Inside Sprachenfabrik

Im Gespräch mit unserem neuen Kollegen

Seit Mitte Juli unterstützt Matthias Bethlehem unser Projektmanagementteam am Standort Bielefeld. Wir freuen uns sehr darüber, dass wir uns gefunden haben!

Wir haben Matthias nun ein paar Fragen gestellt, um das neue Gesicht auf unserer Website auch etwas persönlicher vorzustellen. Viel Spaß beim Lesen 🙂

 

Lieber Matthias, wir freuen uns sehr, dass du unser Projektmanagementteam verstärkst. Herzlich willkommen im Team der Sprachenfabrik! Könntest du kurz erzählen, über welche Wege oder auch Umwege du zur Sprachenfabrik gekommen bist?

Nach zwei eher langweiligen ersten beruflichen Stationen, fand ich vor vielen Jahren das damals noch exotische Internet spannend. 2001 habe ich mich auf eine Stellenanzeige der OWL-virtuell.de GmbH als Kundenbetreuer beworben – und damit ging es los. Das Unternehmen beschäftigte sich mit der Erstellung von Websites und Online-Shops, später kamen noch SEO- und Adword-Marketing hinzu. Wir waren damals ein kleines Team und so war es ganz natürlich, dass man sich untereinander geholfen hat. Dabei habe ich festgestellt, dass mir das Projektmanagement zum einen liegt und zum anderen auch sehr viel Freude bereitet. Im Jahr 2012 wechselte ich dann zur content.de AG, einem Online-Marktplatz für Texterstellung. Das Kernthema von content.de ist das Copywriting von deutschen SEO-Texten. Hier habe ich die Key-Accounts betreut und viele Full-Service-Projekte für sehr namhafte Kunden begleitet. Nach insgesamt 18 Jahren Online brauchte ich mal einen Tapetenwechsel und wollte mich gerne mit einem Produkt beschäftigen, das man anfassen kann. Ich wechselte daher zur Markötter-Gruppe und habe mich dort mit dem Aufbau einer Wohnmobil-Sparte beschäftigt. Diese Aufgabe war sehr spannend und vielseitig, aber das Umfeld war ein ganz anderes, als ich es gewohnt war. Aus diesem Grund zog es mich wieder zurück in die „New Economy“ und speziell auch zu den Sprachdienstleistungen.

 

Was waren für dich denn die genauen Beweggründe dafür, doch wieder direkt in die Sprachdienstleisterbranche zurückzukehren?

Ich fand das thematische Umfeld schon bei content.de äußerst spannend. Es gibt so viele Möglichkeiten, wie man die Texterstellung beeinflussen und einen Autor dazu anleiten kann, genau den Text zu schreiben, den ein Kunde haben möchte. Ich finde Sprache generell faszinierend und bin auch jemand, der sehr viel liest. Dabei bin ich jetzt nicht so wählerisch, manchmal lese ich auch nur die „11Freunde“ oder den „Kicker“. Texte und Übersetzungen sind aber einfach tolle Produkte.

 

Womit bereicherst du das Team fachlich und menschlich besonders?

Fachlich bringe ich sicher jede Menge Erfahrung mit, insbesondere natürlich aus den Bereichen SEO und Copywriting. Ich denke, dass ich unser Team damit in vielen Bereichen unterstützen kann. Zudem bin ich ein Mensch, der sich generell nicht wirklich stressen lässt. Das kann in verschiedenen Situationen sicher auch hilfreich sein. Ich bin ein absoluter Teamplayer und mir ist persönlicher Erfolg nicht wichtig. Aber ich tue alles dafür, dass unser Team erfolgreich ist und Freude an der Arbeit hat.

 

Wie sind die ersten Wochen in der Sprachenfabrik bisher gelaufen? Was hat dich besonders gewundert, überrascht oder gefreut? Die Einarbeitung erfolgte ja immer noch „anders“ – unter Coronabedingungen eben …

Für mich sind die ersten Wochen sehr gut gelaufen. Mir waren ja die generellen Abläufe bekannt, allerdings musste ich mich in neue Systeme, bzw. neue Software einarbeiten. Hier wurde ich vom gesamten Team super unterstützt. Inzwischen fühle ich mich da schon sehr sicher. Klar, eine Einarbeitung unter Coronabedingungen, also sprich in der Regel via Zoom oder Skype, läuft natürlich etwas holpriger, als wenn dir dein Kollege oder deine Kollegin gegenüber sitzt. Ich glaube aber, dass wir es dafür richtig gut hingekriegt haben.

Überrascht hat mich, dass wir hier wirklich super strukturiert aufgestellt sind. Damit meine ich einerseits die Verantwortlichkeiten, bzw. Zuständigkeiten, andererseits aber auch unseren Workflow. Man merkt, dass es ein fortlaufender Prozess ist und neues Wissen und Erfahrungen stets mit einfließen. Ich will jetzt nicht sagen, dass meine vorherigen Stationen gänzlich unstrukturiert unterwegs waren, aber es ist echt ein spürbarer Unterschied.

Und gefreut hat mich, dass ich ruckzuck im Team war. Alle sind nett, offen und interessiert. Das schafft für mich eine absolut tolle Arbeitsatmosphäre. Ich freue mich sehr darauf, wenn wir wieder alle zusammen im Büro sein können – und Homeoffice die Ausnahme sein wird.

 

Eine kleine Fangfrage zum Schluss sei noch gestattet: Wie gefällt die Sprachenfabrik besser? Als Kunde oder als Mitarbeiter?

Das ist tatsächlich nicht einfach. Ich kenne die Sprachenfabrik ja tatsächlich aus beiden Perspektiven. Hätte ich keinen guten Eindruck von euch gehabt, dann hätte ich mich auch nicht beworben. Im Bewerbungsprozess selbst habe ich mich bei unseren Gesprächen sehr wohl gefühlt. Und jetzt mit euch allen in einem Team zu arbeiten macht mir viel Freude. Ich glaube, mir gefallen beide Seiten.

 

Vielen Dank für das Gespräch! Wir freuen uns sehr darüber, dich bei uns zu haben.

Linguistik studieren – ein Alltag mit Krisenexperimenten

Hallo! Ich bin Annika Schimmel und seit Anfang Juli Praktikantin im Bereich Projektmanagement hier in der Sprachenfabrik. Außerdem studiere ich zurzeit im Kernfach Linguistik und im Nebenfach Literaturwissenschaft an der Universität Bielefeld.

Besonders zu meinem Kernfach werde ich oft fragend angeschaut, sobald ich bei entsprechender Gelegenheit den Studiengang „Linguistik“ nenne. Dass er etwas mit Sprache zu tun hat, können sich die meisten noch herleiten, doch dann geraten sie oft ins Stocken. Und ehrlich gesagt ist es auch gar nicht so einfach zu erklären. Um für etwas Aufklärung zu sorgen, möchte ich im Folgenden näher beschreiben, womit sich das Fach Linguistik nun eigentlich beschäftigt.

Die Forschungsdisziplin Linguistik

Die Linguistik legt den Fokus nicht auf eine bestimmte Sprache, sondern forscht sprachenübergreifend. Zudem unterteilt sich die Linguistik in verschiedene Forschungsgebiete, wie beispielsweise die Grammatik und die Semantik oder auch die Computer- und die Psycholinguistik. In manchen Forschungsgebieten, wie zum Beispiel der Grammatik, kann es also sein, dass man sich mit mehreren Sprachen gleichzeitig beschäftigt. Beispielsweise, indem man grammatische Phänomene aus verschiedenen Sprachen miteinander vergleicht. Im Studium beschäftigen wir uns somit teilweise sogar mit Sprachen, die wir noch nicht einmal richtig sprechen oder verstehen können! Das macht es sehr interessant, denn das Studium bietet einem so die Möglichkeit, sich einer neuen Sprache aus einer übergeordneten Perspektive zu nähern.

Ein weiteres Forschungsgebiet, das gleichzeitig der Schwerpunkt meines Studiums ist, trägt den Titel „Kommunikationsanalyse“. In der Kommunikationsanalyse liegt der Fokus größtenteils auf verbalen Gesprächen, also auf der Interaktion zwischen Menschen im Gespräch. Es ist wirklich unglaublich, wie viel sich selbst anhand von nur wenigen Sätzen analysieren lässt! In unserer verbalen Interaktion befolgen wir viele Regeln tagtäglich und ohne dass wir es merken. Der Grund dafür liegt in unserem Unterbewusstsein: Viele Regeln haben wir schon so oft umgesetzt und von klein auf gelernt, dass wir sie mittlerweile gar nicht mehr als Regeln wahrnehmen.

Garfinkels „Krisenexperimente“

Um sich dies besser vorstellen zu können, möchte ich im Folgenden ein Beispiel nennen. Dieses stammt von Harold Garfinkel, der eine Vielzahl von sogenannten „Krisenexperimenten“ durchgeführt hat. In denen wurden die Regeln der alltäglichen Interaktion bewusst gebrochen, um genau diese Regeln aufzuzeigen.

In einem dieser Experimente stellt Person A zunächst die alltägliche Frage „Wie gehts dir?“. Person B antwortet auf diese Frage allerdings nicht mit einer üblichen Antwort wie „Gut, und dir?“, sondern mit einer Gegenfrage: „Wie gehts mir in Bezug worauf? Körperlich, psychisch, finanziell…?“. Person A reagiert darauf empört: „Ich versuche einfach nur, höflich zu sein.“

Person B antwortet auf die Floskel von Person A also mit einer ernst gemeinten Gegenfrage, welche nicht der Erwartung von Person A entspricht, was sich an der Empörung erkennen lässt. Dadurch kann zugleich die Regel festgestellt werden: Die Frage „Wie gehts dir?“ wird häufig lediglich als Einstiegsfloskel in ein Gespräch verwendet, auf die eine Äußerung wie „Gut, und dir?“ und keine ernsthafte Antwort erwartet wird.

Neben diesem Beispiel gibt es noch viele weitere Möglichkeiten, um unsere Regeln in der alltäglichen Interaktion aufzuzeigen. Und das Praktische ist: Weil jede*r von uns tagtäglich Teil von Interaktionen ist, hat auch jede*r von uns die Möglichkeit, diese Krisenexperimente selbst auszuprobieren! Vielleicht gehen auch Sie demnächst einmal der Linguistik auf die Spur… Sie glauben gar nicht, wie viel Sie selbst über Ihre eigene Interaktion erfahren werden!

Von Tippspielsiegerinnen und Grillabendromantik

Noch leise glimmende Grillkohlen, verstreute Kronkorken und leergefegte Teller: das Bild nach einem gelungenen Grillabend. Während die meisten von uns mit vollem Bauch noch die letzten Meter nach Hause kullern, machen auch die fleißigsten Aufräumenden im Büro nun das letzte Licht aus.

Dem vorausgegangen war während der vier „EM-Wochen“ ein mit viel Leidenschaft ausgetragener Wettstreit – unser Sprachenfabrik-Tippspiel zur EM 2020 (2021). Die Idee, wie bei der WM 2018 als Teamaktion ein gemeinschaftliches Tippspiel zu organisieren, kam erst wenige Tage vor EM-Beginn auf. Umso schöner, dass wirklich alle Eingeladenen mitgemacht haben!

Schon im ersten Spiel stehen sich dann die Favoriten zweier Sprachenfabrikant*innen gegenüber: Italien (Verdiana) spielt gegen die Türkei (Ant). Unsere Tippspielaktion profitiert so nicht nur davon, dass wir viele fußballbegeisterte Teammitglieder haben – tatsächlich landen am Ende in der oberen Tabellenhälfte einige selbsterklärte Nicht-Fußballfans – sondern einmal mehr auch davon, dass wir ein kulturell sehr vielfältiges Team haben. Da verwandelt sich unsere firmeninterne Chatgruppe gleich an mehreren Abenden in einen lebhaften Diskussionsraum/Liveticker.

Schließlich geht der verdiente Sieg an unsere Projektmanagerin Olesya (113 Punkte), die damit die Nachfolge von Ant antritt, gefolgt von unserem Chef Jörg (108 Punkte) und unserer Inhouse-Übersetzerin Jemma (104 Punkte). Das wollen wir natürlich gebührend feiern und: Corona macht es nicht mehr unmöglich. Am Ende stehen (nach dem freiwilligen Preisverzicht von Jörg) auf dem Siegertreppchen unsere glücklichen Gewinnerinnen Olesya, Jemma und Verdiana – und wir freuen uns mit ihnen! Denn anlässlich des Tippspielabschlusses bietet das gemeinsame Grillen endlich wieder einmal Gelegenheit für einen geselligen Abend an der frischen Luft, gemeinsam mit vielen Gesichtern, die man seit Monaten nur vom Bildschirm kennt, Gesprächen abseits des beruflichen Alltags, klirrenden Flaschen und leckerem Essen. Natürlich unter Beachtung der „Drei-G-Regel“.

Was am Ende außer dem romantischen Bild von einem kleinen Nachgrillabendschaos bleibt, ist Dankbarkeit für die bisher glimpflich überstandenen Pandemiemonate, für die nun wieder überwindbare Distanz und vor allen Dingen: für unser großartiges Team. Und: Das nächste Tippspiel zur WM 2022 steht auch schon bald vor der Tür.

 

„Nicht nur ein einziges Leben leben“ – Gedanken zum Welttag des Buches

Heute ist der 23. April 2021, ein völlig normaler Arbeitstag bzw. der letzte Arbeitstag vor einem wohlverdienten Wochenende! Allerdings ist heute außerdem ein wichtiger Feier- bzw. Aktionstag, den wir bei der Sprachenfabrik nicht vergessen haben: Es ist der Welttag des Buches. Dies erscheint vielleicht nicht ganz so bedeutsam oder feierlich wie beispielsweise die kürzlich vergangenen Ostertage, zumal der Buchhandel und die Verlage besorgt beobachten, dass sich zunehmend weniger Menschen für Bücher interessieren, ob in gedruckter oder digitaler Form. Doch bevor wir uns ausschließlich diesem Thema widmen, möchte ich mich einmal kurz vorstellen.

Mein Name ist Julia Härter, ich bin Studentin der Anglistik und Literaturwissenschaft an der Universität Bielefeld und seit Anfang April außerdem Praktikantin im Projektmanagement bei der Sprachenfabrik GmbH. Ich wurde von dem sehr netten Team willkommen geheißen und darf nun von zu Hause aus verantwortungsvolle, abwechslungsreiche Aufgaben im Projekt- und Vendormanagement übernehmen. Obwohl ich mir sicherlich kein Praktikum im Homeoffice erhofft habe, verläuft die Arbeit erstaunlich reibungslos. Das Homeoffice bringt mich auch zurück zu unserem Thema.

Der Grund für das nunmehr weithin bekannte Homeoffice ist die anhaltende Corona-Krise, welche den Welttag des Buches womöglich umso wichtiger macht. Denn Bücher und das Lesen bieten angesichts der aktuellen Lage ungeahnte Chancen. Die Corona-Krise hat zweifellos viele Dinge verändert. Was sich jedoch kaum verändert haben dürfte, ist die Lust zu reisen, den Alltag zu vergessen, Abenteuer zu erleben und neue Kulturen zu entdecken. Dies scheint sogar ganz im Gegenteil jetzt noch mehr gefragt zu sein als zuvor. Doch unkompliziertes Reisen dürfte derzeit kaum möglich sein. Wie soll man sonst dem Alltag zumindest für kurze Zeit entfliehen und etwas Abwechslung finden? Eine Möglichkeit besteht sicherlich darin, sich in andere Welten, wenn man sie schon nicht bereisen kann, oder Charaktere hineinzuversetzen.

Wenngleich das Bedürfnis nach Abwechslung und Abenteuer unverändert groß geblieben ist, konzentriert sich der Blick allerdings doch eher auf den PC oder den Fernseher und streift nur selten das Bücherregal. Dabei ist das Lesen doch mindestens ebenso unverändert spannend und aufregend geblieben. Umberto Eco bringt dies wunderbar auf den Punkt: „Wer nicht liest, wird mit 70 Jahren nur ein einziges Leben gelebt haben: sein eigenes. Wer liest, wird 5000 Jahre gelebt haben. […] Denn Lesen ist eine Unsterblichkeit nach hinten.“ Lesen ist damit zwar nicht ganz dasselbe wie ein sonniger Strandurlaub, ein aufregender Städtetrip oder eine abenteuerliche Wanderreise, aber sich bei einem guten Buch in ein Abenteuer oder in ein anderes Leben hineinzuträumen klingt auch nicht schlecht, oder? Geben Sie Ihrem Bücherregal oder Ihrem E-Book heute eine Chance, entdecken Sie das Lesen wieder neu und begeben Sie sich auf eine spannende, wenn auch etwas andere, Reise.

Weiterführende Links:
https://www.deutschland.de/de/topic/kultur/buchmesse-was-lesen-die-deutschen
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/boerse/streaming-boom-boerse-101.html
https://www.welttag-des-buches.de/aktuelles

Zum vierten Advent: Es weihnachtet sehr!

So schnell ist der Dezember vorangeschritten, dass es nur noch vier Tage dauert, bis wir alle das Weihnachtsfest genießen dürfen – oder? Wir haben dieses Jahr einen Teil unserer Kolleg*innen gefragt, ob und wie sie eigentlich Weihnachten feiern – und so multikulturell wie unser Team ist, so unterschiedlich waren auch die Antworten.

Von Väterchen Frost bis Roast-Dinner
Martins, Olesya und Ilona, alle drei arbeiten im Projektmanagement, stammen aus östlichen Ländern. Sie sind nicht mit Weihnachtsmann oder Christkind, sondern mit Väterchen Frost aufgewachsen. Väterchen Frost ist eine dem Weihnachtsmann ähnelnde, ursprünglich russische Märchenfigur, die aus der slawischen Mythologie stammt und die Personifikation des Winters ist. In Lettland und Estland kommt Väterchen Frost am 24. Dezember, doch bevor die Kinder ein Geschenk bekommen, müssen sie erst ein Gedicht aufsagen oder ein Liedchen singen. Estland ist außerdem übrigens einigen Quellen zufolge das Ursprungsland des Weihnachtsbaums.

In Russland lässt sich Väterchen Frost in der Nacht vom 31. Dezember auf den 1. Januar blicken und verteilt um Mitternacht reichlich Geschenke. Allen drei Kulturen ist die Vorliebe gemein, an Festtagen ausgiebig und üppig zu essen. Da sind neun verschiedene Speisen auf der festlichen Tafel keine Seltenheit, während ein beachtlicher Teil der Deutschen am Heiligenabend doch eher zu Bockwürstchen und Kartoffelsalat greift.

Jemma, unsere britische Inhouseübersetzerin, hat hingegen erzählt, dass die Engländer*innen am 25. Dezember, dem „Christmas Day“, traditionell ein Roast-Dinner, also ein ausgedehntes Weihnachtsmahl mit Fleisch wie z. B. Truthahn oder Pute, mit der engen Verwandtschaft genießen. Dort kommt der „Father Christmas“ in der Nacht vom 24. Dezember auf den 25. Dezember durch den Kamin gesaust, verteilt die Präsente und genießt selbst gebackene Kekse der Kinder mit einem Glas Milch. Wenn man das Jahr über nicht so brav war, bekommt man ein Stück Kohle in die Weihnachtssocke gelegt. Uiuiui!

Unser türkischstämmiger Kollege Ant, ebenfalls aus dem Übersetzungsbereich, feiert traditionell keine Weihnachten, lässt sich aber gerne jedes Jahr aufs Neue von der besinnlichen und feierlichen Weihnachtsatmosphäre mitreißen und hat in dieser Zeit die klassischen, vor allem alten Weihnachtsfilme für sich entdeckt.

Wie sagt man so schön: Man muss die Feste feiern, wie sie fallen. Ganz egal, wie und wann man Weihnachten feiert, die Zeit zum Ende des Jahres ist atmosphärisch eine der schönsten. Viele Menschen nutzen die Zeit, um das fast vergangene Jahr nochmal Revue passieren zu lassen, Negatives hinter sich zu lassen und das neue Jahr mit positiven Gedanken und Hoffnungen zu begrüßen.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen allen ein frohes Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Zum dritten Advent: O Tannenbaum, ein Blick hinter die Kulissen

Alle Jahre wieder rieselt der Schnee. Oh, du Fröhliche, klingelingeling. Oder so ähnlich. Jedes Jahr zur Weihnachtszeit wird so viel gesungen wie vermutlich sonst im gesamten Jahr zusammen nicht. Und auch in diesem besonderen Jahr – in dem die Möglichkeiten, durch gemeinsames Singen die Vorfreude auf die anstehenden Weihnachtsfeiertage zum Ausdruck zu bringen, stark beschränkt sind – bleiben die klassischen Weihnachtslieder doch überall gegenwärtig: im Radio, auf CD oder sonstigen Tonträgern und in diversen Weihnachtsplaylists wohl aller Streamingdienste.

Doch was besingen wir eigentlich in den klassischen, weihnachtlichen Volksliedern?

  • Da haben wir die vertonte Weihnachtsgeschichte: „Ihr Kinderlein kommet“ oder „Kommet ihr Hirten“,
  • Lieder, die die christliche Botschaft aufgreifen: „O du Fröhliche“ oder „Es ist ein Ros entsprungen“,
  • natürlich den Bezug zur Jahreszeit: „Leise rieselt der Schnee“ oder „Schneeflöckchen Weißröckchen“ oder
  • zu weltlichen Weihnachtsbräuchen: „Lasst uns froh und munter sein“ oder „Morgen Kinder wird’s was geben“.
  • Und es gibt auch Lieder, die sich einer ganz bestimmten Tradition widmen: „Am Weihnachtsbaume die Lichter brennen“ und eben …

O Tannenbaum, o Tannenbaum,
wie treu sind deine Blätter!
Du grünst nicht nur zur Sommerzeit,
nein, auch im Winter, wenn es schneit.
O Tannenbaum, o Tannenbaum,
wie treu sind deine Blätter!

O Tannenbaum, o Tannenbaum,
du kannst mir sehr gefallen.
Wie oft hat nicht zur Weihnachtszeit
ein Baum von Dir mich hoch erfreut!
O Tannenbaum, o Tannenbaum,
du kannst mir sehr gefallen!

O Tannenbaum, o Tannenbaum,
dein Kleid will mich was lehren:
Die Hoffnung und Beständigkeit
gibt Kraft und Trost zu jeder Zeit.
O Tannenbaum, o Tannenbaum,
dein Kleid will mich was lehren.

Geschrieben um 1800 von August Zarnack (erste Version, ursprünglich ein Liebeslied) und Ernst Anschütz (überarbeitete, kindgerechtere Fassung) zu einer bereits vorhandenen Melodie gilt „O Tannenbaum“ als das wohl bekannteste weltliche Weihnachtslied. Seit vielen Jahrhunderten wird, entlehnt aus einem heidnischen Brauch und übernommen in das Christentum, zur Weihnachtszeit ein geschmückter Tannenbaum in den Wohnzimmern aufgestellt. Hier besingen wir die symbolische Bedeutung des Tannenbaums: Insbesondere das immergrüne Tannenkleid ist ein Zeichen für Treue und Beständigkeit. Zudem verweist die grüne Farbe bereits auf das kommende Frühjahr und die wiederblühende Natur. So gibt der immergrüne Baum Hoffnung, Kraft und Trost in der dunklen Jahreszeit.

Apropos Evergreen: Eine zweieinhalb Jahre alte Tochter und Vertreterin der Sprachenfabrik-Next-Generation hat den Aspekt der Beständigkeit auf ein anderes Niveau gehoben. Seit Dezember 2019 ist „O Tannenbaum“ das allabendlich favorisierte Schlaflied vor dem Ins-Bett-Gehen. Nicht nur zur Winterzeit, sondern auch im Sommer, wenn es gar nicht schneit. So hatten wir unser diesjähriges Weihnachtsmotto im wahrsten Sinne schon zur Sommerzeit im Kopf.

Und jetzt sind Sie an der Reihe: Welches Weihnachtslied gefällt Ihnen am besten?

Zum zweiten Advent: Grüße aus dem Teutoburger Wald

Jauchzet, frohlocket! Heute haben wir gleich zwei Gründe zu feiern, hat uns doch der Nikolaus in diesem Jahr am heutigen 2. Advent besucht. Und auch wenn wir erst morgen verraten, welch große Überraschung er für uns im Stiefel versteckt hat, haben wir heute schon etwas Besonderes mit Ihnen vor. In der letzten Woche haben wir Ihnen bereits unser diesjähriges Weihnachtsmotto verraten (O Tannenbaum!) und mit einer der wohl relevantesten Fragen unserer Zeit in Verbindung gebracht: Nachhaltigkeit. Heute möchten wir den Blick direkt in unseren Wald richten. Kaum etwas ist an Weihnachten so schön wie der Geruch der im Wohnzimmer stehenden Nordmanntanne. Und nur am Rande bemerkt: Auch für alle, die so wie ich nicht auf den Weihnachtsbaum verzichten wollen, gibt es inzwischen nachhaltige Lösungen, wie regionale Bio-Weihnachtsbäume und wieder einpflanzbare Weihnachtsbäume im Topf oder zur Miete. Kommt man dann erst mal auf den Geruch (oder Geschmack?), liegt ein Waldspaziergang nicht fern. Und zu diesem Spaziergang möchten wir Sie hier gerne mitnehmen.

Nur ca. 2 Kilometer Luftlinie von unserem Bielefelder Sprachenfabrik-Hauptsitz entfernt gehen wir los. Abgesehen von einem tapferen, einsamen Jogger ist weit und breit keine Menschenseele zu erahnen. Dieses Stück Teutoburger Wald ist wohl eher ein Geheimtipp. Allerdings ist das nicht nur zur jetzigen Zeit eigentlich ein Vorteil, ist die Chance doch so viel höher einem tierischen Waldbewohner zu begegnen. Wir atmen tief durch.

In dem im Wesentlichen von Buchen, Eichen, Fichten und Kiefern geprägten Wald sind bei Wanderungen Reh-, Rot-, Dam- und Schwarzwild häufig zu sehen. Die großen Wälder bieten aber auch störungsempfindlichen Tierarten Raum zum Überleben, wie dem Schwarzstorch: Immerhin 6 % der Naturparkfläche Teutoburger Wald/Eggegebirge sind Vogelschutzgebiete. Auch die sehr seltene Wildkatze kommt im Naturpark vor. Und natürlich finden wir auch die alltäglicheren (aber ebenso liebenswerten) Waldbewohner wie Eichhörnchen oder Füchse von Zeit zu Zeit.

Aber nicht heute. Heute sind wir alleine mit dem Rauschen des Laubes, dem winterlich-weihnachtlich anmutenden Duft der Kiefern und Fichten und dem etwas typisch-Bielefeld-trüben Wetter. Und während das Blut in unsere Wangen läuft und wir uns sinnierend über den legendären Arminius und das erwartbare Abschneiden des namensverwandten, heimischen Fußballvereins (Sie wissen schon, oder?) langsam auf den adventlichen Kaffee und Kuchen freuen, möchten wir Ihnen in diesem Sinne einen geruhsamen und besinnlichen 2. Advent wünschen!

Zum ersten Advent: O Tannenbaum

Nachhaltigkeit. Laut Duden ein „Prinzip, nach dem nicht mehr verbraucht werden darf, als jeweils nachwachsen, sich regenerieren, künftig wieder bereitgestellt werden kann“. Und in einer weiteren, etwas spezifischeren Bedeutungsvariante ein „forstwirtschaftliches Prinzip, nach dem nicht mehr Holz gefällt werden darf, als jeweils nachwachsen kann“.

Alle Kolleg*innen der Sprachenfabrik, die an unserem Stammsitz in Bielefeld den Teutoburger Wald als Naherholungsgebiet nutzen, mussten in der Vergangenheit sehen und miterleben: Es hat sich Vieles verändert. Hier muss sich Einiges regenerieren, es müssen zahlreiche Bäume wieder nachwachsen. Das Thema Waldsterben, bedingt durch viel zu trockene Sommer, heftige Stürme und Schädlingsbefall, ist für uns in der Region Ostwestfalen-Lippe im wahrsten Sinne des Wortes augenscheinlich.

So liegt es nahe, unsere eigenen Arbeitsprozesse zu reflektieren. Auch wenn Nachhaltigkeit wohl stets ein dynamisches Ziel bleiben wird, fällt uns auf, dass wir uns der Verantwortung der Umwelt gegenüber bewusst sind, und dass wir einige Dinge bereits wirklich gut in unserer täglichen Arbeit umsetzen:

Stichwort „Papier“

Wir arbeiten schon seit einigen Jahren nahezu papierlos. In unserem Projektmanagentsystem Plunet BusinessManager können wir alle Arbeitsschritte von A wie Anfrage bis Z wie Zustellen der Projektrechnung elektronisch erledigen. Auch die freiberuflichen Sprachexpert*innen reichen schon seit langer Zeit ihre Rechnungen an uns ausschließlich elektronisch ein. Dies hat für uns zum einen die Bearbeitungszeit erheblich reduziert – und zum anderen auch den Papierverbrauch. Und der Rechnungsausgleich erfolgt dann selbstverständlich nicht per Überweisungsträger, sondern via Online-Banking.
Auch die Zeiten, in denen ein Übersetzer mit Füllfederhalter und Pergamentpapier vor einem verstaubten Bücherregal saß, sind lange vorbei! In unseren state-of-the-art CAT-Tools memoQ und Across arbeiten alle Projektbeteiligten elektronisch und web-basiert. Korrektorate werden durch Kommentare in den Dateien selbst umgesetzt – und dass Texte, die wir in verschiedenen Sprachen für Sie erstellen, ohnehin direkt im gewünschten Dateiformat oder direkt in Ihrem CMS erstellt werden, erklärt sich von selbst.
In den ganz seltenen Fällen, in denen wir doch mal etwas förmlicher werden müssen, verwenden wir ausschließlich umweltfreundliches Recycling-Papier – auch wenn dieses, allerdings nur auf den ersten Blick, eine nicht ganz so schöne Haptik hat wie herkömmliches, gebleichtes Papier.

Stichwort „Mobilität“
Viele Kolleg*innen nutzen die öffentlichen Verkehrsmittel für den Arbeitsweg. Die sportlich-aktiven unter uns kommen zu Fuß oder mit dem Fahrrad, auch von weiter her. Unterstützung gibt es bei Bedarf in Form eines Jobrads. Und last but not least: Auch ein E-Auto befindet sich in der kleinen Dienstwagenflotte.
Momentan sind wir sogar noch nachhaltiger unterwegs als sonst, da wir größtenteils (durch den Einsatz unserer ausschließlich web-basierten Tools übrigens völlig reibungslos) mobil aus dem Homeoffice arbeiten. Aber das hat andere Gründe.

Haben Sie vielleicht noch weitere nachhaltige Ideen für uns? Wie arbeiten Sie möglichst umweltfreundlich? Wir sind immer an innovativen und effizienten Prozessen interessiert, mit denen wir auch in unserem beruflichen Umfeld einen kleinen Beitrag zu einer grünen – oder vielleicht sogar einmal wieder einer weißen – Weihnachtszeit leisten können.

In diesem Sinne verraten wir Ihnen heute unser diesjähriges Weihnachtsmotto, das uns in der Vorweihnachtszeit begleiten wird:

O Tannenbaum!

Warum wir Schriftsprache brauchen – Gedanken zum Weltalphabetisierungstag

In Zeiten von Siri, Alexa und WhatsApp-Sprachnachrichten haben vielleicht schon so manch träge Tastentipper*innen oder gelangweilte Deutschunterricht-Gedichtsanalytiker*innen die leise Hoffnung geschürt, dass unsere geliebte Schriftsprache irgendwann ein überholtes Relikt der Vergangenheit ist. Warum brauchen wir überhaupt Schriftsprache? Anlässlich des heutigen Weltalphabetisierungstags möchten wir dieser Frage nachgehen.

 

Schriftsprache – eine kurze Einordnung

Schriftsprache gibt es nicht schon immer. Genauso wie gesprochene Sprache auch hat sie sich über die Zeit entwickelt und ist Teil des Menschseins geworden. Am anschaulichsten wird das wohl, wenn man sich Kommunikation bei Tieren ansieht. Vom Tanz der Bienen über eine australische Forscherin, die erstaunliche Erkenntnisse über das Muhen von Kühen gewinnen konnte, bis hin zu der Gorilladame Koko, die in der Lage war, über 1.000 Zeichen einer modifizierten amerikanischen Gebärdensprache korrekt zu verwenden: Tiere sprechen Sprache. Jedoch hat es keine Spezies dazu gebracht, eine Schriftsprache zu entwickeln – bis auf den Menschen. Während zu Beginn vermutlich nur mit einfachen bildhaften Symbolen kommuniziert wurde, entwickelten sich später immer abstraktere Schriftsysteme, die schließlich in unsere heutigen Schriftzeichen mündeten: lateinische, kyrillische, arabische, japanische, chinesische und viele mehr. Entsprechend ist die Schriftsprache Gegenstand verschiedenster Wissenschaftszweige: Archäologie, Geschichtswissenschaft, Kulturwissenschaft, Linguistik, Literaturwissenschaft – und die Liste kann noch lange fortgeführt werden.

 

Schriftsprache – ein Plädoyer

Aber warum brauchen wir jetzt Schriftsprache? Das erste Argument liegt auf der Hand: Wir brauchen Schriftsprache, um überhaupt eigenständig am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können. Diese Erfahrung teilen alle, die sich an ihr Leben vor dem Schriftspracherwerb erinnern können. Auch als Erwachsene überhören wir noch von Zeit zu Zeit ein Kind, das gerade lesen gelernt hat und nun so vergnügt alles liest, was ihm in die Quere kommt: Verkehrsschilder, Speisekarten, Papas Personalausweis. Mit dem Aufblühen der städtischen Lebenskultur vor einigen Jahrhunderten, in der Menschen enger zusammenlebten und sich organisieren mussten, erfuhr auch die Schriftsprache einen Aufschwung. Von der Fahrt zur Arbeit über den wöchentlichen Einkauf bis hin zur abendlichen Lieblingslektüre: Ohne (Kenntnis von) Schriftsprache sind all diese alltäglichen Ereignisse nicht vorstellbar.

Es gibt aber auch Gesichtspunkte, die über die Vereinfachung unseres Alltags hinausgehen. Rein mündlich kommunizierenden Kulturen eine Schriftsprache zu verleihen, wird beispielsweise als eine Lösung genutzt, um diese Sprachen vor dem Aussterben zu retten. Wenn man bedenkt, dass rund die Hälfte aller Sprachen weltweit (ca. 6.000) vom Aussterben bedroht ist, spricht die Tatsache, dass wir mittels Schriftsprache einen Teil davon retten können, als Argument für die Bedeutung von Schriftsprache wohl für sich. Abgesehen davon kann und muss Schriftsprache in Form von Literatur als Medium unserer Kultur gesehen werden. Eine Welt ohne Bücher, Gedichte oder Blogbeiträge? Kaum auszudenken! Aber egal, ob Kino, Konzert oder Kriminalroman: Warum sollten wir uns willentlich einer Option berauben, unsere Kultur zu genießen und weiterzuentwickeln?

Schriftsprache ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Kultur, in den Wissenschaften, aber auch schlicht: in unserem Alltag. Auch vor diesem Hintergrund schenken wir unsere Aufmerksamkeit dem heutigen Weltalphabetisierungstag.

 

Weltalphabetisierungstag – Zahlen und Fakten

Weltweit gibt es über 750 Millionen Erwachsene, denen basale schriftsprachliche Kompetenzen fehlen; in Deutschland sind ca. 7,5 Millionen Menschen im erwerbsfähigen Alter sogenannte funktionale Analphabeten („leo. – Level-One Studie“, 2011), die zwar einzelne Sätze lesen oder schreiben, jedoch keine zusammenhängenden Texte verstehen können – egal wie lang (oder kurz) diese sein mögen. Rund 2 Millionen Menschen gelten darunter als Analphabeten im engeren Sinne, d. h., dass sie zwar einzelne Wörter lesend verstehen bzw. schreiben können – nicht jedoch ganze Sätze. Zudem müssen die betroffenen Personen auch gebräuchliche Wörter Buchstabe für Buchstabe zusammensetzen.

Seit 1967 begeht die UNESCO jährlich den „International Literacy Day“, den Welttag der Alphabetisierung, um die Öffentlichkeit an die Bedeutung der Alphabetisierung als einer Frage der Würde und Menschenrechte zu erinnern und so die Entwicklung hin zu einer immer stärker alphabetisierten und nachhaltigeren Gesellschaft voranzubringen.

Unsere Übersetzer*innen stellen sich vor – Brad aus den USA

Wer bist du? Stell dich bitte kurz vor.

My name is Brad. I’m from the U.S., and I’ve been a freelance translator of German for about 20 years. 

Wie lange arbeitest du schon mit uns zusammen?

I’ve been working with Sprachenfabrik for about three years.

Welche Art von Texten übersetzt du besonders gern? Was sind deine Fachgebiete?

Provided I’m familiar with the subject matter, I enjoy translating almost any material that’s well written. Since I’m somewhat of a computer nerd with a technical bent, I can sometimes be helpful with topics related to software development or computer science — although the field of IT is becoming so large and pervasive that it’s getting difficult to maintain an overview of everything. Early in my freelancing career, I spent many years translating various kinds of corporate communications material: press releases, employee magazines, speeches, and things like that. I still like to do those things, because the work tends to come in digestible portions.

Ich arbeite gern mit der Sprachenfabrik zusammen, weil …

The people are a pleasure to work with. And Sprachenfabrik has made it very easy to work with the team productively in almost every way. For example, the project managers are professional and friendly. Their communication is excellent, and I know that if I need assistance with something or clarification, I can contact them and get a response right away. There’s also a manageable number of them (so I’m not continually contacted by people I don’t feel that I know at all), and they have reasonable expectations. In addition to great people, Sprachenfabrik also has good procedures in place and uses efficient software and platforms. So in most ways that matter, conditions are great for working together.

Vor einiger Zeit bist du von den USA nach Deutschland umgezogen: Wie kam es dazu? Was war der Grund oder was waren die Gründe für deine Entscheidung?

There are a number of reasons why I moved to Germany. For one thing, I felt I could benefit from hearing and speaking German more regularly. For a long time, I worked from a home office in the U.S. and didn’t speak German that much anymore. So on one level, it makes sense to brush up my listening comprehension and speaking skills. But there are other reasons. I’ve lived in Germany for extended periods before. I lived in Berlin-Charlottenburg for years, for example, and people know me here. It feels like being home in many ways. I have professional contacts in Germany as well as social contacts. And, of course, there’s a fairly high quality of life in Germany. I was actually in Berlin when the worst of the financial crisis unfolded in the U.S., and based on what I’ve seen since then, I’m not sure everything is back to normal there yet. It’s true you can now pay too much for an overpriced house again, so things are back to normal in that sense, but the rental housing market has become harsher for tenants. (It’s actually worse than it’s ever been.) I know people in Seattle who are paying two to three times what I do for much less. So it’s not as though I’m making a big sacrifice financially by living in Berlin.

Was gefällt dir am Leben in Deutschland? Was gefällt dir nicht? Was ist ganz anders oder gewöhnungsbedürftig im Vergleich zum Leben in den USA?

One of the things I like most about Germany is the European blackbird (Amsel). It’s a common bird in Germany and Europe, but we don’t have that particular bird in the U.S. It has an extremely varied and beautiful song. It’s an amazing treasure. Another thing I especially like is the German bakeries, although I can’t eat the cakes and tortes as often as I used to.

One thing I don’t particularly like about Germany, that takes some getting used to, is how short the days are in the winter and the lack of sun at various times of the year. There seems to be an unusual amount of cloud cover at times. But when we have summers like this year and never-ending sunny weather, I think maybe I’ve been all wrong about that and the weather is perfect after all. I also like the flora in this part of Europe. In the Pacific Northwest, where I used to live, there are lots of mountains and evergreen trees, and that can be impressive. But I prefer the deciduous forests in this part of Europe. They resemble what I grew up with near the Great Lakes in the U.S.

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