Inside Sprachenfabrik

(Mein) ERASMUS-Semester im zweitglücklichsten Land der Welt

Hallo, liebe Blogleser*innen! Mein Name ist Jana Ickstadt und ich bin die aktuelle Praktikantin im Bereich Projektmanagement in der Sprachenfabrik. Mitte März habe ich meine Masterarbeit im Fach Linguistik zum Thema Ärzt*innen-Patient*innen-Kommunikation an der Universität Bielefeld abgegeben. Das bedeutet: Mein Leben als Studentin ist vorbei und das Arbeitsleben beginnt. Sofern ich an dieser Stelle mein gesamtes Studium Revue passieren lasse, kristallisiert sich mein ERASMUS-Semester in Dänemark als mein persönliches Highlight heraus.

ERASMUS – Was ist das?

ERASMUS steht für „European Community Action Scheme for the Mobility of University Students” und ist ein Förderprogramm der Europäischen Union für Studierende, die während ihres Studiums ein Auslandssemester an einer europäischen Partnerhochschule absolvieren möchten. Aber auch Auslandspraktika bei einem europäischen Unternehmen werden von ERASMUS gefördert. Das Programm setzt sich demnach für den akademischen Austausch über die eigenen Landesgrenzen hinweg ein, fördert den Abbau von nationalen Bildungsgrenzen und bietet eine gute Gelegenheit für Studierende, Auslandserfahrungen zu sammeln.

Die Vorteile des ERASMUS-Programms sind vielfältig. Nicht nur werden Studierende bei der Organisation ihres Auslandsaufenthaltes unterstützt, sondern auch die Anrechnung ihrer akademischen Leistungen aus dem Ausland verläuft an ihrer Heimathochschule relativ unkompliziert. Ebenso fallen die Studiengebühren an den Hochschulen im Ausland weg und Studierende erhalten eine monatliche finanzielle Förderung.

Glück in Dänemark

Da ich schon immer gerne eine längere Zeit im Ausland verbringen wollte, hat sich ein ERASMUS-Semester im Studium geradezu angeboten. Innerhalb der aufgeführten Partneruniversitäten meiner damaligen Universität in Marburg habe ich mich für Dänemark beworben und im Wintersemester 2018/2019 einen Platz an der Universität in Aarhus (zweitgrößte Stadt in Dänemark) erhalten.

Dänemark liegt nach dem „World Happiness Report“ auf Platz zwei der glücklichsten Länder der Welt. Ob dieser Report tatsächlich den Glückszustand der Menschen widerspiegelt und ob ein Zustand wie Glück überhaupt messbar ist, sei an dieser Stelle dahingestellt. Allerdings habe ich während meines Auslandssemesters in Aarhus einen immensen Unterschied bezüglich Mentalität und Lebensweise festgestellt und hatte durchaus das Gefühl, dass die Menschen dort ein Stück weit zufriedener und ausgeglichener sind.

Hygge

Sobald ich mich nach der ERASMUS-Zusage mit Dänemark beschäftigt hatte, ist mir das Wort „Hygge“ mehrfach über den Weg gelaufen. Zwar kann man das Wort als „Gefühl von Ruhe, Gemütlichkeit und Wohlbehagen“ übersetzen, jedoch trifft die Übersetzung nicht gänzlich das Konzept von Hygge. Man kann es mehr als eine Art Lebensweise oder Lebensgefühl verstehen. Für die dänische Bevölkerung stellt es keinesfalls ein kommerzielles Konzept dar, wie es teilweise in anderen Ländern vermarktet wird. Es geht weniger um materielle Dinge als um Atmosphäre und Erleben. So kann ein lustiger Abend mit Freunden bei gutem Essen und Kerzenschein ein Inbegriff von Hygge sein, aber auch der Marktgang am Wochenende samt Kaffeepause und „Kanelsnegle“ (dänische Zimtschnecke); auch die zelebrierte Morgenrunde auf der Arbeit mit Kolleg*innen kann „hyggelig“ sein. Definitiv verstehen es die Däninnen und Dänen, sich stets in eine positive Stimmung zu versetzen. Sie zelebrieren die kleinen Dinge des Lebens und wissen es sich schön zu machen.

„Das Baby wird doch nicht geklaut!“

Ein weiterer Aspekt, den ich in dem Maß aus Deutschland nicht kannte, der aber die Lebensqualität vor Ort in Dänemark enorm steigert, ist das gegenseitige Vertrauen in der dänischen Bevölkerung. Sollte man einmal vergessen haben, das eigene Fahrrad abzuschließen, kann man sich ziemlich sicher sein, dass dieses am nächsten Morgen unversehrt an derselben Stelle steht. Noch mehr Vertrauen zeigen die Däninnen und Dänen, wenn sie ihren Kinderwagen samt schlafendem Baby (!) vor einem Café stehen lassen und derweil den Brunch im Café genießen. Richtig gelesen: Das Baby liegt draußen alleine im Kinderwagen und schläft, die Eltern sitzen drinnen und genießen das Essen. Eine dänische Dozentin aus Aarhus erwiderte auf das Erstaunen aller ERASMUS-Studierenden darüber belustigt: „Was soll passieren? Das Baby wird doch nicht geklaut!“ Und sie hat recht. Für die dänische Bevölkerung ist das absolut normal und es passiert tatsächlich nichts. Kaum vorstellbar in Deutschland. Das Sicherheitsgefühl in Aarhus ist wirklich enorm und trägt meiner Meinung nach einen großen Teil zum Glücklich- und Unbesorgtsein bei.

Mein Fazit

Ich möchte allen Studierenden ein ERASMUS-Semester ans Herz legen. Zwar kann die Organisation eines Auslandaufenthaltes anfangs abschrecken, aber es lohnt sich in jeglicher Hinsicht! Man erweitert währenddessen nicht nur seine akademischen Sichtweisen und kommt mit vielen internationalen Studierenden in Kontakt, sondern wächst auch ganz persönlich an den Aufgaben, die sich in einem fremden Land stellen. Darüber hinaus lernt man neue Kulturen und Lebensweisen kennen, die einem sonst womöglich verwehrt bleiben würden.

Allen Nicht-Studierenden empfehle ich einen Urlaub im wunderschönen Dänemark, insbesondere in Aarhus (zurecht die Kulturhauptstadt Europas 2017). Wir können uns definitiv noch was von unseren Nachbarn in Dänemark abschauen. Ein bisschen mehr Hygge und Vertrauen tut jeder Gesellschaft gut.

English can be weird
English is easy – oder nicht?

Obwohl die englische Sprache durch ihren simplen Satzbau und die ziemlich regelmäßige Grammatik zu einer der leichteren Sprachen für Neulernende zählt, können insbesondere die Aussprache und die Rechtschreibung für Verwirrung sorgen. Schaut man sich die Wörter though, tough, bough und cough einfach nur an, sollte man meinen, dass sie sich reimen, sie werden ja schließlich gleich geschrieben. Aber falsch gedacht: keine Reime zu finden. Obwohl die vier Buchstaben -ough in jedem einzelnen Wort vorkommen, werden sie völlig unterschiedlich ausgesprochen.

Du studierst was?

Mein Name ist Carolin und ich bin die aktuelle Praktikantin im Bereich Projektmanagement. Ich studiere British and American Studies im Master an der Universität Bielefeld oder zu Deutsch: Anglistik. So ziemlich jede Person, der ich von meiner Studienwahl erzähle, hat dann erst einmal ein großes Fragezeichen im Gesicht. Die Meisten denken direkt an den Lehrberuf, die Wenigsten können sich auch nur ansatzweise etwas unter dem Fach vorstellen. Aus diesem Grund gibt es heute eine kleine Exkursion in die Anglistik, um genauer zu sein in die englische Linguistik bzw. Sprachwissenschaft.

Englisch und seine Ungereimtheiten

Der Twitteruser @iowahawkblog hat es ganz richtig erkannt: English can be weird. Nicht nur die Buchstabenkombination
-ough ist knifflig. Gleiches gilt für den Buchstaben O: Spricht man die Wörter wolf, move, old, son, dog und oblige aus, merkt man, dass es für diesen einzelnen Buchstaben sechs verschiedene Sprecharten gibt.

So unlogisch und chaotisch das auch scheinen mag, tatsächlich gibt es einen guten Grund für diese Diskrepanz zwischen Rechtschreibung und Aussprache; und der liegt in der Historik. Die Geschichte der englischen Sprache wird grob in vier Phasen eingeteilt: Altenglisch, Mittelenglisch, Frühneuenglisch und Neuenglisch. Diese Phasen unterscheiden sich enorm hinsichtlich Wortschatz, Grammatik und Phonologie bzw. Aussprache.

Die Bedeutung des Buchdrucks

Im 15. Jahrhundert wurde Mittelenglisch gesprochen. In dieser Phase brachte William Caxton den Buchdruck nach England. Man begann Werke in derselben Form zu reproduzieren und standardisierte dadurch die Rechtschreibung, die der Aussprache des Mittelenglischen entsprach. Seitdem gab es kaum Veränderungen hinsichtlich der Orthographie. Die mittelenglische Schreibweise entspricht also der neuenglischen Schreibweise, die wir heutzutage verwenden. Allerdings entspricht unsere heutige Aussprache nicht mehr der mittelenglischen Aussprache.

Wieso sich though, tough, bough und cough nicht reimen

Es gab wesentliche Veränderungen im Bereich der Phonologie, unter anderem die Frühneuenglische Vokalverschiebung (Great Vowel Shift), die zur Folge hatte, dass alle langen Vokale anders ausgesprochen wurden. So wurde das Wort child damals mit einem langen i gesprochen, vergleichbar mit der Aussprache des deutschen Worts Igel. Das erklärt wieso child mit i geschrieben wird, obwohl die Aussprache [aɪ] ist. Außerdem ist diese Verschiebung der Grund, weshalb sea und see oder peace und piece zwar gleich ausgesprochen, aber ungleich geschrieben werden. Zwei unterschiedliche Vokale aus dem Mittelenglischen haben sich in denselben Vokal im Neuenglischen entwickelt.

Rechtschreibreform? Eher nicht

Diese und weitere Phänomene der Phonologie, die keine Anpassung der Orthographie mit sich brachten, sind für die Diskrepanz zwischen Rechtschreibung und Aussprache verantwortlich und somit auch dafür, dass viele Nicht-Muttersprachler an den Rand der Verzweiflung gebracht werden. Tatsächlich gab es schon einige Versuche das Rechtschreibsystem zu reformieren, um eine eins-zu-eins Korrespondenz zu erreichen. Die waren jedoch alle erfolglos, also müssen wir wohl oder übel weiterhin mit der Unstimmigkeit zwischen Rechtschreibung und Aussprache leben. Aber hey: English can be understood through tough thorough thought!

Anglistik studieren

Trotz oder vielleicht sogar gerade wegen solcher scheinbaren Unsinnig- und Widersprüchlichkeiten ist die englische Sprache äußerst spannend. Das Anglistik-Studium gewährt tiefe Einblicke in Sprach-, Kultur- und Literaturwissenschaft und hilft dabei, aktuelle Sachverhalte zu verstehen. Ich bin sehr glücklich mit meinem Studienfach und freue mich den vielen fragenden Gesichtern, die ich in Zukunft noch sehen werde, sobald ich mein Studium erwähne, diesen Blogbeitrag zu empfehlen 😉

Neue Sprachenfabrikant*innen gesucht!

Trotz der nach wie vor schwierigen pandemischen Situation startet die Sprachenfabrik voller Zuversicht in das neue Geschäftsjahr 2022.

Wir sind aufgrund von state-of-the-art Technologien (PlunetBusinessManager, MemoQ und Across) und monatelanger Erfahrung auch remote super eingespielt und arbeiten Hand in Hand. Nun möchten wir uns gern personell vergrößern, um auch im neuen Jahr unsere Kundinnen und Kunden bei internationalen Kommunikationsprojekten aller Art wie gewohnt professionell und persönlich zu begleiten.

Sie sind auf der Suche nach einer neuen beruflichen Herausforderung in der Übersetzer*innen-Welt? Oder möchten Sie den Einstieg in einen Wirtschaftszweig wagen, in dem Sie Ihr Sprachtalent und Ihr Interesse an verschiedenen Kulturen ebenso einbringen können wie Ihre nerdige Begeisterung für Texttechnologien?

Schauen Sie doch einmal auf unserer Karriereseite vorbei und finden Sie das passende Stellenangebot! Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung und wünschen Ihnen einen guten Start in ein erfolgreiches Jahr 2022.

 

Wie arbeitet ein*e Projektmanager*in?

Hallo, liebe Blog-Leser*innen! Ich bin Angelika, die aktuelle Projektmanagement-Praktikantin in der Sprachenfabrik, und studiere Fachübersetzen für Englisch an der TH-Köln. Da mein Studium überwiegend mit dem Berufsbild „Übersetzer*in“ assoziiert wird, ist vielen meiner Bekannten gar nicht bewusst, dass man bei der Wahl des Praktikums oder in der späteren Berufslaufbahn auch einen anderen Weg einschlagen kann: das Projektmanagement. Gerade für Praktikumsinteressent*innen und Absolvent*innen möchte ich deshalb dieses Berufsbild gerne etwas näher vorstellen.

Projektmanagement bei einer Agentur für internationale Kommunikation

Als Agentur für internationale Kommunikation bietet die Sprachenfabrik sämtliche Kommunikations- und Sprachdienstleistungen an. Als Projektmanager*in bin ich dabei das Bindeglied zwischen den Kund*innen und den (meist freiberuflichen) Dienstleister*innen, also den Übersetzer*innen, PR-Berater*innen, Lektor*innen und vielen anderen Sprachprofis, die es in unserem Pool gibt. Aber was bedeutet das konkret?

Projektvorbereitung

Mit dem Wunsch unserer Kund*innen, eine Sprachdienstleistung in Anspruch zu nehmen, beginnt die Projektvorbereitungsphase. Im Projektmanagement steht man schon vor Auftragserteilung beratend zur Seite, bespricht sowohl intern als auch extern mögliche Herangehensweisen (insbesondere bei komplexeren Projekten) und fragt gegebenenfalls schon entsprechend qualifizierte Dienstleister*innen an. Auch die Vorbereitung eines Kostenvoranschlags gehört dabei zu den Aufgaben im Projektmanagement.

Projektdurchführung

Wird ein Auftrag erteilt, erstellen wir auf Basis der Auftragseckdaten einen Termin- und Ressourcenplan und hinterlegen den Auftrag in unserem Projektmanagement-System Plunet BusinessManager. Anschließend folgt die Beauftragung der passenden Dienstleister*innen.
Hier endet die Arbeit im Projektmanagement nicht, denn auch während des laufenden Projekts müssen bestimmte Prozesse zur Überwachung des Projektes durchgeführt werden. Dazu gehören beispielsweise die Einhaltung von Terminen und Deadlines, die Überwachung der Kosten bzw. des Budgets oder auch die Aktualisierung des Projektplans. Als Projektmanager*in ist man während der gesamten Projektdauer und darüber hinaus bei Fragen oder Anregungen seitens der Dienstleister*innen bzw. Kund*innen stets die erste Anlaufstelle.

Projektabschluss

Mit der Lieferung des Textes durch die Dienstleister*innen nähert sich das Projekt dem Ende. Für die Projektmanager*innen folgen nun sehr wichtige Aufgaben im Rahmen des Qualitätsmanagements, wie zum Beispiel der sog. QA-Check, den wir vor jeder Lieferung durchführen, das Aktualisieren der Übersetzungsdatenbestände oder auch die Feedbackweiterleitung an das Vendormanagement. Abschließende Aufgaben wie die Lieferung an unsere Auftraggeber*innen sowie die Nachbereitung des Projekts mit entsprechendem Wissensmanagement runden ein erfolgreich abgeschlossenes Projekt ab.

Schnittstelle sprachwissenschaftliches Studium und Projektmanagement

Der Alltag im Projektmanagement besteht demnach größtenteils aus administrativen Aufgaben, die vielfältig und abwechslungsreich sind, da jedes Projekt einzigartig ist. Zu einer reibungslosen Projektabwicklung ist Kommunikation der Schlüssel. Jedes Projekt geht mit bestimmten Herausforderungen einher, die man als Projektmanager*in annehmen muss. Aus diesem Grund ist es essenziell, eine klare Kommunikation gegenüber den Kund*innen, aber auch hinsichtlich der Arbeitsanweisungen an die jeweiligen Dienstleister*innen sowie innerhalb des eigenen Arbeitsteams zu pflegen.
Ein sprachwissenschaftliches Studium eignet sich demnach besonders für den Beruf als Projektmanager*in bei einem Sprachdienstleister und kommt der Kommunikation mit den oftmals internationalen Kund*innen zugute. Ein weiterer Vorteil ist das erforderliche Branchen-Know-how sowie das nötige Fachwissen, welches man in einem sprachwissenschaftlichen Studium lernt. An dieser Stelle ist jedoch anzumerken, dass neben dem Sprachbewusstsein eine strukturierte sowie ziel- und serviceorientierte Arbeitsweise gleichermaßen von großer Bedeutung sind.

Neugierig geworden? Hier bewerben!

Falls ihr euch jetzt für ein Praktikum in der Sprachenfabrik interessiert, schaut gern regelmäßig in unsere Stellenausschreibungen oder bewerbt euch gleich hier initiativ. Aufgepasst für alle Absolvent*innen und Berufserfahrene, die jetzt neugierig geworden sind: Ganz aktuell haben wir eine Stelle für Projektmanager Sprachdienstleistungen (m/w/d) ausgeschrieben. Wir freuen uns auf eure Bewerbungen!

Der Flachwitz-Selbsttest – zum Tag der schlechten Wortspiele

Heute ist der bundesweite Tag der schlechten Wortspiele. Dazu möchten wir weder erklären, was es damit genauer auf sich hat, noch beleuchten, warum Wortspiele lustig sind. Wir erklären Ihnen nicht, wie die einzelnen rhetorischen Figuren heißen und fassen auch nicht zusammen, auf welchem Stand die Humorforschung aus kommunikationsanalytischer Sicht gerade ist. Vielmehr möchten wir diesen „Feiertag“ zum Anlass nehmen, aus dem Sprachenfabrik-Nähkästchen zu plaudern.

So gibt es bei uns – nicht nur für eine Sprachenfabrik – obligatorische hauseigene Akronyme im Teamchat wie kkk (= kurz Kaffee kochen), knap (= kurz nicht am Platz) und entsprechend wap (= wieder am Platz). Darüber hinaus haben wir – so wie es in ganz OWL viele der sogenannten „Hidden Champions“ gibt – in der Firma einen ganz eigenen Hidden-Flachwitz-Champion: unseren Chef Jörg. Schon immer und mit einer gewissen Ausdauer hören wir von ihm Sprüche wie „See you later, Alligator“, „Tschüssikowski“ oder „Bis später, Peter“.

Der Flachwitz-Selbsttest

Damit aber nicht genug, denn in diesem Jahr kam es zu einer drastischen, zugegebenermaßen selbst verschuldeten Zunahme solcher Witzigkeiten: Zu seinem Geburtstag hat Jörg von uns ein Buch voller Flachwitze geschenkt bekommen. Seitdem läutet es im eben erwähnten Teamchat regelmäßig zum Flachwitz des Tages. Und die Belegschaft ist gespalten: in Flachwitzaspirant*innen und Augenverdreher*innen. Aber beurteilen Sie selbst. Fünf der besten (oder schlimmsten?) Flachwitze möchten wir Ihnen nachfolgend nicht vorenthalten:

Was ist grün und steht vor der Tür?
Ein Klopfsalat.

Meine Tante ist beim BND, deshalb nennen wir sie Top-Sigrid.

Von wem träumen Katzen? Vom Muskelkater.

Hab‘ bei Spiderman angerufen.
Aber er hatte kein Netz.

Was macht ein Donut beim Zahnarzt?
Er kriegt eine neue Füllung.

Und hier nun der Selbsttest: Mussten Sie (auch unwillkürlich) schmunzeln oder gar lachen? Oder hat ein reines Augenverdrehen sich nicht ausreichend angefühlt? Sollte Ersteres auf Sie zutreffen: Seien Sie ehrlich und schämen Sie sich nicht. Auch in der Sprachenfabrik wird häufiger über die Witze gelacht als manchen lieb ist. Lachen ist schließlich gesund! 🙂 Und wenn Sie das alles so gar nicht lustig fanden, schätzen Sie sich selbst vielleicht jetzt umso glücklicher, unseren Humor nicht zu teilen.

In diesem Sinne hoffen wir Sie (wenigstens etwas) erheitert zu haben und wünschen Ihnen noch einen angenehmen Tag der schlechten Wortspiele.

Jubiläum: 5 Jahre bei der Sprachenfabrik

Wir gratulieren unserer Kollegin Verdiana Giannelli zum fünfjährigen Jubiläum bei der Sprachenfabrik.

Nach ihrem Bachelor-Studium „Internationale Fachkommunikation und Übersetzen“ an der FH Magdeburg kam Verdiana 2016 zunächst als Praktikantin im Bereich Projektmanagement zur Sprachenfabrik. Es passte einfach – und wir ließen sie nach dem Praktikumsende nicht mehr gehen. Zunächst als Junior-Projektmanagerin, dann als Projektmanagerin startete Verdiana durch und sammelte die notwendige Erfahrung, um in ihrer jetzigen Funktion als Leitung das achtköpfige Projektmanagementteam zu steuern.

Sie ist eine Sprachperfektionistin, ein absolutes Organisationstalent und hat als Trello-Queen einfach immer den Überblick über alle laufenden Projekte. Außerdem wären die deutsch-italienischen Fußballbegegnungen ohne Verdiana im Team für uns alle nur halb so spannend.

Verdiana Giannelli ist als Leitung des Projektmanagements Ihre erste Ansprechpartnerin für unsere Sprachdienstleistungen.

Deutschland und seine Merkwürdigkeiten

Hallo, ich bin Molly-Rose und heute ist mein letzter Tag als Praktikantin im Bereich Übersetzung hier bei der Sprachenfabrik! Ich studiere Deutsch und Französisch an der University of Durham, und das Auslandsjahr ist Bestandteil meines Bachelor-Studienganges. Ich hatte vorher schon ein paar Aufenthalte in Deutschland, habe mich aber jetzt so wirklich in die deutsche Kultur und die Menschen hier verliebt.

Nach einer gewissen Zeit in Deutschland muss ich aber auch sagen, dass ich ein paar kleine kulturelle Eigenheiten bemerkt habe. Kleine Besonderheiten, die nur zu Deutschland gehören, die aber auch das Land so einzigartig und schön machen. Deswegen habe ich mir gedacht, dass es unterhaltsam sein könnte, die kulturellen Unterscheide zwischen Großbritannien und Deutschland aus der Perspektive einer Britin zu kommentieren.  (An dieser Stelle ein „Disclaimer“: Alles „Negative“ in diesem Blog ist nicht allzu ernst zu nehmen – ich bin ein großer Fan von Deutschland, wirklich!)

„Meisterin Yoda“

Also, wo fange ich an? Es macht wahrscheinlich Sinn, mit der Sprache selbst anzufangen – denn das ist das, was mich überhaupt hierher gebracht hat. Für mich ist die deutsche Sprache ein Regenbogen grammatikalischer Albträume. Ehrlich gesagt ist die deutsche Grammatik ziemlich logisch – die Regeln sind eindeutig und es gibt nur wenige Ausnahmen, nicht so wie im Englischen oder Französischen, wo es wahrscheinlich mehr Ausnahmen als Normalfälle gibt. Man muss also die Regeln einfach auswendig lernen und hat damit schon viel getan – die Genauigkeit ist aber gnadenlos! Wie oft ich schon als die deutsche Yoda bezeichnet wurde wegen meiner Fehlversuche, einen Satz richtig aufzubauen. Meiner Ansicht nach beweist die deutsche Sprache, wie effizient die Deutschen selbst sind! Obwohl es schwierig ist, ist für mich eins klar: Übung macht den Meister!

Schamlos direkt

Um beim Thema deutsche Effizienz zu bleiben: Deutsche sind schamlos direkt! Aber das ist etwas, wofür ich die Deutschen bewundere – voll und ganz! Deutsche mögen es nicht, um den heißen Brei herumzureden und ‚Small Talk‘ scheint ein Fremdwort zu sein! Während die Briten stundenlang quatschen können, bevor sie auf den Punkt kommen (und ich muss zugeben, dass ich absolut zu diesem Stereotyp gehöre), sagen Deutsche einfach, was sie meinen und damit hat es sich!

Obwohl diese Art der Kommunikation beim ersten Hören etwas unverblümt erscheint, hat sie auch zahlreiche Vorteile – man weiß genau, wo man steht und spart sich oft Zeit!

Phantasiefahrzeuge und ihre Gefahren

Über ein paar Sachen rege ich mich auch auf. Bei der Auslegung der Gesetze sehe ich manchmal keine Logik. Nie in meinem ganzen Leben war ich so frustriert, wie dabei, an der Ampel zu stehen und zu warten, dass Phantasiefahrzeuge vorbeifahren… Denn einmal war ich um 23 Uhr nachts unterwegs und habe auf der Straße nach links und rechts geguckt und nirgendwo ein Auto sehen oder hören können. Deswegen habe ich die Entscheidung getroffen, die Straße einfach zu überqueren. Als ich meinen ersten Schritt auf die unbefahrene Straße gemacht habe, haben mich bereits alle anderen Fußgänger angeguckt, als ob ich sie zutiefst persönlich beleidigt hätte. Ich weiß also noch nicht, ob ich mein Verhalten diesbezüglich anpassen werde, da es aus meiner Sicht einfach nicht logisch ist. Diese durchdringenden Blicke fangen aber langsam an, mich zu verfolgen und ich bin mir nicht sicher, ob ich nicht irgendwann vor Schuldgefühlen zusammenbreche…

Die deutsche Kissenschlacht

Bevor ich meinen Blogbeitrag beende, möchte ich noch gerne eine weitere deutsche Besonderheit ansprechen – und zwar das deutsche Kopfkissen. Ich muss sagen, dass Kissenmacher in Deutschland wohl einem Irrtum unterliegen. Ich bin mir sicher, dass auch ihr, wie alle anderen Menschen der Welt, beim Schlafen den Kopf von der einen auf die anderen Seite dreht.  Die rechteckige Form von Kissen in Großbritannien ist also ziemlich logisch. Mittlerweile aber hat sich mein Hals verlängert und ist dann wieder geschrumpft, nur um sich unterbewusst an die vertikalen Eigenschaften eines deutschen quadratischen Kissens anzupassen. Obwohl das Bett mit diesen riesigen Kissen optisch gut ganz aussieht, ist die Realität beim Schlafen regelmäßige Kämpfe mit dem Kopfkissen – bis hin zu Erstickungsgefahr durch das Kopfkissen selbst!

Von rigiden grammatischen Strukturen bis hin zu riesigen quadratischen Kissen – all das sind kleine Besonderheiten, die mir als Britin komisch vorkommen. Aber ohne diese wäre Deutschland auch nicht dasselbe!

Im Gespräch mit unserem neuen Kollegen

Seit Mitte Juli unterstützt Matthias Bethlehem unser Projektmanagementteam am Standort Bielefeld. Wir freuen uns sehr darüber, dass wir uns gefunden haben!

Wir haben Matthias nun ein paar Fragen gestellt, um das neue Gesicht auf unserer Website auch etwas persönlicher vorzustellen. Viel Spaß beim Lesen 🙂

 

Lieber Matthias, wir freuen uns sehr, dass du unser Projektmanagementteam verstärkst. Herzlich willkommen im Team der Sprachenfabrik! Könntest du kurz erzählen, über welche Wege oder auch Umwege du zur Sprachenfabrik gekommen bist?

Nach zwei eher langweiligen ersten beruflichen Stationen, fand ich vor vielen Jahren das damals noch exotische Internet spannend. 2001 habe ich mich auf eine Stellenanzeige der OWL-virtuell.de GmbH als Kundenbetreuer beworben – und damit ging es los. Das Unternehmen beschäftigte sich mit der Erstellung von Websites und Online-Shops, später kamen noch SEO- und Adword-Marketing hinzu. Wir waren damals ein kleines Team und so war es ganz natürlich, dass man sich untereinander geholfen hat. Dabei habe ich festgestellt, dass mir das Projektmanagement zum einen liegt und zum anderen auch sehr viel Freude bereitet. Im Jahr 2012 wechselte ich dann zur content.de AG, einem Online-Marktplatz für Texterstellung. Das Kernthema von content.de ist das Copywriting von deutschen SEO-Texten. Hier habe ich die Key-Accounts betreut und viele Full-Service-Projekte für sehr namhafte Kunden begleitet. Nach insgesamt 18 Jahren Online brauchte ich mal einen Tapetenwechsel und wollte mich gerne mit einem Produkt beschäftigen, das man anfassen kann. Ich wechselte daher zur Markötter-Gruppe und habe mich dort mit dem Aufbau einer Wohnmobil-Sparte beschäftigt. Diese Aufgabe war sehr spannend und vielseitig, aber das Umfeld war ein ganz anderes, als ich es gewohnt war. Aus diesem Grund zog es mich wieder zurück in die „New Economy“ und speziell auch zu den Sprachdienstleistungen.

 

Was waren für dich denn die genauen Beweggründe dafür, doch wieder direkt in die Sprachdienstleisterbranche zurückzukehren?

Ich fand das thematische Umfeld schon bei content.de äußerst spannend. Es gibt so viele Möglichkeiten, wie man die Texterstellung beeinflussen und einen Autor dazu anleiten kann, genau den Text zu schreiben, den ein Kunde haben möchte. Ich finde Sprache generell faszinierend und bin auch jemand, der sehr viel liest. Dabei bin ich jetzt nicht so wählerisch, manchmal lese ich auch nur die „11Freunde“ oder den „Kicker“. Texte und Übersetzungen sind aber einfach tolle Produkte.

 

Womit bereicherst du das Team fachlich und menschlich besonders?

Fachlich bringe ich sicher jede Menge Erfahrung mit, insbesondere natürlich aus den Bereichen SEO und Copywriting. Ich denke, dass ich unser Team damit in vielen Bereichen unterstützen kann. Zudem bin ich ein Mensch, der sich generell nicht wirklich stressen lässt. Das kann in verschiedenen Situationen sicher auch hilfreich sein. Ich bin ein absoluter Teamplayer und mir ist persönlicher Erfolg nicht wichtig. Aber ich tue alles dafür, dass unser Team erfolgreich ist und Freude an der Arbeit hat.

 

Wie sind die ersten Wochen in der Sprachenfabrik bisher gelaufen? Was hat dich besonders gewundert, überrascht oder gefreut? Die Einarbeitung erfolgte ja immer noch „anders“ – unter Coronabedingungen eben …

Für mich sind die ersten Wochen sehr gut gelaufen. Mir waren ja die generellen Abläufe bekannt, allerdings musste ich mich in neue Systeme, bzw. neue Software einarbeiten. Hier wurde ich vom gesamten Team super unterstützt. Inzwischen fühle ich mich da schon sehr sicher. Klar, eine Einarbeitung unter Coronabedingungen, also sprich in der Regel via Zoom oder Skype, läuft natürlich etwas holpriger, als wenn dir dein Kollege oder deine Kollegin gegenüber sitzt. Ich glaube aber, dass wir es dafür richtig gut hingekriegt haben.

Überrascht hat mich, dass wir hier wirklich super strukturiert aufgestellt sind. Damit meine ich einerseits die Verantwortlichkeiten, bzw. Zuständigkeiten, andererseits aber auch unseren Workflow. Man merkt, dass es ein fortlaufender Prozess ist und neues Wissen und Erfahrungen stets mit einfließen. Ich will jetzt nicht sagen, dass meine vorherigen Stationen gänzlich unstrukturiert unterwegs waren, aber es ist echt ein spürbarer Unterschied.

Und gefreut hat mich, dass ich ruckzuck im Team war. Alle sind nett, offen und interessiert. Das schafft für mich eine absolut tolle Arbeitsatmosphäre. Ich freue mich sehr darauf, wenn wir wieder alle zusammen im Büro sein können – und Homeoffice die Ausnahme sein wird.

 

Eine kleine Fangfrage zum Schluss sei noch gestattet: Wie gefällt die Sprachenfabrik besser? Als Kunde oder als Mitarbeiter?

Das ist tatsächlich nicht einfach. Ich kenne die Sprachenfabrik ja tatsächlich aus beiden Perspektiven. Hätte ich keinen guten Eindruck von euch gehabt, dann hätte ich mich auch nicht beworben. Im Bewerbungsprozess selbst habe ich mich bei unseren Gesprächen sehr wohl gefühlt. Und jetzt mit euch allen in einem Team zu arbeiten macht mir viel Freude. Ich glaube, mir gefallen beide Seiten.

 

Vielen Dank für das Gespräch! Wir freuen uns sehr darüber, dich bei uns zu haben.

Von Tippspielsiegerinnen und Grillabendromantik

Noch leise glimmende Grillkohlen, verstreute Kronkorken und leergefegte Teller: das Bild nach einem gelungenen Grillabend. Während die meisten von uns mit vollem Bauch noch die letzten Meter nach Hause kullern, machen auch die fleißigsten Aufräumenden im Büro nun das letzte Licht aus.

Dem vorausgegangen war während der vier „EM-Wochen“ ein mit viel Leidenschaft ausgetragener Wettstreit – unser Sprachenfabrik-Tippspiel zur EM 2020 (2021). Die Idee, wie bei der WM 2018 als Teamaktion ein gemeinschaftliches Tippspiel zu organisieren, kam erst wenige Tage vor EM-Beginn auf. Umso schöner, dass wirklich alle Eingeladenen mitgemacht haben!

Schon im ersten Spiel stehen sich dann die Favoriten zweier Sprachenfabrikant*innen gegenüber: Italien (Verdiana) spielt gegen die Türkei (Ant). Unsere Tippspielaktion profitiert so nicht nur davon, dass wir viele fußballbegeisterte Teammitglieder haben – tatsächlich landen am Ende in der oberen Tabellenhälfte einige selbsterklärte Nicht-Fußballfans – sondern einmal mehr auch davon, dass wir ein kulturell sehr vielfältiges Team haben. Da verwandelt sich unsere firmeninterne Chatgruppe gleich an mehreren Abenden in einen lebhaften Diskussionsraum/Liveticker.

Schließlich geht der verdiente Sieg an unsere Projektmanagerin Olesya (113 Punkte), die damit die Nachfolge von Ant antritt, gefolgt von unserem Chef Jörg (108 Punkte) und unserer Inhouse-Übersetzerin Jemma (104 Punkte). Das wollen wir natürlich gebührend feiern und: Corona macht es nicht mehr unmöglich. Am Ende stehen (nach dem freiwilligen Preisverzicht von Jörg) auf dem Siegertreppchen unsere glücklichen Gewinnerinnen Olesya, Jemma und Verdiana – und wir freuen uns mit ihnen! Denn anlässlich des Tippspielabschlusses bietet das gemeinsame Grillen endlich wieder einmal Gelegenheit für einen geselligen Abend an der frischen Luft, gemeinsam mit vielen Gesichtern, die man seit Monaten nur vom Bildschirm kennt, Gesprächen abseits des beruflichen Alltags, klirrenden Flaschen und leckerem Essen. Natürlich unter Beachtung der „Drei-G-Regel“.

Was am Ende außer dem romantischen Bild von einem kleinen Nachgrillabendschaos bleibt, ist Dankbarkeit für die bisher glimpflich überstandenen Pandemiemonate, für die nun wieder überwindbare Distanz und vor allen Dingen: für unser großartiges Team. Und: Das nächste Tippspiel zur WM 2022 steht auch schon bald vor der Tür.

 

Sprachenfabrik On Air

So, nun lassen wir die Katze mal aus dem Nikolaussack: Wer hat uns heute Morgen schon gehört? Heute früh wurde unser brandneuer Sprachenfabrik-Radiowerbespot zum ersten Mal von Radio Bielefeld ausgestrahlt.

Wie kam es denn dazu? Seit wann schaltet die Sprachenfabrik Radiowerbung? Die Antwort lautet: Seit wir einen Wettbewerb des Marketing Club OWL Bielefeld gewonnen haben!

Alle Club-Mitglieder waren dazu eingeladen, ein kreatives Konzept für einen 15-sekündigen Radiospot einzureichen. Der Preis für die beiden überzeugendsten Konzepte: Produktion und Umsetzung des Spots sowie 25 Ausstrahlungen auf Radio Bielefeld. Nach einem kurzen und knackigen Brainstorming eines kleinen internen Texterteams stand unsere Idee. Dieses Mal waren wir somit unser eigener Kunde – und wir freuen uns sehr, dass wir die Jury mit unserem Konzept überzeugen konnten.

Für alle, die wir ein bisschen neugierig gemacht haben: Schalten Sie doch einfach einmal Radio Bielefeld ein. Oder hören Sie sich den Spot hier an.

Wir bedanken uns an dieser Stelle ganz herzlich beim Marketing Club OWL Bielefeld und bei Radio Bielefeld für diese besondere Aktion!