Kompetenzen

Unsere Sprachexpert*innen – Jolijn, Niederländisch-Übersetzerin und Yogalehrerin

Wer bist du? Stell dich bitte kurz vor.

Ich bin Jolijn und ich habe 2013 mein Studium zur Übersetzerin abgeschlossen. Seit 2014 bin ich selbstständig tätig als Fachübersetzerin für die Ausgangssprachen Englisch und Deutsch in die Zielsprache, meine Muttersprache, Niederländisch. Ich wohne in Deutschland mit meinem Partner und meiner 7 Monate alten Tochter.

Wie lange arbeitest du schon mit uns zusammen?

2015 bin ich über eine Mitschülerin zu euch gekommen, um bei einem Projekt für einen großen Kunden aus dem Bereich Mode auszuhelfen. Seitdem arbeite ich regelmäßig mit der Sprachenfabrik zusammen.

Welche Art von Texten übersetzt du besonders gern? Was sind deine Fachgebiete?

Ich übersetze gerne im Fachbereich Fashion und Beauty, besonders wenn es sich um Magazine mit redaktionellen Inhalten handelt.

Bitte vervollständige folgenden Satz: Ich arbeite gern mit der Sprachenfabrik zusammen, weil …

das Projektmanagementteam einfach großartig ist. Die Kommunikation ist immer freundlich und auch persönlich. Man kann sich hier als Teil des Teams fühlen.

Du arbeitest seit einiger Zeit auch als Yogalehrerin, wie kam es dazu?

Yoga ist seit vielen Jahren ein wichtiger Bestandteil meines Lebens. Als ich dann umgezogen bin, hatte gerade zu diesem Zeitpunkt in meinem neuen Wohnort eine Yogalehrer-Ausbildung angefangen. Anfangs fand ich das hauptsächlich eine großartige Gelegenheit, um neue Leute kennenzulernen. Das Unterrichten hat mir aber so viel Spaß gemacht, dass ich es tatsächlich direkt in die Praxis umsetzen wollte.

Wie lässt sich dein Zweitberuf mit dem Übersetzen vereinbaren?

Yoga schafft einen wunderbaren Ausgleich. Übersetzen ist ja eine rein mentale Tätigkeit. Es tut mir gut, beim Yoga auch mal mit Körper und einer tieferen Schicht des Seelischen arbeiten zu können. Umgekehrt kann ich meine Leidenschaft für Sprache auch wunderbar in meine Yogastunden integrieren, da ich meinen Unterricht und meine Ansagen gern ein bisschen poetisch gestalte.

Gerichtsdolmetschergesetz: Staatliche oder IHK-Übersetzerprüfung, das ist hier die Frage

Werden Verdolmetschungen und Übersetzungen für amtliche Zwecke benötigt, ist es erforderlich, dass die sprachmittelnde Person eine nachweisliche Qualifikation vorlegen kann: Nach einer entsprechenden Prüfung können sich Übersetzer*innen ebenso wie Dolmetscher*innen beeidigen lassen – und damit unter anderem offiziell vor Gericht dolmetschen oder Urkundenübersetzungen für Behörden anfertigen.

Über genau diese entsprechende Prüfung hat sich unsere Kollegin Ilona Riesen Gedanken gemacht, denn seit Beginn des Jahres stehen hier bürokratische Änderungen an, die für Unruhe und Unsicherheiten in unserer Branche sorgen.

Ein Gerichtsdolmetschergesetz sorgt für Aufruhr

Am 1. Januar 2023 wurde das neue Gerichtsdolmetschergesetz (GDolmG) auf Bundesebene verabschiedet – und sorgt nun für viel Unsicherheit in der Sprachmittlerbranche. Das Ziel der Gesetzesinitiative war es, die Voraussetzungen für die allgemeine Beeidigung von Gerichtsdolmetscher*innen bundesweit einheitlich und qualitätsorientiert zu regeln. Allerdings scheint die aktuelle Ausgestaltung dieser Norm die bisherige Lage in der Branche nur unzureichend berücksichtigt zu haben. Was gut gemeint war, führt nun zu einem großen Aufruhr. Entgegen dem ersten Eindruck betrifft das GDolmG zudem nicht nur Gerichtsdolmetscher*innen, sondern auch Urkundenübersetzer*innen: So finden beispielsweise nach dem Justizgesetz NRW (JustG NRW) die relevanten Paragrafen des GDolmG auch auf Übersetzer*innen entsprechende Anwendung.

Konsequenzen für bereits ermächtigte Übersetzer*innen und Dolmetscher*innen

Unklar ist im Moment, ob (und wenn ja, ab wann und inwieweit) die bereits ermächtigten Übersetzer*innen und Dolmetscher*innen eine neue Prüfung ablegen müssen. Erschwerend ist es dabei, dass die IHK-Prüfung als Nachweis der Fachkenntnisse in den Hintergrund gedrängt, aber nicht vollständig ausgeschlossen wird. Die staatlichen Prüfungen sind jedoch nicht für alle bisher ermächtigten oder beeidigten Sprachprofis eine gangbare Alternative. Zum einen gibt es in Deutschland nicht genug entsprechende Prüfungsämter, zweitens ist die Prüfungszulassung für Quereinsteiger*innen so restriktiv geregelt, dass dies zu einem regelrechten Fachkräftemangel bei Justizdolmetscher*innen führen kann. Und drittens sind die Prüfungen von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich geregelt.

Konsequenzen für angehende Justizdolmetscher*innen und -übersetzer*innen

Die angehenden Justizdolmetscher*innen und -übersetzer*innen sind unmittelbar betroffen: Sie müssen bei ihrem Erstantrag die gesetzlich festgelegten Qualifikationen direkt nachweisen. Dazu gehört neben den persönlichen Voraussetzungen und den Grundkenntnissen der deutschen Rechtssprache in der Regel auch ein formaler, staatlicher oder staatlich anerkannter Übersetzer-/Dolmetscherabschluss. Diesen erwirbt man mit der bestandenen staatlichen Übersetzer-/Dolmetscherprüfung. Inwieweit die IHK-Übersetzerprüfung ebenfalls als Nachweis gelten kann, ist noch unklar. Aufgrund der Unzulänglichkeiten der Regelungen gibt es in der Branche bereits seit Monaten verschiedene Initiativen, um den Gesetzgeber dazu zu bringen, sich das Gesetz nochmals kritisch anzusehen.

Anerkennung ausländischer Abschlüsse

Ein weiteres Problem könnte die gesetzliche Forderung nach einer Anerkennung bei den im Ausland studierten Sprachmittler*innen sein: Für die formale Gleichwertigkeitsfeststellung in nicht reglementierten Berufen, zu denen auch Dolmetschen und Übersetzen zählen, fehlt sowohl die gesetzliche Grundlage als auch die zuständige Stelle.

Staatliche oder IHK-Übersetzerprüfung: Welche Prüfung ist jetzt die richtige für mich?

Das Gesetz ändert nichts an den zahlreichen Ad-hoc-Beeidigungen von (teilweise unqualifizierten) Dolmetscher*innen in den Fällen, wenn nicht genug allgemein beeidigte Kolleg*innen da sind. Aber war es nicht genau dieser Umstand, der die Qualitätsproblematik beim Gerichtsdolmetschen überhaupt aufgeworfen hatte? Wir bleiben am Ball und informieren euch über aktuelle Entwicklungen. Um Berufs- und Quereinsteiger*innen aber jetzt schon zu helfen, die Pros und Contras der beiden Prüfungen abzuwägen, haben wir eine vergleichende Analyse vorbereitet, die Du hier herunterladen kannst.

Wenn Du Fragen zum Thema hast, steht unsere Kollegin Ilona Riesen gern zur Verfügung.

 

 

 

 

Vielfältige Sprachenberufe mit Zukunft

Wenn es um Sprachenberufe geht, denken die meisten Menschen direkt und ausschließlich an Sprachlehrer*innen und Übersetzer*innen. Wobei Letztere oft mit Dolmetscher*innen verwechselt werden. Dabei bietet die stetig wachsende Sprachenbranche noch viel mehr spannende Betätigungsfelder für junge und nicht mehr ganz so junge Menschen mit völlig unterschiedlichen beruflichen und persönlichen Kompetenzen und Neigungen. Dieser Artikel ist der Beginn einer Artikelserie, mit der wir in den nächsten Monaten etwas Licht ins Dunkel bringen wollen.

 

Als Anbieter von digitaler Aus- und Weiterbildung für Sprachdienstleister*innen beschäftigen wir uns tagtäglich mit den Berufsperspektiven unserer Absolvent*innen. In der Kommunikation mit den Kursteilnehmenden oder in Beratungsgesprächen haben wir oftmals den Eindruck, dass einige berufliche Tätigkeitsfelder in der Sprachenbranche noch gar nicht oder nur wenig bekannt sind. Das ist schade, denn damit werden natürlich mögliche Zukunftsperspektiven leicht übersehen. Außerdem zeigt dies, dass der Fachkräftemängel auch in der Sprachenbranche um sich greift.

Wer später „irgendetwas mit Sprache“ machen möchte, kennt die Berufsbilder Übersetzer*in, Dolmetscher*in (manchmal auch ein diffuses Mischbild aus diesen beiden) und Sprachlehrer*in. Dazu müssen wir nicht viel sagen: Vermutlich lernen alle Schülerinnen und Schüler sie in der Berufsorientierungsphase kennen. An zahlreichen sprachwissenschaftlichen Fakultäten findet man entsprechende Lehrgänge und Seminare. Auch außerhalb von Hochschulen finden sich einige Organisationen, die entsprechendes Berufswissen vermitteln bzw. prüfen (z. B. IHK und staatliche Prüfungsämter).

Sprachenberufe für Allrounder*innen

Das Schöne am Übersetzen und Dolmetschen ist, dass man sich nicht auf ein einziges Fachgebiet festlegen muss. Je nachdem, wie man sich aufstellt und den eigenen Kund*innenkreis definiert, kommen Aufträge aus ganz unterschiedlichen Wissensbereichen. So kann es durchaus passieren, dass man mal einen Vortrag über Passivhäuser verdolmetscht und am darauffolgenden Tag eine Marketingbroschüre für ein Textilunternehmen übersetzt. Nicht nur thematisch, sondern auch methodisch bringt dieser Berufszweig viel Abwechslung: Bei der Untertitelung und audiovisuellen Übersetzung entsteht eine besondere Herausforderung und die Spannung dadurch, dass bei der Übersetzung technische und inhaltliche Vorgaben zu der Länge und dem Zielmedium eingehalten werden müssen.

Die Sprachenbranche bietet aber noch viel mehr! So können Sprachprofis mit ausgeprägten sozialen oder gar sozialpsychologischen Fähigkeiten als Übersetzungs- und Dolmetschtrainer*innen bzw. -dozent*innen oder als Sprachlehrer*innen ihre Menschenkenntnis zugunsten eines effektiven und spannenden Unterrichts einsetzen. Viel seltener haben Sprachbegabte leider die Transkreation im Blick. Dabei kann es sehr befriedigend sein, beim Übertragen einer englischen Werbebotschaft ins Französische der eigenen Kreativität freien Lauf zu lassen und die persönliche Markt- und Kulturkenntnis so einzubringen, dass auch französische Konsument*innen in die Läden stürmen.

Hohe Spezialisierung erforderlich

Auch für „Nerds“ oder, diplomatischer ausgedrückt, Spezialist*innen mit ausgeprägtem und tiefgehendem Interesse an bestimmten Fachgebieten ist auf dem Sprachenmarkt etwas dabei: Urkundenübersetzer*innen und Gerichtsdolmetscher*innen zeichnen sich durch ihre sicheren Rechtskenntnisse und punktgenaue Ausdrucksweise aus. Fachübersetzer*innen gibt es aber auch in unzähligen anderen Bereichen: von Glaskunst und griechischer Mythologie über Pferdewesen und Computerspiele bis in die tiefsten Tiefen des Finanz- und Börsenwesens. Auch (ein- oder mehrsprachige) technische Autor*innen sollten sowohl sprachlich als auch fachlich gut aufgestellt sein.

Bleiben wir bei der Technik. Ausgeprägtes systemisches Denken gekoppelt mit technischen Fähigkeiten und Kompetenzen braucht man auch an den immer größer werdenden Sprache-Technik-Schnittstellen. Terminolog*innen, Computerlinguist*innen, CAT-Tool-Entwickler*innen und -Trainer*innen oder Lokalisierungsexpert*innen: Alle diese Berufe gewinnen in unserer modernen, auf Technik angewiesenen Welt quasi täglich an Bedeutung.

… und das ist noch nicht alles

Auch im Projektmanagement für Sprachdienstleistungen sind vielfältige kommunikative, technische und psychosoziale Fähigkeiten und Fertigkeiten von Vorteil – ganz zu schweigen von der Stressresistenz und dem Organisationstalent!

Mit ausgeprägten analytischen Neigungen und einer ebenso schnellen wie präzisen Auffassungsgabe kommt man als Posteditor*in oder Rundfunk-, Programm- und Presseauswerter*in auf seine Kosten. Und last but not least sind bedingt durch die Digitalisierung und Informatisierung, die mit der Globalisierung in der Sprachenbranche einhergehen, auch „einfach“ Sprachbegabte kontinuierlich gefragt: (fremdsprachliche) Lektor*innen, Korrektor*innen, Content- und Copywriter*innen – oder gar Ghostwriter*innen – genauso wie Autor*innen. Und wenn die Sprachbegabung und Schreibtalent mit profundem Sprachgefühl in mindestens zwei Sprachen gepaart ist, dann könnte auch der Weg ins Literaturübersetzen das Ziel sein.


Über die möglichen Aus- und Weiterbildungswege für diese vielfältigen beruflichen Möglichkeiten in der Sprachenbranche, die das moderne E-Learning bietet, wollen wir uns gemeinsam in unserer Online-Infoveranstaltung „Aus- und Weiterbildung für Übersetzer*innen“ am 1. Dezember 2022 um 10 Uhr austauschen (Agenda). Die Teilnahme ist kostenlos.

Anmeldungen bitte an bildungsportal@sprachenfabrik.de.

Unsere Sprachexpert*innen – Markus und die wunderbare Welt des Korrekturlesens

Wer bist du? Stell dich bitte kurz vor.
Ich bin Markus und habe schon in meiner Jugend damit angefangen, sehr viel zu lesen. Nach meinem Abitur habe ich dann Literaturwissenschaft und Linguistik studiert und anschließend eine literaturwissenschaftliche Dissertation geschrieben. Seitdem arbeite ich als Freier Lektor.

Wie lange arbeitest du schon mit uns zusammen?
2019 habe ich einmal einen einzelnen Auftrag für euch übernommen und seit Anfang 2020 arbeite ich kontinuierlich mit euch zusammen.

Welche Art von Texten prüfst du besonders gern? Was sind deine Fachgebiete?
Ich korrigiere Texte in den Bereichen Wissenschaft, Bildungsmedien und Marketing, für euch vor allem Geschäftsberichte, Magazine, Advertorials, Newsletter, Flyer und Anzeigen. Besonders gerne korrigiere ich größere wissenschaftliche Studien, Magazine, Newsletter und Advertorials – ganz grundsätzlich gerne Texte, bei denen ich möglichst viel dazulerne, und gerne Texte verschiedenster Endkundschaft. Denn ich mag es sehr und brauche es auch, Tag für Tag neue Dinge kennenzulernen, um nicht unzufrieden zu werden.

Bitte vervollständige folgenden Satz: Ich arbeite gern mit der Sprachenfabrik zusammen, weil …
die Zusammenarbeit mit euch auch an stressigen Tagen immer sehr freundlich, wertschätzend und dankbar ist. 🙂 So ist mit der Zeit ein Gefühl persönlicher, harmonischer und verlässlicher Verbundenheit entstanden. Darüber hinaus mag ich besonders die so abwechslungsreichen Aufträge.

Wem würdest du deinen Beruf nahelegen? Welche Interessen und Eigenschaften sollte man mitbringen?
Der Beruf ist am besten für Menschen geeignet, die zum einen sehr zuverlässig und sorgfältig sind, zum anderen für Menschen, die sehr viel lesen und unglaublich neugierig sind, die verschiedensten Dinge kennenzulernen. Die Welt ist so wunderbar vielfältig und eröffnet uns Menschen so viele Perspektiven. Als Lektor*in sollte man offen für diese Vielfalt sein und sich darauf einlassen können, dass sie den Geist bereichert und das Herz erweitert – dass man so zu einem immer toleranteren und liebenderen Menschen werden kann.

Wie erholst du dich am liebsten nach einem langen Arbeitstag? Entspannt dich Lesen überhaupt noch? 🙂
Am liebsten entspanne ich bei Spaziergängen und Wanderungen in der freien Natur, wenn ich mich ganz auf sie einlassen kann. Wanderungen in den Alpen mag ich wegen der so beeindruckenden Berglandschaften ganz besonders gerne! Aber auch beim Lesen komme ich trotz meines Berufs als Freier Lektor noch immer sehr gut zur Ruhe. 🙂

 

 

 

Unsere Sprachexpert*innen – Janusz, Übersetzer für Polnisch und Weltenbummler

Wer bist du? Stell dich bitte kurz vor.
Ich bin Janusz, Linguist, Weltenbummler, Illusionist, Swing-Tänzer, gebürtiger Pole und Mexikaner in der Seele.

Wie lange arbeitest du schon mit uns zusammen?
Ich arbeite bereits seit drei Jahren mit der Sprachenfabrik zusammen.

Welche Art von Texten übersetzt du besonders gern? Was sind deine Fachgebiete?
Am allerliebsten übersetze ich Texte aus den Bereichen Marketing und Technik. Ich erinnere mich daran, dass mein erster Kunde ein deutsches Computerspiel-Unternehmen war. Seitdem arbeite ich auch gerne an Übersetzungen aus diesem Fachgebiet. Trotzdem nehme ich natürlich auch Aufträge aus vielen anderen Gebieten an – außer Medizin.

Bitte vervollständige folgenden Satz: Ich arbeite gern mit der Sprachenfabrik zusammen, weil …
… der Kontakt mit den Projektmanager*innen besonders angenehm und persönlich ist. Ich bin dankbar für das konstruktive Feedback und die Wertschätzung meiner Arbeit 🙂

Seit einiger Zeit lebst und arbeitest du in Mexiko, wie kam es dazu? Und wie hast du Spanisch gelernt?
Das mexikanische Spanisch, die Kultur und die Menschen waren für mich schon immer faszinierend. Musik hat damals mein Interesse an der spanischen Sprache geweckt. Privat höre ich sehr gern Reggaeton und ich wollte wissen, worum es in diesen Liedern eigentlich geht. Dazu galt es, zunächst die Sprachbarriere zu überwinden. Als ich in einem Restaurant in Nevada gearbeitet habe, hatte ich viele mexikanische Arbeitskolleg*innen. Das half mir, die Sprache – und vor allem den mexikanischen Slang – in den Alltag zu integrieren. Im Gegensatz zu Englisch und Deutsch, was ich an der Uni studiert habe, habe ich mir Spanisch selbst beigebracht und bin zudem fast jedes Jahr nach Mexiko gereist. Im Oktober 2021 wollte ich eigentlich wieder nur eine relativ kurze Reise machen, aber das Schicksal wollte es anders – und nun habe ich eine vorläufige Aufenthaltsgenehmigung.

Gibt es Dinge, die du aus deiner Heimat vermisst? Gibt es Dinge, die du in Mexiko besser findest?
Immer, wenn ich verreise, wird mir klar, dass Polen ein fantastisches Land ist. Lebenskosten und Sicherheit suchen ihresgleichen, und dazu gibt es auch eine sehr gute Infrastruktur und wir genießen in Polen alle erdenklichen Zivilisationsvorteile. In anderen Teilen der Welt kann man das alles nicht gleichzeitig haben.

In Mexiko ist es gefährlicher und teurer als in Polen, aber dafür gibt es hier ein besseres Klima und freundlichere Leute. Und natürlich Tacos.

Besonders anziehend an Mexico, finde ich die Eigenheiten der Kultur. Zum Beispiel bin ich von der Idee des Día de los Muertos fasziniert, bei dem ein eigentlich eher düsteres Thema, der Tod, komplett anders konnotiert wird. Die Mexikaner verstehen es, dieses Thema in einen eher lustigen Kontext einzubetten. Mit oftmals farbenfrohen Kostümen und als Skelett geschminkt, wird dieser jährliche Feiertag zelebriert. Ziel ist es unter anderem, die Angst vor dem Tod zu überwinden.

 

 

Digitale Bildung von zu Hause aus: unser neues Bildungsportal

Vor einigen Monaten öffnete unser Bildungsportal seine Pforten. Wir möchten Sie einladen, einzutreten und unser Angebot kennenzulernen: eine breite Palette an digitalen Bildungsangeboten für Sprachexpert*innen und jene, die es werden oder mit ihnen zusammenarbeiten wollen.

Und wir möchten Ihnen ein „Sommerferiengeschenk“ machen!

Melden Sie sich bis zum 31. Juli 2022 zu einem unserer Kurse an, bekommen Sie 5 % Ermäßigung auf die gesamte Kursgebühr!

 

E-Learning aus erster Hand

Auf unserer Moodle-basierten Online-Lernplattform „Bildungsportal“ bieten wir Onlinekurse und
-lehrgänge
an, die von uns konzipiert und administriert werden. Viele erfahrene Dozent*innen – intern und extern – entwickeln Lerninhalte, erstellen Lernvideos, Screencasts und weitere Lernmaterialien. Die Ideen für neue Kurse entstehen dabei aus den alltäglichen Herausforderungen, die die Übersetzungsbranche mit sich bringt. Die rasante technologische Entwicklung sowie die Erfahrungen während der Pandemie zeigen den Bedarf an Weiterbildungsmöglichkeiten in der Sprachcommunity auf (Post-Editing, Projektmanagement).

Aber auch ohne diesen grundlegenden Wandel sind Flexibilität und Innovation aufgrund veränderter Bedingungen in der Arbeitswelt längst eine Notwendigkeit geworden. So bietet beispielsweise die staatliche oder die IHK-Übersetzerprüfung eine hervorragende Chance für Quereinsteiger*innen im Übersetzerberuf. Das während ihrer bisherigen beruflichen Laufbahn gesammelte Fachwissen und die Branchenexpertise können sie durch eine gezielte Weiterbildung (Vorbereitung auf Übersetzerprüfungen) mit ihren Sprachkenntnissen und dem Übersetzungs-Know-how vereinen. So erhalten sie einen Zugang zum Sprachenbereich, in dem sie ihrer wahren Leidenschaft und Berufung nachgehen können.

Die Kursentwicklung basiert zum einen auf dem praktischen Expertenwissen aus den entsprechenden Berufsbereichen. Zum anderen fließen bei der Erarbeitung der Bildungsangebote aktuelle Erkenntnisse aus der Berufsdidaktik und dem E-Learning ein. Unser Ziel dabei ist es, digitale Lernräume und -möglichkeiten zu schaffen, die auf das eigenständige Lernen ausgerichtet sind. So sorgen wir für maximale Flexibilität und können individuelle Bedürfnisse und Anforderungen berücksichtigen. Gleichzeitig binden wir interaktive, praktische und spielerische Elemente und Phasen ein, die das Lernen effektiv und spannend zugleich gestalten.

 

Unsere aktuellen Onlinekurse
  • Vorbereitung auf die IHK-Übersetzerprüfung Englisch <> Deutsch
  • Vorbereitung auf die IHK-Übersetzerprüfung Russisch <> Deutsch
  • Einführung ins Urkundenübersetzen (Kurssprache Deutsch, sprachenpaarunabhängig)
  • Praxis des Urkundenübersetzens Englisch <> Deutsch
  • Praxis des Urkundenübersetzens Russisch <> Deutsch
  • Praxis des Urkundenübersetzens Ukrainisch <> Deutsch
  • Übersetzungsprojekt in der IHK-Übersetzerprüfung (Fremdsprache Deutsch, beliebige Muttersprache)
  • Fachgespräch in der IHK-Übersetzerprüfung (Deutsch, Englisch oder Russisch)
  • Projektmanagement und EDV für Übersetzer in der IHK-Übersetzerprüfung (Kurssprache Deutsch)

 

Demnächst kommen
  • Post-Editing mit Praxis in Deutsch <> Englisch / Italienisch / Spanisch / Französisch / Russisch
  • Vorbereitung auf die staatliche Übersetzerprüfung Englisch <> Deutsch
  • Vorbereitung auf die staatliche Übersetzerprüfung Russisch <> Deutsch
  • Projektmanagement für Sprachdienstleister (Kurssprache Deutsch)
  • Vorbereitung auf die IHK-Prüfung für Fremdsprachenkorrespondenten Deutsch <> Englisch
  • Vorbereitung auf die IHK-Prüfung für Fremdsprachenkorrespondenten Deutsch <> Spanisch

 

Unsere Zielgruppen
  • angehende oder erfahrene Übersetzer*innen bzw. Sprachmittler*innen
  • Projektmanager*innen, die verschiedene Aspekte und Schritte von Sprachdienstleistungen kennenlernen oder besser verstehen möchten
  • Mitarbeiter*innen von Unternehmen, die Übersetzungsaufträge verwalten

Treten Sie ein in unser Bildungsportal!

 

Ihre Ansprechpartnerin:

Dipl.-Hdl. Ilona Riesen

Telefon: +49 521 962977-22

bildungsportal@sprachenfabrik.de

Zum Weltnormentag: Qualitätssicherung bei Übersetzungen

Am 14. Oktober wird der Welttag der Standards, auch Weltnormentag genannt, gefeiert.

Wussten Sie, dass allein in Deutschland mehr als 34.000 Normen des Deutschen Instituts für Normung existieren? Wie viele es weltweit sind, weiß niemand – Schätzungen zufolge mehrere Hunderttausend. Es gibt aber nicht nur Normen zu der Krümmung von Gurken oder der elektrischen Leitfähigkeit von Honig, sondern auch zur Qualitätssicherung bei Übersetzungsdienstleistungen.

So ist in der Übersetzungswelt die Norm DIN EN ISO 17100 (Übersetzungsdienstleistungen und Qualitätsmanagement in Übersetzungsunternehmen, Nachfolgenorm der DIN EN 15038) von großer Bedeutung. Diese Qualitätsnorm setzt Rahmenbedingungen für die Qualität der Umsetzung von Übersetzungsdienstleistungen.

Und wie genau sieht der in der Norm empfohlene Prozess aus?

Wenn wir von dem Übersetzungsprozess sprechen, sieht normkonforme Arbeit zusammengefasst wie folgt aus:

  • Erst kommt die Übersetzung,
  • danach folgt die Kontrolle durch die Übersetzer*innen selbst auf mögliche Fehler.
  • Im Anschluss muss die bereits kontrollierte Übersetzung von einer zweiten qualifizierten Person geprüft werden. Dabei wird die Übersetzung mit dem Ausgangstext verglichen.
  • Abschließend wird die Übersetzung durch das Projektmanagement verifiziert und freigegeben.

Wie läuft es bei der Sprachenfabrik?

Qualitätsmanagement spielt eine entscheidende Rolle für die verantwortungsvolle und optimale Durchführung eines Übersetzungsprojekts.

Die Norm DIN EN ISO 17100 ist dabei eine gute Hilfestellung, um die Qualitätssicherungsmaßnahmen nach Absprache mit den Kund*innen zu gestalten. Wir bei der Sprachenfabrik verwenden die in der Qualitätsnorm festgesetzte Vorgehensweise für die Organisation unserer Arbeitsprozesse.

Alle Übersetzungen werden in einem CAT-Tool bearbeitet. Die Translation Memorys (kurz TM, kundenspezifischer Übersetzungsspeicher mit allen bisherigen Übersetzungen der gleichen Sprachkombination) sorgen dafür, dass die Übersetzer*innen bereits verwendete Übersetzungen sehen und sie bei ihrer eigenen Arbeit berücksichtigen. So bleiben alle Übersetzungen, die für eine*n Kund*in angefertigt wurden, sprachlich einheitlich. Nachdem die Übersetzer*innen mit ihrer Arbeit fertig sind, müssen sie die Rechtschreib- und die QA-Prüfung durchführen. Damit wird sichergestellt, dass die Übersetzung syntaktisch, orthografisch und grammatikalisch fehlerfrei ist. Diese Selbstprüfung im CAT-Tool ist ein fest integrierter Arbeitsschritt vor jeder Lieferung.

Auch den anschließend vorgesehenen Schritt des Qualitätsmanagements – die Revision, oder anders gesagt, die Vieraugenprüfung – führen wir auf Wunsch regelmäßig durch. Dabei prüfen und bewerten die Vieraugenprüfer*innen zum einen Rechtschreibung, Grammatik und Typografie, zum anderen das inhaltliche Verständnis. Des Weiteren werden Konsistenz, Terminologie und Stil der Übersetzung sowie die Fähigkeit der Übersetzer*innen, die notwendigen Recherchen durchzuführen, geprüft. Bei jeder Lieferung geben die Prüfer*innen ihre Bewertung für die Übersetzung ab, sodass Projekt- und Vendormanagement stets die Qualität der gelieferten Übersetzungen im Auge behalten können.

Der letzte Schritt der Qualitätssicherung ist die Verifizierung und Freigabe durch das zuständige Projektmanagement. Auch die Projektmanager*innen führen die Rechtschreibprüfung und die QA-Prüfung aus, um sicherzustellen, dass die Übersetzer*innen ihre Arbeit kontrolliert haben. Die Projektmanager*innen prüfen die Übersetzungen aber nicht nur im CAT-Tool, sondern auch im Zielformat. Dies ist wichtig, um zu vermeiden, dass sich die Formatierung des Zieltextes und des Ausgangstextes unterscheiden. Erst danach liefern wir die Übersetzung an die Kund*innen.

Welche weiteren Schritte werden bei der Sprachenfabrik berücksichtigt?

Unser Ziel ist es, stets höchstqualifizierte Arbeit zu leisten und eine maximale Qualität zu bieten. So entsprechen die Übersetzungsprozesse in der Sprachenfabrik den Anforderungen der Qualitätsnorm DIN EN ISO 17100 – und gehen zum Teil sogar darüber hinaus.

In der Norm DIN EN ISO 17100 geht es neben dem Übersetzungsprozess z. B. auch um die personellen Ressourcen. Um normkonform zu arbeiten, muss jedes Übersetzungsunternehmen die Qualifikation seiner Mitarbeiter*innen und externen Dienstleister*innen dokumentieren und jederzeit nachweisen können. Darüber hinaus muss das Unternehmen ein Protokoll zur kontinuierlichen Weiterbildung der gesamten Belegschaft führen.

Alle Mitarbeiter*innen der Sprachenfabrik verfügen über ein einschlägiges Hochschulstudium, oft in Verbindung mit zusätzlichen Qualifikationen, Kompetenzen und entsprechender Berufserfahrung. Unsere externen Übersetzer*innen wiederum entwickeln wir über einen strengen Auswahlprozess, eine eng begleitete Probephase und eine regelmäßige Evaluation der individuellen Leistung.

Qualität wird bei der Sprachenfabrik großgeschrieben. Dabei ist die Arbeit gemäß der ISO-Norm für uns immer wieder eine gute Gelegenheit, alle Prozesse kontinuierlich zu prüfen, sie gegebenenfalls zu optimieren und so im Sinne unserer Kund*innen mehr Effizienz und Transparenz in unserer Arbeit zu schaffen. So profitieren unsere Kund*innen auch zukünftig von unseren hochqualifizierten Dienstleistungen und unserer individuellen und persönlichen Beratung.

Neu bei uns (Teil 2): Ferndolmetschen

Eine sichere Alternative – mit oder ohne Corona

Seit Wochen und Monaten hält uns weltweit ein Thema in Atem: Corona. Das ist nichts Neues. Neu ist auch nicht, dass neben all den Tragödien auch Gutes aus Corona erwächst. So wie man an jeder Herausforderung wächst und aus jeder Krise lernt, so stellen auch wir in der Sprachenfabrik fest, dass die herausfordernden letzten Wochen uns dazu angetrieben haben, dazuzulernen. Homeoffice ist für alle Mitarbeiter nun ein eingespielter Mechanismus, Videokonferenzen gehören fest zum Alltag; ganz im Allgemeinen läuft bei uns alles digitaler und gleichzeitig papierloser als je zuvor.

Ein weiterer Lerneffekt hat sich zu einer neuen Dienstleistung in unserem Portfolio gemausert: das Ferndolmetschen. Wie der Name schon vermuten lässt, arbeitet der Dolmetscher dabei aus der Ferne – und eben nicht vor Ort beim Kunden oder Veranstalter. Damit können unsere Kunden in der Regel nicht nur Kosten sparen (etwa für Übernachtung oder An- und Abreise). Auch spielt Regionalität bei der Wahl des Dolmetschers keine Rolle mehr, sodass wir praktisch weltweit den einen Dolmetscher finden können, der genau für Ihren Auftrag geeignet ist. Das Ferndolmetschen ist also die Lösung für virtuelle, internationale Konferenzen – von der Aufsichtsratssitzung übers Team-Event bis hin zum Webinar. Es kommt und kam in letzter Zeit insbesondere aber auch als Ersatz für das Dolmetschen vor Ort zum Einsatz, da es neben den bereits erwähnten Vorteilen besser als jede andere Lösung die Einhaltung der örtlichen Hygiene- und Schutzmaßnahmen ermöglicht.

 

Wie funktioniert das genau?

Genauer unterscheidet man beim Ferndolmetschen zwischen Audio Remote Interpreting (Audiodolmetschen) und Video Remote Interpreting (Videodolmetschen). Während beim Audiodolmetschen nur das Audiosignal der Redner und Teilnehmer zum Dolmetscher übertragen wird, vereint das Videodolmetschen beides, Audio und Video. Die jeweiligen Vorteile sind offensichtlich: Das Audiodolmetschen lässt sich technisch zumeist einfacher und vor allen Dingen kostengünstiger umsetzen; das Videodolmetschen ist normalerweise die qualitativ hochwertigere Lösung.

Für die technische Umsetzung gibt es vielseitige Optionen: standardmäßige Online-Lösungen, wie zum Beispiel Zoom, Webex und Voiceboxer, ebenso wie den sogenannten Dolmetsch-Hub, bei dem es sich um einen an einem festen Standort eingerichteten Raum mit mehreren Dolmetschkabinen handelt. Dieser bietet die idealen technischen Voraussetzungen für das Ferndolmetschen: eine sichere Internetverbindung, verbunden mit stabilen Kanälen, sodass Bild und Ton störungsfrei übertragen werden können. Das ist besonders wichtig, damit sich der Dolmetscher und die anderen Redner einwandfrei verstehen und verständigen können.

 

Kosten vs. Qualität?

Auch hier kommt es also wieder zu der Spannung zwischen Kosten und Qualität. Diese Spannung lässt sich allerdings lösen. Die Wahl der passenden Dolmetschart und -technik hängt im Wesentlichen von den Rahmenbedingungen der Veranstaltung ab: Treffen sich alle Teilnehmer persönlich oder sind sie per Video zusammengeschaltet? Für wie viele Personen soll gedolmetscht werden? Wie lange dauert die Veranstaltung und was ist das Thema? Ist ein besonders hohes Maß an Vertraulichkeit notwendig oder handelt es sich um ein öffentliches Event?

Sind all diese Fragen erst einmal beantwortet, finden wir für Sie die perfekte Dolmetschart und -technik. Verschaffen Sie sich einen kostenlosen Eindruck! Wir erstellen Ihnen gerne ein unverbindliches Angebot.

Neu bei uns: Maschinelles Übersetzen

Aufmerksamen Lesern unseres Newsblogs dürfte es nicht entgangen sein: Das Thema „Maschinelle Übersetzung“ erhält bei uns bereits seit einiger Zeit eine besondere Aufmerksamkeit. Schon Ende des Jahres 2019 hat Franziska Hör im Rahmen ihres Praktikums bei uns spannende Erkenntnisse für ihre Masterarbeit gewinnen können, die sie kürzlich sehr erfolgreich abgeschlossen hat. Aber was macht die maschinelle Übersetzung so relevant?

Die beiden Ressourcen Zeit und Geld so optimal wie möglich einzusetzen, ist eine Herausforderung, vor die jeder Mensch beinahe täglich gestellt wird: privat bei Einkauf oder Urlaubsplanung, ebenso im Beruf als Einkäufer, Projektmanager oder Unternehmer. Ein besonders hohes Potenzial, das sich der Sprachdienstleisterbranche in den letzten Jahren immer weiter offenbart hat, bietet die maschinelle Übersetzung. Innerhalb weniger Minuten kann ein seitenlanges Dokument von einer – wie der Name schon sagt – Maschine in eine andere Sprache übersetzt werden. Bemerkenswert, wenn man überlegt, dass ein echter Humanübersetzer in der gleichen Zeit nur einen Bruchteil der Arbeit erledigen kann. Selbst wenn man berücksichtigt, dass maschinell übersetzte Texte anschließend von einem erfahrenen Humanübersetzer korrekturgelesen werden, kann so durch die maschinelle Übersetzung gerade bei großen Projekten viel Zeit (und Geld) gespart werden.

So weit, so gut? Nicht ganz, denn es gibt ein kleines Aber: Nicht jeder Text eignet sich für eine maschinelle Übersetzung! Die Technologie der sogenannten Engines, die hinter der maschinellen Übersetzung stecken, und damit auch die Qualität der maschinellen Übersetzung selbst haben sich in den letzten Jahren stark verbessert. Allerdings findet heute (noch) jede Maschine ihren Meister in all jenen Inhalten, die eben nicht Wort für Wort übersetzt werden können, wie zum Beispiel in Werbeslogans oder allgemeineren Marketingtexten. Oder auch in seltenen Sprachkombinationen, für welche die Engines noch nicht genug trainiert sind. Wenn der Output der maschinellen Übersetzung bei diesen herausfordernden Texten entsprechend schlecht ist, kann auch der „Post-Editor“, der menschliche Korrekturleser, nicht mehr (in einem angemessenen zeitlichen Rahmen) einen schönen Text daraus zaubern. Der Mensch hätte in diesem Fall wohl besser von vornherein selbst übersetzt. Und was nützt all die Zeit- und Kostenersparnis, wenn die Qualität hinterher nicht zufriedenstellend ist?

Um genau diesen Grad zwischen ressourcenschonend und qualitativ überzeugend zu finden, haben wir in der Sprachenfabrik über mehrere Monate hinweg Tests vollzogen, Erfahrungswerte gesammelt und sorgfältig zwischen verschiedenen Herangehensweisen abgewogen. Auf diese Weise hat unser Inhouse-Übersetzer Ant Kahramanoglu Kriterien entwickelt, mithilfe derer wir für jeden Text überprüfen können, ob er für eine maschinelle Übersetzung mit anschließendem Post-Editing geeignet ist, oder ob nur eine traditionelle Humanübersetzung ein qualitativ zufriedenstellendes Ergebnis hervorbringen kann. Wenn ein Text sich für eine maschinelle Übersetzung eignet, bleibt die Wahl des richtigen Tools (d. h. der Maschine). Je nach Fachgebiet, Sprachkombination und Textsorte haben wir auf Basis unserer Erfahrungswerte die jeweils optimale Lösung in unser Repertoire aufgenommen. Dadurch erzielen wir nicht nur eine höhere sprachliche Qualität, der Post-Editor spart aufgrund des besseren Outputs womöglich auch Zeit, folglich: kürzere Lieferzeiten und geringere Kosten.

Die maschinelle Übersetzung ist somit als ressourcenschonende Dienstleistung eine starke Ergänzung unseres Portfolios. Gerne prüfen wir für Sie, ob Ihr Text für eine maschinelle Übersetzung mit anschließendem Post-Editing geeignet ist, und wir erstellen Ihnen ein unverbindliches Angebot.

Hier gibt es noch mehr Informationen, was maschinelle Übersetzung bedeutet und worauf wir bei dieser Leistung Wert legen.

Interview mit Jörg Vogt: Sprache als Treiber für Wachstum

Für den Club Report des Marketing Club OWL hat unser Geschäftsführer Jörg Vogt ein Interview gegeben, welches wir im Folgenden in kompletter Form zur Verfügung stellen möchten:

 

Mit Wachstum ist Jörg Vogt als Geschäftsführer der Sprachenfabrik bestens vertraut. Innerhalb von fünf Jahren wuchs die Bielefelder Agentur von einem Übersetzungsdienstleister mit drei Angestellten auf ein Unternehmen mit 15 Angestellten und einem großen Netzwerk an Partnern, Standorte in Düsseldorf und Berlin mit eingeschlossen. So einfach es zunächst klingen mag: Wachstum hat die Agentur für internationale Kommunikation groß gemacht. Aber hier ist es durchaus doppeldeutig zu verstehen. Denn das eigene Wachstum führt der geschäftsführende Gesellschafter vor allem auch darauf zurück, dass er mit seinen Mitarbeitern in den vergangenen Jahren vor allem anderen beim Wachsen geholfen hat. Als Spezialist für Sprache, Marketing und seit einiger Zeit auch strategische Kommunikation. Jörg Vogt im Gespräch mit dem Club Report.

Herr Vogt, Sprache als Mittler ist uns als Konzept ja bekannt. Aber Sprache als Wachstumstreiber?

Ich könnte jetzt verschiedene philosophische Konzepte bemühen – aber im Prinzip ist die Sache klar und simpel. Wer heute wachsen möchte, der tut das nur mit Sprache. Er muss Kunden emotional ansprechen, sein Produkt präzise präsentieren und sich dazu noch kreativ unterscheiden. Und das wenn möglich auch noch in allen relevanten Sprachen. Denn eines ist klar: Wachstum beschränkt sich heutzutage in den seltensten Fällen auf die Region oder nur Deutschland. Wer heute wächst, der macht das weltweit. Und dabei können wir helfen.

Wie können Sie helfen?

Unser Unternehmenskern sind ja Übersetzungen. Da kommen wir her, das ist nach wie vor ein wichtiger Teil unserer Identität. Wir haben aber in den vergangenen Jahren schnell gemerkt, dass die Kunden noch viel mehr brauchen, als einfach einen deutschen Text ins Italienische zu übersetzen. Die Kunden haben uns gefragt, ob wir ihnen nicht gleich auch den Ausgangstext dazu liefern können. Und da unser Selbstverständnis von Anfang das eines serviceorientierten Problemlösers war, haben wir das einfach gemacht. Dazu haben wir anfangs noch punktuell externe Dienstleister aus unserem Netzwerk angesprochen. Inzwischen ist es uns gelungen über die Jahre massiv selbst Kompetenz aufzubauen und bilden in Kombination mit starken externen Partnern das gesamte Leistungsspektrum einer Kommunikationsagentur ab – mit internationaler Spezialisierung. Das bedeutet: Vom strategischen Kommunikationskonzept über die Pressemitteilung bis hin zum Imagefilm können wir alles liefern. In allen Sprachen und derselben Professionalität wie sie unsere Kunden von unseren erstklassigen Übersetzungen und Dolmetschprojekten gewohnt sind.

Wer ist ihr typischer Kunde?

Wir haben ungefähr 300 Kunden, die wir regelmäßig betreuen. Das geht von der kleinen Übersetzung über die Abwicklung der mehrsprachigen Kundenzeitschrift bis hin zum internationalen Kommunikationskonzept für einen mehrsprachigen Markteintritt. Typischerweise arbeiten wir mit Kunden aus dem Bereich KMU, also kleine und mittlere Unternehmen, zusammen. Dieses Segment steht aktuell massiv vor der Herausforderung, sich nach außen zu öffnen und neue Länder als Markt zu erschließen. Wir begleiten unsere Kunden dabei. Der Vorteil ist deutlich. Wir bieten alle Dienstleistungen aus einer Hand und minimieren somit die Transaktionskosten beim Kunden. Die Abläufe werden so sehr effizient, wovon der Kunde sowohl beim Preis als auch bei der Schnelligkeit profitiert. Und das bei garantierter exzellenter Qualität. Oder um es anhand eines Beispiels deutlich zu machen: Bei der Sprachenfabrik bekommen Sie die chinesische Pressemitteilung vom Briefing bis zum Versand über den exklusiv erstellen Presseverteiler in maximal drei Tagen. Denn unsere Kompetenz ist alles, was mit Sprache zu tun hat.