Teams zu sein!

Happy Birthday, liebe Sprachenfabrik!

Heute haben wir Geburtstag: Die Sprachenfabrik wird sechs Jahre alt! Es ist also Zeit, einmal zurückzublicken. Hier ein paar Zahlen und Fakten für Sie:

  • Unseren Kundenstamm konnten wir in den letzten Jahren weiter ausbauen. Dabei zählen heute sowohl internationale Konzerne als auch regional ansässige mittelständische Unternehmen zu unseren rund 900 Kunden, die wir über die Jahre erfolgreich mit unseren Kommunikationsdienstleistungen in vielfältigen Fachgebieten, wie z. B. Finanzen, Technik, Marketing, Textil, Kosmetik, IT und Logistik, unterstützen durften.
  • Sie finden in unserem Portfolio mittlerweile zahlreiche neue Sprachdienstleistungen, darunter Content-Marketing und SEO-Copywriting, Ferndolmetschen sowie Maschinelles Übersetzen.
  • Die internen Stellen haben sich von sechs auf aktuell 15 mehr als verdoppelt. Und: Schon bald gibt es hier wieder erfreuliche Neuigkeiten.
  • Die Anzahl der Bürohunde hat sich übrigens von eins auf zwei verdoppelt.
  • Neben unserem Hauptsitz im ostwestfälischen Bielefeld haben wir weitere Standorte in Berlin, Düsseldorf und Schönebeck an der Elbe eröffnet.
  • Die Zahl der erledigten Aufträge liegt in einem mittleren fünfstelligen Bereich.
  • Und nach wie vor ist die Arbeit mit Sprache unsere Leidenschaft! Mit den über 1.000 Sprachexperten aus unserem Netzwerk unterstützen wir Sie wie gewohnt professionell und engagiert bei Ihrem individuellen Kommunikationsprojekt.

Mit der typisch ostwestfälischen Bescheidenheit geben wir zu: Darauf sind wir schon ein bisschen stolz. Wir feiern unseren Ehrentag im Büro mit einem großen Geburtstagskuchen – und da wir Multitasking können, sind wir selbstverständlich den ganzen Tag wie gewohnt für Sie erreichbar!

Zuwachs in der „Sprachenfabrik-Familie“

In diesem Jahr ist die Sprachenfabrik wieder um ein festes Teammitglied gewachsen: Nach ihrem erfolgreich abgeschlossenen Studium (German and English Studies, Durham University) absolvierte Jemma Lincoln ab Anfang Januar 2020 zunächst ein dreimonatiges Praktikum in unserem Inhouse-Sprachenteam. Sehr schnell haben wir und ebenso unsere Kunden feststellen dürfen: Jemma ist eine englische Muttersprachlerin mit einem außerordentlich feinen Sprachgefühl. Sie hat die Fähigkeit, Texte aus dem Deutschen absolut präzise, punktgenau und angemessen ins Englische zu übersetzen.

Wir freuen uns daher sehr, dass Jemma sich im Anschluss an ihr Praktikum für eine Festanstellung bei der Sprachenfabrik entschieden hat und unser Team in Bielefeld mit ihren Fähigkeiten weiterhin bereichert!

Jemma, kannst du uns ein bisschen über dich erzählen?

Ja, gern! Hm, wo fange ich an? Vielleicht mit der Frage, was mein Interesse an der deutschen Sprache überhaupt ausgelöst hat. Also, ich war in der sechsten Klasse, als ich mir vornahm, eine Fremdsprache fließend zu beherrschen. In der Schule konnte man dann zwischen Deutsch und Französisch wählen. Im Unterricht gefielen mir die logischen Regeln der deutschen Sprache deutlich besser als die französische Sprache mit ihren gefühlt tausend Ausnahmen von allen Regeln!

Wegen bestimmter Regeln, z. B. der Regel, dass ein zweites (oder drittes oder viertes) Verb ans Ende eines Satzes gestellt wird, benötigt man zur Verwendung der deutschen Sprache klare und strukturierte Gedanken, um einen Satz richtig formulieren zu können. Das fand ich, und finde ich immer noch, äußerst sinnvoll – aber es ist auch wirklich schwierig. Ich hatte jahrelang Angst davor, beim Sprechen Fehler zu machen – und redete daher mit meiner Austauschpartnerin in der Schulzeit meistens auf Englisch. Leider!

Mein Selbstbewusstsein in Sachen „mündlicher Sprachgebrauch“ entwickelte sich dann aber während meines Auslandsjahrs, das ich im Rahmen meines Studiums absolvierte. Ich lebte in einem kleinen bayerischen Dorf namens Burglengenfeld (in der Nähe von Regensburg) und arbeitete dort als Fremdsprachenassistentin an zwei Gymnasien. Mein Aufenthalt bei einer Kollegin und ihrem Mann, der kein Englisch konnte, war der Hauptgrund dafür, dass ich meine mündlichen Fertigkeiten im Deutschen stark verbesserte: Meine Angst vor Fehlern war bald sogar ganz verschwunden, weil ich einfach viel Deutsch sprach – denn sonst hätte es ja keine Kommunikation mit meinem Mitbewohner gegeben!

Jemma Lincoln

Im Allgemeinen interessiere ich mich nicht nur für Sprache an sich, sondern auch für das Verhältnis von und die Verhaltensmuster zwischen verschiedenen Sprachen. Während meines Bachelorstudiums, in dem meine Hauptfächer englische Literatur und Deutsch waren, konnte ich derartige Verbindungen zwischen grammatikalischen Strukturen, im Spracheninhalt und in Redewendungen tiefergehend analysieren. Der Fokus meines Studiums lag zwar hauptsächlich auf Literatur, aber meine Lieblingsmodule waren Übersetzen und Dolmetschen. Hier durfte ich viel mehr als lediglich das Sprachenverhältnis kennenlernen: Ich habe erfahren, wie man einen deutschen Text am besten ins Englische überträgt – und umgekehrt. Bei der schriftlichen Übersetzung einerseits hatte ich viel Zeit, den Ausgangstext zu analysieren und die wirklich passendste Lösung zu finden. Im Dolmetschen musste ich andererseits meine stetig wachsenden Deutschkenntnisse unmittelbar anwenden, um die Bedeutung einer Rede oder eines Gesprächs so schnell und korrekt wie möglich mündlich in die andere Sprache zu übertragen.

Ich finde beide Formen der Sprachmittlung einfach unheimlich faszinierend und ich freue mich riesig darüber, dass ich bei der Sprachenfabrik die Gelegenheit habe, meine Übersetzungsexpertise einzubringen – und bei Bedarf auch im Bereich Dolmetschen unterstützen kann.

Am Ende meines Studiums war mir klar, dass ich eine Karriere in der Übersetzungsbranche einschlagen wollte. Und diese Karriere sollte in Deutschland beginnen: Denn nachdem ich bereits wieder ein Jahr in England war, vermisste ich das tägliche Deutschreden. Man verbessert seine Sprachkenntnisse im Land der entsprechenden Sprache einfach am besten! Eine Dozentin meiner Hochschule empfahl mir die Sprachenfabrik, da im Laufe der Jahre ziemlich viele Studenten aus meiner Uni-Stadt Durham hier erfolgreiche Praktika absolviert hatten. Auch zu der Zeit gab es eine Praktikumsausschreibung, auf die ich mich mit der Hoffnung, im Anschluss bleiben zu können, bewarb.

Und hier bin ich nun: Als Inhouse-Übersetzerin sind meine Aufgaben im Team nicht nur auf Übersetzungsaufträge begrenzt. Dazu kommen Aufgaben wie die Vieraugenprüfung von extern angefertigten englischen Übersetzungen, Redaktion, Terminologiearbeit, Transkription, Untertitelung und neuerdings auch das Post-Editing von maschinellen Übersetzungen. Die von den unterschiedlichsten Kunden beauftragten Texte reichen von kleineren Ad-hoc-Anfragen bis hin zu großen Projekten, die eine strukturierte und ordentliche Planung erfordern. Diese Vielfalt schätze ich am meisten an der Arbeit: Mir wird nie langweilig! Marketingtexte oder kreative Aufträge machen mir besonders viel Spaß. Klar, die Bedeutung muss richtig und angemessen übertragen werden und man muss auf die jeweilige Zielgruppe achten, aber man darf auch wirklich mit der Sprache spielen, um idiomatische Lösungen zu finden.

Ich wohne jetzt seit sechs Monaten in Bielefeld – im Stadtzentrum kenne ich mich immer noch nicht so gut aus. Zuerst dämpfte die Dunkelheit des Winters meine Ausgehlust – und dann kam die Ausgangssperre. Aber seitdem die Sonne wieder rauskommt und Lockerungen eingeführt werden, bin ich häufig im schönen Teutoburger Wald spazieren oder joggen und war inzwischen schon das ein oder andere Mal in der Stadt. Ich bemerke auch immer mehr Ähnlichkeiten zwischen Bielefeld und meiner Heimatstadt Norwich: die Größe, die Alt- und Neustadtteile, die Grünflächen in der Nähe vom Stadtzentrum – und die Fußballmannschaft, die ziemlich oft zwischen der 1. und 2. Bundesliga auf- und absteigt!

In Bielefeld habe ich mich daher ziemlich schnell zuhause gefühlt – was aber auch daran liegt, dass ich so früh in die „Sprachenfabrik-Familie“ integriert und so freundlich empfangen wurde. Dafür bin ich sehr dankbar und ich freue mich sehr auf die kommende Zeit hier im Team.